+ + + Nun komplettiert bis 14.05.2015 + + +
Dienstag, 28. April 2015 – Bad Harzburg
Nach über 7 Monaten
„Abstinenz“ von Ägypten wollte ich wieder mal auf Reisen gehen. Meine „Zahnarie“
mit vielen Zahnarztbesuchen war abgeschlossen – der Germania-Flug ab
Kassel-Calden Mitte März erledigt. Buskarte von zuhause bis Kassel-Wilhelmshöhe
hatte ich, so konnte mich Nachbarin Brigitte mit Koffer & Co. zum Busstop
bringen. Aussteigen – endlich mal Sonne – und auf den Fernbus gewartet.
Pünktliche Abfahrt – und nun bei Frühlingswetter nur die Seele baumeln lassen
und die Orte vorbeiziehen lassen. Nach 2,5 Stunden Ankunft am Bhf. in Kassel. Schwester wartete
– Koffer & Co. ins Auto und ab nach Hause. Meine Nichte + ihre Großfamilie
rückten dann abends zum Festessen an. Meine Schwester hatte für jeden von uns 7
eine Spezialität zubereitet. Sie ist
eine ausgezeichnete Köchin + Gastgeberin. Es war nach vielen Monaten meiner
Abwesenheit viel zu erzählen. Nachdem die „Bande“ weg war, leerten Schwester +
ich noch eine Rotweinflasche. In diese Nacht hatte ich KEINE Schlafprobleme….
Mittwoch, 29. April 2015 –
Kassel – Abflugtag
Nach gutem Nachtschlaf stand
ein liebevoll gedeckter Frühstückstisch bereit – im Hotel hätte es nicht besser
sein können. Wir hatten ja beide noch den Tag frei – Start ab Flughafen um
20.30 Uhr. So verbummelte ich den Vormittag mit Erzählen, Lesen und Faulenzen.
Mittags fuhren wir wie verabredet ins Haus meiner Nichte. Nach und nach trafen
die „Kindlein“ + Mutter ein. So konnten wir nachmittags nochmals eine
Familien-Kaffeezeit verbringen. Nachmittags Rückfahrt ins Haus meiner
Schwester.
Kurze Pause noch – gegen
18.00 Uhr eine Fahrt durchs sonnige abendliche Nordhessen zum jetzt: „Airport
Kassel“ – ca. 20 km von Kassels City entfernt. Seit Anfang 2015 ist der
ehemalige Privatlandeplatz bzw. Verkehrslandeplatz KS-Calden also zum „Airport“
aufgeblasen worden. In den letztenJahren wurden für die Vergrößerung von
Landebahn und Nebenbahnen = 271!! Millionen Euros verbaut, der Tower + Terminal
neu errichtet. Die Germania-Airline fliegt seit 2014 vom „Airport Kassel“
(Flughafencode KSF) 5 Ferienorte an – Hurghada, Heraklion, Antalya, Palma de Mallorca
und Gran Canaria. Weitere kommen hinzu – doch von einem Normalbetrieb ist
Kassel noch weit entfernt. Mittwochs sind 2 oder 3 Flugbewegungen vorgesehen.
Unser Hurghada-Flug um 20.30 h war der letzte. Etwa 125 Fluggäste verteilten
sich im großen Eingangsbereich, am Check-in-Schalter, dem Café und an der
Sicherheitsschleuse. Viele 100 Parkplätze (kostenloses Parken übrigens!) warten
auf noch viele Gäste… Da wir noch Zeit hatten, saßen wir bei Tee und Capuccino
an einem der Tische und schauten so in die Runde. 2 Tische weiter saß unser
Flugkapitän mit einer Dame der Kabinenbesatzung. Später stellte sich heraus,
dass sie die Chefin der Kabine ist, eine „Purserette“. Gegen 19.30 h ging ich
zum Sicherheitsbereich – 3 Schalter zwecks Handgepäck- und „Körper-Check“
offen. Es waren unverhältnismäßig viele Angestellte einer Sicherheitsfirma mit
den genannten Prüfungen zugange. Später – nach der Prüfung – erfuhr ich, da ich
auf meine Handtasche + Jacke über 10 Min. warten musste, dass gerade einige
Neue, die ihren Sicherheitslehrgang beendet hatten, eingewiesen wurde. Deshalb
dauerte es so lange…. – kein Problem, ich hatte ja Urlaub.
Kurz nach 20.00 h begann das
Einsteigen. Zu Fuß liefen wir im Gänsemarsch die ca. 50 m zum Flieger. Ich
hatte Platzreservierung auf 3C, so dass ich vorn einstieg. Ich wurde durch die Dame
+ den Captain begrüßt……die ich im Café eine Stunde vorher gesehen hatte. Ich
nahm mir einige Zeitschriften und setzte mich auf meinen Gangplatz 3. Reihe.
Unser Airbus A319 war mit 122 Passagieren nicht ganz voll besetzt. Neben mir
hatte ich ein nettes junges Paar, mit
denen ich mich wenig unterhielt. – Mit knapp 15 Min. starteten wir in einen
dämmrigen Frühlingsabend hinein.
Unser Flugkapitän war ein
rechter Schelm, und sowohl er, wie auch die o.a. Kabinenchefin hielten uns auf
dem Steigflug bis auf Reisehöhe in 11.300 m mit einigen heiteren Bemerkungen
bei Laune. Nach Erreichen der Reisehöhe gab’s bereits den 1.
Getränke-Durchlauf. Dann folgte zügig die Austeilung einer warmen Mahlzeit +
üblichem Brötchen + Butter – weitere Getränkeangebote. Also gut versorgt.
Leider hatte das Unterhaltungsangebot mit Filmen bzw. Radiokanälen von Anfang
an versagt. Auch hier fanden Cockpit und Kabinenchefin die rechten Worte zur
Entschuldigung. Da ich mich nach Anfrage auf einen anderen Platz in der
gleichen Reihe setzen durfte, hatte mein Paar ein bissel mehr Platz – ich die
3er-Sitzreihe für mich…
Donnerstagnacht/-morgen, 30.
April 2015 – nach 01.05 h …
Nach pünktlicher Landung am
neu erbauten T1-Terminal dachte ich, nun können wir durch eine der vielen
Passagier-Landebrücken aus dem Flieger – weit gefehlt. Da unser Flugzeug 50
Min. später wieder auf dem Rückflug nach Bremen sein sollte, wurden wir aus dem
Außenfeld geparkt. Also – wie üblich – rein in einen der trotz Klimaanlage
warmen Busse, Kurzfahrt zum Ankunftsgebäude – hier zum neuen allerdings. Treppe
hoch – Rolltreppe außer Betrieb – rechts rum – langen Gang – nach ca. 50 m
rechts rum an den Bankschalter. Da ich Nurflug gebucht hatte, war ich wirklich
die Erste, die am Bankschalter stand. Einreisekarte hatte ich zuhause
ausgefüllt, 25 Euro in Pass eingelegt – in Sekunden hatte ich mein Visum und
Stempel – zum Einreiseoffizier – kurzer Blick – o.k. - Treppe runter zum großen
Bereich, wo sich viele moderne Kofferbandanlagen befinden.
Unser Flug war – neben einem
nach uns kommenden Flug aus Istanbul -
die einzige Nachtankunft, um diese Zeit. Zügig kamen auf Band 3 die ersten
Koffer unserer Fluggäste. Mein Koffer war mit einer der ersten – allerdings
fehlte mein Beautycase, in dem sich Netbook usw. befand. Schnell hatten alle
ihre Koffer, nur ich mein kleines Köfferchen nicht. Der Raum leerte sich, nur
2,3 Passagiere warteten an einer Tür auf ihr Sportgepäck. Ein
Flughafenmitarbeiter – mit Ausweis an Schlüsselkette – wartete mit ihnen.
Diesen sprach ich nach kurzem Zögern an .
Ich bat ihn um Hilfe, zeigte
ihm meine 2 Gepäckabschnitte und fragte, ob er nachfragen könnte, ob sich etwas
angefunden hätte. Er ging durch die Tür ….und ließ mich stehen. Das Kofferband
kreiselte noch immer, einige Koffer der noch Wartenden zogen ihre Kreise…. Also
kraxelte ich auf das schräge Kofferband, um selbst mit zu suchen…. Ich kreiste
einmal ringsrum – die Tür öffnete sich, mein
netter Angestellter kam mir – mit erstauntem Blick: ich da oben auf
„Band-Reise“ – entgegen und griff zielgerichtet einige Meter hinter mir zu
einem schwarzen, glänzenden Etwas mit Griff: „Is it yours?“ – Ja, war es –
peinlich genug, dass mich einige Fluggäste und der Mitarbeiter da
suchenderweise a u f dem Band rumkreiseln sahen … und dann liegt das Köfferchen die ganze Zeit
da. Habe mich errötend bedankt und entfleuchte schnell mit meiner Baggage…. am
Ausgang direkt in die Arme des Mannes meines Freundin, die ihn gebeten hatte, mich zu abzuholen. Was war ich froh…
Da der Mann meiner Freundin
hier allerortens in HRG bekannt ist, bogen wir nach Zahlung der Parkgebühr
plötzlich nach links ab – v o r der
offiziellen Flughafen-Straßenausfahrt. –
Jaaaaa, wurde mir erklärt, eine Abkürzung, und nachts interessiere das keinen
….. und alle Katzen sind um kurz vor 02.00 h sowieso grau. Ca. 10, 15 Minuten
Fahrt durchs nächtliche HRG – während der mein Fahrer mit meiner Vermieterin
wg. unserer Ankunftszeit telefonierte – und dann kamen wir vor dem großen
Apartmentgebäude an. Koffer & Co. raus aus dem Pkw, kurzes Nachtschwätzchen
mit dem Nachtportier oder Doorman, dann etliche Stufen zum eigentlichen
Eingang, nochmals Kurztelefonat mit Vermieterin, die dann 2 Min. später vor der
Tür stand. Kurzes Bekanntmachen – gute Nacht gesagt. Im 1. Stock befand sich
mein Zuhause auf Zeit, nun herzliche Begrüßung – wir kennen uns ja – und
Einweisung in Kurzform. Wieder gute Nacht…. und dann packte komplett alles,
damit ich den Morgen in Ruhe anlaufen lassen konnte. Es war ruhig im Hause,
doch der Flug – Klimawechsel auf nachts noch fast + 30° C und das lange Aufbleiben ließen mich trotzdem nicht
so gut schlafen. Also am
Donnerstagmorgen,
30.04.2015,
wie üblich gegen 08.30 h
raus aus der Kiste. Heute stand ja als wichtigster Punkt Aufladung von
Mobiltelefon und Internet für Ägypten auf meiner To-do-Liste.
Per SMS hatte ich meine
Schwester, meine nette Nachbarin zuhause und am Ort nachts noch Laut gegeben,
dass ich gut gelandet war. Bei einer hiesigen Freundin mit Frage, wann sie mich
von zuhause hier aufgabeln und mit zum Telefonladen kommen konnte. Es klappte
gut – um 12.15 h – pünktlich ist sie immer! – klingelte es bei mir an der Tür –
Begrüßung, einiges besprochen. Dann Abfahrt nach Sekalla.
Dort hatte sie aktuell auch
etwas wg. WLAN/Internet zu erledigen, so dass wir zwei mit kurzer Wartepause an
der Reihe waren. Eine junge Angestellte und ein junger Mann arbeiteten
nacheinander unsere Wünsche ab. Hier fürs Internet = 70 GB – das reicht für
weitere Urlaubszeiten! Glücklich zogen wir von dannen, ich im Hinterkopf,
abends oder – wie heute nun – im Internet großflächig…. und zeitlos herumsurfen zu können. Zu diesem
Irrtum später mehr.
Danach fuhren wir ins
deutsche Restaurant nach Dahar. Wie hatte ich mich auf ein Wiedersehen gefreut.
Auf Nachfrage – zur Kaffeezeit das Richtige – Erdbeertorte mit Sahne und guter
Filterkaffee. Nach der vielen Lauferei bzw. der Fahrt in einem mehr als
„angenehm temperierten Wageninneren“ saß ich im Schatten, leichter Wind, bequem
auf einer Bank mit Rückenpolster und ließ dieses Urlaubsgefühl, das mich jetzt anwehte,
so richtig an mich ran. Später traf sich ein deutscher Stammtisch mit Damen,
die ich zum Teil schon kannte. Da ich bisher nix im Kühlschrank hatte, bin ja
Selbstversorgerin, nochmals zurück in die heiße Blechbüchse, ähem, ich meine
natürlich den Pkw meiner Freundin. So führen wir zuerst in den mir gut
bekannten einheimischen kleinen Supermarkt gegenüber der koptischen Kirche in
Dahar, dann weiter zu ihrem Gemüsehändler. Tomaten und Obst waren schnell
eingekauft. Fahrt zu mir, da Milch, Jogurt und Butter leicht bei der Hitze
davonfließen und schlecht werden. – Danach setzte sie mich wieder im dt.
Restaurant ab, und ich hatte auch gleich Anschluss mit weiteren Gästen, so dass
die Wartezeit bis zur Rückkehr meiner Freundin fix verging.
Interessant waren so die
verschiedenen Gespräche – Ansichten – Meinungen über die oder den, die hier am
Ort als Langzeitbewohner oder Residenten wohnen und aus dem einen oder andere
Grunde Deutschland nicht mehr als Lebenmittelpunkt betrachten. Oha, was ich da
so zu erfahren bekam …… viel Angenehmes, noch mehr Unangenehmes, negative
Erfahrungen mit Deutschen und/oder Einheimischen, z u viel Klatsch innerhalb unserer
deutschsprachigen Bewohner – Intrigen – Betrug, nee, kurz gesagt: gehört und
gleich für Ablage „P“ abgehakt. Später kamen meine Freundin mit Sohn vorbei.
Der Junior begrüßte mich kurz, hatte dann anderes vor und entschwand. Unser
Grüppchen mit Restaurantchefin saßen bei einem sehr guten Abendessen beisammen.
-- - - - Langsam merkte ich, dass ich in den letzten 2 Tagen wenig Schlaf
hatte. Also ging es gegen 21.00 h nach Hause. – Relativ schnell verfügte ich
mich ins Bett, begleitet für die nächsten Minuten von der Klimaanlage… die ich
dann doch ausschaltete. Gute Nacht – bis bald!
Freitag, 01. Mai 2015 – Tag
der Arbeit - - - nicht für mich
Wie üblich – nach gutem
Nachtschlaf – entfuhr ich gegen 08.30 h meiner Nachtstatt… Blick im Badezimmer
– DIE Frau kannte ich nicht. Nach der Morgentoilette gab mein Spiegelbild
wenigstens eine Ahnung dessen wider, w e r
da vor dem Spiegel stand. Heute war und ist für mich Balkon-, Schreib-
und Leseurlaub, da meine Freundin anderweitig zu tun hat. Nach gutem Frühstück
ein bisschen Lektüre der im Flugzeug erhaltenen Magazine u n d
dann Aufbau und Inbetriebnahme meines Netbooks, glücklich mit 70 GB
Aufladung im Internetstick, den ich sorgsam platziert und auf einen Wechsel von
„Rot“ auf „Grün“ = aktiv und bereit zum Online-Surfen anzeigen sollte! Sollte,
ist das Zauberwort. Nix kam, auch die im Stick enthaltene SIM-Kartennummer, die
bei Aktivierung angezeigt wird, wollte nicht erscheinen. Mehrfach verschiedene
Buttons im Programm geklickt: N I X !! Neustart – Gleiches Problem – nun
misstrauisch wg. der fehlenden SIM-Kartennummer – ö f f n e t e ich den Internetstick. Ein leerer Kartenschacht
gähnte mir entgegen. Nun wusste ich, weshalb die Dame aus dem Telefonladen mich
gestern auf meinem Mobilfon angerufen hatte. Leider fuhren wir, es war einfach
alles – trotz Englisch – schlecht verständlich. Sie wollte mir sicher sagen,
dass sie bzw. der junge Angestellte die SIM-Karte nicht wieder nach Aufladen in
den Stick gesteckt hatten. Also sprach ich vorhin kurz meiner Freundin über
Whatapps auf, ob sie evtl. im Laden wegen Herausgabe der SIM-Karte für mich
nachfragen könnte. Auch eine SMS habe ich an die junge Mitarbeiter im Laden
geschickt. Sie hatte mich ja gestern Mittag und abends nochmals angerufen. So
hatte ich ihre Nummer…..
Nun ist es kurz vor 14.00
Uhr – Mittags gab es nur Jogurt + Tomaten. Jetzt mache ich mir ein Toast +
Kaffee. Man liest sich, ähem, man hört oder schreibt wieder!
Samstag, 02. Mai 2015
E i n Blick in den Spiegel am Morgen, erspart mir
nicht Kummer + Sorgen! – Gut geschlafen, mit Nachhilfe einer kleinen, blauen
Pille. Wasser, Seife, Kamm und Creme bügelten die letzten Schlaffalten hinweg.
Jetzt, am späten Vormittag, überlege ich:
Gehe ich runter an den Pool, der ausnahmsweise in diesen Tagen fast leer
ist und die Sonnenliegen ebenso…? Oder nehme ich mir für nachmittags etwas vor?
Ein Ehepaar, die ich über Facebook kennenlernte, wollten sich mit mir treffen. – Auch eine Freundin, bekannte Tierschützerin
in Hurghada, rechnet fest mit mir. Das habe ich mir für nächste Woche fest
vorgenommen.
Tagsüber pendelte ich
entspannt und entstresst zwischen Balkon, Couch und Küche hin und her. Einige
Telefonate gegen Abend ergaben lose
Verabredungen für die nächsten Tage. - -
- Leider stellte sich schon Donnerstagabend heraus, dass mein Internet-Stick
zwar mit 70 G = LE 100 aufgeladen war, ich vorgestern Abend bei Erstnutzung am
Netbook keine Online-Bestätigung auf dem Stick bzw.Bildschirm erhielt. Einige
Male schaltete ich ein und aus, bis mir die Idee kam, den
Internet-Klapperatismus selbst zu öffnen. Siehe da, KEINE SIM-Karte im
Einschub. Kurz nach unserer Abfahrt aus dem Telefonladen erhielt ich einen
Anruf von der jungen Angestellten. Sie sprach Englisch, durch den Verkehrslärm
verstand ich nicht viel. Ich sagte ihr, sie möge mich nach Dienstschluss
nochmals anrufen. Nun hatte ich zum Glück ihre Mobilnr., an die ich eine SMS
wg. der fehlenden SIM-Karte sandte. - Auch mein ägypt. Mobiltelefon zeigte
schnell dahinschwindende Aufladung in LE. Also werden wir wohl nochmals in den
Mobilshop fahren müssen.
Sonntag, 03. Mai 2015
Hier in Ägypten beginnt eine
neue Arbeitswoche, ich hatte Feiertag. So schlief ich länger – Frühstück in
Kurzausgabe auf dem Balkon. Mal schauen, was der Tag heute bringt. Meine
Freundin wird irgendwann mittags bei mir sein. Vielleicht später zum
Kaffeetrinken in ein Restaurant, vorher halt in den Telefonladen, nix
Außergewöhnliches – ich habe URLAUB. – Am späteren Vormittag rief sie an. Sie
hatte einige Fahrten zu erledigen. Also wollten wir uns nachmittags treffen.
Gegen 14.30 h ging ich nach unten vors Haus, und dann fuhren wir zum
Telefonladen. Wieder kamen wir am gleichen Schalter mit denselben Mitarbeitern
dran. Meine Freundin erklärte die fehlende SIM-Karte… da ich meinen Reisepass
nicht dabei hatte, war die Suche schwierig, da ich mir die Mobilnr. des
internetsticks nicht notiert hatte. Ich wurde unter meinem Namen nicht
gefunden. Zuletzt wurde der Vorname meiner Freundin Doris in Deutschland.
STIMMT! Im Nov. 2012 hatten wir eine ägypt. Mobil-SIM-Karte + Internetstick
eingerichtet – beide liefen unter ihrem Namen. So konnte ich endlich nach
Wartezeit die neue SIM-Karte mit 70 GB in Empfang nehmen… und der
Internetnutzung sind ab sofort Tür und Tor geöffnet. Donnerstag war es ein Versehen seitens der
Telefonladen-Angestellten – heute ging es auf mich zurück, dass ich 100% der
Meinung war, die Kartenverträge lauteten auf meinen Namen. Also waren wir uns
quitt.
Anschließend fuhren wir
zurück nach Dahar – meine Freundin hatte seit dem Morgen nichts gegessen. K a f
f e e zeit war angesagt. Diesmal gingen wir in ein kleines Café bei mir um die
Ecke…. und gönnten uns Gutes. Gegen 16.15 h dann Abschied – meine Freundin
hatte noch einiges zu erledigen. Und ich sitze zuhause und schreibe das runter,
was heute so geschah. Nix Besonderes – Alltagserlebnisse – beim Rausgehen
beobachteten wir gegenüber in einem Rohbau ein kleines Rudel allerliebster
Junghunde, so um die 10 Wochen alt. Einige kleinere Jungen ärgerten si bzw.
warfen mit Steinen und Stöcken nach ihnen. Ein älterer Mann kam aus dem Rohbau
heraus und vertrieb die Burschen. Tierliebe scheint bei Kindern hier nicht im
Repertoire vorzukommen. Habe da oft schon Schlimmes miterlebt.
So, das wäre es für den
Sonntag. Ich setze mich jetzt auf den Balkon, um zu lesen. Es ist herrlich
draußen – Schatten – strahlend-blauer Himmel – Abendstimmung. Bis zum nächsten
Mal!
Montag, 04. Mai 2015
Wie täglich weckte mich
strahlender Sonnenschein. Frage: Im Bett nochmal umdrehen oder raus aus dem
Bett? Ich entschied mich für „raus“ …. Frage: Aktionstag oder mal wieder
Faulenzie-Tag? – Da ich z.Z. wieder ziemliche Probleme mit meinem kaputten re.
Knie hatte und habe = Nix-tun-Montag! – Meine Freundin fragte an, ob wir an den
Strand gehen wollten – ich: Nee – später sie, ob ich zu ihr kommen wolle. Mein
Gegenangebot war, zu mir zu kommen und Kaffeepäuschen o.ä. zu machen. Mal
sehen, was der Tag noch bringt. Meine Tierschutz-Freundin bestätigte mir vorhin,
dass die Welpen, über die ich oben schrieb, „ihre“ Schutzbefohlenen sind. Die
Mutterhündin will sie bald kastrieren lassen. Auch diese ist mir gestern
mehrfach begegnet, ein hübsches Tier, schwarz-weiß gefleckt, und ihre
Jungwelpen sandfarben und weiß, bildschöne Tiere, die hoffentlich nicht einfach
von einem auf den anderen Tag verschwinden….
Inzwischen ist es 11.30 h –
mein Balkon liegt nun im Schatten, und ich werde mich mit Getränk und einem
Buch dorthin verziehen… Tschüs, bis später….
Dienstag,
05. Mai 2015
Heute
ist fast die Hälfte meines 2-Wochen-Urlaubs vorbei….
Geplant
ist für heute am Vormittag nix – Lesen – Schreiben, ein bissel in sozialen
Netzwerken lesen und kommentieren – nix Erhebendes. So schlingert dieser Tag so
still vor sich.
Nachmittags
nehme ich mir Zeit für ein wenig „Wellness“ – Neudeutsch… Ich liebe diese Art,
auch im Urlaub mal alles baumeln zu lassen. Bitte keine Hintergedanken – es
fiel mir keine bessere Formulierung hierzu ein. Da ich abends mit einem Ehepaar
in einem Einheimischen-Restaurant in Dahar eingeladen bin – und ich sowieso
noch Geld abheben möchte -, fahre ich sehr rechtzeitig vor 19.00 h in diese
Richtung. An diesem Bankautomaten habe ich meist Glück, dass es mit
Geldabhebungen klappt – diesmal auch. Gut so!
Dann setze ich mich ins
Restaurant – das abendliche Leben flirrt am mir vorbei. Einige bekannte
Gesichter aus den letzten 4 Jahren, wo ich früher regelmäßig hier meine Abend
mit Freunden verbrachte, erkenne ich wieder. Zu einer älteren Dame aus Dänemark
setze ich mich – nach Anfrage – an den Tisch. Wir erzählen über vergangene
Zeiten und u.a. über einen gemeinsamen Bekannten bzw. Freund, der vor ca. 3
Monaten – noch relativ jung – gestorben ist…… Gegensätzliches kommt da zutage,
bis mir das Thema zu intensiv wird. – Inzwischen ist der Zeitpunkt meines
Treffens. Das Ehepaar sitzt am anderen Ende – ich kenne sie noch nicht
persönlich. Also rufe ich einfach die Mobilnr. an – eine Hand hebt sich etliche
Meter entfernt, und schon habe ich die zwei gefunden. Ich verabschiede mich von
meiner 1. Gesprächspartnerin und gehe zu meinen Bekannten. Wir verleben einen
netten und interessanten Abend mit vielen Themen, die uns drei in HRG und
anderswo auffallen.
Gegen 22.00 h kann ich mit
ihrem „Haus-Taxifahrer“ samt ihrem bildhübschen Hund in Richtung nach Hause
fahren. Die beiden + Hund wohnen nicht weit von meinem Apartment, so dass es
kein Umweg ist. Danke für die kurzweiligen Stunden.
Mittwoch, 06. Mai 2015
Der
Tag begann am Morgen – wie logisch und sinnig! So schlingert dieser Tag so
still vor sich. Meine Freundin rief vormittags an – wir wollten uns treffen,
damit ich Einkäufe erledigen konnte. Gegen
Mittag von ihr Info, dass ich vors Haus kommen möge. Gesagt – getan! Wir
erledigten das Nötige… Dann ein Anruf – eine gemeinsame Freundin in einer
Notsituation. Also, keine Frage, dass ihr zu helfen war. Als Treffpunkt war der
Nachmittag genannt. So fuhren wir zu meiner Freundin nach Hause. Da ich zwei
Tage lang leichtes Wanstrammeln, ähem – leichte Bauchschmerzen, hatte, habe ich
heute nur einen Tee getrunken. Nun – am frühen Nachmittag, ereilte mich eins….
RIESENgroßer Appetit. Und welch Wunder, der Sohn des Hauses ließ bei unserer
Ankunft gerade Nudeln ins kochende Wasser rieseln – meine Freundin bereitete in
kürzester Zeit eine SUPER-Bolognese zu. Und so kam ich zu einem verspäteten
Mittagessen. Die Menge, die ich in mich hineinschob, war schwindelerregend
groß, und es schmeckte sooooo gut!
Zur
rechten Zeit – naja, ein bissel später – machten wir uns auf den Weg, um unsere
gemeinsame Freundin abzuholen. Der weitere Nachmittag bzw. der frühe Abend
vergingen schnell. Die Notsituation konnte erfolgreich gebannt werden, und als
Dankeschön folgte in Sekalla eine Einladung in einem Restaurant, wo wir das
beste Tiramisu in HRG genossen – und jeder ein Wagenrad von Pizza noch obendrauf! – Wir drei ließen uns jede noch
die Restpizzen einpacken. Es war einfach zu viel an Masse, was da unsere Augen
mit Freude bei Anreichung der Pizzen sahen, unsere Mägen streikten jedoch
irgendwann.
Nach
einer kurzen Fahrt zur einen Freundin in ihr wirklich schönes Zuhause
verabschiedeten wir zwei "Notfall-Damen“ und entfleuchten nun endgültig.
Ein
Tag, der so „normal“ begann und so lehrreich und aufschlussreich für mich
endete. – In diesem Sinne: GUTE NACHT!
Es ist jetzt 22.00 Uhr, und ich habe genug zusammengeschriftelt….
Donnerstag,
07. Mai 2015
Genau
heute in einer Woche werde ich gerade wieder zuhause angekommen sein. Anfangs
im Urlaub zähle ich diesen nach Stunden; später rinnen Stunden und Tag vorbei,
und schwupps, ist schon mehr als die Hälfte der Zeit in Hurghada vorbei. Zwar
schrieb mir meine Freundin, ob wir uns zur Kaffeezeit im dt. Restaurant zu
frischem Aprikosenkuchen + Sahne treffen wollten. – Neee, mir stand heute nicht der Sinn
danach. Also eine freundliche, ehrliche Absage – sie war heute auch beim
Zahnarzt…. nachdem ich ihr von Deutschland über meine „Zahn-Arie“ zwischen
Januar und März dieses Jahres geschrieben hatte – und ihr nun hier das
sehenswerte Ergebnis zeigen konnte. Ab nächstem Donnerstag ist sie auch dran.
Glaubt
mir, i c h weiß, was es heißt, XX Jahre
(fragt nicht nach genauer Jahreszahl, das habe ich XX Jahre erfolgreich
verdrängt!) NICHT zum Zahnklempner zu gehen. Nachdem mir am 12.01. dann auch
noch eine Frontkrone aus dem Gesicht fiel, blieb nix anderes übrig.
Heilkostenplan an Krankenversicherung – einige Änderungen, und am 16.02. rupfte
mir mein Zahnarzt dann schmerzlos – ersatzlos – ohne Blutverlust oder
irgendwelche Vor- oder Nachschmerzen – 8 Zähne und 1 Rest-Zahnruine raus. So, Thema damit abgehakt – Ich kann seit XX
Jahren wieder herzhaft lachen, was ich mir vorher erfolgreich abgewöhnt hatte,
da mein „Oberkiefer-Geschoss“ einer näheren Betrachtung nicht standhielt.
Ich
lese nach Herzenslust – schaue ab und an in die Ferne, im wörtlichen und
übertragenen Sinne…. und jetzt bringe ich nun meine Ergüsse in schriftliche
Form. So habe ich auch später immer einen recht lebendigen Eindruck dessen, was
mir hier und da passierte – oder auch nicht!
Nun
ist auch dieser Tag fast vorbei…. Ein Grummeln im Inneren sagt mir, dass bald
Abendessenszeit ist.
Seit gestern habe ich mal so
überlegt, dass – erstmals seit vielen Jahren – zwei Herren der Schöpfung
versuchen, näheren Kontakt mit mir zu bekommen. Neee, beide Männlichkeiten
entsprechend mit knapp 68 und 60 Jahren zwar ungefähr!! meiner Altersstufe –
allerdings entsprechen beide nun so gar nicht meinen Vorstellungen… Einmal
Deutschland, einmal Ägypten… neeeeeeeeeeee! Ich komme allein sehr gut zurecht.
Weiteres Spekulieren bzw. Nachdenken lasse ich hier mal. Für heute ist hier
heute FINITO!
Freitag,
08. Mai 2015
Ab heute gehen die restlichen Tage im Sauseschritt vorbei. Nachdem ich gestern eine weitere Faulenzerrunde hatte, werde ich heute wohl meinen Allerwertesten mal hochkriegen, um etwas zu unternehmen. – Bis jetzt, kurz nach 11.00 Uhr, ereignete sich telefonisch bisher nix. Meine Freundin ist wohl beschäftigt - sie wird Laut geben, wenn sie Zeit hat. Andernfalls fahre ich nachmittags auf eine Kaffeerunde nach Dahar rein.
Ab heute gehen die restlichen Tage im Sauseschritt vorbei. Nachdem ich gestern eine weitere Faulenzerrunde hatte, werde ich heute wohl meinen Allerwertesten mal hochkriegen, um etwas zu unternehmen. – Bis jetzt, kurz nach 11.00 Uhr, ereignete sich telefonisch bisher nix. Meine Freundin ist wohl beschäftigt - sie wird Laut geben, wenn sie Zeit hat. Andernfalls fahre ich nachmittags auf eine Kaffeerunde nach Dahar rein.
Es
hat sich jedoch auch tagsüber nichts getan. Ich schrieb meine Freundin an… Was
ich befürchtet hatte, trat ein. Sie + Mann + Sohn waren nach Kairo gefahren.
Schwiegermuttern krank. Ägyptische Söhne kümmern sich sofort – nach
entsprechender Info also im Schnellverfahren knapp 500 km von Hurghada nach
Kairo gefahren. Meine Freundin endlich
später an und bestätigte mir dies. Letztendlich blieb ich auch heute zuhause –
Sonne draußen – mein Balkon im Schatten – also keine Langeweile.
Es
hört sich eigenartig an, diesmal ist mein Urlaub von Nichtgeschehen gekrönt….
Samstag,
09. Mai 2015
Für
heute hatte ich mir nichts! Vorgenommen – mal was Neues!.... -, es kamen doch
einige Anrufe bzw. eine Verabredung für heute Abend ins „Moby Dick“. Irgendetwas
in mir hatte einiges dagegen – mein Bauch rebellierte, obwohl ich nichts Außergewöhnliches
vertilgt hatte. Also Tee zubereitet und 1 Antinal eingeworfen. So oft, wie ich
bis zum Mittag die WC-Tür öffnete und schloss…. Weiteres erspare ich Euch und
mir. Am frühen Nachmittag sagte ich mein Treffen ab…. Dafür rief meine
Tierschützer-Freundin an. Sie konnte einen Besuch bei mir zuhause mit einem
Tierarzt-Termin gegen Abend verbinden. So schnatterten wir mehr als 4! Stunden
lang auf dem Balkon. Vorher hatte ich noch Antinal Nr. 2 eingeworfen…, um
vorzubeugen.
Morgen
endlich werde ich mal wieder rausgehen, wohin, wird sich zeigen. Euch einen
schönen Abend!
Sonntag,
10. Mai 2015
Ein
neuer Tag – Sonne satt, heute kein Wind, der mir gestern Abend im Wohn- und
Schlafzimmer die Klimaanlage ersparte. Heute Nachmittag werde ich mal wieder
rausfahren…. Die letzten 3 Tage vor Abflug sind angebrochen, und ich möchte
wenigstens noch dort „Auf Wiedersehen“ sagen, wo ich mich diesmal im Urlaub zu
wenig habe blicken lassen.
Der
Ausblick vom Balkon ist und bleibt ja im Großen und Ganzen der gleiche – gestern
merkte ich, als meine Freundin den Nachmittag über hier war, wie angenehm es
ist, unabhängig von anderen zu sein, auf dem Balkon zu sitzen, eine lange
Kaffeepause zu genießen und sich nicht an anderen orientieren zu müssen…
So,
das für den Vormittag – Weiteres, falls berichtenswert, wird nachgeliefert.
Kurz
vor 16.00 Uhr nahm ich mir ein Taxi – heute voll aufgebretzelt für ein Treffen
im deutschen Restaurant – wusste ich, w e r
da alles kommen könnte?? - Eine
Verabredung hatte ich mit bester Freundin und einer Dame, die mich per PN in
Fatzebuch angeschrieben, da wir einen gemeinsamen jungen Rechtsanwalt aus Kairo
kennen. – Sie saß – wie auch „meine Wutze“, wie ich meine Freundin ab und an
nenne, bereits im Restaurant. Ich holte die beiden an einen Tisch, und ich
machte die zwei einander bekannt. Kaffee- und Kuchenorder waren fix erledigt.
Und so nahm der Nachmittag seinen Lauf, der sich letztlich bis zum Abend zum
21.45 Uhr hinzog. Es kamen noch einige Freunde und Bekannte, die ich aus den
letzten 2 Jahren während meiner zahlreiche Aufenthalte her kannte, hinzu. 2
Tische waren so gefüllt. Allerlei und Jegliches wurde erzählt – Klatsch,
Gerüchte, kleine Nicklichkeiten unter den lieben! deutschen Residenten weitergegeben…..
und dazu tüchtige Portionen an Erdbeer-, Rhabarber- und Aprikosenkuchen
verzehrt. Wenn ich die fast 6 Stunden mal so Revue passieren lasse – oh jeeee,
was ich da in mich hineinversenkt habe – zuhause reicht DAS für 1,5 Tage.
Allerdings ist einfach die Atmosphäre – ein wenig Biergarten, ein bissel
rustikale Kneipe und die familiäre Art und Weise, wie Gäste – bekannte oder
Neugäste – begrüßt und versorgt (im besten Sinne gemeint) werden,
ausschlaggebend. Allerdings ereilte dann gegen Abend einer Freundin – ihr Mann
war zu der Zeit gerade nicht da – eine mehr als unangenehme Situation. Sie
wurde von einer Frau – ich sage ausdrücklich NICHT Dame! – ohne Begrüßung von
der Seite ziemlich unhöflich, bzw. unverschämt auf eine Sache hin angesprochen.
Ich saß neben ihr und war genauso
sprachlos wie sie…. Meine Freundin gegenüber „moppte“ sie kurz ab, und
schwupps! war die „Dame“ in Richtung Ausgang unterwegs. Wieder hatten wir
hinreichend Gesprächsstoff, uns über Erziehung bzw. schlechtes Benehmen im
Allgemeinen und Besonderen auszulassen.
Kurz
vor 22.00 Uhr zogen wir zwei von dannen – morgen früh soll ich also um 09.00
Uhr vor dem Haus stehen, und wir drei Weibsen wollen zum Davinci-Strand fahren.
Ich bleierne Ente im Roten Meer – entweder läuft es über, oder der Suez-Kanal
bekommt Hochwasser. Mal schauen, was sich meine Wutze und meine andere Freundin
für mich ausgedacht haben…. Ich bin eigentlich mehr eine Pool-Ente als ein
Meer-Schweinlein…. In diesem Sinne- es ist gleich 22.45 Uhr, und ich brauche
meinen Schönheitsschlaf, damit ich morgen pünktlich draußen auf der Matte stehe…
Falls hier nix mehr kommen sollte, hat mich das Meer nicht mehr hergegeben…
Montag,
11. Mai 2015
Um
es vorweg zu nehmen: das Meer am Davinci-Strand gab mich wieder her…
Nach
einer schlaflosen Nacht – sicher wegen des zu üppigen Essens am Sonntag – fiel
ich vor dem Klingeln des Handyweckers aus der Kiste. 1 Tee und 1 Antinal, rein
vorsorglich, eröffneten mir einen störungsfreien Tag am Strand. Pünktlichst
kurz vor 09.00 Uhr stiefelte ich aus dem Apartmentblock und direkt ins wartende
Auto meiner Freundin. Sie hatte vom Auto aus – wie ich von der Straße kommend -
einen jungen Einheimischen auf einer Motocross-Maschine unterwegs im Blickfeld.
Hinten, ein Stück erhöht auf dem 2. Sitz, klammerte eine ältliche Blondine in
den kürzest-knappsten Pants und einen noch knapperen Shirt mit möglichem
Durchblick von oben bis unten… peinlich und geschmacklos! Sie grätschte kurz
und entfleuchte ins gegenüberliegende Hotel, das unter den Einheimischen und
Damen aus dem horizontalen Gewerbe, das vornehmlich aus Osteuropa stammt,
bekannt ist…
Ein
kurzes Grinsen von uns beiden…. Sie hatte sicher einen anstrengenden, lohnenden
Nachtjob hinter sich.
Weiter
ging die Fahrt in Richtung El Helal an einigen Hotels vorbei zum Davinci-Strand
am gleichnamigen Hotel, das nicht besonders gut läuft. Durch den Eingang gingen
wir geradeaus einige 100 m in Richtung Strand. Und da bot sich mir ein
wunderschöner Ausblick…. Türkisfarbene Holzpilze als Sonnenschutz - viele Liegen mit Auflagen. Eintritt beträgt
pro Person LE 25 – dafür erhält man einen Liegenplatz unter einem Sonnenschutz
+ ein großes Handtuch zur Auflage. Der Eingang in die geschwungene,
langgezogene Badebucht ist sehr seicht, auf der Seite der Liegen sehr schön mit
rauhen Steinen in Treppenform belegt, so dass man entweder vom Strand oder auch
über o.a. Treppenstufen ins Wasser gehen kann.
Das
Wasser in der Bucht passt 100%ig zur Farbe der Sonnenpilze…. Vom klarsten
Hellblau über Türkis bis hin zum leichten Aquamarinton! Im Wasser nur Sand,
keine Steine oder Felsbrocken, also sehr fußfreundlich. Ca. 100 m weiter liegen
an einem großen, begehbaren Anleger einige Tauchschiffe bzw. kleinere
Ausflugsboote. Diese stören jedoch, auch lärmmäßig, nicht. – Getränke wie
Nescafé können bestellt werden, kostet LE 7,00 und wird an den Liegeplatz
gebracht.
Eine
Tauchschule mit Infotafeln usw. ist auf dem Weg zum Strand rechterhand zu
finden. Die Toiletten machen – wie die Gesamtanlage – einen gepflegten Eindruck.
Fazit:
Wir haben uns von 09.00 h bis 15.00 h dort sehr wohlgefühlt. Gäste sind
Residenten und Einheimische, was ich als gute Mischung empfand.
So,
das war mein Montag. Es ist gleich 16.00 Uhr. Mein Magen meldet sich, er möchte
etwas zu arbeiten haben. Bis später also!
Das
„Später“ war der Abend bei mir in meinem Zuhause-auf-Zeit. Durch den
entgangenen Schlaf in der Nacht zuvor war dieser Montag um 22.00 Uhr zu Ende. Gute
Nacht!
Dienstag,
12. Mai 2015 – letzter Urlaubstag
Der
fing – nach einem 10-Stunden-Schlaf – jetzt um 08.00 h etwas früher als sonst
an: Heute Nachmittag treffe ich mit zum Abschluss-Kaffee mit meinen engsten
Freunden hier in Hurghada. Mal schauen, wer alles da sein wird ….
Nachmittags wurde
ich abgeholt, und der Abschiedsnachmittag ging sehr schnell vorbei. Es war
nochmals die vertraute Runde von letzter Woche. Einige Fragen kamen wieder, ob
ich nicht doch nach Ägypten ziehen wolle, also hier zuhause die Wohnung
aufgeben und mir in Hurghada eine Wohnung suchen wolle. NEIN - so gern ich in
Urlaub nach Hurghada bzw. überhaupt nach Ägypten fliege, ich habe meine sozialen,
zum Teil jahrzehntelangen sozialen Kontakte hier am Ort. Das Wetter war perfekt
- sonnig, kein Wind, der Spätnachmittag und der frühe Abend boten die rechte
Auf-Wiedersehen-sagen-Kulisse. Diesmal brachte mich meine Freundin nicht allzu
spät in mein Zuhause auf Zeit. In der letzten Nacht.... naja, traumlos war der
Schlaf nicht, und ich wachte eher als mein Handywecker auf...
Mittwoch, 13. Mai
2015 - Rückflugtag
Da ich dienstags
per Mail von Germania erfahren hatte, dass mein Flieger eine Stunde früher
starten sollte, hatte ich Schlüsselrückgabe und Abholung zum Flughafen eine
Stunde früher arrangiert. Es klappte alles ohne Probleme - Start um 11.35 h ab
T1 am Hurghada-Flughafen. Ich hatte diesmal so wenig Gewicht, dass ich wieder
den Beauty-Case mit aufgab und so nur kleine Handtasche und Weste hatte.
Angenehm, so leicht zu reisen. Obwohl wir Germania-Fluggäste alle pünktlich im
neuen großen Terminal 1 im Wartebereich von Gate 35 waren, dauerte es - und
dauerte .... sehr spät wurden wir - wieder mit Bussen -, nicht über die
Passagierbrücken, zu unserem Flugzeug transportiert. Mit mehr als 40 Minuten
Verspätung starteten wir um 12.15 h in Richtung Norden - Europa. -
Auch diesmal waren
Service und Besatzung von Germania positiv zu erwähnen. Erneut konnte ich von
meinem reservierten Sitz 3C in der gleichen Reihe auf die 3D - 3E und 3F
wechseln, wieder vorne frei, was für mein junges Pärchen in 3A und 3B sicher
angenehm, einen Sitz mehr zur Verfügung zu haben. Um 17.06 Uhr - ja, auf die
Minute, wie wir es in den Videoinfos im Flieger gesehen hatten, auf die Minute
landeten wir in KSF - Kassel-Calden. Allein schon der Flug über Nordhessen mit
strahlend-gelben Rapsfeldern und saftigem Maigrün ringsrum zeigte, dass
endgültig richtig Frühling eingezogen war. Wieder über die Gangway auf diesen
kleinen, überschaubaren! Flughafen raus aufs Vorfeld. Dort führte uns eine
junge Angestellte im Gänsemarsch in den Terminal, wo wir sehr schnell von den 2
Passbeamten abgefertigt wurden. Danach
e i n Kofferband im Terminal -
wir warten relativ lange auf die ersten Koffer. Ich drehte mich zum Ausgang -
mein 7j. Großneffe spurtete durch die offene Glastür direkt auf mich zu.....
meine Schwester und meine 11j. Großnichte blieben hinter der offenen Tür brav
stehen.... Mein Großneffe wartete also eine Weile mit mir am Kofferband.
Vorsichtshalber schickte ich ihn dann doch hinten zu den wartenden Angehörigen.
So etwas ist auf großen Flughäfen nicht möglich - sowieso nicht erlaubt.... Nun
ja, mein Kleener freute sich, dass er mich entdeckt hatte und sogar direkt zu
mir kommen konnte. Nein, nicht wieder - VERBOTEN!
Später - zuhause
bei meiner Schwester - gleiche schöne gemeinsame Stunden am großen Tisch mit
all denen, die ich zwei Wochen nicht gesehen hatte - und davor mehr als ein
Jahr nicht.
Donnerstag, 14. Mai
2015 (Himmelfahrtstag - Vatertag)
Diesen Vormittag
hatte meine Nichte nochmals für sich erbeten - also fuhren meine Schwester und
ich gegen 10.00 Uhr zu einem wundervoll langen Brunch im Hause meiner Nichte +
Familie. Bis 12.00 Uhr futterten wir uns durch einen liebevoll gedeckten Tisch
mit all den schönen Dingen, die so ein Familienfrühstück bieten kann....
Kurz nach 12.00 Uhr
brachte mich meine Schwester an der Wilhelmshöhe zum Busbahnhof. Dort kam der Fernbus
pünktlich an - um 13.00 Uhr ging es los in Richtung Norden - auf die Minute um
15.30 Uhr erreichten wir meinen Wohnort.
Ein kurzer Anruf
aus dem Bus vorher - meine nette Nachbarin wartete am Bahnhof, sackte mein
Gepäck und mich ein .... fuhr los, zwei Minuten später schloss ich meine
Wohnungstür auf - wie immer, alles in bester Ordnung - schönes Wetter - Fenster
geöffnet. Kühlschrank mit dem Notwendigsten bestückt, da ja Feiertag war....
Liebe Leute, wie
gut, wenn frau eine gut funktionierende Hausgemeinschaft hat.
In diesem Sinne war
dies das Ende meiner 2 Wochen Ägypten-Urlaub, mit jeweils 1 bis 2 Tagen Besuch
bei meinen Lieben in Kassel.
Bis zum nächsten
Urlaub - Tschüs!