Mittwoch, 6. Januar 2016

HURGHADA-URLAUB vom 24. Nov. bis 23. Dez. 2015 – der Nix-tu-Faulenzer-Trip!


HURGHADA-URLAUB vom 24. Nov. bis 23. Dez. 2015 – der Nix-tu-Faulenzer-Trip!

Dienstag, 24. November 2015 – (Vor-)Anreise

Nach 7 Monaten Ägypten-Abstinenz steht wieder eine „Adventszeit-Reise“ nach Hurghada ans Rote Meer an. Vormittags habe ich innerhalb 10 Minuten gepackt, das Handgepäck wartet im Flur, und so bringt mich meine Nachbarin  um 13.30 h zur Fernbus-Station. Wir haben einige Minusgrade, deshalb bleiben wir eine Weile im Auto sitzen. Kurz danach kommt der Fernbus aus Berlin zur Weiterfahrt nach Dortmund  bzw. an meinen Zielort. Koffer in den Gepäckraum, rein in den warmen Bus. Pünktlich verlassen wir meinen Wohnort … das Wetter bessert sich in Richtung Süden, und so steigt meine Reiselaune zusehends. Wir kommen etwas vor der Zeit am Bushaltepunkt an – ich steige aus. In dem Moment fährt meine Schwester vor. Koffer & Co. verstaut, und ab geht es ins Haus meiner Schwester. Inzwischen schnieselt es, und der Wind ist unangenehm kalt.- - - Nach Ankunft ein kurzer Aufenthalt – dann geht es zu meiner Nichte + Familie. Sie hat uns zum Abendessen eingeladen. Meine Großnichten + Großneffe sind auch da. So gibt es erst mal viel zu erzählen. Ich habe sie alle 4 Monate nicht gesehen.  – Abends sitzen wir bei einem ausgezeichneten Abendessen zusammen. Gegen 21.15 h machen wir uns auf den Rückweg. Immer noch ist es kalt und trübe.

Mittwoch, 25. November 2015 (Anreise)

Heute habe ich ausgeschlafen – um 09.30 h sitze ich mit Schwester an einem – wie immer – liebevoll gedeckten Frühstückstisch,  komme mir vor wie im Hotel. Mit Zeitunglesen, einigen Whatsapp- und Facebook-Chats per Mobil geht der Vormittag vorbei. Nach einem Mittagsimbiss machen wir uns gegen 12.45 h auf den Weg zum Flughafen. Heute geht dort unser Germania-Flieger ab. Entspannte Atmosphäre, halt wie sich Urlaub von Beginn anfühlen sollte. Meine Schwester blieb, bis ich das Gepäck aufgegeben hatte – dann, schwupps, weg war sie! Durch Facebook – und hier durch eine FB-Seite – traf ich ein nettes Paar aus der Nähe, die ebenfalls 4 Wochen in ihrer Wohnung in HRG bleiben wollten. Mal sehen, ob sie sich bei mir melden. Meine ägypt. Mobilnummer haben sie …. Tjaaaa, Sicherheitskontrolle: Noch nie hat diese pro Fluggast so lange gedauert. Ich wurde von einer jungen Mitarbeiterin von oben bis unten – und auch in Körperregionen, die mir nie eingefallen wären – abgetastet – Schuhe aus, andere mussten sogar ihre Socken ausziehen. Selbst in Haaren und in Ohren wurde herumgetastet, um evtl. --- was? Sprengstoff o.ä.? zu finden. Endlich waren wir am Abflugsteig … unsere Maschine kam 20 Min. zu spät rein – also Reinigung, Essen + Getränke + Kerosin-Betankung - , so dass wir mit gut 35minütiger Verspätung starteten. – Wie üblich war der Germania-Service gut. Getränke, warmer Imbiss und einige Getränke-Durchgänge wurden angeboten. Ein Film wurde gezeigt. Aktuelle Zeitungen + Magazine waren ebenfalls erhältlich. Alles in allem ein angenehmer Flug in fast 11.500 m Reisehöhe, einige Turbulenzen – dafür eine butterweiche Landung in HRG mit 10 Min. Endverspätung. Der Ärger begann an den Gepäckbändern. Mit uns war eine SunExpress-Maschine angekommen. Keinerlei Info an den vielen Kofferbändern, welches Band für unseren Flug zuständig war. So standen Fluggäste beider Flüge an einem Band an…. Die Gäste von SunExpress erhielten ihr Gepäck. Wir wurden nach 20 Minuten endlich an ein anderes Band verwiesen. 3, 4, 5 Koffer landeten – dank des neuen ausgeklügelten? Elektroniksystems auf dem Schrägband. Dann ein Stopp, da ein Koffer oben hängen blieb. Das System stockte …. Nix lief mehr. Wir fragten mehrere der in der Halle herumwuselnden Flughafen-Angestellten.  Keiner schien für technische Ausfälle zuständig. Nach unendlichen langen 50 Minuten bequemte sich ein Mitarbeiter, den Koffer runterzuschubsen – und siehe da, plötzlich lief das Band… - Ich hatte Glück, mein Gepäck kam schnell. Vorher hatte ich meiner Freundin SMS geschickt, damit sie wusste, warum es so lange dauerte. Sie hatte ihren Mann um Abholung gebeten. Vertraut – wie seit Jahren – stand er also am Eingang…. Er sah mir an, wie erleichtert ich war. Dann Fahrt in einem neuen tollen SUV – bequem und sicher landete ich kurz darauf in meiner Apartmentanlage. Meine nette Gastgeberin konnten wir telefonisch – durch Defekt am Mobil – nicht erreichen, doch sie wartete am Eingang. Sie und ein Mitarbeiter der Sicherheit brachten mich ins Apartment. Kurze Einweisung – da ich hier schon gewohnt habe. Koffer und Beigepäck ausgepackt  - in Schrank eingeräumt – abgeschminkt – Zähne und Zifferblatt, ähem Gesicht, gewaschen und dann ab in die Falle. Schlecht geschlafen, weil mir ein Hund vor dem Schlafzimmer und eine einzige Moskitofliege nächtens den Schlaf raubten! So schlief ich bei Tageslicht ein . . . und wachte auf am

Donnerstag, 26. November 2015 – HRG

um 10.00 Uhr. Da ich mein ägyptisches Mobil + Internet noch nicht aufgeladen hatte, schickte ich eine SMS an meine Freundin. So trafen wir uns gegen 11.45 Uhr vor meiner Wohnung. Sie hat für eine Woche einen jungen Menschen aufgenommen, dessen Mutter aus persönlichen Gründen kurzfristig nach Deutschland geflogen ist.  Ich kenne den Teenager flüchtig von früheren Besuchen. Er/Sie bleibt ca. eine Woche bei meiner Freundin. – Wir fuhren also in die Sheraton Road, wo wir Etisalat Mobil + Internet aufladen ließen. Inzwischen war Mittagszeit. Wir bekamen Appetit. So landeten wir im „La Luna“ am Bella Vista Hotel, wo wir drei dann zu Mittag aßen – mit wagenradgroßen Margarita-Pizzen und einer vorzüglichen Tomatensuppe vorneweg. Danach konnte ich meine Lebensmitteleinkäufe erledigen, in einem einheimischen kleinen Supermarkt. Gern kaufe ich dort, weil ich so die heimischen Händler etwas unterstützen kann. Ich brauche Metro, Spinneys oder Carrefour nicht.

Nachmittags ging es zurück in die Wohnung meiner Freundin. Sie holte eine deutsche und eine niederländische Bekannte ab. So saßen wir dann bei einem Weibsen-Kaffee zusammen. Gesprächsstoff ging uns nicht aus. Gegen 17.30 h war ich zuhause – auspacken – umziehen, und nun sitze ich am Netbook und klappere wie üblich meine Tageserlebnisse runter.

Am Sonntag, 29.11., zum 60. Geburtstag meiner Freundin, sind wir zu einem aushäusigen Frühstück und zu einem Abendessen in einem einheimischen Lokal eingeladen. Darauf freue ich mich und werde sicher berichten.

Morgen ist für mich „freudinnenfreier“ Tag – es ist islamischer Sonntag. Und da soll die Familie mal ihre Ruhe vor mir haben.

Freitag, 27. November 2015 - HRG

Heute ist Faulenzertag – ich habe bis kurz vor 11.00 h ! geschlafen…. Wieder raubte mir ein Moskito nachts die Ruhe – und irgendwie muss sich das Waschmittel meiner Bettwäsche nicht mit meiner …. zarten …. Haut vertragen. Sobald ich mich hinlege, kratze ich mich stundenlang an Armen – Beinen und dem Rücken, unangenehm und lästig. Jedenfalls schlief ich wieder erst gegen 05.00 h ein. Nun ja, da ich heute nix vorhabe, ist das kein Problem. Zwischen Spätfrühstück – Körperpflege – Lesen auf dem Balkon – ab und an TV-Nachrichten und anfallsweisem Aufenthalt am Netbook dümpelt dieser sonnenreiche und warme Freitag vor sich hin.

Mir tat dieser eine Tag der „Voll-Faulenze“ ganz gut. Die Klimaveränderung von Deutschland bei Minusgraden und Schnee ist doch recht heftig. So genoss ich Frühstück lesend auf dem Balkon, informierte mich mittags via TV über die Weltnachrichten und verbrachte den Nachmittag wieder mit Buch auf dem Balkon – ab 13.30 h ist dort Schatten, also beste Zeit, den Urlaub derart zu beginnen.

Samstag, 28. November 2015 - HRG

Auch heute Vormittag – wie gestern und vorgestern – bin ich nach 10.00 h aus dem Bett gefallen… Ich wollte nachmittags auf den Floh- und Weihnachtsmarkt in Dahar im deutschen Restaurant. Stattdessen ereilte mich – fast schon pünktlich wie bei den letzten Ferien – am 3. Tag Pharaohs Rache in Reinkultur. Zum Glück hatte ich noch Restbestände von Antinal – dazu meine übliche Elektrolytemischung aus Tee – Salz und Zucker. So überstand ich den Tag und die Nacht halbwegs.

Sonntag, 29. November 2015 – Freundin-Geburtstag zum 60.

Um 10.00 h trafen wir uns in einem Café, um dort in kleiner Runde ihren runden Geburtstag mit einem Frühstück zu feiern. Ich wollte keine Spielverderberin sein …. Trotz „leichter Unpässlichkeit“ stiefelte ich also pünktlich – mit weiteren 2 Antinal-Tabletten intus – ins Café. Kurz nach mir trudelte die kleine Gesellschaft ein…. Mit Gitarren- und Fahnenbegleitung ließen wir uns im Restaurant-Garten nieder. Fast 2 Stunden ließen wir es uns bei einem ausgedehnten Frühstück gut gehen. Jetzt – um die Mittagszeit verabschiedeten wir uns. Heute Abend steht noch eine Abendessen-Einladung an. Mal sehen, ob ich das hinbekomme. Lege mich gleich hin, es rumort im Magen… Bis später – bin doch zuhause geblieben, obwohl für den Abend eine Einladung zum Abendessen bestand. Gegen Abend habe ich mir dann im ZDF „Adventliche Musik aus der Dresdner Frauenkirche“ angesehen…. Irgendwann begannen bei mir die Tränen zu laufen. Merke ich doch, wie sehr ich zur Advents- und Weihnachtszeit meine heimatliche Umgebung schätze. Nichts gegen das schöne Wetter hier am Roten Meer. Advents- oder Weihnachtsstimmung kommt bei mir definitiv nicht auf. – Das heißt für mich, dass ich zu dieser Zeit zukünftig in Deutschland sein werde…

Montag, 30. November 2015 – HRG

Der heutige Tag verlief wie der Sonntag – nichts-sagend, will  heißen, dass ich auch heute noch meinen leicht angeschlagenen Bauchraum pflegte…

Dienstag, 01. Dezember 2015

Seit heute läuft nun der offizielle Count-down zum Heiligen Abend. Viele Kinder stehen also allmorgendlich vor ihrem mehr oder minder inhaltsreichen Adventskalender und öffnen ein Türchen – ich nicht! Ich hatte mit Freundin eine Verabredung zum Einkaufen. Dies erledigten wir am späten Vormittag – und ich tauchte mit ihr erstmalig (!) in den bekannten Soukh von Dahar ein. In letzter Zeit hat sich – dank der regionalen Behörden- einiges getan: viele „wilde“ Verkaufsstände vor dem eigentlichen Marktgebäude wurden vollständig entfernt. Alle Standhändler sollen zukünftig im Gebäude eine Art Parzelle nutzen. Das klappt schon ganz gut, vieles läuft nun geordneter. Sie brachte mich zu den Standhändlern, bei denen sie auch einkauft – welche Vielfalt – Farbenpracht. Die meisten Händler stehen auf einem Kistenturm und haben ihr jeweiliges Obst- und Gemüseangebot appetitlich von unten nach in Pyramidenform aufgebaut. Nie sah ich vorher auf ausländischen Märkten 10 bis 20 Reihen Blumenkohlköpfe übereinander geschichtet. So „arbeiteten“ wir von einem bestimmten Obststand hin zu einem Gemüsehändler – Tomaten, Gurken, Auberginen, Süßkartoffeln, Kartoffeln – duftende frische Pfefferminze – glatte Petersilie, abgepackt in kleinen Sträußen, und viele andere Gemüse- und Kräutersorten warteten auf Käufer. Diese Vielfalt erschlug mich schier. Mit schweren Tüten gingen wir schließlich zurück zum Wagen – weiter zu „meinem „ einheimischen kleinen Supermarkt in der Nähe der koptischen Kirche. Auch dort erledigten wir fix den Einkauf. –

Inzwischen meldete sich unser Magen, also ab ins deutsche Restaurant. In den Wintermonaten ist von 12.00 h bis 22.00 h – außer montags - geöffnet. Die Inhaberin werkelte schon in der Küche. – Herzliche Begrüßung und Wiedersehensfreude. Wir haben uns fast 7 Monate nicht gesehen. Ein kurzer Blick von uns zwei in die Speisekarte – und schon bestellten wir jede unser Lieblingsgericht. Weitere Gäste kamen zum Mittagessen. Wir am Stammtisch hatten eine Menge zu erzählen, ich von zuhause – meine Gegenüber aus Hurghada. So blieben wir dann noch, um die gerade kreierten Windbeutel mit Preiselbeeren mit Sahne zu probieren – himmlisch gut, leider für mich jedoch reines Hüftgold! Über 3 Stunden hatten wir geklönt und geklatscht, durch die Plastikwände um und über einer Tischreihe vor dem doch etwas rauhen Wind gut geschützt. Später finde ich mein Konterfei in Facebook – bräsig auf der Bank mit Kaffee und Windbeutel sitzend und einer launigen Unterschrift  - platzfüllend ins Bild gesetzt dank meiner 1,60 m im Quadrat. – Den weiteren Nachmittag verbummelte ich zuhause. Draußen war es recht kühl durch den Wind – Balkonzeit war das nicht.

Mittwoch, 02. Dezember 2015 - Hurghada

Heute ist bei mir Ruhetag – Lesen, Reisenotizen schreiben, auf dem Balkon sitzen und die Sonne genießen – und abends ein wenig TV schauen.

Naja, nachmittags kam meine Freundin auf einen Kaffee …. und einige Kekschen…. vorbei. Sie hat zuhause mit ihrem derzeitigen Besuch großen Ärger; ich habe sie ihren Frust erstmal loswerden lassen. Was ich da Unverschämtheiten ihr und ihrer Familie gegenüber von diesem jungen Gast zu hören bekam, da blieb sogar mir die Sprache weg…. Und das will sicher was heißen. Meine Empfehlung war, den Besuch links liegen zu lassen, in der Hoffnung, dass spätestens ab morgen Vormittag meine Freundin mit Familie diese 8 Tage schnellstens aus ihrem Gedächtnis streicht. Ich kannte und kenne diesen Besuch seit knapp 4 Jahren, zwar aus der Ferne – ich war entsetzt, wie sich ein junger Mensch  so -  negativ - entwickeln kann. In Deutschland wäre er/sie zu 100% in einer betreuten Wohngruppe für junge psychisch Auffällige gelandet. Was ich da letzte Woche mitbekommen hatte, war einfach hanebüchenes Verhalten eines gerade 14jährign Teenagers…

Ende dieses leidigen Themas, das meine Freundin und mich so manche Stunde unseres Wiedersehens gekostet hat.

 

Donnerstag, 03. Dezember – HRG – El Gouna

Heute Nachmittag wollen wir zwei nach El Gouna fahren. Ein gemeinsamer Bekannter und sein Freund haben in Downtown ein neues Schweizer Restaurant – das „Swiss House“ - „Chuchichäschtli“ – eröffnet. Jetzt in der Vorweihnachtszeit ist es gänzlich auf Weihnacht geschmückt…. Ich werde berichten – die Empfehlung zum Besuch kam von meiner Freundin aus Braunschweig.

Ich hatte mich für 13.00 h pünktlich „landfein“ gemacht. 10 Minuten vorher rief meine Freundin, wo ich bliebe, sie stand schon vor dem Haus. Also ich raus aus dem Haus – rein ins Auto, und ab ging die Fahrt auf der Schnellstraße in Richtung El Gouna. Wir hielten noch kurz auf dem Weg dorthin, da wir noch Sachen für eine Bekannte abzugeben hatten – kurzer Plausch im Auto. Dann ging es weiter. Wir zwei schnatterten los – und plötzlich war die 1. Einfahrt nach El Gouna rein schon verpasst. Also zurück, marsch-marsch, und dann durch die allseits bekannte Sicherheitskontrolle an den Einfahrtstraßen nach El Gouna. Vor uns wurde ein einheimischer Pkw sogar veranlasst, den Kofferraum zu öffnen, und ein Spürhund hing kopfüber im Kofferraum – ohne Befund. Wir wurden durchgewinkt, da meine Freundin zweimal täglich hier rein- und rausfährt und das Sicherheitspersonal seine Pappenheimer kennt.

So fuhren wir durch El Gouna …. Sauber, alles grün bepflanzt, kleine Rasen-Palmenrondelle an den Straßen, Brücken, die über einzelne Lagunenarme führen, Farben, die in Hurghada so nicht täglich zu sehen sind. Hotels – Häuser – Schulen – öffentliche Gebäude wie die Internat. Schule Hurghada, die Zweigstelle der AUC – American University of Cairo – der Campus mit dem Berliner Ableger der TU Berlin – die German Hotel School. El Gouna ist dem Dorfcharakter inzwischen längst entwachsen. Genaue Zahlen weiß ich nicht, doch schätzungsweise um die 25.000 Bewohner hat diese künstliche – vom Gründer Samih Sawiris angelegte – Lagunenstadt inzwischen. Wir stellen das Auto in Downtown am Bestway-Supermarkt ab und liefen ein kleines Stück. Dort mieteten wir ein Tuk-Tuk, die aus Asien bekannten Vehikel auf 3 Rädern, die den Fahrer und max. 3 Personen auf der Rückbank transportieren dürfen. Seit einiger Zeit hat Orascom, die allgewaltige Verwaltungs- und Eigentümergemeinschaft, neue Preise festgesetzt, die Festpreise sind:

1 Person pro Kurztour = LE 7,00

2 Personen pro Kurztour = LE 15,00

1-Std.-Tour durch El Gouna = LE 150,00

½-Std.-Tour durch El Gouna = LE 75,00

Allgemein kann gesagt werden, dass der übliche Preisindex – verglichen mit Hurghada – um ca. 30-40% höher sind. Es leben viele Europäer dort, davon vornehmlich Deutschsprachige aus Deutschland, Österreich und der Schweiz –.

Gegen 14.25 h kamen wir dem „Swiss House – Chuchichäschtli“ von Torsten und Ivan an. Die Türen standen offen, ein junger Mann im roten T-Shirt informierte uns auf Arabisch bzw. Englisch, dass erst um 15.00 h geöffnet würde und man auch für einen Kaffee nicht vorbereitet sei. Diese Info kam bei meiner Freundin nicht so gut an. Vor dem Restaurant steht eine hübsche Sitzgruppe. Wir erwarteten, dass er uns bitten würde, dort die Öffnung abzuwarten. Doch meine Freundin winkte ab, dass wir erst mal weitergehen wollten. Ich hinterließ auf Englisch die Bitte, Torsten von mir zu grüßen, da ich ihn persönlich kenne und wir später wiederkommen wollten. So stiefelten wir über eine kleine  Lagunenbrücke am „Dawar El Omda Hotel“ vorbei und landeten auf einem großen Platz im „Vienna Café“. Was für ein Unterschied in der Begrüßung eines der Service-Mitarbeiter. Zwei nette Herren rückten uns die Sessel vor dem Café zurecht. Uns wurden sofort die Speisekarten gereicht, bzw. wir wurden nach unserem Getränkewunsch gefragt. – Wir bestellten „Hawaii-Toast“ bzw. „Thunfisch-Sandwich“, jeweils mit Pommes frites. Beide Snacks waren großzügig bemessen, die Fritten frisch und heiß serviert, alles sehr appetitlich angerichtet. Wir bezahlten für Soda-Tonic und 1 Fl. Wasser mit den o.a. Snacks um die LE 150,00. Das war angemessen für Standort und Qualität der Gerichte – und eine mehr als herzlich-gastbezogene Bedienung, die wir gern annahmen.

Gegen 15.45 h begaben wir uns nochmals ins „Swiss House – Chuchichäschtli“ – nun offen; etliche Gäste saßen drin, und auch die beiden Inhaber Torsten und Ivan begrüßten uns. Wir blieben im Innenraum, da es draußen etwas kühl war. – Zur Einrichtung – dem Stil, also dem gesamten Ambiente: – Mit gutem Gewissen kann ich sagen, dass alles sozusagen intim – nicht klein(lich) – liebevoll und perfekt aufeinander abgestimmt ist. Jetzt zur Advents-/Vorweihnachtszeit stimmen Adventsgestecke – weihnachtliche Wanddekos bzw. ein großer Wand-Adventskranz sowie farblich passende Weihnachtskugeln auf diese besondere Zeit ein. Wir setzten uns an einen Zweiertisch. Ahmed, einer der jungen Servicekräfte, strahlte uns von Anfang an. Er brachte die Menükarte. Diese ist ebenfalls sorgfältig erstellt, wiederum passig zum Stil des „Swiss House“. Eine große Getränkeauswahl (kalt und warm) – Suppen – Appetitanreger – Hauptgerichte – Desserts usw. sind klar getrennt aufgeführt. Täglich werden verschiedene frisch gebackene Torten und Kuchenteilchen angeboten – heute u.a. frischer Erdbeer- und Käsekuchen. – Die angebotenen Kaffeegetränke – so auch Kaffee und Capuccino – sind erstklassig, die Tassen nicht riesengroß, jedoch macht die ausgezeichnete Qualität das allemal wieder wett, und ein Kekschen wird dazu gereicht. – Es herrschte eine angenehme Atmosphäre. Die Gästeklientel fiel mir angenehm auf, was in Lokalitäten am Roten Meer nicht selbstverständlich ist. Fazit – kurzum: von 100% Empfehlung kann ich 90-95% geben, mit gutem Gewissen. Und: ich werde sicher wiederkommen. – Noch etwas Positives: Residenten aus El Gouna bzw. Hurghada erhalten „Resident Discount“ von 10%. Lieber Torsten – lieber Ivan – ich wünsche Eurem „Chuchichäschtli“ (Auf Deutsch ist es der „Küchenschrank“) weiterhin alles Gute – und zahlreiche nette Gäste!

Um kurz nach 17.00 h fuhren wir dann in einen herrlichen Sonnenuntergang mit prallen Farben hinter und über den Bergen auf der Landseite nach Hurghada zurück. Ein schöner, langer Nachmittag ging zu Ende.

Freitag, 04. Dezember 2015 – Ruhetag – Hurghada

Heute ist Freitag – Sonntag in Hurghada -, und meine Freundin und Familie haben frei, so dass ich sie nicht stören will. Also genieße ich diesen Tag – Jetzt um kurz nach 10.00 h  strahlt die Sonne wie alltäglich in Wohn- und Schlafzimmer. Den nächtlichen Kampf mit den 3-5 lästigen Mosiktos habe ich dank RAID for flying insects – eindeutig gewonnen. Gestern Abend hatte ich einmal gründlich im Schlafzimmer gesprüht, bei geschlossenem Fenster und geschlossener Tür. Später dann alles wieder geöffnet, es duftet sogar angenehm….

Samstag, 05. Dezember 2015

Auch der heutige Morgen ist sonnig und warm, ein wenig windig – trotzdem sind Fenster und Balkontür Tag und Nacht offen. Vom frühen Morgen bis gegen 14.00 h habe ich Sonne auf dem Balkon. So sitze ich zum Frühstück meist dort und schaue über meinen Kaffee- oder Teepott aufs blaue Meer, das einige weiße Kronen wegen Wellengangs zeigt.

Ob – was – wann und wie ich nachmittags etwas unternehme, weiß ich noch nicht. Ich lese mich durch den Tag. Zur Zeit ist es ein Buch von Sidney Sheldon, den ich als Autor sehr gern mag.

Gestern Abend habe ich fast geheult, als meine nette Nachbarin Sarah von zuhause – sie wohnt über mich – zwei Whatsapp-Schnappschüsse meiner Nachbarn, einschließlich unserer neuen Nachbarin, die gerade eingezogen ist. Auf den Bildern haben sich alle vier bzw. fünf so eng zusammengesetzt, dass alle mit aufs Bild passten. Bis auf meine Nachbarin, die direkt neben mir wohnt, wohnen meine anderen Nachbarn alle in der 1. Etage. -  S o o o o – das reicht für jetzt und meinen „Notiz-Ausflug“ nach Hause.

Schauen wir, was der Tag bringt – meine Freundin hier kommt evtl. auf einen Kaffee vorbei, zu schwatzen gibt es immer etwas…Inzwischen habe ich die Balkontür geschlossen. Draußen geht ein starker Wind, und die Sonne wird durch den herumwirbelnden Wüstensand vertrieben. Der Himmel ist inzwischen auch nur noch blass-weißgrau… Kühl ist es geworden. Mit dem Kaffeebesuch ist nix geworden… also bleiben Bücher bzw. TV-Nachrichten. Gute Nacht!

Sonntag, 06. Dezember 2015 – Nikolaustag – Hurghada

Nachdem ich 2 Tage lang „Apartment-Urlaub“ gemacht habe und den Sidney-Sheldon-Wälzer von 500 Seiten durchgeschwartet habe, möchte ich mal wieder raus. Meine Freundin und ich haben uns für den Nachmittag zum Kaffee verabredet – Abholung ja – Ort bisher noch unklar. Also warte ich unten vor dem Haus – Frage meiner Freundin, ob wir den Nikolaus-2.-Adventssonntag-Kaffee bei ihr zuhause mit Dresdner Stollen feiern wollten. Na gerne doch! – Kurze Fahrt in ihre Wohnung – alles wunderschön adventlich-weihnachtlich dekoriert. Ganz plötzlich habe ich die bisher so vermissten Weihnachtsgefühle…. Den Tisch für uns zwei haben wir weihnachtlich gedeckt. Kaffee – Stollen mit Sahne …. fast eine Stunde lang können wir uns über Vieles austauschen. Hat mir gut getan. Fix noch Abwasch erledigt, und am späten Nachmittag schauen wir uns auf meinen Wunsch in einigen einheimischen Läden nach einer Jacke bzw. einem Pullover für mich um. Meine Mehrfach-XL-Größe bietet Platz für Stoff und Strick – allerdings kann kein Ladenangebot da Passendes anbieten…. allerdings ist mir vieles auch zu bunt… Gegen 17.30 h bin ich zuhause. Ein Nachmittag, der meine Gefühls-Batterien aufgefüllt hat.

Montag, 07. Dezember 2015 – Hurghada

Heute ist bei mirApartment-Urlaub“ – heißt also, dass ich heute Balkon – Buch und Sonne genieße – also: fast Nixtun, bis auf die Zeiten, wo ich mir etwas Essbares zubereite….

 

 

Dienstag, 08. Dezember 2015 – Hurghada

Jetzt – vormittags kurz nach 10.00 h – haben wir Sonne, doch es sind viele weiße Wolken am Himmel – na, vielleicht gibt es in meinem Urlaub hier auch mal wieder Regen … Kurz vor meiner Ankunft gab es in fast allen Teilen Ägypten Starkregen und –wind. Ganze Städtteile in Alexandria am Mittelmeer, in Kairo und viele Dörfer in vielen Governaten/ Regierungsbezirken meldeten schwere Schäden. In Alex waren viele Straßen überspült, bzw. „abgesoffen“. Fehlende Ab- und Entwässerungssysteme und viele betonierte Flächen lassen das Oberflächenwasser nicht ablaufen, eines der Probleme, die in Ägypten, neben vielen anderen infrastrukturellen, zu lösen sind.

Mittags werde ich mal wieder aushäusig unterwegs sein – mein Internetstick bedarf der Aufladung – in meinem Kühlschrank sind einige zu stopfende Lücken, und meine Freundin möchte, dass ich ihr ein einfaches!!, funktionierendes Schreib- und Tabellenprogramm auf ihren Laptop kopiere. Mal sehen, wie ich das mit meinem laienhaften PC-Kenntnissen hinbekomme.

Es kam anders – meine Freundin schaffte es wegen eigener Termine nicht, mich auf Stadttour abzuholen. So gönnte ich mir zuerst im nahegelegenen Café ein kleines Kaffeegedeck – später fuhr ich noch ins deutsche Restaurant …. Mein Appetit auf etwas Handfestes meldete sich. Dies konnte ich mir dort erfüllen. Gegen Abend kam meine Freundin doch noch, und wir saßen mit einer netten Gesprächsrunde. Mein Einkauf bzw. die Kopie auf den Laptop meiner Freundin entfiel dadurch. MORGEN ist auch noch ein Tag oder übermorgen. Wir werden sehen. Heute Abend werde ich noch ein bissel lesen, später Nachrichten anschauen und morgen früh wieder bis mindestens 09.30 h schlafen.

Mittwoch, 09. Dezember 2015 – Hurghada

Wieder gegen 09.30 h aus dem Bett gefallen – morgendliche Kurzkörperpflege, um wach zu werden – Frühstück auf dem heute warmen Balkon und Seitenblick auf das Meer … blau-türkis … kleine und große Boote auf dem Wasser …. Den Straßenverkehr von der belebten Straße zwischen Dahar und Sekalla höre ich nur gedämpft, eher noch manchmal junge Einheimische, die sich im Vorübergehen gestikulierend und fröhlich unterhalten…

Mal sehen, ob wir es heute schaffen,  Einkauf – Internetstick-Aufladung  und Aufkopieren der Software auf den Freundin-Laptop zu schaffen. Bis Mittag muss ich warten, ob sie mich nachmittags abholen kann. – Solange ich Bücher und Balkon habe, wird mir nicht langweilig.

Auch heute wurde aus der geplanten Einkaufstour usw. nichts. –… Zum Glück bin ich mit Lesestoff versorgt, das heutige Wetter ist auch nachmittags mit +22° C passabel, obwohl die Sonne ab Mittag nicht auf den Balkon scheint….

Donnerstag, 10.12.2015 - Hurghada

Meine Freundin hatte mich gestern informiert, dass wir uns gern zum Frühstück im deutschen Café treffen könnten, gesagt – getan. Wir waren beide gegen 10.00 h dort – bestellten uns 2 x Frühstück, das dort reichlich und gut sortiert auf den Tisch kam. Hinterher fuhren wir zum heimischen Gemüsehändler – ERDBEEREN, appetitlich und frisch angeboten – Mandarinen – Tomaten und viele Gemüse- und Obstsorten im Angebot. Wir schlugen beide zu, natürlich auch bei den Erdbeeren, ca. 750 g für LE 15,00, ungefähr Euro 1,80. Anschließend noch in „unseren“ kleinen Supermarkt in der Nähe. Und zu guter Letzt wartete mein I-Stick auf Aufladung. Zum Glück gibt es jetzt auf der Nasr Street einen Etisalat-Laden. Es klappte alles, und für knapp Euro 5,00 sind  wieder über 3 GB-Internetnutzung möglich.

Anschließend ging es mit den Einkäufen heim zur Freundin… dort kopierte ich – es lief supergut und –schnell – das gesamte MS-Office-Professional 2007…., dies dank einem hier verstorbenen Menschen, der mir das 2013 auf mein Handy bzw. ich später auf Rechner + Laptop kopiert hatte.

Langsam hatten wir Appetit – fix eine Tomaten-Mozzarella-Suppe zubereitet, dazu Brötchen und zum Nachtisch frische Erdbeeren.

Gegen 16.00 h war ich zuhause…. Alles ausgepackt … draußen herrscht jetzt um 16.30 h eine bezaubernde Vordämmerungs-Atmosphäre. Die Insel mir gegenüber liegt im letzten Sonnenschein in Zartrosa-Orange da, das Wasser ist ruhig und schimmert in allen erdenklichen blauen und tieftürkisfarbenen Farbtönen. Ein angenehmer Augen-Blick im wörtlichen Sinne. – Morgen ist Ruhetag – am Samstagmittag ist für uns zwei Damen ein Friseurbesuch angesagt. Dazu später mehr….

Freitag, 11. Dezember – Hurghada

Auf einer Skala von 0 bis 100 steht heute eine 50 an…und dies zieht sich ganztags über den Freitag. Habe vormittags auf dem Balkon mit Buch + 2 Moskitofliegen, die mich wohl lieben. Sie folgen mir vom Balkon in die Wohnung und umgekehrt. Erst nachdem ich kurz und gründlich mit einem Fliegenkiller gesprüht habe, ist Ruhe. Jetzt kurz nach 16.00 h merkt man doch, dass es kühler wird, auch tagsüber, der Wind ist stärker geworden, das Meer zeigt mal wieder weiße Schaumkronen…. Ein heißer, frischer Kaffee und einige Kekschen helfen da allemal.

Samstag, 12. Dezember 2015 – Hurghada

Vormittags konnte ich mich in aller Ruhe auf unseren fest gebuchten Friseurtermin im „Mosaic Beauty & Wellness“- Center an der Mamsha vorbereiten. Mittags ging ich vors Haus. Meine Freundin holte mich ab, und innerhalb von 15 Minuten waren wir am Ziel. Auto in einer Seitenstraße geparkt – über die Straße – Treppe in den 1. Stock, und schon empfing uns eine freundliche, ansprechende Atmosphäre. Die junge Angestellte arbeitet seit einigen Jahren den Winter über hier im Laden. Da meine Freundin einige Farbsträhnen – ich nur einen Haarschnitt benötigte, begann unsere Friseurin bei meiner Freundin und nahm mich zwischendurch dran. Wie erleichtert war ich, als ich feststellte, dass diese junge Belgierin mit ausgezeichneter Schnitttechnik und guten Deutschkenntnissen aufwarten konnte. Bei mir kam sie fix zum Ende, und so gestutzt kann ich dem Weihnachtsfest mit kurzen Haaren entgegensehen. Gegen 14.00 h glänzten zwei farbenfrohe Rotsträhnen im Haar meiner Freundin, und wir verließen beide zufrieden das Geschäft. – Sie hatte einen Termines in El Gouna und setzte mich nur fix am Restaurant ab. Mein Magen meldete sich – ich hatte seit dem frühen Morgen nichts gegessen. So bestellte ich mir eines meiner Lieblingsgerichte, dem später frischer Erdbeerkuchen mit Sahne folgte. Noch ein bisschen mit der Chefin erzählt, und gegen 16.00 h war ich zuhause.

Jetzt – 1 Std. später – ist es dunkel. Die Lichterkette der Küstenstraße – die orange leuchtenden Lampen der umliegenden Hotels – es sieht alles sehr hübsch aus, doch ich merke immer mehr, wie sehr mir meine „deutsche Advents- und Weihnachtszeit“ fehlt.

Sonntag, 13. Dezember 2015 – Hurghada

Ein Tag mit „F“ = Faulenzer-Tag! Vormittags konnte ich auf dem Balkon sitzen – lesen und aufs Meer schauen. Mittags zogen dunkle Wolken am Himmel auf, und es wurde zusehends kühler. Also Balkontür zu – und ich bereitete mir einen heißen Tee zu. Unter einer Decke verbrachte ich lesend den Nachmittag. Ab und zu ein Blick nach draußen. Nein, es wurde nicht heller….Hoffentlich wird es morgen wieder sonnig…

Montag, 14. Dezember 2015 – Hurghada – M7

Guten Morgen, liebe Sonne – ja, heute ist es sonnig, nicht ganz so warum, knapp um +20°C, mein Frühstück konnte ich jedoch auf dem Balkon genießen. Nachmittags habe ich eine Kaffee-Einladung bei Bekannten in deren Haus. Sogar für Abholung von Haus zu Haus ist gesorgt. Es wird sicher viel zu erzählen, dies und das über die deutschen Residenten… ich höre es mir an – bei vielen Dingen kann ich sowieso nichts beitragen, da ich Touristin bin und nicht dauerhaft hier wohne.

Der Nachmittag bei meinen Bekannten verlief harmonisch und ging schnell vorbei …. Deutsche Residenten, die länger hier am Roten Meer wohnen, haben ihre ganz eigene Sichtweise auf die derzeitigen politischen und wirtschaftlichen Entwicklungen „im Mutterland“ Deutschland.

Taxe hin und zurück war recht bequem – heute Abend lande ich auf der Couch vor dem TV-Gerät.

Dienstag, 15. Dezember 2015

Um 10.00 h traf ich drei Freundinnen im benachbarten Café zum l-a-n-g-e-n Frühstück. Fast zwei Stunden hockten wir draußen auf der  schattigen Terrasse und genossen das Treffen nach so langer Zeit. Das angenehme Ende war, dass wir alle eingeladen wurden. An dieser Stelle ein Dankeschön dafür.

Die drei fuhren dann in die entgegengesetzte Richtung – ich wollte am Automaten Geld abheben. Habe da einen bestimmten Bankomaten, der zuverlässig funktioniert und direkt neben einem Lokal liegt, das lange mein „Stammlokal“ war. Also rein ins Taxi und ab nach Dahar. Den Kellner kenne ich seit fast 5 Jahren – er ist sehr nett, doch mein Lieblingskellner hat – wie er mir sagte – zur Zeit Urlaub. Also mit ihm kein Wiedersehen. Es wurde dann doch ein längerer Aufenthalt dort. Eine Bekannte, die ganz in der Nähe wohnt, hatte einen gerade von mir geposteten Facebook-Eintrag gelesen und kam auf ein Schwätzchen vorbei. Gegen 15.00 h wurde sie von einer Freundin abgeholt, auch ich fuhr kurz danach nach Hause. Jetzt genieße ich noch den Nachmittag. Es ist heute mild, windstill – also auch eine wunderschöne Aussicht, selbst von hier am Esstisch durch die Balkontür – aufs Meer und die davor gelagerte Insel….

Mittwoch, 16. Dezember 2015

Upps – das war heute ein angefüllter, interessanter und voller Urlaubstag!

Morgens kurzer Gang zum Bäcker – Brot, Brötchen und Kuchenteilchen gekauft – rein in die Taxe und in 7 ½ Minuten Taxifahrt zu meiner Freundin, wo ich Punkt 09.00 h zum Frühstück auf der Matte stand. – Wir haben den ganzen Tag miteinander verbracht, zusammen erzählt – ein bisschen den Haushalt versorgt – Erdbeeren für den Nachtisch geputzt – zu Mittag gegessen und weiter miteinander über Gott und die Welt gesprochen. Bis kurz vor 16.00 h ging das. Zwischenzeitlich erreichte mich eine Kurznotiz von Bekannten, mit denen ich vor 3 Wochen auf dem Hinflug zusammen war. Wir trafen uns dann im deutschen Restaurant. Für die zwei war es der erste Besuch dort. Da wir uns erst gegen 20.00 h nach Kaffee + Abendessen verabschiedeten, zeigt es, dass sie sich dort wohl gefühlt haben. Am späteren Nachmittag stieß noch ein befreundetes Ehepaar dazu – wir saßen alle an einem Tisch. So viel, wie wir gelacht haben, reichte das wirklich für den schönen Abschluss dieses Tages. Es ist jetzt kurz nach 20.00 h, und ich werde an diesen Tag gern zurückdenken.

Donnerstag, 17. Dezember 2015

Die Sonne holte mich aus der Horizontalen…. Frühstück zubereitet – Katzenwäsche – und raus au den Balkon. Klarer, blauer Himmel, kein Dunst – Sonne satt. So verlese - frühstücke ich die erste Zeit des Vormittags. Anruf meiner Freundin – nein, ein Muss zum Einkauf besteht nun doch nicht. So können wir zwei anderweitig über den Tag verfügen.

Freitag, 18. Dezember 2015 - Hurghada

Nach einer gestrigen langen TV-Nacht wunderte es mich, dass ich doch noch vor 09.00 h aus der Horizontalen gut in die aufrechte Stehposition kam! Wieder ist es heute angenehm – sonnig, fast windstill, das Meer vor mir Türkis in allen Schattierungen. Zum und nach dem Frühstück sitze ich auf dem Balkon, lese oder hocke, wie jetzt kurz, vor dem Netbook. Was der heutige Tag bringt, wir werden sehen…  er ging wiederum mit einem superkitschigen Sonnenuntergang zu Ende.

Samstag, 19. Dezember 2015 – Hurghada

In den bisherigen 3 ½ Urlaubswochen bin ich jeden Tag etwas früher aufgestanden. Ich denke, meine Schlafsynapsen im Gehirn sind jetzt zu 1.000% aufgefüllt… Heute werde ich sicher ab dem frühen Nachmittag mal wieder rausgehen. Mal schauen, worauf ich Lust habe. Also lasse ich dem Tag einfach seinen Lauf. – Da mein Kühlschrank inzwischen nur noch Magerkost anbietet, entschloss ich mich, am frühen Nachmittag doch in einem Lokal einen Mittagsimbiss einzunehmen. Also aufgebretzelt –ab ins Taxi – rein ins Straßenlokal. Heute war es warm, so dass ich mir ein schattiges Plätzchen suchte. Danach Frage für mich: Gleich nach Hause oder doch noch auf einen Kaffee und einen schleckerlichen Erdbeerkuchen ein Abstecher ins deutsche Restaurant. Meine Futtersucht siegte…als ich dort ankam, saßen die Chefin und zwei mir bekannte Damen am Stammtisch…. und spielten voller Begeisterung „Mensch ärgere Dich nicht“…Gern schloss ich mich an, so dass wir mit Unterbrechung über 2 Stunden dieses mir so vertraute Spiel spielten. Es machte nicht nur Spaß; es erinnerte mich an Zeiten in meiner Kindheit, als wir das mit den Eltern oder mit Freunden gespielt hatten. – Auch o.a. K+K = Kaffee + Kuchen fand Zeit und Raum… später konnte ich mich nicht vor einer Riesen-Currywurst mit von der Chefin selbstgemachter Currysauce drücken. Das gab mir nun – zusammen mit einem superleckeren Gurkensalat mit frischem Dill – den Rest. Ich hätte mich nach Hause trullern lassen können, zog jedoch ein Taxi vor.

Alles in allem war es ein schöner langer Nachmittag. Nun lege ich die Beine hoch – Faulheit siegt. Bis morgen!

Sonntag, 20. Dezember 2015

Heute ab 09.30 h haben meine Freundin und ich in einem benachbarten Café ganz in Ruhe unser 4.-Adventssonntag-Frühstück eingenommen. Danach sind wir eine ganze Weile durch Hurghada gefahren, um ein Laden für Schals zu finden. Die bekannten sind um 11.00 h noch geschlossen. Endlich erbarmt sich in einem kleinen Souvenirladen ein Mann, seinen Kompagnon anzurufen…. Kurz sitzen wir in der Sonne und warten auf ihn. Dann können wir im Laden eine Vielzahl von ein- und mehrfarbigen Schals und Tücher aus ägyptischer Baumwolle anschauen. Meine Wahl fällt auf Schwarz, Terrakotta, Türkis und Dunkelblau. – Meine Freundin mit sehr guten Arabischkenntnissen versucht zu handeln … mit nur etwas Erfolg. Diese Schals sind qualitativ hochwertig; deshalb akzeptiere ich letztlich den angemessenen Gesamtpreis.

Danach fahren zur Wohnung meiner Freundin. Wir verbringen einen entspannten Sonntag bei ihr zuhause. Bis zum Abend bleibe ich dort. Tja, nun sind es noch 2 Tage, dann heißt es, Dienstagabend den Koffer zu packen und für Mittwochmorgen alles für die Fahrt zum Flughafen vorzubereiten. Noch 2 Tage …

Montag, 21. Dezember 2015

Habe festgestellt, dass ich – je näher mein Abflug naht – morgens immer früher wach werde und aufstehe…. auch heute. Vormittags habe ich auf Balkonien verbracht, wie viele 100 Buchseiten ich in den letzten knapp 4 Wochen „geschwartet“ habe, weiß ich nicht. Jedoch habe ich keine Langeweile gehabt, ab und zu ein kleiner Durchhänger – von wegen des Nichtvorhandenseins jeglicher Advents-, geschweige Weihnachtsstimmung -.

Kurzfristig kam eine sehr gute Freundin zu einer kurzen „Balkon-Kaffeerunde“. Sie brachte Kuchenteilchen mit. So hatten wir Gelegenheit, ganz in Ruhe und in der Sonne, uns zu unterhalten. Ich habe das sehr genossen. Morgen ist nachmittags  noch eine kleine „Abschieds-Tournee“ geplant. Zu lange wird das nicht wohl nicht werden. Abends noch Kofferpacken & Co.

Dienstag, 22. Dezember 2015

Letzter Urlaubstag in Hurghada – jetzt am Morgen um kurz nach 10.00 h ist es dunstig – eine leichte Wolkendecke hindert die Sonne manchmal daran, ihr Werk zu tun …. Nachmittags werde ich zu einer kurzen Kaffee-Abschiedsrunde ins deutsche Restaurant fahren, um mich dort zu verabschieden – versprochen ist versprochen!

Bis zum Mittag hat sich das Wetter doch noch gebessert – die Wolken sind weg, die Sonne scheint. Gegen 13.15 h gehe raus, stelle mich in Fahrtrichtung, um ein Taxi zum deutschen Restaurant zu nehmen – da kommt mir ein SUV aus der richtigen Richtung entgegen …. Und stoppt! Was für ein Zufall – meine Freundin hatte einen Termin in Sekalla und war auf dem Weg nach Hause. Da sie noch Brot aus der deutschen Bäckerei brauchte, fuhren wir fix dorthin. Naaaja, wir sind dann halt noch auf einen Kaffee-Imbiss hängengeblieben.

Anschließend setzte sie mich am deutschen Restaurant ab. Dort wartete bereits „ein Viertel“ unserer „Mensch-ärgere-dich-nicht-Runde“ auf mich. Ich war das nächste Viertel, dann kam die Chefin als „drei-Viertel“ dazu, und zu guter Letzt kam auch „Viertel Nr. 4“ an. So spielten wir einige Runden dieses Gesellschaftsspiels, das mir so viele Erinnerungen an meine Kindheit zurück brachte. Es hat so viel Spaß gemacht …. Zusammen mit gutem Kaffee und frisch gebackenem Pflaumenkuchen mit Sahne war es der richtige Weg, um mich zu verabschieden. Gegen 17.00 h fuhr ich in mein Apartment zurück. Gleich werde ich den Koffer packen.

Morgen …

Mittwoch, 23. Dezember 2015 – Hurghada – Rückflug nach Deutschland

Um 07.15 h gebe ich den Schlüssel an meine Vermieterin zurück – 07.30 h holt mich meine Freundin ab – und dann geht es ab in den Terminal 1 des Flughafens.

Wenn wir pünktlich starten, wird uns der Germania-Flieger in Richtung Deutschland – und Weihnachten bringen… Dazu dann mehr.

Alles klappte zeitgerecht – Sicherheitskontrolle war mehr als gründlich – schon um 08.30 h saß ich am Gate 34 und wartete auf meinen Flugaufruf. Der A319 kam von Münster, war pünktlich und so konnten wir zeitgerecht einsteigen. Von 150 Sitzen waren  3 8  belegt! Ich saß wie fast üblich auf 3C …. vor und hinter mir pro Reihe 1-2 Fluggäste. Die Zeit verging - mir - wie im Flug. Ich saß vorn und war in den ersten 3 Reihen die einzige Passagierin. Der Flugbegleiter hatte sogar Zeit, sich während der Flugzeit fast eine halbe Stunde mit mir zu unterhalten. Er ist sonst bei Germania als Chef des Kabinenpersonals für die neu angebotene Flugroute zwischen Deutschland und Teheran tätig. Da er iranischer Herkunft ist, passt das natürlich bestens .... so ist er - lt. seiner Aussage - durchschnittlich 20 Tage pro Monat in Teheran. Es war sehr interessant, seinen Ausführungen zuzuhören. Falls ich mal auf die Idee käme, dorthin zu fliegen.... wäre mir mit Tipps und Ratschlägen gern behilflich. - Wir kam überpünktlich am Zielflughafen an... Die Gepäckausgabe dauerte etwas, und als ich ins Ankunftsgebäude kam, kam mir meine Schwester bereits entgegen. Es passte also alles bestens.

Die Weihnachtstage verbrachte ich - nun in weihnachtlicher Umgebung und Stimmung - bei meiner Familie. Das tat mir nach meinen Durchhängern in Ägypten einfach nur gut. Am 2. Weihnachtstag fuhr ich mit dem Bus nach Hause, bei mildem Dezember-Wetter mit Sonne, Wind, zuerst blauem, später mit etwas gräu(s)lichem Himmel.

Alles in allem war es eine schöne Zeit. Trotzdem bin ich froh, wieder meine tägliche vertraute Umgebung und meine Nachbarschaft um mich zu haben.

Ich genieße die Zeit zwischen den Jahren und wünsche meinen Leser/innen ein gesundes und erfolgreiches neues Jahr.

Montag, 18. Mai 2015

HURGHADA-URLAUB vom 28. April bis 14.Mai 2015


+ + +  Nun komplettiert bis 14.05.2015  + + +

Dienstag, 28. April 2015 – Bad Harzburg

Nach über 7 Monaten „Abstinenz“ von Ägypten wollte ich wieder mal auf Reisen gehen. Meine „Zahnarie“ mit vielen Zahnarztbesuchen war abgeschlossen – der Germania-Flug ab Kassel-Calden Mitte März erledigt. Buskarte von zuhause bis Kassel-Wilhelmshöhe hatte ich, so konnte mich Nachbarin Brigitte mit Koffer & Co. zum Busstop bringen. Aussteigen – endlich mal Sonne – und auf den Fernbus gewartet. Pünktliche Abfahrt – und nun bei Frühlingswetter nur die Seele baumeln lassen und die Orte vorbeiziehen lassen. Nach 2,5 Stunden  Ankunft am Bhf. in Kassel. Schwester wartete – Koffer & Co. ins Auto und ab nach Hause. Meine Nichte + ihre Großfamilie rückten dann abends zum Festessen an. Meine Schwester hatte für jeden von uns 7 eine Spezialität  zubereitet. Sie ist eine ausgezeichnete Köchin + Gastgeberin. Es war nach vielen Monaten meiner Abwesenheit viel zu erzählen. Nachdem die „Bande“ weg war, leerten Schwester + ich noch eine Rotweinflasche. In diese Nacht hatte ich KEINE Schlafprobleme….

Mittwoch, 29. April 2015 – Kassel – Abflugtag

Nach gutem Nachtschlaf stand ein liebevoll gedeckter Frühstückstisch bereit – im Hotel hätte es nicht besser sein können. Wir hatten ja beide noch den Tag frei – Start ab Flughafen um 20.30 Uhr. So verbummelte ich den Vormittag mit Erzählen, Lesen und Faulenzen. Mittags fuhren wir wie verabredet ins Haus meiner Nichte. Nach und nach trafen die „Kindlein“ + Mutter ein. So konnten wir nachmittags nochmals eine Familien-Kaffeezeit verbringen. Nachmittags Rückfahrt ins Haus meiner Schwester.

Kurze Pause noch – gegen 18.00 Uhr eine Fahrt durchs sonnige abendliche Nordhessen zum jetzt: „Airport Kassel“ – ca. 20 km von Kassels City entfernt. Seit Anfang 2015 ist der ehemalige Privatlandeplatz bzw. Verkehrslandeplatz KS-Calden also zum „Airport“ aufgeblasen worden. In den letztenJahren wurden für die Vergrößerung von Landebahn und Nebenbahnen = 271!! Millionen Euros verbaut, der Tower + Terminal neu errichtet. Die Germania-Airline fliegt seit 2014 vom „Airport Kassel“ (Flughafencode KSF) 5 Ferienorte an – Hurghada, Heraklion, Antalya, Palma de Mallorca und Gran Canaria. Weitere kommen hinzu – doch von einem Normalbetrieb ist Kassel noch weit entfernt. Mittwochs sind 2 oder 3 Flugbewegungen vorgesehen. Unser Hurghada-Flug um 20.30 h war der letzte. Etwa 125 Fluggäste verteilten sich im großen Eingangsbereich, am Check-in-Schalter, dem Café und an der Sicherheitsschleuse. Viele 100 Parkplätze (kostenloses Parken übrigens!) warten auf noch viele Gäste… Da wir noch Zeit hatten, saßen wir bei Tee und Capuccino an einem der Tische und schauten so in die Runde. 2 Tische weiter saß unser Flugkapitän mit einer Dame der Kabinenbesatzung. Später stellte sich heraus, dass sie die Chefin der Kabine ist, eine „Purserette“. Gegen 19.30 h ging ich zum Sicherheitsbereich – 3 Schalter zwecks Handgepäck- und „Körper-Check“ offen. Es waren unverhältnismäßig viele Angestellte einer Sicherheitsfirma mit den genannten Prüfungen zugange. Später – nach der Prüfung – erfuhr ich, da ich auf meine Handtasche + Jacke über 10 Min. warten musste, dass gerade einige Neue, die ihren Sicherheitslehrgang beendet hatten, eingewiesen wurde. Deshalb dauerte es so lange…. – kein Problem, ich hatte ja Urlaub.

Kurz nach 20.00 h begann das Einsteigen. Zu Fuß liefen wir im Gänsemarsch die ca. 50 m zum Flieger. Ich hatte Platzreservierung auf 3C, so dass ich vorn einstieg. Ich wurde durch die Dame + den Captain begrüßt……die ich im Café eine Stunde vorher gesehen hatte. Ich nahm mir einige Zeitschriften und setzte mich auf meinen Gangplatz 3. Reihe. Unser Airbus A319 war mit 122 Passagieren nicht ganz voll besetzt. Neben mir hatte ich ein  nettes junges Paar, mit denen ich mich wenig unterhielt. – Mit knapp 15 Min. starteten wir in einen dämmrigen Frühlingsabend hinein.

Unser Flugkapitän war ein rechter Schelm, und sowohl er, wie auch die o.a. Kabinenchefin hielten uns auf dem Steigflug bis auf Reisehöhe in 11.300 m mit einigen heiteren Bemerkungen bei Laune. Nach Erreichen der Reisehöhe gab’s bereits den 1. Getränke-Durchlauf. Dann folgte zügig die Austeilung einer warmen Mahlzeit + üblichem Brötchen + Butter – weitere Getränkeangebote. Also gut versorgt. Leider hatte das Unterhaltungsangebot mit Filmen bzw. Radiokanälen von Anfang an versagt. Auch hier fanden Cockpit und Kabinenchefin die rechten Worte zur Entschuldigung. Da ich mich nach Anfrage auf einen anderen Platz in der gleichen Reihe setzen durfte, hatte mein Paar ein bissel mehr Platz – ich die 3er-Sitzreihe für mich…

Donnerstagnacht/-morgen, 30. April 2015 – nach 01.05 h …

Nach pünktlicher Landung am neu erbauten T1-Terminal dachte ich, nun können wir durch eine der vielen Passagier-Landebrücken aus dem Flieger – weit gefehlt. Da unser Flugzeug 50 Min. später wieder auf dem Rückflug nach Bremen sein sollte, wurden wir aus dem Außenfeld geparkt. Also – wie üblich – rein in einen der trotz Klimaanlage warmen Busse, Kurzfahrt zum Ankunftsgebäude – hier zum neuen allerdings. Treppe hoch – Rolltreppe außer Betrieb – rechts rum – langen Gang – nach ca. 50 m rechts rum an den Bankschalter. Da ich Nurflug gebucht hatte, war ich wirklich die Erste, die am Bankschalter stand. Einreisekarte hatte ich zuhause ausgefüllt, 25 Euro in Pass eingelegt – in Sekunden hatte ich mein Visum und Stempel – zum Einreiseoffizier – kurzer Blick – o.k. - Treppe runter zum großen Bereich, wo sich viele moderne Kofferbandanlagen befinden.

Unser Flug war – neben einem nach uns kommenden Flug aus Istanbul  - die einzige Nachtankunft, um diese Zeit. Zügig kamen auf Band 3 die ersten Koffer unserer Fluggäste. Mein Koffer war mit einer der ersten – allerdings fehlte mein Beautycase, in dem sich Netbook usw. befand. Schnell hatten alle ihre Koffer, nur ich mein kleines Köfferchen nicht. Der Raum leerte sich, nur 2,3 Passagiere warteten an einer Tür auf ihr Sportgepäck. Ein Flughafenmitarbeiter – mit Ausweis an Schlüsselkette – wartete mit ihnen. Diesen sprach ich nach kurzem Zögern an .

Ich bat ihn um Hilfe, zeigte ihm meine 2 Gepäckabschnitte und fragte, ob er nachfragen könnte, ob sich etwas angefunden hätte. Er ging durch die Tür ….und ließ mich stehen. Das Kofferband kreiselte noch immer, einige Koffer der noch Wartenden zogen ihre Kreise…. Also kraxelte ich auf das schräge Kofferband, um selbst mit zu suchen…. Ich kreiste einmal ringsrum – die Tür öffnete sich, mein  netter Angestellter kam mir – mit erstauntem Blick: ich da oben auf „Band-Reise“ – entgegen und griff zielgerichtet einige Meter hinter mir zu einem schwarzen, glänzenden Etwas mit Griff: „Is it yours?“ – Ja, war es – peinlich genug, dass mich einige Fluggäste und der Mitarbeiter da suchenderweise  a u f  dem Band rumkreiseln sahen  … und dann liegt das Köfferchen die ganze Zeit da. Habe mich errötend bedankt und entfleuchte schnell mit meiner Baggage…. am Ausgang direkt in die Arme des Mannes meines Freundin, die ihn gebeten  hatte, mich zu abzuholen. Was war ich froh…

Da der Mann meiner Freundin hier allerortens in HRG bekannt ist, bogen wir nach Zahlung der Parkgebühr plötzlich nach links ab – v o r  der offiziellen Flughafen-Straßenausfahrt.  – Jaaaaa, wurde mir erklärt, eine Abkürzung, und nachts interessiere das keinen ….. und alle Katzen sind um kurz vor 02.00 h sowieso grau. Ca. 10, 15 Minuten Fahrt durchs nächtliche HRG – während der mein Fahrer mit meiner Vermieterin wg. unserer Ankunftszeit telefonierte – und dann kamen wir vor dem großen Apartmentgebäude an. Koffer & Co. raus aus dem Pkw, kurzes Nachtschwätzchen mit dem Nachtportier oder Doorman, dann etliche Stufen zum eigentlichen Eingang, nochmals Kurztelefonat mit Vermieterin, die dann 2 Min. später vor der Tür stand. Kurzes Bekanntmachen – gute Nacht gesagt. Im 1. Stock befand sich mein Zuhause auf Zeit, nun herzliche Begrüßung – wir kennen uns ja – und Einweisung in Kurzform. Wieder gute Nacht…. und dann packte komplett alles, damit ich den Morgen in Ruhe anlaufen lassen konnte. Es war ruhig im Hause, doch der Flug – Klimawechsel auf nachts noch fast + 30° C und das  lange Aufbleiben ließen mich trotzdem nicht so gut schlafen. Also am

Donnerstagmorgen, 30.04.2015,

wie üblich gegen 08.30 h raus aus der Kiste. Heute stand ja als wichtigster Punkt Aufladung von Mobiltelefon und Internet für Ägypten auf meiner To-do-Liste.

Per SMS hatte ich meine Schwester, meine nette Nachbarin zuhause und am Ort nachts noch Laut gegeben, dass ich gut gelandet war. Bei einer hiesigen Freundin mit Frage, wann sie mich von zuhause hier aufgabeln und mit zum Telefonladen kommen konnte. Es klappte gut – um 12.15 h – pünktlich ist sie immer! – klingelte es bei mir an der Tür – Begrüßung, einiges besprochen. Dann Abfahrt nach Sekalla.

Dort hatte sie aktuell auch etwas wg. WLAN/Internet zu erledigen, so dass wir zwei mit kurzer Wartepause an der Reihe waren. Eine junge Angestellte und ein junger Mann arbeiteten nacheinander unsere Wünsche ab. Hier fürs Internet = 70 GB – das reicht für weitere Urlaubszeiten! Glücklich zogen wir von dannen, ich im Hinterkopf, abends oder – wie heute nun – im Internet großflächig…. und  zeitlos herumsurfen zu können. Zu diesem Irrtum später mehr.

Danach fuhren wir ins deutsche Restaurant nach Dahar. Wie hatte ich mich auf ein Wiedersehen gefreut. Auf Nachfrage – zur Kaffeezeit das Richtige – Erdbeertorte mit Sahne und guter Filterkaffee. Nach der vielen Lauferei bzw. der Fahrt in einem mehr als „angenehm temperierten Wageninneren“ saß ich im Schatten, leichter Wind, bequem auf einer Bank mit Rückenpolster und ließ dieses Urlaubsgefühl, das mich jetzt anwehte, so richtig an mich ran. Später traf sich ein deutscher Stammtisch mit Damen, die ich zum Teil schon kannte. Da ich bisher nix im Kühlschrank hatte, bin ja Selbstversorgerin, nochmals zurück in die heiße Blechbüchse, ähem, ich meine natürlich den Pkw meiner Freundin. So führen wir zuerst in den mir gut bekannten einheimischen kleinen Supermarkt gegenüber der koptischen Kirche in Dahar, dann weiter zu ihrem Gemüsehändler. Tomaten und Obst waren schnell eingekauft. Fahrt zu mir, da Milch, Jogurt und Butter leicht bei der Hitze davonfließen und schlecht werden. – Danach setzte sie mich wieder im dt. Restaurant ab, und ich hatte auch gleich Anschluss mit weiteren Gästen, so dass die Wartezeit bis zur Rückkehr meiner Freundin fix verging.

Interessant waren so die verschiedenen Gespräche – Ansichten – Meinungen über die oder den, die hier am Ort als Langzeitbewohner oder Residenten wohnen und aus dem einen oder andere Grunde Deutschland nicht mehr als Lebenmittelpunkt betrachten. Oha, was ich da so zu erfahren bekam …… viel Angenehmes, noch mehr Unangenehmes, negative Erfahrungen mit Deutschen und/oder Einheimischen, z u   viel Klatsch innerhalb unserer deutschsprachigen Bewohner – Intrigen – Betrug, nee, kurz gesagt: gehört und gleich für Ablage „P“ abgehakt. Später kamen meine Freundin mit Sohn vorbei. Der Junior begrüßte mich kurz, hatte dann anderes vor und entschwand. Unser Grüppchen mit Restaurantchefin saßen bei einem sehr guten Abendessen beisammen. -- - - - Langsam merkte ich, dass ich in den letzten 2 Tagen wenig Schlaf hatte. Also ging es gegen 21.00 h nach Hause. – Relativ schnell verfügte ich mich ins Bett, begleitet für die nächsten Minuten von der Klimaanlage… die ich dann doch ausschaltete. Gute Nacht – bis bald!

Freitag, 01. Mai 2015 – Tag der Arbeit - - - nicht für mich

Wie üblich – nach gutem Nachtschlaf – entfuhr ich gegen 08.30 h meiner Nachtstatt… Blick im Badezimmer – DIE Frau kannte ich nicht. Nach der Morgentoilette gab mein Spiegelbild wenigstens eine Ahnung dessen wider, w e r  da vor dem Spiegel stand. Heute war und ist für mich Balkon-, Schreib- und Leseurlaub, da meine Freundin anderweitig zu tun hat. Nach gutem Frühstück ein bisschen Lektüre der im Flugzeug erhaltenen Magazine  u n d  dann Aufbau und Inbetriebnahme meines Netbooks, glücklich mit 70 GB Aufladung im Internetstick, den ich sorgsam platziert und auf einen Wechsel von „Rot“ auf „Grün“ = aktiv und bereit zum Online-Surfen anzeigen sollte! Sollte, ist das Zauberwort. Nix kam, auch die im Stick enthaltene SIM-Kartennummer, die bei Aktivierung angezeigt wird, wollte nicht erscheinen. Mehrfach verschiedene Buttons im Programm geklickt: N I X !! Neustart – Gleiches Problem – nun misstrauisch wg. der fehlenden SIM-Kartennummer – ö f f n e t e  ich den Internetstick. Ein leerer Kartenschacht gähnte mir entgegen. Nun wusste ich, weshalb die Dame aus dem Telefonladen mich gestern auf meinem Mobilfon angerufen hatte. Leider fuhren wir, es war einfach alles – trotz Englisch – schlecht verständlich. Sie wollte mir sicher sagen, dass sie bzw. der junge Angestellte die SIM-Karte nicht wieder nach Aufladen in den Stick gesteckt hatten. Also sprach ich vorhin kurz meiner Freundin über Whatapps auf, ob sie evtl. im Laden wegen Herausgabe der SIM-Karte für mich nachfragen könnte. Auch eine SMS habe ich an die junge Mitarbeiter im Laden geschickt. Sie hatte mich ja gestern Mittag und abends nochmals angerufen. So hatte ich ihre Nummer…..

Nun ist es kurz vor 14.00 Uhr – Mittags gab es nur Jogurt + Tomaten. Jetzt mache ich mir ein Toast + Kaffee. Man liest sich, ähem, man hört oder schreibt wieder!

Samstag, 02. Mai 2015

E i n   Blick in den Spiegel am Morgen, erspart mir nicht Kummer + Sorgen! – Gut geschlafen, mit Nachhilfe einer kleinen, blauen Pille. Wasser, Seife, Kamm und Creme bügelten die letzten Schlaffalten hinweg. Jetzt, am späten Vormittag, überlege ich:  Gehe ich runter an den Pool, der ausnahmsweise in diesen Tagen fast leer ist und die Sonnenliegen ebenso…? Oder nehme ich mir für nachmittags etwas vor? Ein Ehepaar, die ich über Facebook kennenlernte, wollten sich mit mir treffen.  – Auch eine Freundin, bekannte Tierschützerin in Hurghada, rechnet fest mit mir. Das habe ich mir für nächste Woche fest vorgenommen.

Tagsüber pendelte ich entspannt und entstresst zwischen Balkon, Couch und Küche hin und her. Einige Telefonate gegen  Abend ergaben lose Verabredungen für die nächsten Tage.  - - - Leider stellte sich schon Donnerstagabend heraus, dass mein Internet-Stick zwar mit 70 G = LE 100 aufgeladen war, ich vorgestern Abend bei Erstnutzung am Netbook keine Online­-Bestätigung auf dem Stick bzw.Bildschirm erhielt. Einige Male schaltete ich ein und aus, bis mir die Idee kam, den Internet-Klapperatismus selbst zu öffnen. Siehe da, KEINE SIM-Karte im Einschub. Kurz nach unserer Abfahrt aus dem Telefonladen erhielt ich einen Anruf von der jungen Angestellten. Sie sprach Englisch, durch den Verkehrslärm verstand ich nicht viel. Ich sagte ihr, sie möge mich nach Dienstschluss nochmals anrufen. Nun hatte ich zum Glück ihre Mobilnr., an die ich eine SMS wg. der fehlenden SIM-Karte sandte. ­ - Auch mein ägypt. Mobiltelefon zeigte schnell dahinschwindende Aufladung in LE. Also werden wir wohl nochmals in den Mobilshop fahren müssen.

Sonntag, 03. Mai 2015

Hier in Ägypten beginnt eine neue Arbeitswoche, ich hatte Feiertag. So schlief ich länger – Frühstück in Kurzausgabe auf dem Balkon. Mal schauen, was der Tag heute bringt. Meine Freundin wird irgendwann mittags bei mir sein. Vielleicht später zum Kaffeetrinken in ein Restaurant, vorher halt in den Telefonladen, nix Außergewöhnliches – ich habe URLAUB. – Am späteren Vormittag rief sie an. Sie hatte einige Fahrten zu erledigen. Also wollten wir uns nachmittags treffen. Gegen 14.30 h ging ich nach unten vors Haus, und dann fuhren wir zum Telefonladen. Wieder kamen wir am gleichen Schalter mit denselben Mitarbeitern dran. Meine Freundin erklärte die fehlende SIM-Karte… da ich meinen Reisepass nicht dabei hatte, war die Suche schwierig, da ich mir die Mobilnr. des internetsticks nicht notiert hatte. Ich wurde unter meinem Namen nicht gefunden. Zuletzt wurde der Vorname meiner Freundin Doris in Deutschland. STIMMT! Im Nov. 2012 hatten wir eine ägypt. Mobil-SIM-Karte + Internetstick eingerichtet – beide liefen unter ihrem Namen. So konnte ich endlich nach Wartezeit die neue SIM-Karte mit 70 GB in Empfang nehmen… und der Internetnutzung sind ab sofort Tür und Tor geöffnet.  Donnerstag war es ein Versehen seitens der Telefonladen-Angestellten – heute ging es auf mich zurück, dass ich 100% der Meinung war, die Kartenverträge lauteten auf meinen Namen. Also waren wir uns quitt.

Anschließend fuhren wir zurück nach Dahar – meine Freundin hatte seit dem Morgen nichts gegessen. K a f f e e zeit war angesagt. Diesmal gingen wir in ein kleines Café bei mir um die Ecke…. und gönnten uns Gutes. Gegen 16.15 h dann Abschied – meine Freundin hatte noch einiges zu erledigen. Und ich sitze zuhause und schreibe das runter, was heute so geschah. Nix Besonderes – Alltagserlebnisse – beim Rausgehen beobachteten wir gegenüber in einem Rohbau ein kleines Rudel allerliebster Junghunde, so um die 10 Wochen alt. Einige kleinere Jungen ärgerten si bzw. warfen mit Steinen und Stöcken nach ihnen. Ein älterer Mann kam aus dem Rohbau heraus und vertrieb die Burschen. Tierliebe scheint bei Kindern hier nicht im Repertoire vorzukommen. Habe da oft schon Schlimmes miterlebt.

So, das wäre es für den Sonntag. Ich setze mich jetzt auf den Balkon, um zu lesen. Es ist herrlich draußen – Schatten – strahlend-blauer Himmel – Abendstimmung. Bis zum nächsten Mal!

Montag, 04. Mai 2015

Wie täglich weckte mich strahlender Sonnenschein. Frage: Im Bett nochmal umdrehen oder raus aus dem Bett? Ich entschied mich für „raus“ …. Frage: Aktionstag oder mal wieder Faulenzie-Tag? – Da ich z.Z. wieder ziemliche Probleme mit meinem kaputten re. Knie hatte und habe = Nix-tun-Montag! – Meine Freundin fragte an, ob wir an den Strand gehen wollten – ich: Nee – später sie, ob ich zu ihr kommen wolle. Mein Gegenangebot war, zu mir zu kommen und Kaffeepäuschen o.ä. zu machen. Mal sehen, was der Tag noch bringt. Meine Tierschutz-Freundin bestätigte mir vorhin, dass die Welpen, über die ich oben schrieb, „ihre“ Schutzbefohlenen sind. Die Mutterhündin will sie bald kastrieren lassen. Auch diese ist mir gestern mehrfach begegnet, ein hübsches Tier, schwarz-weiß gefleckt, und ihre Jungwelpen sandfarben und weiß, bildschöne Tiere, die hoffentlich nicht einfach von einem auf den anderen Tag verschwinden….

Inzwischen ist es 11.30 h – mein Balkon liegt nun im Schatten, und ich werde mich mit Getränk und einem Buch dorthin verziehen… Tschüs, bis später….





Dienstag, 05. Mai 2015


Heute ist fast die Hälfte meines 2-Wochen-Urlaubs vorbei….


Geplant ist für heute am Vormittag nix – Lesen – Schreiben, ein bissel in sozialen Netzwerken lesen und kommentieren – nix Erhebendes. So schlingert dieser Tag so still vor sich.


Nachmittags nehme ich mir Zeit für ein wenig „Wellness“ – Neudeutsch… Ich liebe diese Art, auch im Urlaub mal alles baumeln zu lassen. Bitte keine Hintergedanken – es fiel mir keine bessere Formulierung hierzu ein. Da ich abends mit einem Ehepaar in einem Einheimischen-Restaurant in Dahar eingeladen bin – und ich sowieso noch Geld abheben möchte -, fahre ich sehr rechtzeitig vor 19.00 h in diese Richtung. An diesem Bankautomaten habe ich meist Glück, dass es mit Geldabhebungen klappt – diesmal auch. Gut so!


Dann setze ich mich ins Restaurant – das abendliche Leben flirrt am mir vorbei. Einige bekannte Gesichter aus den letzten 4 Jahren, wo ich früher regelmäßig hier meine Abend mit Freunden verbrachte, erkenne ich wieder. Zu einer älteren Dame aus Dänemark setze ich mich – nach Anfrage – an den Tisch. Wir erzählen über vergangene Zeiten und u.a. über einen gemeinsamen Bekannten bzw. Freund, der vor ca. 3 Monaten – noch relativ jung – gestorben ist…… Gegensätzliches kommt da zutage, bis mir das Thema zu intensiv wird. – Inzwischen ist der Zeitpunkt meines Treffens. Das Ehepaar sitzt am anderen Ende – ich kenne sie noch nicht persönlich. Also rufe ich einfach die Mobilnr. an – eine Hand hebt sich etliche Meter entfernt, und schon habe ich die zwei gefunden. Ich verabschiede mich von meiner 1. Gesprächspartnerin und gehe zu meinen Bekannten. Wir verleben einen netten und interessanten Abend mit vielen Themen, die uns drei in HRG und anderswo auffallen.

Gegen 22.00 h kann ich mit ihrem „Haus-Taxifahrer“ samt ihrem bildhübschen Hund in Richtung nach Hause fahren. Die beiden + Hund wohnen nicht weit von meinem Apartment, so dass es kein Umweg ist. Danke für die kurzweiligen Stunden.

Mittwoch, 06. Mai 2015

Der Tag begann am Morgen – wie logisch und sinnig! So schlingert dieser Tag so still vor sich. Meine Freundin rief vormittags an – wir wollten uns treffen, damit ich  Einkäufe erledigen konnte. Gegen Mittag von ihr Info, dass ich vors Haus kommen möge. Gesagt – getan! Wir erledigten das Nötige… Dann ein Anruf – eine gemeinsame Freundin in einer Notsituation. Also, keine Frage, dass ihr zu helfen war. Als Treffpunkt war der Nachmittag genannt. So fuhren wir zu meiner Freundin nach Hause. Da ich zwei Tage lang leichtes Wanstrammeln, ähem – leichte Bauchschmerzen, hatte, habe ich heute nur einen Tee getrunken. Nun – am frühen Nachmittag, ereilte mich eins…. RIESENgroßer Appetit. Und welch Wunder, der Sohn des Hauses ließ bei unserer Ankunft gerade Nudeln ins kochende Wasser rieseln – meine Freundin bereitete in kürzester Zeit eine SUPER-Bolognese zu. Und so kam ich zu einem verspäteten Mittagessen. Die Menge, die ich in mich hineinschob, war schwindelerregend groß, und es schmeckte sooooo gut!

Zur rechten Zeit – naja, ein bissel später – machten wir uns auf den Weg, um unsere gemeinsame Freundin abzuholen. Der weitere Nachmittag bzw. der frühe Abend vergingen schnell. Die Notsituation konnte erfolgreich gebannt werden, und als Dankeschön folgte in Sekalla eine Einladung in einem Restaurant, wo wir das beste Tiramisu in HRG genossen – und jeder ein Wagenrad von Pizza noch  obendrauf! – Wir drei ließen uns jede noch die Restpizzen einpacken. Es war einfach zu viel an Masse, was da unsere Augen mit Freude bei Anreichung der Pizzen sahen, unsere Mägen streikten jedoch irgendwann.

Nach einer kurzen Fahrt zur einen Freundin in ihr wirklich schönes Zuhause verabschiedeten wir zwei "Notfall-Damen“ und entfleuchten nun endgültig.

Ein Tag, der so „normal“ begann und so lehrreich und aufschlussreich für mich endete. – In diesem Sinne: GUTE NACHT!  Es ist jetzt 22.00 Uhr, und ich habe genug zusammengeschriftelt….

Donnerstag, 07. Mai 2015

Genau heute in einer Woche werde ich gerade wieder zuhause angekommen sein. Anfangs im Urlaub zähle ich diesen nach Stunden; später rinnen Stunden und Tag vorbei, und schwupps, ist schon mehr als die Hälfte der Zeit in Hurghada vorbei. Zwar schrieb mir meine Freundin, ob wir uns zur Kaffeezeit im dt. Restaurant zu frischem Aprikosenkuchen + Sahne treffen wollten.  – Neee, mir stand heute nicht der Sinn danach. Also eine freundliche, ehrliche Absage – sie war heute auch beim Zahnarzt…. nachdem ich ihr von Deutschland über meine „Zahn-Arie“ zwischen Januar und März dieses Jahres geschrieben hatte – und ihr nun hier das sehenswerte Ergebnis zeigen konnte. Ab nächstem Donnerstag ist sie auch dran.

Glaubt mir, i c h  weiß, was es heißt, XX Jahre (fragt nicht nach genauer Jahreszahl, das habe ich XX Jahre erfolgreich verdrängt!) NICHT zum Zahnklempner zu gehen. Nachdem mir am 12.01. dann auch noch eine Frontkrone aus dem Gesicht fiel, blieb nix anderes übrig. Heilkostenplan an Krankenversicherung – einige Änderungen, und am 16.02. rupfte mir mein Zahnarzt dann schmerzlos – ersatzlos – ohne Blutverlust oder irgendwelche Vor- oder Nachschmerzen – 8 Zähne und 1 Rest-Zahnruine raus.  So, Thema damit abgehakt – Ich kann seit XX Jahren wieder herzhaft lachen, was ich mir vorher erfolgreich abgewöhnt hatte, da mein „Oberkiefer-Geschoss“ einer näheren Betrachtung nicht standhielt.

Ich lese nach Herzenslust – schaue ab und an in die Ferne, im wörtlichen und übertragenen Sinne…. und jetzt bringe ich nun meine Ergüsse in schriftliche Form. So habe ich auch später immer einen recht lebendigen Eindruck dessen, was mir hier und da passierte – oder auch nicht!

Nun ist auch dieser Tag fast vorbei…. Ein Grummeln im Inneren sagt mir, dass bald Abendessenszeit ist.

Seit gestern habe ich mal so überlegt, dass – erstmals seit vielen Jahren – zwei Herren der Schöpfung versuchen, näheren Kontakt mit mir zu bekommen. Neee, beide Männlichkeiten entsprechend mit knapp 68 und 60 Jahren zwar ungefähr!! meiner Altersstufe – allerdings entsprechen beide nun so gar nicht meinen Vorstellungen… Einmal Deutschland, einmal Ägypten… neeeeeeeeeeee! Ich komme allein sehr gut zurecht. Weiteres Spekulieren bzw. Nachdenken lasse ich hier mal. Für heute ist hier heute FINITO!

Freitag, 08. Mai 2015
Ab heute gehen die restlichen Tage im Sauseschritt vorbei. Nachdem ich gestern eine weitere Faulenzerrunde hatte, werde ich heute wohl meinen Allerwertesten mal hochkriegen, um etwas zu unternehmen. – Bis jetzt, kurz nach 11.00 Uhr, ereignete sich telefonisch bisher nix. Meine Freundin ist wohl beschäftigt  - sie wird Laut geben, wenn sie Zeit hat. Andernfalls fahre ich nachmittags auf eine Kaffeerunde nach Dahar rein.

Es hat sich jedoch auch tagsüber nichts getan. Ich schrieb meine Freundin an… Was ich befürchtet hatte, trat ein. Sie + Mann + Sohn waren nach Kairo gefahren. Schwiegermuttern krank. Ägyptische Söhne kümmern sich sofort – nach entsprechender Info also im Schnellverfahren knapp 500 km von Hurghada nach Kairo gefahren. Meine Freundin  endlich später an und bestätigte mir dies. Letztendlich blieb ich auch heute zuhause – Sonne draußen – mein Balkon im Schatten – also keine Langeweile.

Es hört sich eigenartig an, diesmal ist mein Urlaub von Nichtgeschehen gekrönt….


Samstag, 09. Mai 2015

Für heute hatte ich mir nichts! Vorgenommen – mal was Neues!.... -, es kamen doch einige Anrufe bzw. eine Verabredung für heute Abend ins „Moby Dick“. Irgendetwas in mir hatte einiges dagegen – mein Bauch rebellierte, obwohl ich nichts Außergewöhnliches vertilgt hatte. Also Tee zubereitet und 1 Antinal eingeworfen. So oft, wie ich bis zum Mittag die WC-Tür öffnete und schloss…. Weiteres erspare ich Euch und mir. Am frühen Nachmittag sagte ich mein Treffen ab…. Dafür rief meine Tierschützer-Freundin an. Sie konnte einen Besuch bei mir zuhause mit einem Tierarzt-Termin gegen Abend verbinden. So schnatterten wir mehr als 4! Stunden lang auf dem Balkon. Vorher hatte ich noch Antinal Nr. 2 eingeworfen…, um vorzubeugen.


Morgen endlich werde ich mal wieder rausgehen, wohin, wird sich zeigen. Euch einen schönen Abend!


Sonntag, 10. Mai 2015

Ein neuer Tag – Sonne satt, heute kein Wind, der mir gestern Abend im Wohn- und Schlafzimmer die Klimaanlage ersparte. Heute Nachmittag werde ich mal wieder rausfahren…. Die letzten 3 Tage vor Abflug sind angebrochen, und ich möchte wenigstens noch dort „Auf Wiedersehen“ sagen, wo ich mich diesmal im Urlaub zu wenig habe blicken lassen.

Der Ausblick vom Balkon ist und bleibt ja im Großen und Ganzen der gleiche – gestern merkte ich, als meine Freundin den Nachmittag über hier war, wie angenehm es ist, unabhängig von anderen zu sein, auf dem Balkon zu sitzen, eine lange Kaffeepause zu genießen und sich nicht an anderen orientieren zu müssen…

So, das für den Vormittag – Weiteres, falls berichtenswert, wird nachgeliefert.


Kurz vor 16.00 Uhr nahm ich mir ein Taxi – heute voll aufgebretzelt für ein Treffen im deutschen Restaurant – wusste ich, w e r  da alles kommen könnte?? -           Eine Verabredung hatte ich mit bester Freundin und einer Dame, die mich per PN in Fatzebuch angeschrieben, da wir einen gemeinsamen jungen Rechtsanwalt aus Kairo kennen. – Sie saß – wie auch „meine Wutze“, wie ich meine Freundin ab und an nenne, bereits im Restaurant. Ich holte die beiden an einen Tisch, und ich machte die zwei einander bekannt. Kaffee- und Kuchenorder waren fix erledigt. Und so nahm der Nachmittag seinen Lauf, der sich letztlich bis zum Abend zum 21.45 Uhr hinzog. Es kamen noch einige Freunde und Bekannte, die ich aus den letzten 2 Jahren während meiner zahlreiche Aufenthalte her kannte, hinzu. 2 Tische waren so gefüllt. Allerlei und Jegliches wurde erzählt – Klatsch, Gerüchte, kleine Nicklichkeiten unter den lieben! deutschen Residenten weitergegeben….. und dazu tüchtige Portionen an Erdbeer-, Rhabarber- und Aprikosenkuchen verzehrt. Wenn ich die fast 6 Stunden mal so Revue passieren lasse – oh jeeee, was ich da in mich hineinversenkt habe – zuhause reicht DAS für 1,5 Tage. Allerdings ist einfach die Atmosphäre – ein wenig Biergarten, ein bissel rustikale Kneipe und die familiäre Art und Weise, wie Gäste – bekannte oder Neugäste – begrüßt und versorgt (im besten Sinne gemeint) werden, ausschlaggebend. Allerdings ereilte dann gegen Abend einer Freundin – ihr Mann war zu der Zeit gerade nicht da – eine mehr als unangenehme Situation. Sie wurde von einer Frau – ich sage ausdrücklich NICHT Dame! – ohne Begrüßung von der Seite ziemlich unhöflich, bzw. unverschämt auf eine Sache hin angesprochen. Ich saß  neben ihr und war genauso sprachlos wie sie…. Meine Freundin gegenüber „moppte“ sie kurz ab, und schwupps! war die „Dame“ in Richtung Ausgang unterwegs. Wieder hatten wir hinreichend Gesprächsstoff, uns über Erziehung bzw. schlechtes Benehmen im Allgemeinen und Besonderen auszulassen.

Kurz vor 22.00 Uhr zogen wir zwei von dannen – morgen früh soll ich also um 09.00 Uhr vor dem Haus stehen, und wir drei Weibsen wollen zum Davinci-Strand fahren. Ich bleierne Ente im Roten Meer – entweder läuft es über, oder der Suez-Kanal bekommt Hochwasser. Mal schauen, was sich meine Wutze und meine andere Freundin für mich ausgedacht haben…. Ich bin eigentlich mehr eine Pool-Ente als ein Meer-Schweinlein…. In diesem Sinne- es ist gleich 22.45 Uhr, und ich brauche meinen Schönheitsschlaf, damit ich morgen pünktlich draußen auf der Matte stehe… Falls hier nix mehr kommen sollte, hat mich das Meer nicht mehr hergegeben…



Montag, 11. Mai 2015

Um es vorweg zu nehmen: das Meer am Davinci-Strand gab mich wieder her…

Nach einer schlaflosen Nacht – sicher wegen des zu üppigen Essens am Sonntag – fiel ich vor dem Klingeln des Handyweckers aus der Kiste. 1 Tee und 1 Antinal, rein vorsorglich, eröffneten mir einen störungsfreien Tag am Strand. Pünktlichst kurz vor 09.00 Uhr stiefelte ich aus dem Apartmentblock und direkt ins wartende Auto meiner Freundin. Sie hatte vom Auto aus – wie ich von der Straße kommend - einen jungen Einheimischen auf einer Motocross-Maschine unterwegs im Blickfeld. Hinten, ein Stück erhöht auf dem 2. Sitz, klammerte eine ältliche Blondine in den kürzest-knappsten Pants und einen noch knapperen Shirt mit möglichem Durchblick von oben bis unten… peinlich und geschmacklos! Sie grätschte kurz und entfleuchte ins gegenüberliegende Hotel, das unter den Einheimischen und Damen aus dem horizontalen Gewerbe, das vornehmlich aus Osteuropa stammt, bekannt ist…

Ein kurzes Grinsen von uns beiden…. Sie hatte sicher einen anstrengenden, lohnenden Nachtjob hinter sich.

Weiter ging die Fahrt in Richtung El Helal an einigen Hotels vorbei zum Davinci-Strand am gleichnamigen Hotel, das nicht besonders gut läuft. Durch den Eingang gingen wir geradeaus einige 100 m in Richtung Strand. Und da bot sich mir ein wunderschöner Ausblick…. Türkisfarbene Holzpilze als Sonnenschutz -  viele Liegen mit Auflagen. Eintritt beträgt pro Person LE 25 – dafür erhält man einen Liegenplatz unter einem Sonnenschutz + ein großes Handtuch zur Auflage. Der Eingang in die geschwungene, langgezogene Badebucht ist sehr seicht, auf der Seite der Liegen sehr schön mit rauhen Steinen in Treppenform belegt, so dass man entweder vom Strand oder auch über o.a. Treppenstufen ins Wasser gehen kann.


Das Wasser in der Bucht passt 100%ig zur Farbe der Sonnenpilze…. Vom klarsten Hellblau über Türkis bis hin zum leichten Aquamarinton! Im Wasser nur Sand, keine Steine oder Felsbrocken, also sehr fußfreundlich. Ca. 100 m weiter liegen an einem großen, begehbaren Anleger einige Tauchschiffe bzw. kleinere Ausflugsboote. Diese stören jedoch, auch lärmmäßig, nicht. – Getränke wie Nescafé können bestellt werden, kostet LE 7,00 und wird an den Liegeplatz gebracht.

Eine Tauchschule mit Infotafeln usw. ist auf dem Weg zum Strand rechterhand zu finden. Die Toiletten machen – wie die Gesamtanlage – einen gepflegten Eindruck.

Fazit: Wir haben uns von 09.00 h bis 15.00 h dort sehr wohlgefühlt. Gäste sind Residenten und Einheimische, was ich als gute Mischung empfand.

So, das war mein Montag. Es ist gleich 16.00 Uhr. Mein Magen meldet sich, er möchte etwas zu arbeiten haben. Bis später also!

Das „Später“ war der Abend bei mir in meinem Zuhause-auf-Zeit. Durch den entgangenen Schlaf in der Nacht zuvor war dieser Montag um 22.00 Uhr zu Ende. Gute Nacht!


Dienstag, 12. Mai 2015 – letzter Urlaubstag

Der fing – nach einem 10-Stunden-Schlaf – jetzt um 08.00 h etwas früher als sonst an: Heute Nachmittag treffe ich mit zum Abschluss-Kaffee mit meinen engsten Freunden hier in Hurghada. Mal schauen, wer alles da sein wird ….

Nachmittags wurde ich abgeholt, und der Abschiedsnachmittag ging sehr schnell vorbei. Es war nochmals die vertraute Runde von letzter Woche. Einige Fragen kamen wieder, ob ich nicht doch nach Ägypten ziehen wolle, also hier zuhause die Wohnung aufgeben und mir in Hurghada eine Wohnung suchen wolle. NEIN - so gern ich in Urlaub nach Hurghada bzw. überhaupt nach Ägypten fliege, ich habe meine sozialen, zum Teil jahrzehntelangen sozialen Kontakte hier am Ort. Das Wetter war perfekt - sonnig, kein Wind, der Spätnachmittag und der frühe Abend boten die rechte Auf-Wiedersehen-sagen-Kulisse. Diesmal brachte mich meine Freundin nicht allzu spät in mein Zuhause auf Zeit. In der letzten Nacht.... naja, traumlos war der Schlaf nicht, und ich wachte eher als mein Handywecker auf...



Mittwoch, 13. Mai 2015 - Rückflugtag
Da ich dienstags per Mail von Germania erfahren hatte, dass mein Flieger eine Stunde früher starten sollte, hatte ich Schlüsselrückgabe und Abholung zum Flughafen eine Stunde früher arrangiert. Es klappte alles ohne Probleme - Start um 11.35 h ab T1 am Hurghada-Flughafen. Ich hatte diesmal so wenig Gewicht, dass ich wieder den Beauty-Case mit aufgab und so nur kleine Handtasche und Weste hatte. Angenehm, so leicht zu reisen. Obwohl wir Germania-Fluggäste alle pünktlich im neuen großen Terminal 1 im Wartebereich von Gate 35 waren, dauerte es - und dauerte .... sehr spät wurden wir - wieder mit Bussen -, nicht über die Passagierbrücken, zu unserem Flugzeug transportiert. Mit mehr als 40 Minuten Verspätung starteten wir um 12.15 h in Richtung Norden - Europa. -

Auch diesmal waren Service und Besatzung von Germania positiv zu erwähnen. Erneut konnte ich von meinem reservierten Sitz 3C in der gleichen Reihe auf die 3D - 3E und 3F wechseln, wieder vorne frei, was für mein junges Pärchen in 3A und 3B sicher angenehm, einen Sitz mehr zur Verfügung zu haben. Um 17.06 Uhr - ja, auf die Minute, wie wir es in den Videoinfos im Flieger gesehen hatten, auf die Minute landeten wir in KSF - Kassel-Calden. Allein schon der Flug über Nordhessen mit strahlend-gelben Rapsfeldern und saftigem Maigrün ringsrum zeigte, dass endgültig richtig Frühling eingezogen war. Wieder über die Gangway auf diesen kleinen, überschaubaren! Flughafen raus aufs Vorfeld. Dort führte uns eine junge Angestellte im Gänsemarsch in den Terminal, wo wir sehr schnell von den 2 Passbeamten abgefertigt wurden. Danach   e i n  Kofferband im Terminal - wir warten relativ lange auf die ersten Koffer. Ich drehte mich zum Ausgang - mein 7j. Großneffe spurtete durch die offene Glastür direkt auf mich zu..... meine Schwester und meine 11j. Großnichte blieben hinter der offenen Tür brav stehen.... Mein Großneffe wartete also eine Weile mit mir am Kofferband. Vorsichtshalber schickte ich ihn dann doch hinten zu den wartenden Angehörigen. So etwas ist auf großen Flughäfen nicht möglich - sowieso nicht erlaubt.... Nun ja, mein Kleener freute sich, dass er mich entdeckt hatte und sogar direkt zu mir kommen konnte. Nein, nicht wieder - VERBOTEN!

Später - zuhause bei meiner Schwester - gleiche schöne gemeinsame Stunden am großen Tisch mit all denen, die ich zwei Wochen nicht gesehen hatte - und davor mehr als ein Jahr nicht.

Donnerstag, 14. Mai 2015 (Himmelfahrtstag - Vatertag)
Diesen Vormittag hatte meine Nichte nochmals für sich erbeten - also fuhren meine Schwester und ich gegen 10.00 Uhr zu einem wundervoll langen Brunch im Hause meiner Nichte + Familie. Bis 12.00 Uhr futterten wir uns durch einen liebevoll gedeckten Tisch mit all den schönen Dingen, die so ein Familienfrühstück bieten kann....

Kurz nach 12.00 Uhr brachte mich meine Schwester an der Wilhelmshöhe zum Busbahnhof. Dort kam der Fernbus pünktlich an - um 13.00 Uhr ging es los in Richtung Norden - auf die Minute um 15.30 Uhr erreichten wir meinen Wohnort.
Ein kurzer Anruf aus dem Bus vorher - meine nette Nachbarin wartete am Bahnhof, sackte mein Gepäck und mich ein .... fuhr los, zwei Minuten später schloss ich meine Wohnungstür auf - wie immer, alles in bester Ordnung - schönes Wetter - Fenster geöffnet. Kühlschrank mit dem Notwendigsten bestückt, da ja Feiertag war....

Liebe Leute, wie gut, wenn frau eine gut funktionierende Hausgemeinschaft hat.

In diesem Sinne war dies das Ende meiner 2 Wochen Ägypten-Urlaub, mit jeweils 1 bis 2 Tagen Besuch bei meinen Lieben in Kassel.

Bis zum nächsten Urlaub - Tschüs!