Mittwoch, 1. Oktober 2014

Reisenotizen vom 25.08. bis 16.09.2014 ►



Montag, 25.08.2014

Koffer steht fertig gepackt im Flur bereit – es ist 05.10 h, der Wecker hat mich erbarmungslos aus einem unruhigen Schlaf geholt. Morgenimbiss steht bereit. Danach der Versuch, mich aus dem Zustand einer verschlafenen Rentnerin halbwegs in eine reisefertige Touristin zu verwandeln … Zeit vergeht fix. Letzter Blick durch die Wohnung, nix vergessen, raus aus der Tür – rein ins Taxi.
Pünktlich erreiche ich den Zug in Richtung  Braunschweig – Berlin. Umstieg in  Braunschweig, mit ICE bis Berlin-Ostbahnhof, wieder Aufenthalt, weiter bis zum Flug Berlin-Schönefeld. Viiiiel Zeit habe ich noch. Orientierung, wo Abflug. – Im Anbau D werden Condor-Flüge abgefertigt. Es ist etwa 11.00 h, als ich mich vor dem Flugschalter D40 aufbaue. Vor mir stehen 4 Fluggäste mit Riesengepäck. Die zwei Männer sind Tauchgefährten, daher das Zusatzgepäck. Mutter, Vater + Tochter und der junge Tauchfreund. Wir kommen ins Gespräch und bleiben bis zur Ankunft in Hurghada zusammen. – Nach dem Einchecken setzen wir uns in ein Café¸ ein guter Kaffee kommt gerade recht. Viele Fragen von den vieren kann ich beantworten… es wird nicht langweilig.

Am Gate 11 angekommen, heißt es …. warten! Mit Verspätung gehen wir – zu Fuß – an Bord unseres AirBus A 321-200. Mein Platz – wie üblich – ist 3D, meine Tauchfreunde sind in Reihe 7 plaziert.  Wieder – abwarten! Der Captain persönlich greift nach etlichen Minuten zum Mikro, teilt mit, dass „das Förderband für unsere Koffer ins Flugzeug gerissen sei“, naja…! Nach längerem seine  2. Ansage, dass die „Mitarbeiter des Flugplatzes Schichtwechsel hatten und die restlichen Koffer“ einfach auf den Koffer auf den Ladewagen liegen lassen. Wooow, welch erhellende Info! 

Mit 45 Min. Verspätung hob dann die Maschine ab, vollbesetzt… Auf dem Flug diesmal wenige Infos vom Captain oder vom Co. Dafür erreichten wir Hurghada mit nur 10 Min. Verspätung. Einreisekarte – Pass – 20 Euro für Visum am Schalter abgegeben, Visum – und ab zur Kofferausgabe. Mehrere deutsche Flüge und aus anderem osteuropäischen Ländern auf 2 Bändern, von denen eins defekt war. Mein Koffer war schnell entdeckt, und am Band sehe ich eine Dame neben mir, die ich zuletzt vor einem Jahr hier sah. Sie hatte mich damals aus einem Forum als Admini gelöscht und blockiert. – Doch inzwischen habe ich viele Infos erhalten. Mir war es zu albern, ihr noch etwas nachzutragen. Ich sprach sie mit Vornamen in Sie-Form an. Sie konnte mich wohl nicht einordnen. Nun nannte ich ihren und meinen Nachnamen, sie wusste, wer ich war. Irgendetwas brachte mich dazu, ihr einfach anzubieten, nochmals ganz neu anzufangen, jenseits von allem, was im letzten Jahr gewesen war. Sie lachte, das Eis war gebrochen. Sie wollte mich im Forum „entblocken“. Mal schauen, wenn ich online bin, ob sie es gemacht hat. Kurzer Abschied, nichts wie raus aus dem Gebäude. Draußen stand meine Freundin, ich war so froh, sie zu sehen.

Viel gab es auf dem Weg in ihr Haus zu erzählen. Wir hatten uns 3,5 Monate nicht gesehen. Nach 20.00 h Ankunft zuhause, schnell ein Getränk her – und dann schnatterten wir bis Mitternacht. Todmüde fiel ich dann ins Bett, durch die Hitze schlief ich – trotz Klimaanlage – erst  gegen Morgen ein.

Dienstag, 26. August 2014

Mein Faulenzer-Dasein nimmt weiter seinen Lauf – nach Dusche runter zu meiner Hundefreundin…. und stürmische Begrüßung durch 8 Haushunde und einen bildschönen Gast-Hund. Der Vormittag verging mit Small-talk mit meiner Gastgeberin und Tochter und deren jungem Welpen. Zwischendurch kümmert sich meine Freundin um ihre Tiere, füttert, gibt Wasser, entfernt Zecken, kurz: sie tut alles, damit es ihrer Hundegang mehr als gut geht!

Mich freut’s, dass mein Urlaub wirklich mit viel Nixtun begonnen hat – abgesehen davon,  dass ich bei dieser Hitze sowieso kaum zu aktivem Tun fähig wäre. So bekomme ich viel  vom alltäglichen Tun mit, was ein Leben mit Hunden in Haus und Garten so mit sich bringt.  Ich bewundere meine Freundin, die ihren Alltag und ihr Leben komplett auf den Tierschutz und Tierrettung hier in Hurghada eingestellt hat. – Mal schauen, was die nächsten 2 Tage hier noch geschieht. – Alle Tiere, die mir durch Facebook und das Forum dort bekannt und vertraut sind, bekomme ich live mit. Es wuselt, wimmelt immer irgendwo im Hause. „Portionsweise“ werden die Hunde in den Garten dirigiert – alle Rassen, Welpen und Junghunde…. eine/r immer putziger als der/die andere!

Jetzt gegen Abend – nach herrlichem Sonnenuntergang bei noch immer hohen Wärmegraden – bin ich kurz draußen mit der Hundegang im Garten. Die fühlen sich pudelwohl, können Löcher graben, herumjagen – kurz: ein wahres Hundeleben!

Morgen wollen wir abends mal raus und zur Mamsha in eines der vielen Restaurants, vielleicht mal auf eine Pasta und ein Bier! Wir werden sehen, ich bin heute faul gewesen! – So geht der Tag zu Ende,  ich bin geschafft, obwohl ich nichts Produktives vollbracht habe. Gute Nacht!

Mittwoch, 27. August 2014

2. Tag in der „Villa Mama – Hilfe für 4 Pfoten“. Wieder eine überaus freundlich-schwanzwedelnde Morgenbegrüßung durch Lotta, Schröderchen, Maja,  Noubi, Hope, Loui, Uschi und Dreibeinlein Feivel. – Heute habe ich wirklich mitbekommen, was meine Freundin hier so für die Hunde tagein, tagaus leistet. Ich hocke fast den ganzen Tag hier in der großen klimatisierten Halle, bekomme wenig von der Tageshitze mit. Die Hunde liegen ebenfalls stundenweise einfach nur auf dem Marmorboden und dösen vor sich hin, unterbrochen von Futterpausen, Medikamentengaben …. und vielfachen Streicheleinheiten. Da der große Garten von den Hunden als Spielplatz und beliebter Ort für Buddelei besetzt wird, ist tägliches Reinigen im gesamten Gartenareal + Wässern der Rasenflächen, Büsche und Bäume angesagt. Während ich frühmorgens – um 04.00 h / 05.00 h – noch den Schlaf der Gerechten schlafe, geht unsere Mama unserer 8 Rabauken in den Garten, sammelt mehrfach täglich Hinterlassenschaften ihrer Vierbeiner ein und reinigt Haus und Garten. Alle ihre Vierbeiner gehorchen aufs Wort, bis auf die Kleinste, Lotta, Liebling von Mama und allen Besuchern, die ins Haus kommen, einfach¸ weil sie auch als „Nesthäkchen“ in der Villa so knuddlig anzuschauen ist. 

Die Vermittlung der Pflege-Tiere, die größtenteils ausgesetzt, manche angefahren wurden¸ teilweise in Müll-Containern „entsorgt“ wurden¸ ist langwierig und unterliegt strengsten gesetzlichen Auflagen und bringt meist beträchtliche Kosten mit sich – bestes Trockenfutter, Vitamin-Beigaben und Zusatz- oder  Welpennahrung – Kosten beim Tierarzt wegen Blutentnahmen, Untersuchungen, Impfungen, Chipsimplantation, Titerbestimmungen in Deutschland - und – und – und: ICH wäre dazu nicht fähig. Umso mehr bewundere ich meine Freundin und Tierschützerin. Alle Fellnasen und  Notfälle finden hier ein liebevolles Zuhause auf Zeit – manche sogar auf Dauer.

Abends machten wir uns dann – nachdem alle lieben Tierchen versorgt waren – auf, um mal in Richtung Mamsha zu fahren. Wir landeten im „MeshMesha“ an der Esplanada Mall. Ein hübsches Restaurant an der Straße – die Bedienung war freundlich, das Essen halt auf Touristen ausgerichtet, doch genießbar. Auf nichts hatte ich mich so gefreut wie auf Thunfisch-Salat und ein frisches Sakkara-Bier dazu! Nach dem Essen schauten wir 2 Stunden lang dem quirligen Treiben links und rechts auf der Straße zu …. Es machte Spaß, den Einheimischen und Touristen zuzuschauen. Zum Glück kommen wieder mehr Touristen… doch lange nicht genug, um die Tourismus-Industrie in Ägypten wieder zu einem notwendigen Devisenbringer zu machen. 

Gegen 21.00 Uhr war Heimfahrt in Richtung Magawish angesagt. Der Taxler fuhr nicht direkt, sondern „um den Pudding“, was meine Freundin mit einem geringeren Trinkgeld „belohnte“. Sie lebt lange in Hurghada und kennt die An- und Abfahrtswege sehr gut…

Zuhause wieder war eine stürmische Begrüßung durch die Hundebande angesagt = 9 kleine und große Vierbeiner wuselten um uns herum, herrlich! Wir schnatterten noch eine Weile, doch es wurde nicht zu spät,  meine Gastgeberin ist wegen der Tiere allmorgendlich zwischen 04.00 h und 05.00 h auf und kümmert sich um ihre Hundebande.

Donnerstag, 28. August 2014

Heute nun geht mein „Gastspiel“ bei meiner Freundin zu Ende: ab heute ist Umzug in mein zeitweises Zuhause in ein Apartment nahe dem Beirut-Hotel angesagt. Schon die  Bilder im Internet gefielen mir, genau wie die klare Info, die ich von der netten polnischen Vermieterin erhielt. Vormittags bekam meine Freundin noch Besuch. So hatten wir 3 Frauen viel Gelegenheit, über die Probleme der Tierhaltung bzw. der (Not-)-Aufnahme von verwahrlosten, halbtot geschlagenen und z.B. in Mülltüten „entsorgten“ Tierkindern zu sprechen. Unglaublich – unmenschlich, kurz: unfassbar, was ich da so hören musste. Auch unsere Besucherin war sofort Mittelpunkt der ganzen Rasselbande. ­Tiere haben eine ziemlich untrügliche „Nase“ für Menschen, und wir bekamen sofort mit, wie tierlieb und den Hunden zugewandt unser Vormittagsbesuch war. Gegen Mittag verschwand ich zum Packen ins Gästezimmer- und dann ging es zurück nach Hurghada-Stadt zu meinem End-Domizil für diesen Urlaub. - - - An dieser Stelle endet mein Bericht in der „Villa Mama“. ­

Am frühen Nachmittag ging es mit meinem Gepäck dann in Richtung Arabia-Dahar. Die Unterkunft liegt in einem großen Gebäudekomplex nahe dem Beirut-Hotel. Per SMS hatte ich meiner Vermieterin unseren  Treffpunkt in einem Café genannt. Wir zwei nutzten die Gelegenheit zu einer kurzen Kaffee- und Kuchenpause. Kurz darauf trudelte meine nette Apartment-Vermieterin ein. Abschied von meiner Freundin, Koffer und Gepäck geschnappt und ab ins Apartment. – Es war so, wie ich es auf der Webseite gesehen hatte, ein sehr komfortables und – vor allem – sehr sauberes Ambiente mit allen Annehmlichkeiten, die ich von zuhause kenne. Kurze Einweisung in die „Technik“ der Wohnung. Danach fix die finanziellen Dinge erledigt, und nun konnte ich ans Kofferauspacken gehen. – Nach Abenddusche ab ins Taxi und in mein altes Stammlokal. Ich mal wieder „von hinten ran“ – neeeeeheee, nicht das! -, sondern Begrüßung meines Lieblingskellners, der mich nach Umarmung gar nicht mehr loslassen wollte. Ich habe mich sehr gefreut, ihn so oft während der letzten 3 Jahre wiederzusehen. 

Auch hier wieder mein „Stamm-Abendimbiss“, jaahaaa, Thunfisch fand wieder den Weg zu mir… Diesmal blieb ich nicht allzu lange. Zuhause erhielt ich Info, dass meine Freundin am nächsten Vormittag zu mir ins Apartment kommen wollte. Also ab ins Bettchen und auf Schnarchdienst geschaltet…. Gute Nacht!

Freitag, 29. August 2014

Irgendwie musste ich mich erst wieder umgewöhnen, andere Unterkunft – andere Geräusche in diesem großen Apartmenthaus – mit zur Zeit vielen Familien mit noch mehr Kindern. Ferien sind noch bis 20. September…. Das wird noch einige Unruhe geben. Den hauseigenen Swimmingpool, die Liegen oder Sitzgelegenheiten sind für Europäer nicht nutzbar, da sie ab dem frühen Morgen von Großfamilien „heimgesucht“ werden…

Meine Freundin kam pünktlich – auf die Minute – um 11.00 Uhr. Ich wusste nicht, dass es im Haus zwei Apartments mit gleicher Apt.-Nummer gibt… nun wusste sie jedenfalls, wie sie mich findet. Herzliche Begrüßung nach 3 ½ Monaten – ein bisschen Smalltalk, dann rein erst in die herrschende Gluthitze … und in ein Auto, auf dessen Dach oder Motorhaube man hätte Eier braten können. Wir dampften beide, als wir nach kurzer Fahrt zuerst in der Apotheke und etwas weiter im einheimischen El-Zanosi-Supermärktlein landeten. Hier kaufen Einheimische – und meine Freundin und ich – sehr gern ein. Wir bekommen bis auf Obst und Gemüse – dort alles Notwendige. So unterstütze ich die Einheimischen – und es ist günstiger als bei Metro oder Spinney’s. Mit einigen prallen Tüten ging’s weiter in einem kleinen Obst-/Gemüseladen. Selten fand ich auf so wenig Raum eine solche Vielfalt mit unterschiedlichen Gemüse- und Obstsorten, alle einladend aufgebaut. Gurken, Tomaten und Obst  galt mein Augenmerk. Auch das waren wieder einige Kilos… wieder neue Tüten. Und dann fix nach Hause! – Kurze Fahrt – ein bissel Parkplatzsuche, leider nur ein sonniges Plätzchen. Kofferraum leergeräumt und dann nix wie ab über etliche Treppen zum Lift und ab in den 2. Stock.

Dort schnell alles in den Kühlschrank und dann für ein langes Spätfrühstück den Tisch gedeckt – m i t Meerblick, zu schön! Tagsüber wechselt die Meeresfarbe, ein Blick hinüber zur nahegelegenen Insel, einfach überwältigend… ich bin so froh, hier zu sein.

Wir zwei hatten natürlich jeder eine Wundertüte voll zu erzählen…. Am frühen Nachmittag verabschiedete sich meine Freundin. Morgen wollen wir uns wieder bei mir treffen, erst hier gemeinsam mit frischen (deutschen) Brötchen frühstücken – und dann ab nach Sekalla, um meinen Internetstick + Mobiltelefon aufladen, damit ich endlich! diese „ges(t)ammelten Werke“ in meinem Urlaubsblog ins Internet stellen kann. – Also bis später, spätestens bis morgen….

Samstag, 30. August 2014

Nun ist Samstag – mein 2. Tag im Apartment ohne Internet – nur über kümmerliche 12 MB pro Tag via Smartphone, neee, das bin NICHT ich! So wartete ich vormittags auf meine Freundin. Sie brachte frische Brötchen mit, und ich habe den Tisch – mit mehr MEER-Blick! – gedeckt. Aus dem kurzen wurde  erneut ein langes Frühstück – es gab so viel zu erzählen. – Am frühen Nachmittag fuhren wir nach Sekalla in den Telefonladen am Bella Vista Hotel. Der Mann meiner Freundin wartete auf uns. Leider konnte er uns aus Zeitgründen nicht am Nachmittag begleiten. Also fix die Internet- und Mobilfon-Aufladung erledigt – Frage: Was jetzt? Meine  Freundin lebt seit seit Jahrzehnten und war noch  n i e  in der „Caribbean Bar“ im Bella Vista Hotel. Also einmal quer über zwei belebte Straßen laufen und ab ins Hotel rein – durchs Hotel und dann immer links bis zum Strand. Es war relativ ruhig in der Bar. Strand und Pool waren voll mit Gästen. Wir setzten uns etwa mittig in der Bar an einen Tisch am Wasser. Einfach nur schön¸ die Sonne und die Meeresbrise zu genießen. Bestellung aufgegeben und dann nur noch genießen – die schöne Umgebung – das ganze Drumherum war Entspannung und Urlaubsstimmung pur. Später kamen noch der Barchef sowie sein Freund zu uns an den Tisch, kurzer Smalltalk. Chef und Freund wollten essen, guten Appetit.

Über zwei Stunden saßen wir so entspannt dort. Später versuchte ich noch, mit meiner MasterCard Geld zu ziehen, zwei vergebliche Versuche – offensichtlich war kein Bargeld mehr für mich übrig… Abends blieb ich zuhause. Das Apartment war und ist so bequem und gemütlich, dass ich mich vorhin „auf Zuhause“ freute. Morgen gibt’s Neues. Wir wollen evtl. an den Strand. Also – schönen Abend!

Sonntag, 31. August 2014

Heute Nacht hatte sich mein Körper die Ruhe und die Stunden Schlaf geholt, die mir in den letzten Tagen entgangen waren. Und – wie üblich erwischte mich mal wieder Pharaohs Rache. Es konnten nur die Eiswürfel in dem ausgezeichneten „Mojito-Cocktail“ gewesen sein, die mir den Rest gegeben hatten… Zum Glück hatte ich noch Antinal vom letzten Mal, gleich 2 eingenommen, so hatte ich nachts wenigstens Ruhe…. -  Vormittags fühlte ich mich – altbekanntes Gefühl – wie durch den Fleischwolf gedreht. Also war Zuhausebleiben angesagt.

Es waren wohl wirklich die Eiswürfel – meine Freundin, die diesen an sich köstlichen Cocktail mit „vernichtet“ hatte, klagte ebenfalls über eine unaussprechliche Anziehung ihres wohnungseigenen „Örtchens“… Also vergessen wir die restlichen Stunden dieses Sonntags. Er zieht nix Gutes nach sich…

Montag, 01. September 2014

Heute war für meine Freundin und mich – sofern „local“- bzw. „lokus“-unabhängig – wieder ein Action-Tag angesagt. Ja, Antinal und meine selbst zusammengepanschte Elektrolyte-Lösung taten das Übrige, um mich fit in den Morgen und gleich gegenüber meinem Apartment ins Café fallen zu lassen. Frühstück bestellt – meine Freundin kurvte schwungvoll ihren Wagen in den Schatten… und wartete brav, bis ich meine Morgenmahlzeit intus hatte. Soooo – Frage: Und wat nu? Sie wollte unbedingt mal meine Backkünste kennenlernen. Also rein in einem Gemüseladen und Äpfel für den Kuchen sowie Tomaten für eine abendliche Sauce Bolognese erstanden. Zwiebeln und Knoblauch wurden später nachgekauft, da auch benötigt, doch im Haushalt meiner Freundin ausgegangen. Wenn ich mir so überlege, was sie da für LE 45,00 so an Gemüse und Obst heranschleppte…. Für unsere Vorstellungen wenig, ca. 4,50 Euro. Für Einheimische eine ganze Menge Geld… ich komme da immer ins Um- und Gegenrechnen. Man kann jedoch Äppel nicht mit Birnen vergleichen…

So fuhren wir dann mit unseren Einkäufen zu ihr nach Hause. Nach dem Auspacken – woowww – erst mal alle Viere von uns gestreckt und die Nasen in Richtung Klimagerät hingehalten. Kurze Pause – dann Arbeitsteilung. Ich verzog mich – da ich aufgrund meines kaputten rechten Knies nicht lange stehen konnte – mit Messer, Schüssel, Schneidbrett und Massen von Äpfeln ins Esszimmer zurück. Meine Freundin bereitete den Teig vor – und nachdem ich gefühlte 1.000 Apfelspalten im Zitronenwasser der Schüssel versenkt hatte - , nun ging’s ans Eingemachte! Meine Freundin und ihr Sohn legten nun auf den Teig in der Kuchenform schichtweise die Äpfel. Danach der große Moment – Einschub in den gasbetriebenen Herd – leider ohne jeglichen Erfolg, dat Ding mittels Gasanzünder oder auch Kerze (grob fahrlässig!, funktionierte auch nicht) bzw. angezündetem Papierwickel den Gasherd zum Anspringen zu veranlassen – und nuuuu? – Wie geht, dass meine Freundin nette Nachbarn hat. Also Sohn mit der Springform an die Wohnungstür der Nachbarn geschickt – und er wurde den Kuchen zwecks „Fremdbackens“ sogar los. Allerdings hatten die lieben Nachbarn wohl von dieser Form, Kuchen zuzubereiten, nicht allzu  viel Ahnung – oder deren Gasofen wollte nix Fremdzubackendes! Bleibt mir bis heute unverständlich. DREIMAL wurde also Freundins Sohn nebenan geschickt, kam dann mit heißem – nicht garem – Kuchen zurück….so dass aus der Backzeit von ca. 50-60 Minuten fast 2 Stunden wurden. ENDLICH holten wir unseren fremdgegangenen Apfelkuchen zu uns zurück. Das Ergebnis habe ich ja gestern in einer Chronik festgetackert. Der Kuchen zeigte sich  insgesamt etwas blass, doch ob der waltenden Zwangs-Fremderwärmung in unbekannten Gefilden konnte ich das nachvollziehen…. Zum Essen oder Probieren, no chance, viel zu heiß noch…. Also der nächste Gedanken: WAS essen wir heute zum Abendessen? Ich memorierte so mit mir selbst herum – ja:  vegetarische Sauce Bolognese. Tomaten waren mehr als genug da – die Zwiebeln hatten bis auf 2 ihr Dasein aufgegeben, und Knobi glänzte völlig durch Nichtvorhandensein.

Wieder wurde Freundins Sohn aktiviert (der viel lieber weiter mit Freund im Internet surfen wollte…), der fix zum Zwiebel- und Knobi-Kauf vergattert wurde – später nochmals wegen Öl und Ketchup…  - Ich hoffe, der junge Mann sieht uns älterem Semester unsere zeitweilig eintretenden Anfälle von Alz- oder Hildesheimer o.ä. nach! – Also entschwand ich erneut zum Schnibbeln – jetzt von Tomaten in kleinste Würfelchen. Der Riesenpott mit diesen Winzlingen von Tomatenstücken füllte sich, ich trug diese glücklich in die Küche, wo sich in einem RIESENpott bereits Öl, Zwiebeln und Knoblauch breitgemacht hatten – und einen entsprechend starken Duft versprühten! Meiner Freundin hatte ich vorher lässig als Info vom Esszimmer in die Küche rübergeschallt…. Bitte die Zwiebeln mit Öl  u n d  3 bis 4 Knobi-Zehen anzubraten. Tja, frau sollte alles in der Küche persönlich weitergeben… großzügig wie meine gelernte Köchin-Freundin für ein 5-Sterne-Restaurant es gewohnt war…. Sie dachte in großen Mengen. Also durften 4 ganze Knobis ihr Leben lassen, nochmals mit Öl in einem Pott zerkleinert…. Wäre ich nicht vorher eingeschritten, würde diese Knobi-Menge ganze Heerscharen von Familien oder Sippen wochenlang in eine geschmackliche Genickstarre versetzt haben. Glück gehabt! – Also zwei Esslöffel von diesem Höllengebräu in den Pott und die Tomatenstücken drüber. Das köchelte nun 15 Minuten vor sich. Meine Freundin kippte dann eine Flasche Ketchup dazu… da war kein Nachwürzen nötig. Nudeln waren ebenfalls gleich kiloweise in einem 2. Riesenpott zubereitet. Ich muss wirklich sagen, die Bolognese-Pampe hat allen gut geschmeckt. Wat ein Glück, dass wir alle an diesem Abend KEINE Rendez-vous o.ä. geplant hatten, sonst ­…. Egal, wir hätten in jeder Bar einen freien Platz – wegen Landflucht der Anwesenden – gefunden….

So gab es ein gutes Essen – anschl. mit Kaffee und Kuchen. – Wieder mal hatte ich einen Tag in „meiner“ deutsch-ägyptischen Familie verlebt. Naja, manche/r wird sagen: DAS nennt sie „Urlaub“? Dafür fliegt jemand über 3.000 km von D. nach Ägypten? – JAHAAAA – mit Nachdruck. Ich darf wg. perforierter Trommelfelle nicht tauchen oder meine Ohrwatscheln überhaupt ungeschützt unter Wasser bringen – schwimme nur wie ein bleierne Ente, weil bekanntlich Fett oben schwimmt – weiterhin habe ich keine Schwimmhäute zwischen den Zehen. Keine weiteren Kommentare als Erklär-Bär.
Gegen 21.00 Uhr brachte mich Freundins Mann nach Hause. Auch ihn umwaberte ein leiser Duft von Knobi – denn auch er hatte sich abends ein Portiönchen dieser knobi-lastigen Bolognese-Sauce gegönnt… Ziemlich fix fand ich mich im Bettchen wider, vielleicht macht Knobi auch noch müde, ich weiß es nicht – gute Nacht – bis morgen!

Dienstag, 02. September 2014

Heute wollte ich die Waschmaschine anwerfen – Faulheit komm vor! Also ließ ich Waschmaschine Waschmaschine sein. – Um 12.00 Uhr kam eine weitere Freundin zu mir zu Besuch. Also Tablett für ein Käffchen vorbereitet – gut gedacht, war in Ordnung so! – Sage und schreibe bis etwa 18.30 h hielt es uns bei Kaffee und stundenlangen Gesprächen. Wir hatten uns einige Monate nicht gesehen, nachvollziehbar, was sich da angesammelt hatte. Wäsche lag auch abends da….. das kann warten. Morgen – Mittwoch – ist Frühstück mit Freundin in einem anderen Café angesagt. Darüber dann mal mehr. Es ist jetzt nach 22.00 Uhr. Für heute reicht’s, gelle! …

Mittwoch, 03. September 2014

„Frühstück“ – da war doch was, gelle? Ich hatte in Facebook gelesen, dass es ab 01.09.2014 im deutschen Restaurant in Dahar wieder ab 10.00 h ein Frühstücks-Angebot gibt… das wollten sich meine Freundin und ich nicht entgehen lassen. Also fiel ich morgens eher als sonst aus meinem äußerst bequemen Bettchen. Wie üblich aufgebrezelt…. wenn ich denn „meine Hütte“ verlasse. 3 Min. per Taxe… nachdem ich wie ein Hirni auf ein leeres Taxi auf der sonnenheißen Straße gewartet hatte. War wie üblich zu früh da, meine Freundin kam kurz nach mir an – Plätzchen im Biergarten im Schatten gesucht -  Frage der Chefin gern für 2x Frühstück bejaht. In Erwartung dessen schnatterten wir über dies und das, und dann setzte uns die Chefin 2 ansprechend dekorierte Teller mit liebevoll belegten und appetitlich aussehenden Brötchen hin. FRISCHE Brötchen, ein „normales“ helles und ein knuspriges Laugenbrötchen. Meine Freundin liebt Mohn – da war doch was mit dem Mohn, was der angeblich macht? – also, ähem, sie bekam ihr Mohnbrötchen. Dazu frisch gepresster O-Saft, sehr gut, ein Eilein und eine gute Tasse Filterkaffee. Und das für LE 29,00.  – Ich denke doch, dass das ein weiteres „Zugpferd“ im Menüangebot des deutschen Restaurants werden wird. Aus der einen Tasse Kaffee wurden mehrere… die Chefin informierte uns, dass wir auch gern den Tag am Pool des direkt dahinter liegenden Hotels verbringen könnten: Tagesnutzung nur LE 15,00/Person. Das ist eine äußerst faire Gebühr, wenn ich mir die rasant gestiegenen Tagespreise für Pool- oder Strandbenutzung an öffentlichen Stränden oder in Hotels anschaue  - und der Vorteil…. Die „Futterkrippe“ ist 10 m entfernt. Nachdem wir 2! Stunden mit Futtergenuss und Schwatzerei verbracht hatten, die Entscheidung, fix nach Hause zu fahren und die Badeklamotten zu holen. Gesagt – getan! So kurvten wir gegen 13.00 Uhr wieder vors Restaurant …. nix wie ab nach hinten zum Hotelpool – menschenleer. Später gesellten sich eine Mama mit ihrer bezaubernden 6jährigen deutsch-ägyptischen Tochter zu uns. Die Kleine war beste Unterhaltung für uns drei Frauen. Selten habe ich einen soooo süßen, naseweis-altklugen Fratz gesehen. „Altklug“ jedoch nicht wörtlich nehmen; die Lütte war einfach nur genial und einmalig in ihrer Art…. und bildhübsch.

Sie hatten ihren letzten Tag hier und wollten noch zu Freunden auf Abschiedstour gehen. So folgten wir gern de Ruf des Kellners, der uns über frischen Pflaumenkuchen mit Sahne und Kaffee informierte. Bestellung – schnell standen wieder 2 Kalorienbomben (s.o.) vor uns und fanden umgehend in uns Platz. Vielleicht benötige ich beim Rückflug dann doch 2 Sitze nebeneinander…  Gegen 17.30 h dann Aufbruch – noch Einkäufe auf dem Rückweg und dann ab nach Hause.  Meine Wäsche, die ich schon seit gestern (in Gedanken) in die Maschine stecken wollte, wurde nun endlich in Angriff genommen. Jetzt – das Spiel Deutschland gegen Argentinien beginnt gleich – ist Feierabend! Die Wäsche hängt draußen auf dem Balkon. Ich habe das Gefühl, einerseits im Urlaub,  andererseits zuhause  zu sein. Mir ist’s schon wichtig, ein Zuhause auf Zeit zu haben, und das ist hier wirklich der Fall.

Da ich mein Passwort für meinen Reiseblog nicht mehr erinnere – es wird wohl doch Alz- oder  Hildesheimer o.ä. sein -, werde ich diese N o t i z e n der ersten 1 0  T a g e  an meine Chronik tackern.
Lest es gern – macht Euch  Gedanken dazu oder auch keine – wundert Euch über die banalen Aussagen dieses „Urlaubes“… und scrollt weiter, wenn’s zu langweilig wird. In anderen Chroniken werdet Ihr sicher mit weiteren Sensationen oder Außergewöhnlichkeiten verwöhnt. In diesem Sinne – viel Spaß! – 

Das hat sich ja nun erübrigt, da ich heute – 01.10.2014 – am heimischen PC sitze, wo das Passwort bereits beim Seitenaufruf eingespeichert ist…

Donnerstag, 04. September 2014 - stromlos... -

Schon früh war mir klar – das war ein besonderer Tag. Einerseits feierte meine Schwester 3.200 km entfernt ihren Geburtstag. Ich hatte ihr über www.seelenfarben.de pünktlich zu diesem Tag eine hübsche Email-Glückwunschkarte von D. aus geschrieben, Versanddatum 04.09. – 

Als ich dann dem Bette entwichen war, schwante mir einiges – Klimaanlage aus – kein Licht – zum Glück lief wenigstens Wasser. Tjaaaa, halt Stromausfall, der sich an diesem frühen Morgen über große Teile von Ägypten erstreckte – Kairo, Alexandria und  hier entlang am Roten Meer. Mal kürzere, hier allerdings eine sehr lange Phase, um die 12 Stunden. Wohl den Hotels und Restaurants, die ihre Tiefkühlanlagen, Klimageräte und Ähnliches mit Notstromaggregaten weiterbetreiben konnten. In vielen Geschäften hörte ich, dass viele Waren nur noch weggeworfen werden konnten, was sicher auch auf zahlreiche Haushalte zutraf.

Also – kein Kaffee – deshalb fix rein in ein Taxi, ab nach Dahar zu Regina ins Restaurant. Sie hatte zum Glück Elektrizität. Also erhielt ich dort ein gutes Frühstück mit Kaffee, und meine Urlaubswelt war in Ordnung. Später kam meine Freundin, wir zogen uns mit einigen Freunden an den nahegelegenen Hotelpool zurück – und hatten ihn fast ganztags allein für uns. Nachmittags zur Kaffeepause ein wohlverdientes Stück frischen Pflaumenkuchen + Sahne – und für mich Kamillentee, da mich ab Mittag wieder altbekannte ungute Bauchgefühle plagten.

Spätnachmittags ging es ab nach Hause. Weitere Einzelheiten erspare ich uns hier. Nach 18.30 h hatten wir dann wieder Strom. Den Abend verbrachte ich liegend – TV sehend und lesend. Gute Nacht – ja, wurde es, mit 2 Antinal intus….

Freitag, 05. September 2014

Den heutigen Tag verbrachte ich hier solo in der Wohnung. Gegen 16.20 h muckerte kurz der Strom für einige Minuten, doch zur Zeit läuft wieder alles …. bis zur nächsten Unterbrechung. Für meinen Allgemeinzustand war das recht förderlich. Längere Außenaktivitäten hätte ich heute nicht unternommen…. So ging auch dieser Freitag in Ruhe, mal lesend auf dem Balkon, mal dösend auf der Couch – und abends „das ZDF inhalierend“ zu Ende. Also heute: keine Spesen, nix gewesen, sozusagen!

Samstag, 06. September 2014

Meine Freundin wartete auf meinen Anruf, um zu erfahren, wann ich heute wieder in Richtung Hotelpool bewegen würde. Ich zögerte das bewusst noch ein bisschen hinaus. Meine „Anti-Pharaoh-Tabletten“ waren inzwischen nicht mehr vorrätig. Also – bevor ich mich weiteren schwimmtechnischen Verrenkungen o.a.m. hingab, hieß es, Antinal zu besorgen. Also raffte ich mich auf, packte Badezeug zusammen und entschwand eilendmeiner Behausung, stellte mich an den Straßenrand. Flugs war ein Taxi parat und so fix ab in Richtung meines „Stamm-Apothekers“. Eine 24er-Pkg. Antinal händigte er mir aus… ich zahlte und ging einige Schritte weiter in meine Stamm“pinte“. Dort wurde ich wie üblich von meinem Lieblingskellner herzlich  begrüßt. Antinal in der Hand, bringt Dich durchs ganze Land….sozusagen. Er orderte Tee mit Zitrone für mich, und – da ich wohl ziemlich abgemickert – hungrig aussah, gleich eine Portion Spaghetti Bolognese. Gleich 2 x Antinal eingeworfen – innerhalb kurzer Zeit hörte das Zementgefühl im Magen auf… Hinterher zog’s mich  dann doch zum Hotelpool, da mich inzwischen meine Freundin schon fast für „abgängig“ erklärt hatte. So plantschten wir dann wieder allein im großen Pool herum,  eine Freude, dass wir so ganz in Ruhe schwimmen konnten, ich meist auf „faule Frau in Rückenlage“ so vor mich hinplätscherte und halt typischer Frauenklatsch gewechselt wurde. Irgendwann wurde auch meine Freundin vom Hunger heimgesucht. Also Kleidchen übergeworfen und dann 10 m weiter ins Restaurant. So bequem und angenehm… sie also was Handfestes bestellt, ich meinen geliebten frischen Pflaumenkuchen + Sahne + Kaffee. 

Am späteren Nachmittag unser allwöchentlicher Einkauf im einheimischen Supermarkt und dann noch zum Gemüsehändler. Ich nahm mir diesmal Granatäpfel mit, hier findet man sie allerortens, bei uns in Deutschland sind sie relativ selten und meist „sau“teuer! Während ich das hier niederschreibe, ist draußen die Dämmerung zu sehen,  wunderschöne Farben, blassblau über dem Meer, darüber ein zartes Orange, was ganz oben am Himmel wieder in einem Zartblau verläuft – überwältigend, tja, der Himmel des Südens, einfach schön. - So, jetzt rummelt die Waschmaschine ihren letzten Schleudergang – dann heißt es, die Wäsche noch aufzuhängen. Deshalb schließe ich hier für heute. – Allen einen schönen Samstagabend!

Sonntag, 07. September 2014

Wieder ein strahlend-sonniger Morgen, der mir direkt aufs Bett scheint, ich bin  zur Langeschläferin mutiert, sooo schön faul, sooo schönes Nichtstun! – Nach einem kleinen, fettlosen Frühstück kam dann meine nette Vermieterin, um ihre Restmiete zu holen. Sie ist ein Schatz, die Wohnung – anders konnte es bei mir auch nicht sein – halte ich gern in Schuss – es ist fast wie bei mir zuhause. Meine Freundin hatte gestern Äpfel mitgenommen und für den heutigen Sonntag auch einen Apfelkuchen gebacken. Ich wollte nachmittags per Taxe zu ihr fahren.  Jetzt – am frühen Nachmittag – informierte ich sie, dass ich ein Kommen „aus Befindlichkeitsstörungen“ lieber auf den  morgigen Montag – Beginn meiner letzten Urlaubswoche in Hurghada – verschieben wollte. So nutze ich die Zeit für Lesen und hier das Aufschreiben meiner Notizen. Alles in allem – ein ruhiger, sonniger Sonntag!

Montag, 08. September 2014

Mal wieder als Langschläferin geoutet – gemütlich gefrühstückt - die Sonne lacht in Wohn- und Schlafzimmer! Irgendwie wird mir schon wieder bewusst, dass ich heute in einer Woche abends schon wieder im Abflug begriffen sein werde! Schnell ein Blick ins Netbook – oha, meine nette, junge Studentin aus Kairo (sie hat Germanistik studiert und schreibt deutschsprachige Artikel für Zeitungen, Magazine) hatte mich nachts in Facebook kontaktiert und mir einen langen neuen Artikel über „Die toten Lebenden“ von Kairo schrieb. Hier meinte sie die vielen tausend Menschen, die in der Totenstadt in den  Mausoleen leben. Sie kommen vom Lande, wollen sich in der Riesenmetropole Kairo ein neues, besseres Leben aufbauen – und landen dann eben in der Totenstadt von Kairo. Über diese Thematik hatte ich schon viel gelesen. Doch: meine junge Freundin begab sich persönlich dorthin und befragte viele Menschen, junge und alte… der Aufsatz war interessant verfasst, doch lang und für mich fast 2 Stunden vormittags mit vielen Korrekturen verbunden. Dies machte ich nun nicht erstmalig, sie konnte und kann nichts für Korrekturen zahlen, also erledige ich das gern kostenfrei für sie. Auch ich lern(t)e so viel über mein schönes Reiseland Ägypten dazu.

Gegen Mittag war ich fertig, schickte die Neufassung zurück…. und packte schnellstens meine Badeklamotten –rein ins Taxi, ab durchs Restaurant in Richtung Hotelpool. Ich war vor meiner Freundin da – ich hatte ein Badelaken vergessen. Also Anruf, ja, sie war noch zuhause und brachte mit¸was ich in der Eile vergessen hatte.

Den gesamten Nachmittag hatten wir den Pool für uns allein, unterbrochen nur von einem zünftigen Mittagessen. Faules Rumliegen auf der Sonnenliege und zeitweises Wasserplantschen sind ja soooo anstrengend und machen müde und hungrig. So gaben wir erst dem Hunger keine Chance und zogen uns mit voller Plautze – ähem, mit gefülltem Magen – auf die Liegen zurück. Die Steigerung von faul ist fauler – Superlativ: Hurghada – bei mir jedenfalls. Spätnachmittags nochmals kurzer Rückzug ins Restaurant. Süffiges neues Getränk: Was äußerst Pinkfarben-Kribbelndes, ist wohl Schweppes Granatapfel. Naaaja! Es schmeckte schon ganz gut, möchte nicht wissen, wie viel Zucker in diesem Gesöff enthalten war. Dann brachte mich der Mann meiner Freundin nach Hause – ja, so fühlte und fühle ich mich hier: ZUHAUSE! Allen einen schönen Abend – bis bald!

HH
Dienstag, 09. September 2014

Heute begann mein Morgen mit Rumoren in meinem Innersten – irgendwie stellte sich mein Organismus wohl darauf ein, alle 2 Tage verrückt zu spielen! Vorsichtshalber setzte ich gleich einen Riesenpott Tee mit O-Saft + Salz + Zucker an. Das Zeug schmeckte zwar wie eingeschlafene Füße, doch das Brodeln hört dann – verbunden mit „Einwurf“ von Antinal ­ - auf. – In Facebook erreichte ich einen Freund in El Gouna. Wir kannten uns bisher nur durch viele, viele Privatchats, und ich lernte ihn als integren, zuverlässigen Schreibpartner kennen und schätzen. Er hatte gerade einen internationalen Kurs für IDDA geleitet und deshalb keine Zeit hatte, sich mit mir zu treffen.

Eben – gegen Mittag – meldete sich eine weitere Freundin, die ganz in meiner Nähe wohnt. Nachfrage, ob sie mir etwas aus Apotheke oder Supermarkt mitbringen könnte. Das fand ich ganz lieb, s o  sieht für mich Freundschaft und Hilfsbereitschaft aus. Danke, liebe Freundin! -  Nachmittags würde ich mich im Schatten auf den Balkon hocken und an meinem Krimi weiterlesen. – Meine beste Freundin hatte heute Vormittag einen „Conny-Apfelkuchen“ gebacken. Ihr Mann stellte ein Prachtfoto davon in Facebook ein. Da müssten meine gesamten vorherigen Bilder, die ich von meinem „Backergüssen“ schon so oft an meine Chronik getackert hatte, GELB vor Neid werden. Kompliment, so sorgfältig und pingelig hätte ich die Apfelspalten nicht im Teig arrangieren können – grrrrrh! Na, dann mal guten Appetit – leider ohne mich!

Mittwoch, 10. September 2014

Das hätte ich nicht gedacht! Es wurde und war ein  interessanter Tag! Woooowww – vormittags stand ich erst gegen 09.30 Uhr auf. Am späten Vormittag rief ich meine Freundin an, um zu erfahren, ob und wann sie mit zum Hotelpool kommen würde. Nix da – diesmal hatte sie Besuch vom Herrn Pharaoh. Also blieb ich heute auf mich gestellt. Trotzdem fuhr ich per Taxi gegen Mittag – gestiefelt und gespornt für den Pooltag – ins dt. Restaurant. Dortens ereilte mich der dringliche Wunsch nach einem Frühstück. Also mal wieder Vollmampf mit frischen Brötchen und Kaffee. Hinterher traf ich zwei weitere Freundinnen, die jedoch „auf Arbeit gebürstet“ schienen, was meinem Urlaubsverhalten naturgemäß widersprach. Also folgte ich später dem Rat der Chefin, das Gespräch mit einem weißhaarigen, bebarteten älteren Herrn aufzunehmen, eine höchst interessante Persönlichkeit. Eckpunkte: 77 Jahre, erfahrener und in der Schweiz durch Presse usw. wohlbekannter Wissenschaftler, mehrfach verheiratet, 7 eigene Kinder und 2 adoptierte minderjährige Mädchen aus seiner jetzigen Ehe mit einer echten Bedoui… er kannte Persönlichkeiten aus Wissenschaft und Politik aus dem gesamten deutschsprachigen Raum. Wenn mir die Kinnlade runterfällt, will das was heißen! Er führt wissenschaftliche – private – Ausflugstouren zum Mons Claudianus und Porphyrites durch, lebt mal in einer Villa und mal im Zelt in der Wüste neben dem seiner Frau! Und seine zwei Adoptivmädchen lernen Deutsch und Englisch bzw. Französisch in einer engl. Privatschule. Das und viele andere außergewöhnliche Dinge erfuhr ich von ihm.

Dann kam auch noch meine junge Abiturientin ins Restaurant, die ich dort vor einigen Tagen kennengelernt hatte. Sie saß allein am Nebentisch, und ich bat sie an unseren Tisch. Heute nun verabredeten wir uns für den Abend. Eine junge Dame, gerade 19 Jahre, hübsch anzusehen und blond, sie fuhr zwar allein hier in den Taxen mit. Doch so recht traute sie sich nicht in Restaurants, Pubs oder Bars in Hurghada. Um 19.00 h trafen wir uns vor dem Hotel Bella Vista, gingen durch die Hotelanlage und setzten uns in die Caribbean Bar. Cello, der Chef, war noch nicht da. Doch mein Lieblingskellner dirigierte uns an einen leeren Tisch. Wir beiden hatten Appetit auf ein Abendessen. So hatten wir auch noch Gesprächsstoff über dies und das. Später kam Cello zu uns an den Tisch. Ich machte die zwei miteinander bekannt und bat ihn, wenn ich weg bin, ein Auge auf meine junge Dame zu haben, so lange sie zukünftig in die C. Bar kommt.

Er schlug uns noch vor, auch mal im „Viking“ in der Nähe des „Bombay“-Restaurant vorbeizuschauen. Dies machten wir auch noch. Gegen 21.30 h war es noch nicht so voll. Ab 22.30 h änderte sich das….. und Cello kurvte mit seinem neuen Rennrad ins Pub rein! Er hockte sich bis zu unserem Weggang gegen 23.30 h zu uns an den Tisch. Später kamen zwei Deutsche hinzu. Ich kannte beide nicht, doch als ich im Gespräch auf ein bestimmtes Thema kam, stellte ich fest, dass wir einen guten Freund gemeinsam kannten.  S o  klein ist manchmal die Welt. – Wenn nichts dazwischen kommt, werde ich mit dem einen neuen Bekannten am Samstag nach El Gouna fahren, um unseren gemeinsamen Freund zu besuchen. Ihn kenne ich bisher nur von Facebook und unzähligen privaten Nachrichten. Es war ein runder schöner Abend mit alten und neuen Bekannten und Freunden. 

Und jetzt mache ich Schluss für heute. Es ist schon Donnerstag, 11.09., 00.35 Uhr. Es reicht für heute. Bis später mal!

Donnerstag, 11. September 2014

11.09.!  Da fiel mir der Tag vor 13 Jahren ein – das Attentat auf das WTC World Trade Center, wo so viele Menschen ihr Leben lassen mussten – wie schnell vergehen die Jahre! Der heutige Donnerstag liegt sozusagen „offen“ – ich habe keine Ahnung, was ich heute unternehmen werde. Mal sehen, was meine Freundin gesundheitlich so macht. Kann sein, dass ich heute mal die Nr. N. probiere = Nix tun.  – Bis später…. Meine Entschlussfassung ist noch unzureichend.

Mittags dann doch Taxifahrt nach Dahar – Geld am Automaten gezogen. Im nahe gelegenen Restaurant fielen mir zwei Ägypterinnen, die unterschiedlicher nicht sein konnten: die eine, wohl älter, trug traditionelle schwarze Kleidung, allerdings ohne Kopftuch. Die andere sah aus wie aus einem „Alternativ-Journal“ entsprungen. Eine wilde Haarmähne mit schwarzen Korkenzieherlocken, im Super-Mini, leicht angeschmuddelt, mit ständig wildem Gestikulieren ihrer Hände, trotzdem irgendwie eine Frau, die auf mich außergewöhnlich wirkte. Lautes Lachen, eine Einladung in Englisch von ihr an mich, ich möge mich mit an ihren Tisch setzen. Sie bestellte mir ein Wasser, erzählte, dass sie der anderen Frau aus Kaffeesatz wohl deren Zukunft lesen wollte, was sie in Arabisch dann auch tat. Sie unterbrach immer wieder ihr Arabisch, sprach mich in Englisch darauf an, dass ich wohl gesundheitliche Probleme habe…. Woher wollte sie das wissen? Plötzlich nahm sie meine rechte Hand und sah sich meine Handlinien an. Sie sagte mir kurz darauf klar, ich hätte vor 34 oder 35 Jahren eine ernsthafte Krankheit gehabt, die mir heute noch Probleme machte. Upps – stimmt: Sarkoidose oder Morbus Boeck ist jederzeit in medizinischen Nachschlagewerken zu finden. Mein Eindruck, den ich letztlich von ihr hatte, kann ich nur mit „eindringlich“ in jeder Beziehung bezeichnen. Sie hinterließ mehr als gespaltene Gefühle in mir, als wir uns freundlich verabschiedeten. Zuletzt fragte ich nach ihrem Beruf. Sie sagte wörtlich auf Englisch: „Audio-visual Professionalist“. Tja, wat sagt mir das nun?? Ich weiß es nicht. Sie sei aus Alexandria und wollte heute noch Kairo und Alex – oder auch nicht…. Sprunghaft, widersprüchlich, eigenartig, irgendwie magisch diese Frau…. Sie hinterließ in mir viele Fragezeichen.

Der Nachmittag war wie so oft lustig und unterhaltsam, Zusammensein mit Bekannten und Freunden, sie kamen und gingen. Auch den „Professor“ traf ich wieder. Und – meine Freundin kannte ihn schon seit vielen Jahren. Ja, wenn man jahrzehntelang in Hurghada lebt, bleibt das nicht aus. HRG ist ein Dorf! – Unser „Professor“ brachte meine Freundin und mich im Wagen jeweils bis zur Haustür. Danke – und allen einen schönen Abend.

Freitag, 12. September 2014

Heute sollte ich um etliche Gramm an Gewicht verlieren, neee, leider nicht an meinem opulenten Astralkörper: mein Mittagstermin für meine Friseurmeisterin in Sekalla stand fest. Vormittags wimmelte ich so faul und entspannt vor mich, weiterhin meine „bern- oder bäääh-steinfarbene“ Elektrolyse-Flüssigkeit in mich hineingießend… gegen 13.30 h verließ ich meine Wohnung, Taxi in Richtung des Friseursalons. Für mich war es wie zuhause bei meiner Friseurmeisterin: ich setzte mich in den Sessel, brauchte nicht viel zu sagen und überließ alles Weitere meiner Meisterin…. Als ich nach 1,5 Stunden wirklich gern „ihr Werk“ = meinen Kopf im Spiegel und dem Handspiegel von allen Seiten begutachten konnte: es war eine Freude! Sich „hingeben zu können“ in Meister(in)hände, DAS dürfen nur zwei: meine Meisterin zuhause in Deutschland und ihr ebenbürtiges Pendant hier in HRG! Jetzt kann ich mein Köpfchen wieder überall reinstecken – nach dem Schnitt und der neuen Farbgebung. Danke, Lisa!
Danach Verabredung im dt. Restaurant – wieder waren meine engsten Freund(innen) und Vertrauten da oder trudelten am späten Nachmittag. Launiges an Sprüchen, Tagesdingen ging quer über die Tische. Später kam eine weitere Dame an unseren Tisch. Sie – als wirkliche Persönlichkeit – Medizinerin mit einigen Spezialgebieten – Buchautorin u.a.m. – hatte mir im letzten Sommer in einer sehr persönlichen Sache – zwischen ihren vielen Terminen – 2 Stunden „freigeschaufelt“ und mir im Laufe dieses tiefgehenden Gespräches einige Male den Spiegel meines persönlichen Verhaltens bzw. (Nicht-)Handelns vorgehalten. Noch heute habe ich viele ihrer Anregungen für mich persönlich verinnerlicht. Menschen mit so viel Aura gibt es selten, natürlich und charmant, gleichzeitig zielstrebig und Menschen als Ganzheit achtend – wohltuend, selten und kostbar, mit ihr Zeit zu verbringen, zuzuhören – und anzunehmen, was kommt und gesagt wurde.

Stundenlang saßen wir zuerst mit unserem „Professor“ zusammen, danach, als er gegen Abend ging, kam obengenannte Dame. Ich sagte zum Abschluss vor dem Abschied, dass dies DER schönste Tag während meines Urlaubs war. In dieser kleiner Freundesgruppe kann ich mich auf sie oder ihn verlassen. Ich benötige keine große Anzahl von „Freunden“, die sich im Nachhinein als absolute Luftblasen oder Nieten entpuppen. Weniger ist  auf Dauer mehr.

So, es ist jetzt 23.00  Uhr. Das sollte für heute reichen. Noch 2 Tage für Hotelpool, Gespräche und kürzere Treffen mit dem oder der anderen – und nächsten Montagabend hebe ich, ähem, natürlich mein Condor-Flieger nach Berlin.

Einige Nach(t)gedanken werden morgen und übermorgen folgen. Dann wird der gesamte Wort-Wust (s. oben) an meine Chronik kopiert. Wer es dann bis zum Ende schafft, nicht vorher an Morbus Schnarch abgenippelt ist, DER oder DIE ist super!

Samstag, 13. September 2014 – zweitletzter Urlaubstag….

Irgendwie bin ich – immer hier in Hurghada – in den letzten Tagen von einer Art Unrast geplagt… einerseits möchte ich meinen Wegbegleitern Auf Wiedersehen sagen…. andererseits nagte – bis heute gegen Mittag – die Ungewissheit: Wie und wo verbringe ich die Nachtzeit in Berlin nach der Landung? DAS ergab sich nun inzwischen. Mir wurde von befreundeter Seite „Abholung und Kurz-Nachtasyl“… angeboten. Da bin ich sehr dankbar. Nach 3 Wochen Urlaub sieht es bei mir so, dass ich mir ein Hotel nicht leisten könnte – und auch eine Taxenfahrt vom Südosten Berlins – Schönefeld – bis zum ZOB, dem Zentralen Omnibus-Bahnhof im Südwesten, Nähe Masurenallee – würde mehr als die eine oder andere Eurone kosten. Also Danke an mein nettes Paar aus Hellersdorf….

Mittags war ich im dt. Restaurant, bewaffnet mit allen Utensilien für einen vorletzten Pooltag. Neee, diesmal klappte es nicht. Ich traf dort auf eine sehr nette Bekannte, die ich im Juni/Juli 2011 in meiner früheren Stammkneipe in Dahar kennengelernt hatte. Diesmal hatte sie – getreu ihrem Namen in Facebook – ein Hütchen auf (Sonnenschutz – nötig, da sie von Sekalla nach Dahar gelaufen war)! - Sie hatte den in meinem Reiseblog beschriebenen Menschen damals mit gekannt…. hatte mich gewarnt, ich wollte damals keinen noch so gut gemeinten Ratschlag beachten… Oh, wie haben wir heute stundenlang in alten und aktuellen Erinnerungen geschwelgt! Auch „mein Professor“ war nachmittags da und händigte mir ein heute aufgenommenes Foto von seinem Vortrag über die „Römer in Ägypten“ vor einer Studentengruppe der TU El Gouna mit persönlicher Widmung aus. Habe mich doch sehr darüber gefreut. So belesen, so intelligent, neee, da muss ich noch viel lernen, um mit halbwegs mithalten zu können. Morgen wird er mit einer kleinen Privatgruppe in die Oase El Malahha fahren,  ca. 160 km von Hurghada entfernt.

Ein interessanter 2seitiger Bericht darüber von einer früheren Tour ist übrigens im „Red Sea Bulletin“ Nr. 5/2014 erschienen. Zur Lektüre empfohlen, das Magazin wird kostenlos in HRG ausgegeben.

So, es ist jetzt gleich 22.00 Uhr. Es reicht für heute. Morgen ist nun wirklich letzter Pooltag angesagt. Montag wird gepackt, und abends geht der Condor-Flieger nach Berlin-Schönefeld. Bis dann!

Sonntag, 14. September 2014 – letzter (Pool-)Urlaubstag

Heute ist nun endgültig der letzte „richtige“ Urlaubstag. Morgen- am  Montag – heißt  es, den Koffer zu packen, nochmal durchs Apartment schauen, ob alles ordnungsgemäß von mir hinterlassen wird, ca. 14.00  Uhr ist Schlüsselrückgabe vorgesehen . Das zu  m o r g e n ….

Heute war es noch einmal ein picke-packevoller Tag im dt. Restaurant bei Regina. Die Lieben, mit denen ich schöne Stunden hier und anderswo in Hurghada verbracht habe, waren da, bzw. kamen zum gemeinsamen Frühstück. – Meine “Kleene“ – 19 Jahre, aus Hamburg, hatte sich nach kurzer Nachtruhe auch eingefunden. Nach dem Frühstück mein guter Rat, doch fix wieder in ihr Hotel zum Nachholen von Schlaf sich wieder hinzulegen. Das tat sie dann auch. ­ Außer meiner allerbesten Freundin fand sich auch unsere „Hütchen“-Dame mit ihrem Häkelhütchen ein. Darüber freute ich mich sehr. Auch sie kannte meine Freundin aus einer Zeit vor mehreren Jahren – Hurghada ist halt doch ein  Nest!! – Nach dem Frühstück zogen wir uns an den  Hotelpool hinter dem Restaurant zurück, plantschten einige Male im Wasser herum… und irgendwann hatten wir wieder Appetit! Also fix was übergeworfen und wieder 10 m weiter ins Restaurant. Ein opulentes Mittagessen folgte für uns drei. Leider war’s für mich damit noch nicht beendet. Zur Gaudi einiger Mit-Gäste gab’s für mich danach noch einen Eiskaffee (mit Sahne) und – um den Magen noch mehr zu strapazieren – frischen Pflaumenkuchen mit Sahne und Kaffee zu. Das war vor ca. 4 Stunden.  Jetzt am Abend beim Schreiben habe ich noch immer Magendrücken – kein Wunder bei diesen Tausenden von Kalorien, die ich heute so in mich hineingestapelt, nee, gestopft habe… nur Wasser gibt es jetzt noch bzw. später noch einen Tee. Was haben wir gelacht heute Nachmittag. Auch einige Tränen gab es bei mir. Doch meine lieben Menschen um mich herum erleichterten mir gegen Abend den Abschied. – Meine „Hütchen“-Dame vergackerte MICH etliche Male…. Sie hatte vormittags im Nachtkästchen im Hotel eine Kakerlake gefunden…. erzählte sie. Meine Freundin und ich wollten wissen, was sie damit gemacht hätte. WIR dachten, naja, sie wird sie „entfernt“ haben. Nee, bierernst meinte, sie könnte dem Tierlein nichts zuleide tun, sie sei Buddhistin… und fixierte mich mit ihrem Blick, um meine Reaktion mitzubekommen. Meine Antwort, dass ich absolut nix gegen Buddhisten hätte. Danach begann sie, mich anzugrinsen. Neee, war nur Spaß… DIESE Sache mit der „buddhistischen Kakerlake“ werde ich nicht vergessen. Es gelang ihr später noch einige Male, mich so richtig im Spaß vorzuführen. Und ich Dumpfbäckchen fiel auch jedes Mal prompt rein.

Nun gingen auch diese Stunden zu Ende. Es war ein schöner Abschiedstag – nichts Spektakuläres, nichts Aufregendes. Einfach nur Zusammensein mit einigen wenigen guten Freunden, die ich nicht vergesse und die mich – garantiert! – auch nicht aus den Augen verlieren werden.

Das war es für diesmal! Tja, diesmal gab es keine außergewöhnlichen Dinge, doch in Summa viele kleine Dinge, die diese 3 Wochen zu einem schönen Urlaub – einer Auszeit – machten. Kann sein, dass ich später über Abflugtag und Weiteres berichte. Jetzt ist erst mal Ende im Gelände.
Nee, noch nicht ganz!

Montag, 15. September 2014 – Abreisetag bzw. –abend

Der letzte Vormittag in meinem Apartment verlief unspektakulär…. einschließlich der Kofferpackerei, nebenbei noch eine große Tüte mit „Hinterlassenschaften“ für meine Freundin – aus dem Kühlschrank, alles, was in Bad nur noch halbleer – oder halbvoll? – vorhanden war usw.
Für 14.00 Uhr hatte ich mit meiner Vermieterin die Schlüsselrückgabe vereinbart. Pünktlich auf die Minute kam sie – diesmal kam auch ihr Mann mit. Ein sehr nettes, sympathisches Ehepaar, wo ich auch zukünftig gern wohnen werde. – Kurz danach erschien meine Freundin, um mich abzuholen. Auch sie lernte die beiden kurz kennen. Danach Aufbruch. Meine Vermieter hatten uns noch etwas Zeit gelassen – wir zogen die Tür nur hinter uns zu.

Für mich war es klar, dass wir die restlichen Stunden in der Wohnung meiner Freundin verbringen. Nee, falsch gedacht, zuerst fuhren wir nochmals rein nach Dahar, um uns auf die Suche nach einigen hübschen Schals zu machen. Diese wollte ich weiter verschenken… auch an meine „Kurz-Nachtasyl-Gastgeberin“ in Berlin bzw. für meine Nachbarin in Bad Harzburg, die immer so wacker und gut auf meine Behausung Acht gibt. – Wir wurden fündig in einem kleinen Laden, der von zwei jungen Einheimischen geführt. Hier kaufen auch die Hurghadianer – und das war mir sehr recht!

Danach kurvte meine Freundin in eine andere Richtung – nein, nicht in die ihrer Wohnung. Wir landeten zum Abschied …. wieder im dt. Restaurant.  Ich freute mich natürlich, dass wir so nochmals gute Bekannte aus den letzten 3 Wochen vorfanden. Und schwupps, hatte ich wieder Appetit. So bestellten wir uns zwei ein verspätetes Mittagessen. Auch diesmal schmeckte es uns gut, wie üblich! – Auch den von der Chefin genannten, täglich frisch gebackenen Pflaumenkuchen KONNTEN wir nicht vorbei gehen lassen. Also Kaffeegedecke hinterher bestellt. So lief die Zeit mit Geschichtchen und Erzählungen, Rumratschen einfach schnell vorbei. Kurz nach 17.30 h dann endgültig Tschüs gesagt – und ab in Richtung Flughafen. Meine Freundin fährt seit Jahrzehnten in Ägypten bzw. HRG Auto. SIE fährt teils „ägyptischer“ als ihr Mann! Nein, nicht zu unvorsichtig, doch jede Lücke in den endlosen 4er- und 5er-Autoschlangen in einer Richtung nutzend… wenn ich mal ‚nen Führerschein in D. gemacht hätte, wären die Straßenbehörden in HRG gut beraten, nur noch Gummibäume rechts und links anzupflanzen…. ! – Ab in die Airport Road – rechts zum Flughafen rein – und schon stand ich mit Koffer & Co. vor dem Abfluggebäude. Kurzabschied. Längeres Parken davor ist nicht erlaubt, und so stiefelte ich schnell ins klimatisierte Gebäude. Danach den üblichen „Schlangenkurs“ bis zur 1. Sicherheitsabfertigung. Ich durfte sogar meine Wasserflasche behalten, obwohl auf den Stühlen davor viele Wasserflaschen lagen, die normalerweise abgegeben werden müssen, hatte Glück!

Dann gleich zum Abfertigungsschalter – wieder fand sich um mich ein kleines Grüppchen, nette Paare, die in Hotels Urlaub gemacht hatten, und ein Kiter, der mit seinem Riesen-Kite hinter mir stand und aus El Gouna per SUV gebracht worden. Dieses Riesenvehikel hatte auf der Zufahrt zum Flughafen direkt vor uns gestanden. – Am Schalter diesmal Platz 4D, super, so schön weit vorn.

Pünktlich gingen wir an Bord – auch diesmal war der große Airbus A-321-200 bis auf die allerersten Reihen voll. Eine einzige Dame hatte es sich in der 1. Reihe mit „Condor Premium Econcomy“ bequem gemacht – Extra-Getränke – Extra-Menü – Extra-Zeitungen, kurz: alles extra. Alle anderen waren „nur“ Economy-Fluggäste. Nachdem alle an Bord waren, fragten einige, ob sie sich nach vorn in die freien Reihen dürften – ja! So landete ich auf der anderen Seite in Reihe 1 – Sitz A, also diesmal am Fenster. DAS mache ich sonst nie, da ich immer am Gang sitze. Trotzdem war der Abendstart in Dunkelheit wunderschön – nochmals die hell beleuchtete Küste mit den vielen Hotels zu sehen, dieser große orangefarbene Klecks am Roten Meer – Hurghada und die übrigen Ortsteile… Der Flug verging sprichwörtlich wie im Fluge. Wir flogen die kurze Strecke über die Türkei – sahen Antalya und die Bucht dort von oben, es war absolut klares Wetter in einer Reisehöhe von knapp 11.000 m. Wunderschön!
Kurz vor Mitternacht erreichten wir Berlin-Schönefeld. Ab 00.00 Uhr bis 05.00 Uhr morgens wird der Flughafen geschlossen. Wir waren buchstäblich die Letzten! Ausstieg am hinteren D-Gebäude…. ohne Bus, da fast direkt an der Abfertigung bzw. der Ankunft. Hier wurden wir von einer recht resoluten Dame von GroundGlobe, dem Sicherheitsdienst in Schönefeld, erwartet. Sie marschierte direkt vor mir – ich war zuerst ausgestiegen – ziemlich stramm und schnell auf einem blau markierten Fußweg um das gesamte Gebäude herum. Vorn schloss sie dann eine Tür auf – zwei müde Passbeamte ließen uns im Schnelldurchlauf – nach kurzer Passansicht – in Richtung einer Halle mit zwei Kofferbändern. Sie schloss dann hinter uns wieder die Tür zu. Wir saßen und standen herum und nach über 30 Min. kamen die ersten Koffer. Dann noch vorbei an einem müde wirkenden Beamten durch den „grünen Ausgang“…. Draußen laue Spätsommerluft, und so rollerte ich dann meinem Abholer, einem Freund, entgegen, der jetzt im äußersten Südosten von Berlin wohnte. Nach 2 Anrufen fanden wir uns – er nahm mir alles ab und konnte mich bequem platzieren…

Über eine Stunde fuhren wir nachts durch das nächtliche, hier schon fast kleinstädtisch-dörflich wirkende Berlin – alles grün, so viele Häuser, jeweils mit vielen Bäumen, Büschen und Blumenbeeten bepflanzt. Bei ihm zuhause angekommen, war es mittlerweise knapp 01.30 Uhr. Koffer blieb im Wagen, Kleingepäck reichte für kurze Nachtruhe. Im 5. Stock – ohne Fahrstuhl – endeten meine Kräfte. Müde nahm ich dankbar ein bezogenes Bett im Wohnzimmer, Hinweis auf Bad und anderes wahr. Dann schlossen meine beide ihre Schlafzimmer-, ich die Wohnzimmertür… und konnte sogar schlafen, absolut ruhig diese Wohngegend.

Morgens kurz vor 07.00 h kurze Katzenwäsche – danach tauchte der Hausherr auf, und wir zwei hatten sogar Zeit für ein kurzes Frühstück. Gegen 07.45 Uhr dann die vom Google-Navigator super berechnete Fahrt von der Wohnung quer durch Berlin. Ich genoss diese komplette „Stadtrundfahrt“ durch einen Großteil von Berlin von Südost nach Südwest – durch Berlin Mitte – Staatsoper – Museumsinsel – Regierungsviertel – Tiergarten mit Siegessäule  u.v.m. – Für die Berliner/innen unter meinen Freunden sind dies bekannte Fixpunkte. Auch für mich, in Berlin habe ich zumeist die Sommer- bzw. Herbstferien mit und ohne Eltern bei Verwandten erlebt. Berlin ist und bleibt für mich die Lieblingsstadt in Deutschland.

Um 09.30 Uhr dann pünktlichst Busabfahrt über Magdeburg – Aschersleben – Quedlinburg und zuletzt Halt in Wernigerode. Der Bus war schnell, pünktlich, sauber – nur zu ca. einem Drittel besetzt. Die gesamte Reisezeit – knapp 4 Stunden – hatte ich Sonne und blassblauen Spätsommerhimmel. Ich genoss dieses gleichmäßige Gleiten durch die verschiedenen Landschaften. DAS hatte mir nach 3 Wochen Sonne und Meer gefehlt. Etwas weniger Wärme, nicht kalt, jedoch jahreszeitlich passend. Um 13.30 Uhr stand ich in Bad Harzburg am Haltepunkt – 5 Min. als  lt. Fahrplan. – Meine Freundin hatte mich von der Straßenseite gegenüber gesehen. Ich habe mich sehr gefreut, meine Nachbarin und Freundin wiederzusehen. Koffer & Co. ins Auto, und nach 2 Minuten Fahrtzeit Ankunft zuhause. Wie immer alles dank ihr in Ordnung. Die Sonne blieb den Nachmittag über. Ausräumen – Koffer in Keller, schon sah die Wohnung wie vorher aus.

Hiermit enden nun meine Notizen für diese 3 Wochen. Nichts Aufregendes, doch neue Eindrücke, ein schöner Urlaub. In diesem Sinne, bis zum nächsten Mal!





Montag, 21. April 2014

Reisenotizen vom 10.04. bis 05.05.2014


Donnerstag, 10. April 2014

Heute geht’s wieder mal los…. In Richtung Ägypten oder besser – nach Hurghada ans Rote Meer! 5 Monate, 3 Tage hat meine Ägypten-Abstinenz gedauert. Sicher, ganz außen vor, was Neuigkeiten, Klatsch und Tratsch usw. aus diesem „Riesendorf“ betrifft, war ich nie. Durch SMS, Whatsapp, Viber und Facebook blieb ja der Kontakt weitreichend erhalten. Naja, vom 27.03.-09.04. hatte ich mein Facebook deaktiviert…. Grund waren 7 Hackerversuche in der Zeit vom 10. bis 27.03. Schwamm drüber; alle Schritte wg. Datendiebstahl habe ich vor Abflug in die Wege geleitet. Mal schauen, was draus wird….

Um 04.30 h war also heute früh – draußen noch Rabenschwärze und nächtliche Harzkühle…. auf dem Brocken hatte es in der Nacht davor geschneit... mein Wecker + Handyläuten holten mich aus einer sehr kurzen Nachtruhe, fix unter die Dusche – anziehen – kleines Frühstück. Koffer stand schon draußen im Hausflur; um 05.30 h standen mein Gepäck + ich in der Restfeuchte des grauen Morgens und warteten auf die Taxe, die pünktlich kam. 15 Minuten vor Zugabfahrt stand ich also mit Koffer, Tasche und Laptop am Gleis 3 in Bad Harzburg…. 43 Minuten bis Braunschweig, wo ich umsteigen musste. Kurz nach 07.00 h verließ der Intercity den Bahnhof und war nach 09.00 h auf dem Flughafen Leipzig/Halle. Im November war ich auch von dort nach Hurghada geflogen. Irgendwie mussten die inzwischen den doch jetzt erweiterten und vergrößerten Flughafen in eine andere Richtung gedreht haben, oder meine Demenz schreitet wirklich munter voran! – „Wer lesen kann, ist eindeutig im Vorteil!“ dämmerte es mir  v i e l  später! Beim letzten Mal war ich von der anderen Bahnsteigseite vom Untergeschoss mit dem Lift auf die Abfertigungsebene geschwebt. Nun wollte ich besonders flott zum Checkin-Schalter und machte mich mit Monsterkoffer und übrigem Gepäck auf den mir kilometerlang erscheinenden Weg dorthin. Was heute auf dem Flughafen Leipzig an Promotionsveranstaltungen lief, hörte und sah ich später. Dass mich ein Kamerateam von sämtlichen Laufbändern scheuchte, kam mir spanisch vor. Es wurden längs der einzelnen Laufbahnen Kamera-Schienen + dazugehörige Stative installiert. Ich umkurvte mit Koffer einige Male schimpfende Männer vom Werbefilmteam… ich wollte nur zur Abfertigung und meinen tonnenschweren Koffer loswerden… War nix!

An der Abfertigung zu den Gates las ich dann ein Schild „Nur für Passgiere mit gültiger BORD-Karte“. Ei nun, eine solche hatte ich nicht, da ich noch mein Koffermonstrum spazieren fuhr… So dünkte es mich unmenschlich, als mir die nette Dame und der noch nettere Herr am Eingang beschieden….., „Fahren Sie bitte mit dem Lift wieder von Ebene 0 auf Ebene 2, g e h e n  die ‚kleine Strecke‘ (ich hätte beide eigenhändig erwürgen können!) bis zur Abfertigung – und  d a n n können Sie gern MIT BORDKARTE wiederkommen und durch die Sicherheitsschleuse gehen“. – Ich also mit Schaum vor der Schnute den Weg zurück, die informationsgebenden Schilder zur Abfertigung gelesen – gefunden – und endlich! Meine Bordkarte erhalten. Beim Warten in der Schlange fielen mir direkt hinter mir eine Mutter mit halbwüchsigem Sohn und dahinter eine blonde Dame auf. Diese hatte ich garantiert hier in HRG schon mal gesehen¸ kannte jedoch ihren Namen nicht. Wir kamen schnell ins Gespräch, und so gaben wir hintereinander die Koffer auf – blieben bis zum Abflug zusammen im Warteraum sitzen und landeten schließlich auf den Reihen 3 und 6, Sichtkontakt blieb erhalten. Meine blonde Bekannte fliegt wie ich regelmäßig hierher, Mutter & Sohn waren erstmals für Ägypten gebucht und würden sich in einem schicken 5-Sterne-Hotel 10 Tage verwöhnen lassen.

Unser Flieger war ziemlich voll, ich saß am Gang und hatte zwei nette junge Managerinnen neben mir, die 7 Tage im Robinson-Club Soma Bay den Golfschläger schwingen und den Strand genießen wollten.

Pünktlich um 17.20 h landeten wir – wir alle schnell vor den anderen links rum an den Visa-/Bankschalter, 13 Euronen bezahlt und das Visum klebte im Reisepass. Passkontrolle ging recht fix – an den Kofferbändern staute es sich…. 3 Flüge auf einem Kofferband angezeigt – und das Kofferband stand – mal wieder. Meine Bekannte hatte sofort ihren Koffer neben dem Kofferband entdeckt – und meiner lag direkt vor mir auf dem Band. Auch die Koffer von Mutter und Sohn waren da, so dass wir vier dem Ausgang zustrebten.

Direkt vor dem Ausgang wurde meine Bekannte herzlichst begrüßt, Mutter & Sohn wurden vom zuständigen Reiseleiter eingefangen, hatten sie doch „nur“ 13 Euros direkt am Schalter und nicht 25 Euro pro Person ans Reiseunternehmen gelöhnt…

Meine 3 waren jetzt alle versorgt, nur ich wartete noch auf meine Freundin, die mich auf jeden Fall abholen wollte. Also stellte ich mich draußen links an eine Barriere, so dass ich sie entdecken könnte, falls sie sich verspätete. Wollte eben vom deutschen Handy ans eine SMS senden, schwupps, da steht sie vor… herzliche Begrüßung – hin zum Auto und dann wieder die elende Schlepperei mit dem Monsterkoffer, um ihn in den Kofferraum zu hieven, es gelang dann endlich.  Sie brachte mich zu meiner gemieteten Wohnung, Schlüssel hatte ich keinen, die Freundin meiner deutschen Vermieterin war informiert und sollte ihn mir geben. Vor dem Haus fanden  wir keinen Doorman, der uns diesen Riesenkoffer in den 2. Stock schleppte. So stiefelte ich allein nach oben – klingelte – der Mann meiner Bekannten gab mir Schlüssel, die nicht passten. Der 2. Anlauf gelang – richtiger Schlüssel, nur hatte ich ja den Koffer + Freundin noch unten vor dem Haus.  Denkste – meine Freundin schleppte das Koffermonster, ich konnte ihr nur auf den letzten Stufen helfen. Sie  blieb nur kurz, da sie zurück zur Arbeit musste. - - - Fenster auf – Koffer ausgepackt – alle Sachen an Ort und Stelle.

Abschminken – unter die Dusche – die 2 Käsebrote vom Morgen aus Deutschland, arg zerknautscht aus der Tasche befördert und mit einem Riesenpott Tee als Abendessen verzehrt.

So, und heute geht nix mehr – schon gar nicht online, da ich morgen erst – nach Frühstück im deutschen Café – meine ägyptische SIM-Karte und den Internetstick aufladen werde.

Also – Geduld bitte bis zur nächsten Reisenotiz…. Ich bin wirklich kaputt, die Fehler werden mehr, meine Augen immer kleiner, und die Konzentration ist völlig im Eimer. In diesem Sinne – Gute Nacht!

Freitag, 11. April 2014

Mit meiner Freundin war ich um 10.00 h zum Frühstück verabredet. Die 1. Nacht hier habe ich wieder schlecht und recht auf meinem Fakirbett zugebracht. – Schon vor dem Handy­-Weckruf war ich hoch von meiner Liegestatt – Teewasser aufgestellt – unter die Dusche – Restbrot von gestern aufgefuttert – rein in die Klamotten und raus in Richtung Frühstücks-Café. Ich meinte, schon während der Taxifahrt den Duft frischen Filterkaffees in den Nüstern zu haben…. Fix hatte ich mich wieder an die hiesige Fahrweise gewöhnt…. und schnell fand ich mich im Café wieder.

Da ich zu früh da war, bestellte ich mir erst mal einen Kaffee. Kurz darauf ging die Tür auf – und eine weitere gute Freundin kam herein. Sie wusste nicht, dass ich komme, und so schaute sie verdutzt, als ich sie anrief. Also hockten wir uns zusammen an meinen Tisch. Natürlich hatten wir nach mehr als 5 Monaten viel zu schnattern. Kurz darauf öffnete sich die Tür erneut, und meine Freundin mitsamt Mann und Sohn kamen herein. Dreifache Freude, mit der gesamten Familie hatte ich nicht gerechnet. So saßen wir dann alle fünf fast 2 Stunden zusammen, frühstückten, sprachen über dies und jenes, Sachen, die mir in Deutschland passiert waren, Dinge, die auch für mich HRG neu waren. – Freundin Nr. 1 verabschiedete sich gegen Mittag von uns vieren. Vater und Sohn wollten zum Freitagsgebet, wir zwei Frauen hatten Einkäufe zu erledigen. Bemerkenswert für mich war und ist, wie frau bares Geld sparen kann, wenn sie in den Läden oder Märkten kaufen, die hauptsächlich Einheimische besuchen. Auch in der Apotheke machte die Anwesenheit meiner Arabisch sprechenden Freundin eine Menge aus. – So genoss ich dieses Eintauchen in das ägyptische Alltagsleben, das Absäbeln von einheimischem Schnittkäse mit Probieren – die Eier, die palettenweise aufgestapelt, doch lose zu kaufen sind – ich erhielt sie in einer Plastiktüte… Da ich morgens Brötchen gegessen hatte, die mir Deutschland vorgaukelten, werde ich mich gern mal eine Weile an einheimisches Brot machen… - Geldtausch erledigte ich an meinem mir vertrauten Misr-Bankomaten, mit einem recht guten Umrechnungswert von Euro in LE. Schnell noch kurz „guten Tag“ in einer meiner Stammlokale gesagt – mein netter Kellner schaute auch ziemlich überrascht drein – er wusste nicht, dass ich komme. Kurz noch auf ein Wässerchen in der Wohnung meiner Freundin – und 1 kg Butter fix in 2 Hälften geteilt. S o  günstig bekomme ich kaum frische Butter, habe noch nie einen solchen dicken Butterbarren in Deutschland gesehen. Tja, Ägypten bringt jeden Tag neue Erkenntnisse. – Jetzt ist es nach 15.00 h, und ich habe dies fix runtergeschrieben, mal schauen, ob ich heute nochmals in eines der Restaurants oder Lokale einfalle, die (m)ich kenne(n)! – Bis später!

Prompt kam über Whatsapp die Nachfrage einer Freundin, ob ich mich nachmittags noch mit ihr treffen wolle. Ja, klar – also – nicht „Changing oft he guard“, jedoch fliegender Klamottenwechsel, vorher unter die Dusche gesprungen, angehübscht ins Taxi und nach Dahar.

Meine Freundin saß mit einigen mir bekannten Gesichtern an einem Tisch. Die Restaurantchefin, die NICHT wusste, dass ich in HRG war, verhandelte an einem hinteren Tisch mit Gästen. Sie bemerkte nicht, dass ich mich an den vorderen Tisch setzte, ihren Mann begrüßt hatte, jedoch das Psst-Zeichen gemacht hatte und so ungesehen am Tisch meiner Freundin Platz nehmen konnte. – Ca. 10 Minuten später – die Chefin war mit dem Gespräch fertig, kam in Richtung unseres Tisches und sah mich noch immer nicht. Kurz darauf ein Schrei aus ihrem Mund – hatte ich sie so „erschreckt“ mit meiner Anwesenheit??!! – Nee, wohl nicht, die Freude überwog – und obwohl ich noch! nicht wieder hungrig war, fragte mich meine Freundin am Tisch, ob ich auch ein Bauernfrühstück mit essen wolle. Na sicher, entfleuchte es mir, und so stand in kurzer Zeit 2 x Riesenteller mit dem Vorgenannten vor uns… leider schmeckte es mal wieder mal viiiiel zu guuuut – nach kurzer „Atempause für die Innereien“ fanden dann noch ein Riesenstück Erdbeerkuchen mit Sahne + Kaffee in mein Innerstes. … Irgendwann gegen 20.30 h dachte ich mir, es sei wohl besser, mit der heutigen Völlerei aufzuhören. Mit Erfolg…. Taxifahrt in Richtung Sekalla und der vorwitzige Gedanke…. Naja, angebrochener Abend, dann schaue ich mal auf der Madares Street in meinem nächsten Lieblingsrestaurant vorbei.- Gesagt, getan! Auf der gegenüberliegenden Straßenseite stoppte mein Taxi, raus und direkt in Richtung Eingang. Der Chef saß an seinem Laptop und sah mich (noch) nicht. Die Angestellten verstanden auch hier mein Psst-Zeichen, ich versuchte also, ungesehen am  Chef vorbeizukommen, doch nix da! In dem Moment, als ich knapp vorbei war, stand er auf, und ich flatterte in seine Arme, um mir den  ’Willkommensgruß‘ abzuholen. Später kam ein Freund des Chefs mit einem 1 1/2 Jahre alten Riesen-Bernadiner-Hund ins Restaurant, ein weitgereister und weltgewandter Ägypter, der neben diesem – von mir als „Riesenkalb“ bezeichneten – Bernadiner noch 7 Schäferhunde in seiner Villa hat. Faszinierend, was ich da in dem mehrstündigen Gespräch erfuhr, auch über seine Reisen, seine Berufstätigkeit – so wurde es fast 01.00 h, bis ich mich endlich aus der „Herrenrunde“ mit Hund verabschiedete.

Taxifahrt mit kurzem Umweg nach Hause – Grund: ein Riesenloch am Ende unserer Seitenstraße, die auf die Madares Street führt.

Nun ist nach 01.30 h morgens oder nachts…., mir fallen fast die Augen zu, und der Bildschirm erscheint mir immer kleiner. Deshalb schließe ich für heute. Der Internet-Stick zwecks Aufladung wartet bis morgen, und dann kann ich alles hier auch online in meinem Reiseblog einstellen. - Gehabt Euch wohl bis morgen! Und auf mehr dann…

Samstag, 12. April 2014

Dank Schlafunterstützung ging die letzte kurze Nacht schnell vorbei… ein Auge erstmals um 09.00 h geöffnet, nee, noch zu früh, dann weitergeratzt – um 11.00 h endlich fanden beide Augenschlitze die Uhrzeit: 1 1 . 0 0  Uhr! Auf in die Waagerechte – Kaffeewasser aufgesetzt – 1.Katzenwäsche erledigt – Frühstück vorbereitet – Tisch auf Balkon geschleppt, Stuhl hinterher – Frühstück rausgebracht -  Lektüre bereit gelegt, Beine hoch und dann habe ich eine Stunde lang genossen, im 2. Stock inmitten meiner einheimischen Mitbewohner, begleitet von allerlei Lärm und Geräuschen und Rufen von den umliegenden Straßen meine 1.Tagesmahlzeit zu verzehren. J a , ich genieße es, zuhause bei mir auf dem Balkon ist zwar alles um mich herum grüner, jedoch auch viel ruhiger, manchmal zu ruhig….



Vor 20 Minuten klingelte es an der Tür – meine deutsche Nachbarin stand vor der Tür, bewaffnet mit Zigaretten… also wusste ich, sie blieb etwas länger. So schwatzten wir uns zwei Zigaretten lang – sie, ich nicht! – durch meine 5monatige Abwesenheit in dieser Wohnung. Sie erklärte mir zum XXXX. Mal, wie ich das einzige!  deutsche Programm (außer der Dt. Welle) einstellen konnte. Funktionierte zuerst nicht, bis wir entdeckten, dass trotz Strom! Im Verlängerungskabel ein Kabelbruch war… meine Freundin hätte sich kräftig einen Stromstoß holen können. Also fix dieses Kabel entsorgt und ein intaktes aktiviert. Nun habe ich also den Vorzug, Z D F  im Alleingang in Ägypten zu genießen, sofern Bedarf vorhanden.

Es ist jetzt nach 13.00 Uhr, ich ende hier mal …. später mehr.

Nun ist es später Nachmittag, 16.00 h. Nach Geldumtausch, dem Aufladen von Handy-SIM und I-Stick einige Schritte über die Straße ins Bella Vista Hotel, wieder mal bis runter zum Strand, in die Caribbean Bar. Nicht zu viele Gäste jetzt am Samstagnachmittag, ganz angenehm, sitze vor meinem Thunfisch-Sandwich. Cello, der Barchef machte große Augen, da er wie fast alle Freunde, NICHT wussten, dass und wann ich komme! Wir erzählten nur kurz miteinander, da er jemand vom Flughafen abholen wollte… Abends ist – wie allwöchentlich -  BBQ mit Livemusik …. Eben machte der Entertainer gerade Soundcheck, da gab’s an Lautstärke ordentlich was auf die Ohren!

Jetzt arbeite ich erst mal meine privaten Chats ab, sind doch einige aufgelaufen. So, die Chats sind gelesen und beantwortet, fix noch ein Handyfoto von der Bucht hinter mir, hochgeladen und an meine Chronik gepinnt…. damit meine Leser/innen in Deutschland ein bisschen grün vor Neid werden (sollen).

Damit ich diese Notizen wieder in meinen Reiseblog einstellen kann, fehlt mir zur Zeit noch Emailadresse und Passwort, um neuen Blog schreiben zu können. Hoffe, dass ich die in meinen PW-Listen wiederfinde…

Cello kam zurück – er hatte seinen Besuch am Flughafen „eingefangen“ und hierher ins Hotel gebracht. Nun ging es mit Soundcheck für den Liveauftritt heute Abend weiter. Ich werde meinen Tee austrinken und dann nach Hause fahren.

Abends saß ich nun zuhause und wollte meine Ergüsse ins Internet stellen, nachdem ich ja nun nachmittags den I-Stick mit 4,5 GB aufgeladen hatte. Also an die Arbeit – Blog aufrufen – 1. vergeblicher Versuch, naja, vielleicht beim ersten Mal dauert es länger….  Nach 30 Minuten, in denen ich lt. Etisalat-Anzeige „Internetzugriff“ hatte…, der jedoch keine Webseite online aufbaute, verlor ich die Geduld. Werde wohl oder übel nochmals mit Netbook in den Laden marschieren und mir als unterirdisch- internetmäßig Mittelbemindelter erklären lassen müssen, was ich denn falsch machte. – Den Restabend verbrachte ich am TV-Gerät, sozusagen die Rache der Verratenen…

Morgen geht es weiter – mit Interessantem, nicht so Wichtigem, Schönen, je nachdem, wo ich mich aufhalte.

Wer’s bis hierhin geschafft hat – Kompliment, dass Ihr nicht eingeschlafen seid!



Sonntag, 13. April 2014

= Erhebung der Horizontalen um 11.15 h – kurz vor Mittag! Was will mir mein Körper da sagen?? – Vielleicht, dass ich über  das abendliche  Misserfolgs-Erlebnis in Schlaf umgesetzt habe. Na, umso besser. Den 2. Morgen frühstückte ich also zur besten Mittagszeit auf dem Balkon. Aha, deshalb heißt das „Spät-Frühstück“ in den Hotels, wenn andere bereits wieder in Richtung Mittagessen in die Speisesäle einfallen…

Mal schauen, ob ich heute überhaupt noch einen Fuß aus dem Haus setze – es ist Sonntag (für mich), und da kennt meine Faulheit keinerlei Grenzen. Einige Telefonate vielleicht – oder ein bissel facebooken oder whatsappen, das wird es wohl heute sein.

Die Faulheit verbreitete sich wie eine schnell wachsende Infektion – Fazit: den gestrigen Sonntag verbrachte ich lesend – dösend auf dem Balkon bzw. abends dann vor der TV-Glotze, außer der „Deutschen Welle“ bietet unser Hotbird-Satellit z.Z. nur ZDF. Also zog ich mir die Liebes-Sonntagabend-Schmonzette rein, wobei ich die Hauptakteurin, Chiara Schoras, gern mag. Noch mal kurz einigen Freunden „Gute Nacht“ via FB und Whatsapp gesagt, dann ab in die Falle. M ü d e  vom Nix-Tun, gibt’s das? Eindeutig JA!

Montag, 14. April 2014

Um 10.00 h fiel ich dann endlich aus der Kiste – zuhause habe ich um diese Zeit bereits den halben Haushalt umgedreht. Also aus dem horizontalen Nichtstun auf ins vertikale „Dolce-farniente“, was gut übersetzt das Gleiche bedeutet. Zifferblatt gewaschen = Katzenwäsche – Kurzfrühstück für Balkon zubereitet, erneuter Versuch, mit dem vermaledeiten I-Stick am Netbook ins Internet zu gelang, nee, war wieder nix…. Inzwischen ist es genau 12.00 h jetzt…

Nachmittags werde ich mal rausgehen bzw. mich eines Taxis bemächtigen, um zum Ziel zu kommen.

Was – wann – wie – warum und wo das passiert, folgt unten – später …

Nachmittags wollte ich doch nochmal zu Etisalat, wo ich vor 2 Tagen meinen I-Stick aufgeladen hatte. Es gelang mir einfach nicht, zuhause online zu gehen. Also schleifte ich das Netbook mit dranhängendem Stick in den Laden in der Sheraton Street. Wartenummer – 5 Minuten später reichte ich Netbook und Stick an einen Mitarbeiter. Der setzte eine wichtig-wissende Miene auf, nur, um dann noch 2 weitere Dienstleister ranzuholen. Kurz darauf die bezeichnende Info, dass Etisalat ein Problem „the line“ hätte. TOLL, das hatte ich seit 2 Tagen gemerkt, dass „the line“ = das Internet nicht ging. Es „should be cleared within 17 hours“… mal sehen, ob ich morgen nun wieder online gehen kann mit dem Dingens! Danach hatte ich den Kanal voll. Ich nahm mir Taxi – ließ mich nach Dahar in ein Lokal fahren, wo ich wusste, dass WLAN wirklich funktionierte. So  konnte ich wenigstens meine Mails öffnen…

Thunfisch & Company waren auch diesmal meine nachmittäglichen Begleiter. Und dann passierte was Schönes… ich saß – da ich nicht in der Sonne hocken wollte- mit am Tisch einer netten Schwedin. Lisa und ich unterhielten uns super. Kurz bevor sie zahlte, kam eine junge Frau mit Begleitung, einer ihr 7jähriger Sohn, an den Tisch. Soweit mein Schwedisch reichte, entnahm ich der Unterhaltung, dass die junge Mutter weder Geld vom Automaten abheben konnte, noch ins Internet kam, um ihren Kontostand abzurufen. Sie hatte eine 1-Liter-Flasche Original-Bailey’s unter dem Arm, den ihr der Chefkellner abkaufen wollte, allerdings nicht für LE 100,00. Ich griff sofort zu und gab ihr den genannten Betrag. Sie war glücklich. Lisa sagte mir später, sie hätte sonst nicht gewusst, wie sie ihrem Sohn etwas hätte zu essen kaufen können. Ich spendierte dem Sohn noch ein Eis. Er freute sich sehr… jeden Tag eine gute Tag – dabei war’s das gar nicht, für das Geld erhielt ich ja einen entsprechenden Gegenwert.

Später im deutschen Restaurant ließ ich mir den Apfelkuchen mit Kaffee gut schmecken. Dort lernte ich eine sehr nette Dame in meinem Alter kennen. Wir hatten sofort Kontakt und fuhren gegen Abend dann in Richtung der Wohnung von ihr. Tel.-Nr. haben wir getauscht. Sicher werden wir uns wiedersehen. Heute war’s genug für mich, ich hatte im Restaurant eine Reihe von Bekannten und Freunden getroffen. Diese hatten größtenteils wohl Wichtiges zu besprechen, und da mischte ich mich nicht ein.

So, das war es für heute. Mal schauen, was der Abend noch so bringt – auf jeden Fall werde ich mir noch einen „Bailey’s Cream with a hint of coffee“ genehmigen. Danach schlafe ich sicher gut.  – Dann bis morgen.

Dienstag, 15. April 2014

Heute ist es warm wie üblich, doch die Sonne sieht a bissele aus, als hinge sie hinter einer Milchglasscheibe. Mit Schwung raus aus der Kiste – um 11.30 h = Urlaub! Zuhause wäre mir das nicht möglich. Hier ich trotz vieler Geräusche im Hause und durch die offene Balkontür das Treiben auf den Straßen besser schlafen als in Deutschland. – Die übliche Aufzählung, was frau morgens tut, wenn sie denn wach ist, erspare ich uns. Meine Entscheidung für heute = Faultag.

Vorhin versuchte ich, online zu gehen, Pustekuchen, die von Etisalat anvisierten  „17 Stunden“, dass die Onlineverbindung stünde, war Makulatur! NIX mit Onlinekontakt, grrrrrh! So bin ich notfalls aufs Smartphone angewiesen; zum Schreiben der Notizen ist mir dieses Gerät zu klein und zu fummelig. Mal schauen, wann ich mein Geschreibsel veröffentlichen kann. – Eben kommt die Sonne wieder ein wenig raus, trotzdem so richtig sonnig ist’s nicht. Ich melde mich später, um über das Nichtstun zu berichten….. jaaaa.

Inzwischen ist’s nach 17.00 h – zum XXX. Male versuchte ich, online zu gehen. E in m a l  klappte es, doch angezeigt wurden nur die Uploads, nicht die Downloads, und die brauchte ich, um eine Webseite zu lesen bzw. darin zu arbeiten. Also werde ich wohl so lange ausprobieren müssen, bis Etisalat seine eigenen Internetprobleme mit der Bereitstellung von Daten erledigt hat. Grrrrhhhhh – naja, zum Glück gibt es Bücher und ab und an und TV… nur ZDF, doch besser als nur rumzusitzen, und deutsche Nachrichten sind einmal sicher auch förderlich… Bis später … Nee, heute reicht es… Nix mit Internet hier zum Kopieren in den Reiseblog. Also – gute Nacht!

Mittwoch, 16. April 2014

Für heute hatte ich telefonisch zwei Verabredungen mit Freundinnen getroffen, einmal zum FRÜHstück, also für mich FRÜH, nämlich um 08.45 h in Dahar, was bedeutete, dass ich mich kurz nach 07.00 h von meiner Bettstatt erheben musste…. Naja, der Gedanke auf ein gutes Frühstück zieht bei mir immer – aber alles, was DAVOR ist. Trotzdem war ich um 08.15 h draußen vor der Tür. Ein Taxler fuhr mir fast die Füße platt, also rein ins Auto und klar „Dahar, Beirut-Hotel“ gesagt. Nach einigen Wirren fand sich der junge Mann endlich auf der Madares Street in Richtung Dahar unterwegs. Irgendwo musste er innerlich verdrängt haben, wohin ich wollte. Jedenfalls machten wir eine wirklich hübsche Stadtrundfahrt… irgendwann endlich merkte er wohl, dass er innerlicher Anhänger des Kreisverkehrs o.ä. war… jedenfalls erinnerte ich nochmals an mein Wunschziel. Nach 25 Minuten endlich fand er dies, bog wunschgemäß rechts ab und setzte mich vor dem Café ab. Der Wagen meiner Freundin war nicht zu sehen, ich war pünktlich um 08.45 h im Café und bestellte erst mal einen Kaffee. Meine Freundin kam kurz darauf. Ich hatte bei ihrem Namen schon 2 x Frühstück komplett bestellt… Wir hatten bis 10.00 h Zeit zum Erzählen…

Schnatterzeit vorbei – ab ins Auto in Richtung Magawish zu meiner Hunde-Freundin Mecky. Ich stieg an der Hauptstraße – Richtung Safaga – aus und stiefelte durch ein unbefestigtes Straßenstück quer in Richtung „Villa Mama“. Ein kurzes Klingeln – darauf aus etlichen Hundekehlen draußen und drinnen Gebell. Meine Freundin wusste, wann ich komme. Nun sah ich all die Prachtexemplare, die ich in Facebook schon so oft in so lustigen Fotos bzw. Kurzvideos gesehen hatte. Meine zwei Lieblinge, Ben und Etienne, waren in 5 Monaten von knuddeligen Welpen zu „Riesenbabys“ mutiert. Die Neuzugänge Bella, Herr Schröder und Tante Molly kamen von Anfang an auf mich zu und ließen mich nicht mehr aus. Alle Hunde, die sich mal im Haus, mal im großen Garten aufhalten, sind prachtvoll gepflegt, hören auf ein kurzes Wort bzw. ein Pfeifen. Die zukünftigen Hundeeltern können sich wirklich freuen, so perfekt „vorbereitete und erzogene“ Hunde als neues Familienmitglied zu begrüßen. Mecky geht mit ihnen so um, wie es in jeder intakten Familie mit Haustieren sein sollte!

So gab’s natürlich wieder viel über die Tiere, die Familie und den übrigen Klatsch hier im „Dörfle“ Hurghada zu berichten. Wir hatten uns ja über 5 Monate nicht persönlich ausgetauscht. Später kam noch Meckys Tochter hinzu…. mit einem dicken Auge. Sie erzählte, es sei wie angeflogen gekommen: soweit mein laienhafter Blick auf dasselbe sofort bemerkte: „Gerstenkorn mit beginnender Konjunktivitis (Bindehautentzündung)“. Naja, es tat ihr weh. Muttern stellte ihr Kamillenkompressen hin – siehe da, nach vielmaligem Auflegen derselben sah ihr „Matschauge“ nicht mehr so schlimm, und auch der Schmerz ließ nach, ja-ja, die guten alten Hausmittelchen….

Ich blieb bis über Mittag. Mecky hatte Termin in der Stadt. So nahm sie mich gern mit zurück und brachte mich punktgenau zum Supermarkt, da ich meinen leeren Kühlschrank auffüllen wollte. Dies ging schnell. Den Markt kenne ich inzwischen, so dass schnell 2 Tüten mit guten Sachen voll waren. Taxe herbeigewinkt, und schwupps, war ich zuhause.

Ein schöner Tag, nichts Außergewöhnliches, doch zusammen mit besten Freundinnen war dieser Urlaubstag wieder ein Erlebnis für mich. So, ich kopiere das jetzt fix ein…. bevor mir mein Netbook aufgrund der Betriebswärme oder der I-Stick schlapp machen. Bis morgen – heute Abend passiert sicher nix Erhebendes mehr…. nur noch „Aktenzeichen XY - ungelöst“.

Also, bis morgen - - -






 

Donnerstag, 10. April 2014


Heute geht’s wieder mal los…. In Richtung Ägypten oder besser – nach Hurghada ans Rote Meer! 5 Monate, 3 Tage hat meine Ägypten-Abstinenz gedauert. Sicher, ganz außen vor, was Neuigkeiten, Klatsch und Tratsch usw. aus diesem „Riesendorf“ betrifft, war ich nie. Durch SMS, Whatsapp, Viber und Facebook blieb ja der Kontakt weitreichend erhalten. Naja, vom 27.03.-09.04. hatte ich mein Facebook deaktiviert…. Grund waren 7 Hackerversuche in der Zeit vom 10. bis 27.03. Schwamm drüber; alle Schritte wg. Datendiebstahl habe ich vor Abflug in die Wege geleitet. Mal schauen, was draus wird….

Um 04.30 h war also heute früh – draußen noch Rabenschwärze und nächtliche Harzkühle…. auf dem Brocken hatte es in der Nacht davor geschneit... mein Wecker + Handyläuten holten mich aus einer sehr kurzen Nachtruhe, fix unter die Dusche – anziehen – kleines Frühstück. Koffer stand schon draußen im Hausflur; um 05.30 h standen mein Gepäck + ich in der Restfeuchte des grauen Morgens und warteten auf die Taxe, die pünktlich kam. 15 Minuten vor Zugabfahrt stand ich also mit Koffer, Tasche und Laptop am Gleis 3 in Bad Harzburg…. 43 Minuten bis Braunschweig, wo ich umsteigen musste. Kurz nach 07.00 h verließ der Intercity den Bahnhof und war nach 09.00 h auf dem Flughafen Leipzig/Halle. Im November war ich auch von dort nach Hurghada geflogen. Irgendwie mussten die inzwischen den doch jetzt erweiterten und vergrößerten Flughafen in eine andere Richtung gedreht haben, oder meine Demenz schreitet wirklich munter voran! – „Wer lesen kann, ist eindeutig im Vorteil!“ dämmerte es mir  v i e l  später! Beim letzten Mal war ich von der anderen Bahnsteigseite vom Untergeschoss mit dem Lift auf die Abfertigungsebene geschwebt. Nun wollte ich besonders flott zum Checkin-Schalter und machte mich mit Monsterkoffer und übrigem Gepäck auf den mir kilometerlang erscheinenden Weg dorthin. Was heute auf dem Flughafen Leipzig an Promotionsveranstaltungen lief, hörte und sah ich später. Dass mich ein Kamerateam von sämtlichen Laufbändern scheuchte, kam mir spanisch vor. Es wurden längs der einzelnen Laufbahnen Kamera-Schienen + dazugehörige Stative installiert. Ich umkurvte mit Koffer einige Male schimpfende Männer vom Werbefilmteam… ich wollte nur zur Abfertigung und meinen tonnenschweren Koffer loswerden… War nix!
An der Abfertigung zu den Gates las ich dann ein Schild „Nur für Passgiere mit gültiger BORD-Karte“. Ei nun, eine solche hatte ich nicht, da ich noch mein Koffermonstrum spazieren fuhr… So dünkte es mich unmenschlich, als mir die nette Dame und der noch nettere Herr am Eingang beschieden….., „Fahren Sie bitte mit dem Lift wieder von Ebene 0 auf Ebene 2, g e h e n  die ‚kleine Strecke‘ (ich hätte beide eigenhändig erwürgen können!) bis zur Abfertigung – und  d a n n können Sie gern MIT BORDKARTE wiederkommen und durch die Sicherheitsschleuse gehen“. – Ich also mit Schaum vor der Schnute den Weg zurück, die informationsgebenden Schilder zur Abfertigung gelesen – gefunden – und endlich! Meine Bordkarte erhalten. Beim Warten in der Schlange fielen mir direkt hinter mir eine Mutter mit halbwüchsigem Sohn und dahinter eine blonde Dame auf. Diese hatte ich garantiert hier in HRG schon mal gesehen¸ kannte jedoch ihren Namen nicht. Wir kamen schnell ins Gespräch, und so gaben wir hintereinander die Koffer auf – blieben bis zum Abflug zusammen im Warteraum sitzen und landeten schließlich auf den Reihen 3 und 6, Sichtkontakt blieb erhalten. Meine blonde Bekannte fliegt wie ich regelmäßig hierher, Mutter & Sohn waren erstmals für Ägypten gebucht und würden sich in einem schicken 5-Sterne-Hotel 10 Tage verwöhnen lassen.
Unser Flieger war ziemlich voll, ich saß am Gang und hatte zwei nette junge Managerinnen neben mir, die 7 Tage im Robinson-Club Soma Bay den Golfschläger schwingen und den Strand genießen wollten.
Pünktlich um 17.20 h landeten wir – wir alle schnell vor den anderen links rum an den Visa-/Bankschalter, 13 Euronen bezahlt und das Visum klebte im Reisepass. Passkontrolle ging recht fix – an den Kofferbändern staute es sich…. 3 Flüge auf einem Kofferband angezeigt – und das Kofferband stand – mal wieder. Meine Bekannte hatte sofort ihren Koffer neben dem Kofferband entdeckt – und meiner lag direkt vor mir auf dem Band. Auch die Koffer von Mutter und Sohn waren da, so dass wir vier dem Ausgang zustrebten.
Direkt vor dem Ausgang wurde meine Bekannte herzlichst begrüßt, Mutter & Sohn wurden vom zuständigen Reiseleiter eingefangen, hatten sie doch „nur“ 13 Euros direkt am Schalter und nicht 25 Euro pro Person ans Reiseunternehmen gelöhnt…
Meine 3 waren jetzt alle versorgt, nur ich wartete noch auf meine Freundin, die mich auf jeden Fall abholen wollte. Also stellte ich mich draußen links an eine Barriere, so dass ich sie entdecken könnte, falls sie sich verspätete. Wollte eben vom deutschen Handy ans eine SMS senden, schwupps, da steht sie vor… herzliche Begrüßung – hin zum Auto und dann wieder die elende Schlepperei mit dem Monsterkoffer, um ihn in den Kofferraum zu hieven, es gelang dann endlich.  Sie brachte mich zu meiner gemieteten Wohnung, Schlüssel hatte ich keinen, die Freundin meiner deutschen Vermieterin war informiert und sollte ihn mir geben. Vor dem Haus fanden  wir keinen Doorman, der uns diesen Riesenkoffer in den 2. Stock schleppte. So stiefelte ich allein nach oben – klingelte – der Mann meiner Bekannten gab mir Schlüssel, die nicht passten. Der 2. Anlauf gelang – richtiger Schlüssel, nur hatte ich ja den Koffer + Freundin noch unten vor dem Haus.  Denkste – meine Freundin schleppte das Koffermonster, ich konnte ihr nur auf den letzten Stufen helfen. Sie  blieb nur kurz, da sie zurück zur Arbeit musste. - - - Fenster auf – Koffer ausgepackt – alle Sachen an Ort und Stelle.
Abschminken – unter die Dusche – die 2 Käsebrote vom Morgen aus Deutschland, arg zerknautscht aus der Tasche befördert und mit einem Riesenpott Tee als Abendessen verzehrt.
So, und heute geht nix mehr – schon gar nicht online, da ich morgen erst – nach Frühstück im deutschen Café – meine ägyptische SIM-Karte und den Internetstick aufladen werde.
Also – Geduld bitte bis zur nächsten Reisenotiz…. Ich bin wirklich kaputt, die Fehler werden mehr, meine Augen immer kleiner, und die Konzentration ist völlig im Eimer. In diesem Sinne – Gute Nacht!
Freitag, 11. April 2014
Mit meiner Freundin war ich um 10.00 h zum Frühstück verabredet. Die 1. Nacht hier habe ich wieder schlecht und recht auf meinem Fakirbett zugebracht. – Schon vor dem Handy­-Weckruf war ich hoch von meiner Liegestatt – Teewasser aufgestellt – unter die Dusche – Restbrot von gestern aufgefuttert – rein in die Klamotten und raus in Richtung Frühstücks-Café. Ich meinte, schon während der Taxifahrt den Duft frischen Filterkaffees in den Nüstern zu haben…. Fix hatte ich mich wieder an die hiesige Fahrweise gewöhnt…. und schnell fand ich mich im Café wieder.
Da ich zu früh da war, bestellte ich mir erst mal einen Kaffee. Kurz darauf ging die Tür auf – und eine weitere gute Freundin kam herein. Sie wusste nicht, dass ich komme, und so schaute sie verdutzt, als ich sie anrief. Also hockten wir uns zusammen an meinen Tisch. Natürlich hatten wir nach mehr als 5 Monaten viel zu schnattern. Kurz darauf öffnete sich die Tür erneut, und meine Freundin mitsamt Mann und Sohn kamen herein. Dreifache Freude, mit der gesamten Familie hatte ich nicht gerechnet. So saßen wir dann alle fünf fast 2 Stunden zusammen, frühstückten, sprachen über dies und jenes, Sachen, die mir in Deutschland passiert waren, Dinge, die auch für mich HRG neu waren. – Freundin Nr. 1 verabschiedete sich gegen Mittag von uns vieren. Vater und Sohn wollten zum Freitagsgebet, wir zwei Frauen hatten Einkäufe zu erledigen. Bemerkenswert für mich war und ist, wie frau bares Geld sparen kann, wenn sie in den Läden oder Märkten kaufen, die hauptsächlich Einheimische besuchen. Auch in der Apotheke machte die Anwesenheit meiner Arabisch sprechenden Freundin eine Menge aus. – So genoss ich dieses Eintauchen in das ägyptische Alltagsleben, das Absäbeln von einheimischem Schnittkäse mit Probieren – die Eier, die palettenweise aufgestapelt, doch lose zu kaufen sind – ich erhielt sie in einer Plastiktüte… Da ich morgens Brötchen gegessen hatte, die mir Deutschland vorgaukelten, werde ich mich gern mal eine Weile an einheimisches Brot machen… - Geldtausch erledigte ich an meinem mir vertrauten Misr-Bankomaten, mit einem recht guten Umrechnungswert von Euro in LE. Schnell noch kurz „guten Tag“ in einer meiner Stammlokale gesagt – mein netter Kellner schaute auch ziemlich überrascht drein – er wusste nicht, dass ich komme. Kurz noch auf ein Wässerchen in der Wohnung meiner Freundin – und 1 kg Butter fix in 2 Hälften geteilt. S o  günstig bekomme ich kaum frische Butter, habe noch nie einen solchen dicken Butterbarren in Deutschland gesehen. Tja, Ägypten bringt jeden Tag neue Erkenntnisse. – Jetzt ist es nach 15.00 h, und ich habe dies fix runtergeschrieben, mal schauen, ob ich heute nochmals in eines der Restaurants oder Lokale einfalle, die (m)ich kenne(n)! – Bis später!
Prompt kam über Whatsapp die Nachfrage einer Freundin, ob ich mich nachmittags noch mit ihr treffen wolle. Ja, klar – also – nicht „Changing oft he guard“, jedoch fliegender Klamottenwechsel, vorher unter die Dusche gesprungen, angehübscht ins Taxi und nach Dahar.
Meine Freundin saß mit einigen mir bekannten Gesichtern an einem Tisch. Die Restaurantchefin, die NICHT wusste, dass ich in HRG war, verhandelte an einem hinteren Tisch mit Gästen. Sie bemerkte nicht, dass ich mich an den vorderen Tisch setzte, ihren Mann begrüßt hatte, jedoch das Psst-Zeichen gemacht hatte und so ungesehen am Tisch meiner Freundin Platz nehmen konnte. – Ca. 10 Minuten später – die Chefin war mit dem Gespräch fertig, kam in Richtung unseres Tisches und sah mich noch immer nicht. Kurz darauf ein Schrei aus ihrem Mund – hatte ich sie so „erschreckt“ mit meiner Anwesenheit??!! – Nee, wohl nicht, die Freude überwog – und obwohl ich noch! nicht wieder hungrig war, fragte mich meine Freundin am Tisch, ob ich auch ein Bauernfrühstück mit essen wolle. Na sicher, entfleuchte es mir, und so stand in kurzer Zeit 2 x Riesenteller mit dem Vorgenannten vor uns… leider schmeckte es mal wieder mal viiiiel zu guuuut – nach kurzer „Atempause für die Innereien“ fanden dann noch ein Riesenstück Erdbeerkuchen mit Sahne + Kaffee in mein Innerstes. … Irgendwann gegen 20.30 h dachte ich mir, es sei wohl besser, mit der heutigen Völlerei aufzuhören. Mit Erfolg…. Taxifahrt in Richtung Sekalla und der vorwitzige Gedanke…. Naja, angebrochener Abend, dann schaue ich mal auf der Madares Street in meinem nächsten Lieblingsrestaurant vorbei.- Gesagt, getan! Auf der gegenüberliegenden Straßenseite stoppte mein Taxi, raus und direkt in Richtung Eingang. Der Chef saß an seinem Laptop und sah mich (noch) nicht. Die Angestellten verstanden auch hier mein Psst-Zeichen, ich versuchte also, ungesehen am  Chef vorbeizukommen, doch nix da! In dem Moment, als ich knapp vorbei war, stand er auf, und ich flatterte in seine Arme, um mir den  ’Willkommensgruß‘ abzuholen. Später kam ein Freund des Chefs mit einem 1 1/2 Jahre alten Riesen-Bernadiner-Hund ins Restaurant, ein weitgereister und weltgewandter Ägypter, der neben diesem – von mir als „Riesenkalb“ bezeichneten – Bernadiner noch 7 Schäferhunde in seiner Villa hat. Faszinierend, was ich da in dem mehrstündigen Gespräch erfuhr, auch über seine Reisen, seine Berufstätigkeit – so wurde es fast 01.00 h, bis ich mich endlich aus der „Herrenrunde“ mit Hund verabschiedete.
Taxifahrt mit kurzem Umweg nach Hause – Grund: ein Riesenloch am Ende unserer Seitenstraße, die auf die Madares Street führt.
Nun ist nach 01.30 h morgens oder nachts…., mir fallen fast die Augen zu, und der Bildschirm erscheint mir immer kleiner. Deshalb schließe ich für heute. Der Internet-Stick zwecks Aufladung wartet bis morgen, und dann kann ich alles hier auch online in meinem Reiseblog einstellen. - Gehabt Euch wohl bis morgen! Und auf mehr dann…
Samstag, 12. April 2014
Dank Schlafunterstützung ging die letzte kurze Nacht schnell vorbei… ein Auge erstmals um 09.00 h geöffnet, nee, noch zu früh, dann weitergeratzt – um 11.00 h endlich fanden beide Augenschlitze die Uhrzeit: 1 1 . 0 0  Uhr! Auf in die Waagerechte – Kaffeewasser aufgesetzt – 1.Katzenwäsche erledigt – Frühstück vorbereitet – Tisch auf Balkon geschleppt, Stuhl hinterher – Frühstück rausgebracht -  Lektüre bereit gelegt, Beine hoch und dann habe ich eine Stunde lang genossen, im 2. Stock inmitten meiner einheimischen Mitbewohner, begleitet von allerlei Lärm und Geräuschen und Rufen von den umliegenden Straßen meine 1.Tagesmahlzeit zu verzehren. J a , ich genieße es, zuhause bei mir auf dem Balkon ist zwar alles um mich herum grüner, jedoch auch viel ruhiger, manchmal zu r
Vor 20 Minuten klingelte es an der Tür – meine deutsche Nachbarin stand vor der Tür, bewaffnet mit Zigaretten… also wusste ich, sie blieb etwas länger. So schwatzten wir uns zwei Zigaretten lang – sie, ich nicht! – durch meine 5monatige Abwesenheit in dieser Wohnung. Sie erklärte mir zum XXXX. Mal, wie ich das einzige!  deutsche Programm (außer der Dt. Welle) einstellen konnte. Funktionierte zuerst nicht, bis wir entdeckten, dass trotz Strom! Im Verlängerungskabel ein Kabelbruch war… meine Freundin hätte sich kräftig einen Stromstoß holen können. Also fix dieses Kabel entsorgt und ein intaktes aktiviert. Nun habe ich also den Vorzug, Z D F  im Alleingang in Ägypten zu genießen, sofern Bedarf vorhanden.
Es ist jetzt nach 13.00 Uhr, ich ende hier mal …. später mehr.
Nun ist es später Nachmittag, 16.00 h. Nach Geldumtausch, dem Aufladen von Handy-SIM und I-Stick einige Schritte über die Straße ins Bella Vista Hotel, wieder mal bis runter zum Strand, in die Caribbean Bar. Nicht zu viele Gäste jetzt am Samstagnachmittag, ganz angenehm, sitze vor meinem Thunfisch-Sandwich. Cello, der Barchef machte große Augen, da er wie fast alle Freunde, NICHT wussten, dass und wann ich komme! Wir erzählten nur kurz miteinander, da er jemand vom Flughafen abholen wollte… Abends ist – wie allwöchentlich -  BBQ mit Livemusik …. Eben machte der Entertainer gerade Soundcheck, da gab’s an Lautstärke ordentlich was auf die Ohren!
Jetzt arbeite ich erst mal meine privaten Chats ab, sind doch einige aufgelaufen. So, die Chats sind gelesen und beantwortet, fix noch ein Handyfoto von der Bucht hinter mir, hochgeladen und an meine Chronik gepinnt…. damit meine Leser/innen in Deutschland ein bisschen grün vor Neid werden (sollen).
Damit ich diese Notizen wieder in meinen Reiseblog einstellen kann, fehlt mir zur Zeit noch Emailadresse und Passwort, um neuen Blog schreiben zu können. Hoffe, dass ich die in meinen PW-Listen wiederfinde…
Cello kam zurück – er hatte seinen Besuch am Flughafen „eingefangen“ und hierher ins Hotel gebracht. Nun ging es mit Soundcheck für den Liveauftritt heute Abend weiter. Ich werde meinen Tee austrinken und dann nach Hause fahren.
Abends saß ich nun zuhause und wollte meine Ergüsse ins Internet stellen, nachdem ich ja nun nachmittags den I-Stick mit 4,5 GB aufgeladen hatte. Also an die Arbeit – Blog aufrufen – 1. vergeblicher Versuch, naja, vielleicht beim ersten Mal dauert es länger….  Nach 30 Minuten, in denen ich lt. Etisalat-Anzeige „Internetzugriff“ hatte…, der jedoch keine Webseite online aufbaute, verlor ich die Geduld. Werde wohl oder übel nochmals mit Netbook in den Laden marschieren und mir als unterirdisch- internetmäßig Mittelbemindelter erklären lassen müssen, was ich denn falsch machte. – Den Restabend verbrachte ich am TV-Gerät, sozusagen die Rache der Verratenen…
Morgen geht es weiter – mit Interessantem, nicht so Wichtigem, Schönen, je nachdem, wo ich mich aufhalte.
Wer’s bis hierhin geschafft hat – Kompliment, dass Ihr nicht eingeschlafen seid!
Sonntag, 13. April 2014
= Erhebung der Horizontalen um 11.15 h – kurz vor Mittag! Was will mir mein Körper da sagen?? – Vielleicht, dass ich über  das abendliche  Misserfolgs-Erlebnis in Schlaf umgesetzt habe. Na, umso besser. Den 2. Morgen frühstückte ich also zur besten Mittagszeit auf dem Balkon. Aha, deshalb heißt das „Spät-Frühstück“ in den Hotels, wenn andere bereits wieder in Richtung Mittagessen in die Speisesäle einfallen…
Mal schauen, ob ich heute überhaupt noch einen Fuß aus dem Haus setze – es ist Sonntag (für mich), und da kennt meine Faulheit keinerlei Grenzen. Einige Telefonate vielleicht – oder ein bissel facebooken oder whatsappen, das wird es wohl heute sein.
Die Faulheit verbreitete sich wie eine schnell wachsende Infektion – Fazit: den gestrigen Sonntag verbrachte ich lesend – dösend auf dem Balkon bzw. abends dann vor der TV-Glotze, außer der „Deutschen Welle“ bietet unser Hotbird-Satellit z.Z. nur ZDF. Also zog ich mir die Liebes-Sonntagabend-Schmonzette rein, wobei ich die Hauptakteurin, Chiara Schoras, gern mag. Noch mal kurz einigen Freunden „Gute Nacht“ via FB und Whatsapp gesagt, dann ab in die Falle. M ü d e  vom Nix-Tun, gibt’s das? Eindeutig JA!
Montag, 14. April 2014
Um 10.00 h fiel ich dann endlich aus der Kiste – zuhause habe ich um diese Zeit bereits den halben Haushalt umgedreht. Also aus dem horizontalen Nichtstun auf ins vertikale „Dolce-farniente“, was gut übersetzt das Gleiche bedeutet. Zifferblatt gewaschen = Katzenwäsche – Kurzfrühstück für Balkon zubereitet, erneuter Versuch, mit dem vermaledeiten I-Stick am Netbook ins Internet zu gelang, nee, war wieder nix…. Inzwischen ist es genau 12.00 h jetzt…
Nachmittags werde ich mal rausgehen bzw. mich eines Taxis bemächtigen, um zum Ziel zu kommen.
Was – wann – wie – warum und wo das passiert, folgt unten – später …
Nachmittags wollte ich doch nochmal zu Etisalat, wo ich vor 2 Tagen meinen I-Stick aufgeladen hatte. Es gelang mir einfach nicht, zuhause online zu gehen. Also schleifte ich das Netbook mit dranhängendem Stick in den Laden in der Sheraton Street. Wartenummer – 5 Minuten später reichte ich Netbook und Stick an einen Mitarbeiter. Der setzte eine wichtig-wissende Miene auf, nur, um dann noch 2 weitere Dienstleister ranzuholen. Kurz darauf die bezeichnende Info, dass Etisalat ein Problem „the line“ hätte. TOLL, das hatte ich seit 2 Tagen gemerkt, dass „the line“ = das Internet nicht ging. Es „should be cleared within 17 hours“… mal sehen, ob ich morgen nun wieder online gehen kann mit dem Dingens! Danach hatte ich den Kanal voll. Ich nahm mir Taxi – ließ mich nach Dahar in ein Lokal fahren, wo ich wusste, dass WLAN wirklich funktionierte. So  konnte ich wenigstens meine Mails öffnen…
Thunfisch & Company waren auch diesmal meine nachmittäglichen Begleiter. Und dann passierte was Schönes… ich saß – da ich nicht in der Sonne hocken wollte- mit am Tisch einer netten Schwedin. Lisa und ich unterhielten uns super. Kurz bevor sie zahlte, kam eine junge Frau mit Begleitung, einer ihr 7jähriger Sohn, an den Tisch. Soweit mein Schwedisch reichte, entnahm ich der Unterhaltung, dass die junge Mutter weder Geld vom Automaten abheben konnte, noch ins Internet kam, um ihren Kontostand abzurufen. Sie hatte eine 1-Liter-Flasche Original-Bailey’s unter dem Arm, den ihr der Chefkellner abkaufen wollte, allerdings nicht für LE 100,00. Ich griff sofort zu und gab ihr den genannten Betrag. Sie war glücklich. Lisa sagte mir später, sie hätte sonst nicht gewusst, wie sie ihrem Sohn etwas hätte zu essen kaufen können. Ich spendierte dem Sohn noch ein Eis. Er freute sich sehr… jeden Tag eine gute Tag – dabei war’s das gar nicht, für das Geld erhielt ich ja einen entsprechenden Gegenwert.
Später im deutschen Restaurant ließ ich mir den Apfelkuchen mit Kaffee gut schmecken. Dort lernte ich eine sehr nette Dame in meinem Alter kennen. Wir hatten sofort Kontakt und fuhren gegen Abend dann in Richtung der Wohnung von ihr. Tel.-Nr. haben wir getauscht. Sicher werden wir uns wiedersehen. Heute war’s genug für mich, ich hatte im Restaurant eine Reihe von Bekannten und Freunden getroffen. Diese hatten größtenteils wohl Wichtiges zu besprechen, und da mischte ich mich nicht ein.
So, das war es für heute. Mal schauen, was der Abend noch so bringt – auf jeden Fall werde ich mir noch einen „Bailey’s Cream with a hint of coffee“ genehmigen. Danach schlafe ich sicher gut.  – Dann bis morgen.
Dienstag, 15. April 2014
Heute ist es warm wie üblich, doch die Sonne sieht a bissele aus, als hinge sie hinter einer Milchglasscheibe. Mit Schwung raus aus der Kiste – um 11.30 h = Urlaub! Zuhause wäre mir das nicht möglich. Hier ich trotz vieler Geräusche im Hause und durch die offene Balkontür das Treiben auf den Straßen besser schlafen als in Deutschland. – Die übliche Aufzählung, was frau morgens tut, wenn sie denn wach ist, erspare ich uns. Meine Entscheidung für heute = Faultag.
Vorhin versuchte ich, online zu gehen, Pustekuchen, die von Etisalat anvisierten  „17 Stunden“, dass die Onlineverbindung stünde, war Makulatur! NIX mit Onlinekontakt, grrrrrh! So bin ich notfalls aufs Smartphone angewiesen; zum Schreiben der Notizen ist mir dieses Gerät zu klein und zu fummelig. Mal schauen, wann ich mein Geschreibsel veröffentlichen kann. – Eben kommt die Sonne wieder ein wenig raus, trotzdem so richtig sonnig ist’s nicht. Ich melde mich später, um über das Nichtstun zu berichten….. jaaaa.
Inzwischen ist’s nach 17.00 h – zum XXX. Male versuchte ich, online zu gehen. E in m a l  klappte es, doch angezeigt wurden nur die Uploads, nicht die Downloads, und die brauchte ich, um eine Webseite zu lesen bzw. darin zu arbeiten. Also werde ich wohl so lange ausprobieren müssen, bis Etisalat seine eigenen Internetprobleme mit der Bereitstellung von Daten erledigt hat. Grrrrhhhhh – naja, zum Glück gibt es Bücher und ab und an und TV… nur ZDF, doch besser als nur rumzusitzen, und deutsche Nachrichten sind einmal sicher auch förderlich… Bis später … Nee, heute reicht es… Nix mit Internet hier zum Kopieren in den Reiseblog. Also – gute Nacht!
Mittwoch, 16. April 2014
Für heute hatte ich telefonisch zwei Verabredungen mit Freundinnen getroffen, einmal zum FRÜHstück, also für mich FRÜH, nämlich um 08.45 h in Dahar, was bedeutete, dass ich mich kurz nach 07.00 h von meiner Bettstatt erheben musste…. Naja, der Gedanke auf ein gutes Frühstück zieht bei mir immer – aber alles, was DAVOR ist. Trotzdem war ich um 08.15 h draußen vor der Tür. Ein Taxler fuhr mir fast die Füße platt, also rein ins Auto und klar „Dahar, Beirut-Hotel“ gesagt. Nach einigen Wirren fand sich der junge Mann endlich auf der Madares Street in Richtung Dahar unterwegs. Irgendwo musste er innerlich verdrängt haben, wohin ich wollte. Jedenfalls machten wir eine wirklich hübsche Stadtrundfahrt… irgendwann endlich merkte er wohl, dass er innerlicher Anhänger des Kreisverkehrs o.ä. war… jedenfalls erinnerte ich nochmals an mein Wunschziel. Nach 25 Minuten endlich fand er dies, bog wunschgemäß rechts ab und setzte mich vor dem Café ab. Der Wagen meiner Freundin war nicht zu sehen, ich war pünktlich um 08.45 h im Café und bestellte erst mal einen Kaffee. Meine Freundin kam kurz darauf. Ich hatte bei ihrem Namen schon 2 x Frühstück komplett bestellt… Wir hatten bis 10.00 h Zeit zum Erzählen…
Schnatterzeit vorbei – ab ins Auto in Richtung Magawish zu meiner Hunde-Freundin Mecky. Ich stieg an der Hauptstraße – Richtung Safaga – aus und stiefelte durch ein unbefestigtes Straßenstück quer in Richtung „Villa Mama“. Ein kurzes Klingeln – darauf aus etlichen Hundekehlen draußen und drinnen Gebell. Meine Freundin wusste, wann ich komme. Nun sah ich all die Prachtexemplare, die ich in Facebook schon so oft in so lustigen Fotos bzw. Kurzvideos gesehen hatte. Meine zwei Lieblinge, Ben und Etienne, waren in 5 Monaten von knuddeligen Welpen zu „Riesenbabys“ mutiert. Die Neuzugänge Bella, Herr Schröder und Tante Molly kamen von Anfang an auf mich zu und ließen mich nicht mehr aus. Alle Hunde, die sich mal im Haus, mal im großen Garten aufhalten, sind prachtvoll gepflegt, hören auf ein kurzes Wort bzw. ein Pfeifen. Die zukünftigen Hundeeltern können sich wirklich freuen, so perfekt „vorbereitete und erzogene“ Hunde als neues Familienmitglied zu begrüßen. Mecky geht mit ihnen so um, wie es in jeder intakten Familie mit Haustieren sein sollte!
So gab’s natürlich wieder viel über die Tiere, die Familie und den übrigen Klatsch hier im „Dörfle“ Hurghada zu berichten. Wir hatten uns ja über 5 Monate nicht persönlich ausgetauscht. Später kam noch Meckys Tochter hinzu…. mit einem dicken Auge. Sie erzählte, es sei wie angeflogen gekommen: soweit mein laienhafter Blick auf dasselbe sofort bemerkte: „Gerstenkorn mit beginnender Konjunktivitis (Bindehautentzündung)“. Naja, es tat ihr weh. Muttern stellte ihr Kamillenkompressen hin – siehe da, nach vielmaligem Auflegen derselben sah ihr „Matschauge“ nicht mehr so schlimm, und auch der Schmerz ließ nach, ja-ja, die guten alten Hausmittelchen….
Ich blieb bis über Mittag. Mecky hatte Termin in der Stadt. So nahm sie mich gern mit zurück und brachte mich punktgenau zum Supermarkt, da ich meinen leeren Kühlschrank auffüllen wollte. Dies ging schnell. Den Markt kenne ich inzwischen, so dass schnell 2 Tüten mit guten Sachen voll waren. Taxe herbeigewinkt, und schwupps, war ich zuhause.
Ein schöner Tag, nichts Außergewöhnliches, doch zusammen mit besten Freundinnen war dieser Urlaubstag wieder ein Erlebnis für mich. So, ich kopiere das jetzt fix ein…. bevor mir mein Netbook aufgrund der Betriebswärme oder der I-Stick schlapp machen. Bis morgen – heute Abend passiert sicher nix Erhebendes mehr…. nur noch „Aktenzeichen XY - ungelöst“.
Also, bis morgen - - -





Donnerstag, 17. April 2014 = Gründonnerstag


Obwohl ich heute früh .. hätte können, nämlich ausschlafen, ging’s heute nun mal nicht! Also raus – unter die Dusche¸ Kaffeewasser angestellt – irgendwie Routine auch hier in der Ferienwohnung, fast wie zuhause. Ich wohne zum 4. Mal hier bei meiner dt.-dänischen Vermieterin¸ und trotz der vielen persönlichen Dinge fühle ich mich hier daheim. Am Vormittag – oh Wunder der Technik – ging ich online, es funktionierte, etwas langsam, doch alle Seiten aufrufbar. Nur in meiner Chronik muss FB – oder ich – gestern was falsch verstanden haben. Wollte meinen Reiseblog-Weblink nochmals eingeben, simsalabim, wech war der Text mit Info. Während ich so innerlich „vor mich hinkomponierte“, ging die Türglocke. Mein deutsche Nachbarin stand mit der ihr kürzlich überlassenen Freuenzeitschrift vor mir. Also bat ich sie herein, und so schnatterten wir über dies und das, die Wohnungssituation hier im Viertel – ihre Arbeit – ihre Freizeit – ihre Freunde. Die Zeit rannte, und ihr Mittagessen harrte auch noch der Vollendung! Naja, ich wollte mir Eierpfannkuchen zubereiten. Habe jedoch in der 1. Woche hier so viele Eier verdrückt – auch 2 x zum Frühstück im Café – so habe ich es gelassen


Ansonsten ist ja heute wieder mein Faulenzertag – Morgen um 10.00 h bin ich mit Freundin bei Cello in der Caribbean Bar zum Frühstück verabredet. Sie kennt, obwohl sie hier seit vielen Jahren wohnt, diese Lokalität noch nicht.


So, nu isses mitlerweile 13.15 h, und mein Magen meldet sich…. – Abends über Whatsapp ihre Absage, es seien Ausfälle von Mitarbeitern, so dass sie an ihrem freien Tag arbeiten müsse. - Und da ich nix zu berichten hatte, wurde dieser „grüne Donnerstag“ hiermit beendet.




Freitag, 18. April 2014 = Karfreitag

Der Morgen heute begann damit, dass ich denselben nicht so mitbekam – ein Grund war, dass des Nächtens ein Hund in unserer Nachbarschaft meinte¸ beweisen zu müssen, dass er Laut geben konnte. Das äußerte sich in stundenlangem Verbellens irgendeines Gegenübers. Ergebnis: Nachdem es bei Hellwerden ruhiger wurde, entschlummerte ich bis Punkt 11.00 Uhr!

Beim (Mittags-)Frühstück auf Balkonien schaute ich über meine „Spiegel“-Lektüre hinweg auf die Häuserreihen um mich herum. Da sich der Balkon um die Ecke herum zieht und ich an einer kleinen Straßenkreuzung wohne, gibt’s so allerhand im Viertel zu schauen. Von fast allen Balkonen hängen außen die Familien-Wäschen herunter. So kann ich schnell erfassen, ob, wie viele und in welchem Alter hier Kinder wohnen. Natürlich ist das nicht wichtig, erschließt mir jedoch die Infrastruktur meines Wohnviertels allemal, - Hurghada wurde in den letzten 10, 15 Jahren auch immer mehr zum Wohnort von jungen Familien, wo oft der Vater zum Ernährer wurde. Dass keine Frauen in den Hotels arbeiten, ist bekannt und für ein islamisches Land nichts Neues. – Auch hier im Viertel finden sich kleine Läden für den täglichen Bedarf sowie Kaffeestuben, in denen fast nur Männer bei Tee und Wasserpfeife ihre Palaver halten… Als ich vorgestern meinen Einkauf erledigt hatte und in Richtung meiner Wohnung lief, fiel mir das wieder besonders auf. Die Straßen sind voll mit spielenden Kindern, fröhlich und laut, ungezwungen trotz der sicher meist beengten Wohnverhältnisse – oft stehen auch Frauen mit ihren Kindern in den Hauseingängen und erzählen, auch diese jung und unbeschwert wirkend… so ganz anders als zuhause bei uns.

Upps, da bin ich eben völlig vom Wege – bzw. vom Thema abgekommen. Doch auch das gehört für mich dazu. Pauschalurlauber, auch Wiederholer, sind meist in Hotels, oft mit All­-inclusive, untergebracht. Die bekannten „Schnäpperken“ für Euro 269,00 für 7 Tage All-inclusive-Urlaub tragen nicht dazu bei, die allgemeine Lebenssituation der hier vor Ort Lebenden zu verbessern. Oft bleiben diese Gäste dann auf der Touristen-Meile von Hurghada, der Mamsha oder der Sheraton-Street. DAS ist Tourismus – und manchmal Abzocke – pur. Nur wenige Gäste „verirren“ sich mal in eine der vielen Seitenstraßen und Gässchen…

Schluss jetzt mit o.a. Off-topic-Ausführungen ..

Nachdem ich Xmal versuchte, übers Handy online zu gehen, müssen sich die am letzten Samstag aufgeladenen LE 70 buchstäblich in ein Nix aufgelöst haben… denn seit Donnerstagabend ging gar nichts mehr. Kein Internet – kein Whatsapp – Viber – keine SMS, von Mobiltelefonaten ganz zu schweigen. Also fand bis abends Info-Austausch übers Netbook statt.

Jetzt abends gebe ich es auf… Gute Nacht!

Samstag, 19. April 2014 = Ostersamstag

Heute Morgen war nix mit Ausschlafen! Ab 07.30 h hörte ich vom Haus schräg gegenüber vielfaches Stimmengemurmel und laute Rufe. Wagentüren klappten auf und zu ­­– es wird eine Art Brigade verschiedener Handwerker sein, die täglich kurz nach dem Hellwerden ihr Handwerkszeug ein- oder auspacken. Um 09.30 h war der Spuk vorbei. Ich saß - mit Lektüre und Tee versorgt – auf dem Balkon und sinnierte über das Leben und was uns gerade diese Tage – das bevorstehende Osterfest – sagen will. Seit 3 Tagen war ich nicht draußen – heute bin ich durch das Mobiltelefon dazu gezwungen, kurz in die Stadt zu fahren. Sonst steht mir zur Zeit der Sinn nach – nix, habe ich selten, gibt sich wieder, hängt nicht vom Aufenthaltsort ab, es is‘ eben so!

So, es ist gleich 12.00 h mittags – die Dusche und anderes rufen. Der Schwede sagt „Ha det bra“ – bis bald, also dann! – Den Rest-Samstag verbrachte ich lesend – und sitzend… rausgehen, heute nicht mehr!
Sonntag, 20. April 2014 – Ostersonntag




Heute früh war’s genauso warm schon am Morgen. Setzte mich Riesen-Teepott auf den Balkon¸ lesenderweise, doch ich fühle mich wie ein ausgeblasenes Osterei (passender Vergleich!) – also werde ich auch heute sicher zuhause verbringen. Ab Mittag gab es zahlreiche Whatsapp- und Viber-Audionotizen. Es ist schön, von zuhause auch die Stimmen von Freunden zu hören.
Jetzt am Nachmittag wollte ich einige Freunde anrufen, um Treffen für nächste Woche zu vereinbaren. Kann ich z.Z. noch vergessen, so lange ich mich so abgeschlagen fühle…

In Facebook entdeckte ich vorhin – es ist schon duster, so 19.05 h – eine Einladung zu einer Art Stammtisch am Ostermontag-Nachmittag. Mal sehen, würde mich schon interessieren – und für den Dienstagmorgen habe ich endlich gleich mit meiner Freundin das letzten Freitag ausgefallene Frühstück neu als Termin festgetackert. FREIE Tage, wie schreibt frau das, so geht es ihr momentan, betrifft nicht mich! – Als Nächstes muss ich mir nochmals Antinal besorgen… ich möchte im Fall der Fälle „sicher“ von Punkt A nach Punkt B per Taxi kommen.

So, falls jetzt abends nichts mehr Besonderes geschieht, ist die Woche für mich hier abgeschlossen. Einen schönen Abend noch – und wer sie noch nicht hat, sollte die Rest-Ostereier suchen, damit sie nicht bis zum nächsten Jahr im Versteck bleiben.

Montag, 21. April 2014 = Oster-Montag

Was soll ich noch schreiben? Langsam wird’s langweilig, nur in der Wohnung und auf dem Balkon „spazieren zu gehen…. Morgens war es sehr windig, ein dünner Sandfilm  lag überall. Also erstmal mit Wasser und Lappen abgewischt, was versandet erschien. Frühstück – schwarzen Tee und Zwieback ­ und heute 1 x geriebener Apfel. Das kannte ich von meiner Mutti, bekamen wir immer, wenn’s uns als Kinder untenrum zu sehr „erwischte“. ­ Trotzdem werde ich den Frauenstammtisch ab 17.00 h heute lieber noch sausen lassen… Morgen früh werde ich mit Freundin frühstücken gehen, und zwar mit KAFFEE, BRÖTCHEN und allem, was dazu gehört. – Meine laienhaft-bruchstückhaften Medizinkenntnisse holten mich eben ein: Elektrolyte-Lösung, ganz einfach, da brauche ich keine Glykose-Infusionen….

Also – auf einen halben Liter abgekochtes Leitungswasser 1 TL Kochsalz und 7 bis 8 TL Zucker und dazu einen halben Liter Orangensaft oder auch Kräutertee. Naja, schön schmeckt anders,  jedoch besser, als nur Tabletten einzuwerfen. Dieses Gesöff allein ist ein Grund, schnell wieder auf die Beine zu kommen… Viel wird also am heutigen Montag nicht mehr geschehen – ab und zu ein Blick vom Balkon auf die Straße, die ist noch genauso staubig wie eh und je – ansonsten ein bisschen TV und zum Glück habe ich noch Reste-Lektüre des vorletzten “Spiegels“ und eine Auswahl deutscher Bücher hier von meiner Gastgeberin im Regal. Also: Ha det bra – bis später!

Dienstag, 22. April 2014

Es hat gewirkt – die literweise „eingeflossenen“ selbstgebastelten Elektrolyte-Lösungen zeigten Wirkung.

Heute Morgen wusste ich noch nicht, wie prall und schön – nach etlichen Tagen Dauer-Zuhause-Hockens! – sich der heutige nach-ostrige Dienstag entfalten würde…

Um 07.00 h entfleuchte ich – ohne zweimal die Handywecker um 07.15 h – dem Bette, flugs unter die Dusche – hinein in die Klamotten und raus um 08.15 h in den noch jungen und halbwegs frischen Morgen. Auf nach Dahar. Ein netter, halbwegs gut Englisch parlierender Taxler brachte mich in geschätzten 10 Minuten…..ssssst- weg war er – direkt vor mein Stammcafé – 08.30 h  Eintritt, noch ohne meine Freundin. Sie kam wie verabredet um 08.45 h. Bestellung – ich zuerst ein Tee mit Salz und Zucker nochmals (vorsichtshalber) und dann „volle Ladung“ mit frischen Brötchen und allem Drum und Dran  u n d  2 x Kaffee. Diese morgendliche Aus-Zeit geht für uns zwei immer viel zu fix vorbei. 10.00 Uhr Aufbruch – zur Wohnung meiner Freundin – vorher eine Kurzinfo eingeholt wegen der GoBus-Verbindung für übermorgen nach El Gouna zu einem Bekannten – vom Telekommunikations-gebäude in Dahar gegenüber ist eine der GoBus-Haltestellen. Für Sekalla muss ich mich noch erkundigen….

Ab in ihre Wohnung….. der Herr Sohn schlief noch (schulfrei wg. Oberstufenprüfung in seiner Schule). 1 x Wachmachen – Mutters Ansagen, was für ihn zu erledigen sei und Muttern dann wech – ich mache es mir im Wohnzimmer mit Netbook und Facebook dank WLAN bequem und tippsele und lese so vor mich hin. Mein quasi „Enkelsohn“ macht inzwischen Tee für uns, und daddelt er auf seinem I-Tablet und ich weiterhin auf meinem Mini-Schlepptöpfchen rum…. Gegen 12.15 h – irgendwie erklang aus beiden Richtungen, dass Hungergefühle nagten. Wir also runter – ins Taxi und ins nahe gelegene deutsche Restaurant. Meine Freundin saß mit ihrem Mann beim Mittagsimbiss¸ und so gesellten wir uns nach Bestellung von 2 x Mittagessen hinzu. Sein Leberkäse + Spiegelei und frische Pommes schmeckten sichtlich, ich brauchte nach diesen entbehrungsreichen Tagen einfach was Herzhaftes. „Soljanka – hausgemacht (mit Liebe!)“ ist eine meiner Lieblingsgerichte dort. Mein Kreislauf wusste sofort, DAS isses, und so schmeckte – und bekam – mir diese gut gewürzte Suppe seeehr gut! Der Chefsalat mit Putenstreifen war sozusagen der Topper. ---- Mein „zeitlicher Enkelsohn“ hatte nach 2 Std. mit mir „Oma“ genug…. Höflich und nett verabschiedete er sich von uns. –Tja – inzwischen war früher Nachmittag, nach Hause – bisschen früh – und so unterhielt ich mich ein Weilchen mit der Chefin. Kurz darauf kam ein Herr an unseren Tisch und fragte uns zwei, ob er sich zu uns setzen dürfte. Irgendwie entwickelte sich hieraus ein lustiger Schlagabtausch an Worten… Ergebnis: er saß neben mir, später stellte sich heraus, dass er zwar nicht täglich, doch regelmäßig reinschaute und ihm ebenfalls die Speisekarte sehr gut gefiel. So kamen – wie, weiß ich nicht – wir darauf, uns beider Alter zu schätzen. Da ich meine ID-Karte meist mit habe, zog ich sie heraus – er seine auch, und so stellten wir beidseitig unsere Personalien fest.

Die Chefin wusste ja mein Alter, unser Gast wollte nicht glauben, dass ich doch einiges mehr an Jahren drauf habe. DOCH, nun war es klar, ich bin 5 Jahre, 10 Monate und 13 Tage älter… wenn ich die beiden Geb.-Daten richtig verarbeitet habe… Es wurden vergnügte, interessante und wirklich lustige 2 Stunden, in  denen wir über Hurghada & Co., unsere Berufe, Hobbys und mehr erzählten. Da mein Gesprächspartner anlässlich eines Telefonates ….“Sekalla“ mitbekam, fragte ich, ob er mich ein Stück stadteinwärts mitnehmen könnte. Er konnte und war bereit. So brachen wir gegen 14.45 h vom Restaurant auf. Am Firmenlogo sah ich nun, mit wem und was sich mein Mitgast befasste. Interessant, und so verging die Fahrt – bis 10 m vor meine Hauseinfahrt wie im Fluge – und  n e i n , kein Austausch von Tel.-Nummern.

Es war einfach schön, über alles locker und entspannt über unsere Arbeit und Interessen zu sprechen. Eine Grundtendenz an Übereinstimmung ist vorhanden; trotzdem ist es interessant, mit Menschen, die ich neu kennenlerne, meine Grenzen im Wissen, Erfahrungsstand usw. auszutauschen. – Übermorgen fahre ich – s.o. – mit Bus nach El Gouna zu einem Bekannten. Der Anruf von ihm kam heute Vormittag. Ich habe mich sehr gefreut, dass unsere in Deutschland begonnene Schreib­-Bekanntschaft mit einigen Telefonaten nun endlich persönlich gemacht wird.

Falls mir noch was einfällt, bin ich wieder hier  sonst bis morgen…

Mittwoch, 23. August 2014

Wieder mal ist morgen schon heute – über die Hälfte meines Hurghada-Trips sind vorbei. Heute habe ich ich mir nichts vorgenommen – 10.15 h kurze, stürmische Türklingel – meine nette Nachbarin und Schlüssel-Geberin der Wohnung…. Bewaffnet mit Zigaretten und Feuerzeug. Ich also fix Kaffee und Kekse bereitgestellt, und so haben wir über Stunde bis eben zusammen gesessen und erzählt. Da sie schon etliche Jahre hier auf der Etage wohnt, hat sie immer wieder mal Neuigkeiten, die z.T. auch für mich nützlich sind, zu berichten. – Mal schauen, was der Nachmittag bringt. Nachdem mir heute früh mein I-Stick den Dienst versagt hat, mal sehen, was er gleich sagt.

Bis später!

Nun ist’s 2 Stunden später, mein Magen schlägt Kapriolen, also werde ich mir gleich etwas ins Pfännchen oder sonstwas irgendwohin schlagen…. Bis eben kurvte ich im Internet resp. In Facebook herum… au Backe, irgendwann erkenne selbst ich Halb-Internet-Freak, dass mir meine Bücher und mein „Spiegel“ eindeutig mehr Intellektuelles abfordern. –  So, und nun geht es gänzlich intellekt-los an die Essenszubereitung. Noch einen schönen Nachmittag an diesem ereignislosen Mittwoch… - Auch der Abend brachte außer viereckigen Augen wegen des Fußballspiels nichts Neues. Also – gute Nacht.

Donnerstag, 24. April 2014

Heute war frühes Aufstehen angesagt. Grund: Fahrt mit Taxe bis zum Telecom-Gebäude in Dahar, von da aus mit Bus nach El Gouna-Downtown, wo ein Bekannter mich dann aufsammeln wollte. Viele Gespräche – Pooltag, so schön geplant. Also war ich um 08.30 h fertig – ohne Frühstück, doch guter Dinge und  eeeeeben im Aufbruch begriffen, als meine Tasche klingelte… dorthin hatte ich mein Hand sinnigerweise schon versenkt. Tjaaa, auch andere Menschen erwischt mal eine Rache, und wenn es die vom Pharaoh ist. Fazit war, dass meine heutige Bus- und Erlebnistour nach und in El Gouna ins Wasser gefallen war. Gesundheit geht vor!

Da ich jedoch heute in Rausgeh-Laune war, beschloss ich, in meinem Stammcafé – auch mal ohne meine Freundin – dort zu frühstücken. Ich also raus auf die Straße – Taxe stand fast direkt neben Hauseingang, ich ihm deutlich mehrfach das allgemein bekannte nächste Hotel mitgeteilt, bereitwilliges Kopfnicken, und er fuhr los. Nett, nicht aufdringlich, fahrtechnisch war nichts zu bemängeln – nur schien er sich entweder im Nildelta oder in Oberägypten gut auszukennen, hier in Hurghada jedenfalls nicht. Nach einigen vergeblichen Anläufen – über die Nasser Street kam er nicht hinaus – irgendwann umkurvte er das General Hospital in Richtung Sand Beach und Geisum Village Hotel…. Nun wollte ich NICHT MEHR. Ich ließ ihn anhalten und landete dann in einem anderen meiner Stammlokalitäten. Und obwohl es erst kurz nach 09.15 h war, saßen bereits einige Gäste bei Tee & mehr. Na, ein Frühstücks-Café ist es nicht. So begrüßte ich meinen Lieblingskellner. Er schlug gleich vor, dass er mich ins zum Lokal gehörende Hotel zum Frühstück bringen könne.  Gesagt – getan. Nun, die Auswahl war nicht – mehr – überwältigend, Frühstück à la égyptienne, doch mein Appetit war schon zu groß, um da hohe Messlatten anzulegen. … so bediente ich mich von dem, was der Restmorgen übrig ließ, ich hatte meinen Kaffee, das war mir wichtig. So wandelte ich zwei zwischen Hotel-Frühstücksraum und Lokal hin und her. Danach ging es mir richtig gut… und ich surfte fast 3 Std. durchs Internet – soziale Netzwerke, klapperte meine diversen Emailfächer ab, und schon war Mittagszeit. Also Essen bestellt, zwischendurch hatte ich Kurzbesuch vom Freund meiner Schweizer Freundin, kurz nur, da er Mittagschicht hatte…. Kurz danach kam eine Bekannte aus Schweden ins Lokal. So saßen wir noch eine ganze Weile zusammen, es gab auch hier viel zu erzählen. Bei ihr war es der vorletzte Tag des Langzeiturlaubs. Ihr Rückflug wird übermorgen vom frühen Morgen bis zum Nachmittag dauern – Hurghada – Istanbul – Stockholm, mit mehrstündigem Aufenthalt im Transit in Istanbul. Turkisch Airlines bietet ja günstige Flugpreise, doch halt immer mit Stopover, der auch mal bis zu 6 Stunden dauern kann. Wieder was dazugelernt. Da wir beide nachmittags noch etwas zu erledigen hatten, verabschiedeten wir uns. Mal sehen – vielleicht sehen wir uns im Herbst mal wieder. Eine intelligente und liebenswerte Zeitgenossin! – So, 19.00 h, hier erst mal finito…

Freitag, 25. April 2014

Heute endlich hatte meine Freundin ihren freien Tag. Für 10.00 h hatten wir uns in unserem Stammcafé zum Frühstück verabredet. Also war’s für mich kein Problem, diese Zeit einzuhalten.

Wie üblich war ich zu früh da, diesmal gesegnet mit einem zwar nicht redefreudigen, jedoch sehr kundigen Taxler. – Meine Freundin hatte ihren Sohn im Schlepptau – der 17jährige Knabe (ich liebe ihn wie einen Enkelsohn) bestellte wie üblich kein Frühstück, sondern…. Käsekuchen, sein Lieblingsessen. Nach 45 Minuten wurde also dieser Knabe, sorry: junger Mann unruhig und hielt uns zum Aufbruch an – klar, er wollte in eines der Hotels in Dahar zum „Day Use“ – wie wir auch – Sonne tanken (die erst nachmittags kam) – faulenzen – und für ihn natürlich Pool + Strand + Meer. Uns zwei Frauen reichten zwei Liegen am Pool, wo wir uns dann gegen kurz nach 11.00 h niederließen. Das Glück- der Zufall – wollte es, dass der Freund einer meiner Freundinnen im Hotel – meist im Außenbereich und am Pool – arbeitete. So bekamen wir schnell unsere Limonen-Drinks – es wurde ein richtig entspannter Pool-Tag. Der Sohn meiner Freundin muss wohl mindestens 4 Stunden mit kurzer Ess- und Trinkpause im Wasser gewesen sein. – Meine Güte, welche Vielfalt an Gästen aus dem Hotel und anderen Tagesgästen konnten wir beobachten! Teilweise kamen wir uns vor wie im Panoptikum! Es waren auch viele einheimische Familien mit Kinden und Jugendlichen um den großen Pool auf den Liegen versammelt. Uiiih, zu sehen, wie unterschiedlich doch die Erziehung der zahlreichen jungen Leute im Pool doch war. Inzwischen musste ich es lernen, deutsche oder europäische Maßstäbe anzulegen. Die Kleineren dürfen so ziemlich alles, was möglich ist – die größeren nahmen teilweise absolut keine Rücksicht auf die Jüngeren im Pool. Andererseits, waren weder meine Freundin noch ich für sie die Verantwortung hatten. Nach 16.00 h zogen wir Frauen dann vondannen… der Herr Sohn wollte noch bleiben. Mit 17 ½ Jahren ist MANN ja fast erwachsen.

Meine Freundin brachte mich buchstäblich bis direkt an die Haustür-Stufen. Und ob Ihr es glaubt oder nicht, wir beide hatten das Gefühl des völligen Groggy-Sein. Woher – vom Nichtstun? Muss es bei mir wohl sein, bei meiner Freundin sicher einfach nur mal das Gefühl nach 60, 70 Wochenstunden Arbeit ausspannen zu können. So, es ist jetzt kurz vor 18.00 h – heute läuft nix mehr bei mir…

Samstag, 26. April 2014

Heute Vormittag nannte ich es „Haushaltstag“… Wäsche abgenommen, neue aufgehängt, die Küche fegen und wischen – bügeln werde ich auch noch…. Also nichts Berichtenswertes. Ab 15.00 h wollte ich mich mit einem guten Bekannten in der Stadt zum Gesprächsaustausch treffen – wird leider nix draus. Mal wieder sehe ich mich außer stande, die Wohnung zu verlassen. Mein vertraute Elektrolyte­-Mischung und ein geriebener Apfel (Hausrezept von meiner Mutti) versuchen nun ab Mittag ihr Bestes, um mein Inneres und mich wieder ins Gleichgewicht zu bringen. – Draußen sind inzwischen einige Regentropfen gefallen, der Himmel ist überwiegend bleigau, und es grummelt… hört sich nach Gewitter an… Eben wieder Gewittergrollen. Für uns im und am Harz zuhause nicht ungewöhnlich, hier in Hurghada habe ich es in fast 30 Jahren nur sehr selten erlebt…

2 Stunden weiter – der Himmel ist wieder blau, nix von Gewitter, geschweige von Regen – ich habe meinen Balkonstuhl samt Buch um die Ecke gestellt, dem Schatten folgend, auf den Balkonen vor und neben mir überall junge Mütter mit kleinen Kindern, Wäsche wird auf den außerhalb der Balkon-brüstungen angebrachten Leinen aufgehängt…. oder abgenommen, alles atmet den Hauch des alltäglichen Lebens um mich herum – normal für hiesige Verhältnisse, so ganz anders jedoch als in Europa. Ich stelle mir gleiches Tun in Deutschland vor – neee, net möchlisch….

Sonntag, 27. April 2014

Erstmals seit Monaten habe ich eine Nacht durchgeschlafen – wahrscheinlich, weil ich mich doch ziemlich kaputt und schlapp fühlte. Heute ging’s mit dem Aufstehen besser.  Es ist kurz vor 10.00 h – mal sehen, was der Tag so bringt. Jedenfalls werde ich am nächsten Mittwoch nochmals zu meiner Freundin nach Magawish fahren und dort sicher wieder viel Spaß mit ihren Hunden haben… - Noch immer steht ein Besuch in El Gouna aus… Wir werden sehen – die letzte Woche fängt an…. Und die Termine für Freundestreffen werden knapper…

Der Tag wurde von mir erneut mit „Elektrolyte“ – mindestens 2,5 l – im wörtlichen Sinne „ersäuft“. Zu berichten gab es nix, außer, dass ich fleißig gebügelt habe und ein neues Buch begonnen habe, nee, nicht zu schreiben, zu lesen…. GUTE NACHT!

Montag, 28. April 2014 – die letzte Urlaubswoche beginnt…

Mein Frühstück war das Letzte – das Letzte, was der Kühlschrank außer Tomaten und Gurken bzw. einem Rest Butter und zwei Toastscheiben hergab. Also ist heute Einkauf angesagt; auch will ich mal sehen, ob ich meinen 3 Wochen gewachsenen Wildwuchs bei Lisa in der Bombay Street in eine etwas gemäßigtere Form bringen lassen kann. – Bin heute früh aus dem Bett gefallen, da es schon ab 07.00 h übermäßíg warm war. Frühstück mit Buch auf dem Balkon. Nun sitze ich hier, kurz nach 09.00 h…. und die Uhr tickt: noch eine Woche. Am nächsten Montag um diese Zeit werde ich beginnen, meine Sachen zusammenzupacken…

Am frühen Nachmittag bin ich endlich so weit, mich nach der Dusche aufzuraffen, mit der Taxe in den Supermarkt zu fahren, da – wie geschrieben – mich mögliche Mäuschen mit rotgeweinten Äuglein anschauen würden, wenn sie den Kühlschrank-„Nichtinhalt“ sehen könnten. Zuerst steige ich beim deutschen Bäckerladen aus, um Brot + Brötchen zu bekommen. Kaffee und ein Croissant weckten meine Lebensgeister. Der Gang in den Supermarkt war schnell erledigt, dank meiner Einkaufsliste….

Danach wieder rein in eine Taxe und ab nach Haus. Bei der Hitze heute war ich froh, nicht noch in der Gegend rumlaufen zu müssen.

Das war’s für heute.

Dienstag, 29. April 2014

So ereignislos wie Wochenende und der Montag verging auch dieser Tag – zuhause in der Wohnung, mit und ohne Klimaanlage, je nachdem, ob ich mich auf dem Balkon mit Lesen oder im Apartment mit Wäsche, Essenszubereitung oder Chatterei im Internet beschäftigte.

Für Mittwoch hatte ich mir ja einiges vorgenommen – Frühstück mit Freundin- Fahrt nach Magawish zu meiner Hunde-Freundin und Friseurbesuch…

Mal schauen, was der morgige Tag für mich bereit hält….

Mittwoch, 30. April 2014

2 x Handy-Wecker für 07.15 h gestellt, damit ich nicht verschlafe – neee, schon um 07.00 h war ich putzmunter – fix unter die Dusche – rein in die Klamotten – um 08.15 h in Richtung Dahar – schnell noch Geldwechsel bei der Misr-Bank, wieder ins Taxi, ab ins  Café. Pünktlich um 08.45 h kam meine Freundin. Diese wöchentlichen Frühstückszeiten bringen uns beiden etwas: meine Freundin kann vor Arbeitsantritt noch ein bisschen Luft holen, und ich genieße es auch, nach meinen Tagen in trauter Zwiesprache  mit dem TV-Gerät einen Menschen vor mir zu haben, mit dem ich kommunizieren kann…

Später kam noch der Mann meiner Freundin auf einen Kaffee vorbei, und auch eine weitere Bekannte, die ganz in der Nähe wohnt, holte sich ihr deutsches Brot … Gegen 10.00 h fuhren wir zurück in ihre Wohnung. Dort erlebte ich mal wieder, dass Söhnchen… (keine Schule heute) noch den Schlaf der Gerechten schlief…. doch nicht mit uns! Bei meiner Stimmlage war es kein Problem, den Knaben aus seinem Tiefschlaf zu holen! Tags zuvor, erzählten mir Muttern und er auch, dass ihn Freunde fast ohnmächtig aus dem Pool eines Hotels geholt hatten, wo er den Tag mit Freunden verbracht hatte. Tja, es ist schon ein Problem, wenn die jungen Herrschaften stundenlang im Pool und im Meer rumschwimmen und rumbalgen…. und vergessen, etwas zu trinken. Eindringlich machte ich ihm nochmals klar, dass er schon vergessen kann, was zu essen – bei der Hitze keine Flüssigkeit zu sich, ist sträflicher Leichtsinn. Mal sehen, ob es half, dass ICH es ihm – und nicht Muttern – gesagt hatten!

Nun drängte die Zeit, und ab ging es in Richtung Magawish. Wegen der heutigen Schwüle machte meine Freundin einen Schlenker in eine Seitenstraße ---- ich rief einige Namen der Pflegehunde meiner Hundemama…  Vielfaches Bellen informierte sie fix, dass ich im Anmarsch war. Nun lernte ich auch Pauline kennen, die Hündin, die erst vor einigen Tagen von meiner Freundin aufgenommen worden war. Ein bisschen scheu umkurvte sie mich anfangs. Später ging sie mir nicht mehr von der Pelle. Die Liebe und Fürsorge sorgen dafür, dass meine Hunde-Freundin nach einigen Monaten diejenigen Hunde, die neue „Frauchen und Herrchen“ in Deutschland finden, perfekt erzogene, stubenreine und leinengängige Hunde bekommen. Mir ist der Hut hoch gegangen, was sie so an täglichen Kosten hat, es sind ja nicht nur Futterkosten für 7-10 Pflegetiere, sie bekommen tägliche Vitamine, Jogurt und Naturhonig (von „normalem“ Honig bekommen Hunde Durchfall, was ich nicht wusste. Tierarztkosten, Impfungen, Kastrierungen und Steriisierungen, Titerbestimmungen und nötige Blutuntersuchungen kommen hinzu. Bei den Flugkosten hat’s mich auch erstaunt, ca. Euro 200,00 und die zwingend erforderlichen Flug-Transportboxen für die Hunde. Meist verwendet sie die größten, damit die Hunde während des Fluges etwas Bewegungsfreiheit haben. Meine Güte, was da so an Kosten für ca. 5-7 Monate „Heimpflege“ in der Villa meiner Freundin zusammen kommt…. DAS hätte ich nicht gedacht.

Am frühen Nachmittag kam noch die Tochter meiner Freundin mit ihren zwei Hündinnen vorbei. Auch diese zwei sind was ganz Besonderes, und Mutter und Tochter kümmern sich wirklich super um diese Hunde-Rasselbande. Zuletzt besuchte uns noch eine junge Freundin der Tochter – welch Zufall, meine Meisterfriseurin hier in Hurghada. Tja, meine Planung für Haarschnitt ging heute nicht auf. Sie hatte ab 16.00 h einige Termine. Nun kann ich morgen um 18.00 h meinen Kopf in ihre bewährten Hände geben. Sie ist die Einzige, der ich hier in Hurghada meinen Haarschopf anvertraue.

Gegen 15.30 h waren wir zwei in ihrem Laden, noch Zeit für ein Gespräch. Dann schnappte ich mir ein Taxi und ab nach Hause. Mir geht es wieder gut. Bin jedoch zufrieden, bei der Hitze zuhause zu sein. –Also, wenn nix mehr Außergewöhnliches geschieht, TSCHÜS, bis morgen!


Donnerstag, 01. Mai 2014
In Facebook las ich gestern die Empfehlung zum „Tanz in den Mai“ bzw. zuvor um  Mitternacht – zwischen 30.04.und 01.05. wie auf dem Brocken im Harz vor vielen hundert Jahren die Errichtung eines Scheiterhaufens zur Verbrennung imaginärer Hexen bzw. zum richtigen Frühlingsanfang. – Nuuun ja, ich ließ es dann doch. Einerseits schade, denn heute am frühen Nachmittag fand ich stimmige Bilder dieses Festes im dt. Restaurant in Dahar. Andererseits habe ich mir einfach diesmal sehr viel Zeit zum Nachdenken über mich genommen…. Und dann kam auch die Ankündigung, dass ausgerechnet am Montag, 05.05.2014, zwischen 17.00 h und 20.00 h wegen einer Übung (evtl. vom Militär oder Sicherheitsbehörden) der Flugplatz HRG gesperrt ist. Mein Condor-Flieger sollte um 18.20 h abheben. Also alle erreichbaren Infos durchgelesen. Das Auswärtige Amt bat die Gäste, sich an ihre jeweilige Fluggesellschaft zu wenden. Also erfragte ich im I-net die Condor-Hotline hier vor Ort. Da ist übrigens Bright Sky zuständig, Tel. 065 – 344 68 30, bitte zu Condor durchstellen lassen. Kann ja mal wieder vorkommen, gelle!?

Also wollte ich dann dort anrufen. Brauchte ich nicht, heute früh beim Öffnen meiner Emails fand ich von der Buchungsabt. von Condor Mail mit der aktuellen neuen Flugzeit vor – nunmehr in der Nacht vom 05./06.05. um 00.40 h ab Hurghada, an Leipzig um 05.35 h. Das hat für mich den Vorteil, dass ich nicht nachts irgendwo auf dem Bahnhof zwischen Leipzig/Flughafen und Bad Harzburg stundenlang auf die erste frühe Bahnverbindung warten muss.

Für 18.00 h hatte ich gestern noch Friseurtermin bei Lisa Böhme in der Bombay Street hier in Sekalla vereinbart. Gegen 17.45 h kurvte mein Taxi vor dem Laden herum, ich raus aus dem Auto und rein in den Laden. Es saßen noch 2 Damen vor mir „zur Behandlung“. Mutter und Tochter aus Berlin, die beide eine tolle neue Haartolle mit Farbe erhalten hatten. Zwischendurch betraten 2 weitere Damen Lisas Laden, und eine davon war meine Freundin aus München, jetzt Residentin in HRG und voller Neuigkeiten über dies und das – das DAS war und ist die Neubesetzung des hiesigen Honorarkonsulats. Nun is soweit alles „in trockenen Tüchern“, und sie wird zukünftig dem „Chef“ tatkräftig bei allem Administrativen unter die Arme greifen, sozusagen… Offizielles erfolgt in ca. 3 Wochen, wovon noch zu berichten sein dürfte in einigen deutschen HRG-Foren. Ich klinke mit mit Infos aus, damit alles Offizielle auch offiziell seinen Gang geht…
Morgen ist noch einmal „Pool-Tag“ mit 2 Freundinnen und einen Sohn, nee, nicht meinen. Darauf freue ich mich. Meine Schweizer Freundin ist heute Nachmittag angekommen, und wirr werden viel zu schnabbeln haben…

Freitag, 02. Mai 2014 – drittletzter Urlaubstag
…. Und der gestaltete sich zu einem prallen Urlaubstag mit viel Familie, Freundin und Einkaufs(irr)fahrten in und quer durch Dahar… Weiteres folgt… Frühstück im Café  v o r  dem Pooltag gab’s diesmal nicht. Trotzdem war ich früh fertig, Badesachen & Co. gepackt – rein ins Taxi und ab nach Dahar in das kleine Hotel mit Pool – Garten und Meerzugang. Vorher nahm ich noch einen Tee im dazugehörigen Lokal. Um 10.00 h bezahlte ich meinen Tagesobulus an der Rezeption und ab an den Pool. Es gab noch viele freie Liegen. Der Poolbereich war fast leer, und so fand ich schnell einige Liegen für uns Minigruppe. Heute verspäteten sich Freundin und Sohn, doch – es war ja ihr freier Tag…. Sie hatten verschlafen, wie ich später erfuhr. Ich bemerkte eine junge Frau, die mit einer Dame und Tochter zusammen saß und sich auf Schwyzer Dütsch unterhielt.
Auf diese junge Dame ging ich nun zu – sie sah mich zuerst gar nicht – dann große Augen – meine Schweizer Freundin. Wir hatten uns fast 6 Monate nicht gesehen. Die Freude war groß, doch ich merkte gleich, dass da einiges an Gesprächsbedarf bei den drei vorhanden war, so zog ich mich erstmal auf meine Liege zurück. Nach gefühlten Stunden trudelten dann – nach nochmaligem Anruf zuhause – meine zwei Zuspäter-Kommer ein. Sohn sofort T-Shirt und „Ship-ships“ (wir sagen in Europa Flip-flops) von den Füßen und mit einem beherzten Köpper in den Pool. Wir zwei vom älteren Semester machten es erst mal bequem auf den Liegen. Mit dem Knaben war für die nächsten Stunden nicht zu rechnen, zumal noch ein Freund dazu. Pool und Meer war für die beiden wichtiger als Essen, Trinken oder Ausruhen…
Nach einer Weile kam meine Schweizer Freundin zu uns. Machte beide kurz miteinander bekannt, schon war der Kontakt hergestellt, und ich war sehr froh, nun meine besten Vertrauten hier in Hurghada um mich zu haben. Gesprächsstoff brachte sie aus der Schweiz genug mit. ­Berufliches und Privates wurde ausgetauscht. Wir drei fanden viele Themen, die nahezu nahtlos ininander griffen, und so gingen die Stunden schnell vorbei. Meine junge Freundin war erst vortags angekommen und wollte im Hause noch einiges aufräumen. Also verabschiedete si sich am frühen Nachmittag. Verabredung für uns für Sonntag stand schon vorher. Gegen 16.00 h brachen dann auch wir drei auf – im Auto herrschte brütende Hitze. Wir klebten buchstäblich an den Sitzen fest, obwohl die Klimaanlage schnell erträgliche Temperaturen schaffte. – Da ich meinem „Enkel auf Zeit“ ein Abschiedsgeschenk versprochen hatte und der Knabe auch ein Paar dieser „Ship-ships“ oder Flip-flops haben wollte, wurde kurz nach Hause gefahren, der Vater noch eingesammelt, und so schüsselte uns Muttern durch Dahar – für mich noch auf der Suche nach einem neuen Duschkopf, den ich vor einigen Tagen plötzlich in der Hand hatte und die Dusche sozusagen nur noch fließend direkt aus der Zuleitung bezog… Ich hatte das defekte Dingens vorsichtshalber mitgenommen, was sich auch als zweckmäßig erwies. – Und jetzt zum Thema – Einkauf mit 2 deutschen Frauen und zwei ägyptischen Männern – ein Krampf sage ich Euch! FRAUEN wissen, was sie brauchen, benötigen KEINEN Merkzettel, und MÄNNER WISSEN, DASS sie einkaufen wollen, NUR WAS, scheint auf dem Weg in die diversen!! Läden verloren gegangen zu sein. Jedenfalls liefen Vater und Sohn schleunigst in verschiedene Richtungen, Mutter rief ihrem Sohn laut hinterher, WAS er für WIE VIEL sich besorgen sollte, Vater war im nächsten Schuhladen verschwunden, um sich mit neuen Schuhen zu versorgen. Wir Frauen saßen zuerst noch im Auto, schwärmten später aus, weil wir die zwei Männer sozusagen aus den Augen verloren hatten… -  Letztlich fanden alle das Gewünschte – uff – und nach etlichen Fahrten durch ziemlich alte und enge Straßenviertel von Dahar brachte mich meine Freunde nach Haus – mit neuem Duschkopf! – 19.00 h zuhause – und heute kein Bedarf mehr an Neuem – Feierabend – Dusche – Füße hoch – TV und Buch in beliiebiger Reihenfolge…
Samstag, 03. Mai 2014
Jaaaa, zur Sache – WAS schreibe ich heute auf? Eigentlich oder un-eigentlich kann ich mir hier das Reintippen ersparen – es passierte so gut wie NIX!
OK – habe nochmals Wäsche, die ich gestern noch eingeweicht hatte, durchgewaschen – gespült und auf dem Balkon auf einem Trockenständer drapiert. Sonst nur gelesen, ein wenig in Facebook gelesen – nicht viel Gescheites gelesen und deshalb auf „Offline“ geschaltet.Morgen – Sonntag – gibt es nochmal ein frühes Frühstück mit meiner Freundin – und am Nachmittag ein Abschieds-Kaffee-Stündchen im dt. Restaurant. Abends wird dann die Einladung zu meiner Schweizer Freundin zum Fisch-Abendessen folgen – und der Montag bleibt dann als „Zuhause-Abrechnungs-und-Pack-Tag“ erhalten.
Also, ich melde mich morgen wieder – heute „außer Spesen – nix gewesen“…
Sonntag, 04. Mai 2014 – letzter Urlaubstag
Heiliger – und kühler – Sonntag bei mir zuhause, wie mir mein Nachbar gerade schrieb, zwischen +8° und +10° C, naja, nicht gerade „warm“ im Sinne Ägyptens… Früh raus, früh rein – pünktlich kamen meine Freundin und ich aus verschiedenen Richtungen um 08.45 h ins Café. Kurzer Hinweis „2 x Frühstück mit Kaffee“. Der junge Mann hinter der Theke zauberte uns – wie üblich – sehr fix ein schönes Frühstück. Und – auch der Mann meiner Freundin kam kurz auf einen Kaffee zu uns…. Weltweite Diskussion, wie  n a c h  den Wahlen in Ägypten Ende Mai weitergeht, w e r  nun Präsident wird (bei 2 Kandidaten keine große Auswahl)…. Nach 10.00 h nahm mich Freundins Mann mit in Richtung Sekalla, so dass ich nur für kleines Geld ein Taxi bis vor die Haustür brauchte. Da ich meine Miete noch zu zahlen hatte, klingelte ich bei meiner Bekannten, die die Wohnung für unsere gemeinsame Bekannte betreut. Also meine etlichen LE-100-Scheine in ihre Hände gegeben, Quittung – Unterschrift -  Couch – hinsetzen – Kaffee trinken und 2 Stunden über ihre und meine Vergangenheit erzählt. Hauptsächlich über ihre… sehr interessant, da sie Ende September 1989 in “Urlaub“ nach Tschechien/Prag fuhr und am 01.10. bereits mit Mann und 2 kleinen Töchtern als „Kontingent-Ausreisende“ aus der ehemaligen DDR in die Bundesrepublik ausreisen durften. Diese Familie hatte gute Erfahrungen mit Erstunterbringung in Bundeswehrkasernen, dem Aufnahmeverfahren usw. Das war auch für mich mal interessant, eine solche Geschichte von einer Betroffenen zu hören. WIR im Westen haben davon ja selten viel mitbekommen. – So, jetzt isses 13.00 h, und wir beide haben heute noch etwas vor. – Melde mich abends oder morgen nochmal.
Mein Flug wurde für Montag, 05.05.2014, von 18.20 h auf 06.05. um 00.40 h verschoben.
Den Nachmittag verbrachte ich, sozusagen als Auftakt meiner Abschiedsrunde, noch einmal im dt. Restaurant in Dahar. Anfangs noch wenige Gäste, nach einem verspäteten Mittagessen sah die Welt für mich wieder besser aus. Am späteren Nachmittag trudelte zuerst eine Freundin ein, mit der ich mich unter der Woche zum Abschieds-Kaffeeklatsch verabredet hatte. Später kamen weitere Bekannte und Freunde. Bis gegen Abend waren es dann zwei Tische und vier Sitzbänke, an den wir zusammen saßen. Es gab sehr viele aktuelle Gesprächsthemen – die Zeit flog nur so dahin, und gegen 19.45 h machte ich mich dann per Taxi auf den Weg nach Sekalla ins Bella Vista Hotel, resp. in die Caribbean Bar. Dort wurde ich bereits von einer kleinen Runde von netten Menschen erwartet…. Auch diese Abschiedsstunden in sehr geselliger Runde brachte mir neue HRG-Geschichten und Neues ein¸ zumal ich mich diesmal etwas zurückhielt und so Vieles erfahren habe. EINS hat mir dieser Urlaub wieder gezeigt: Gespräche mit Bekannte und Freunden immer gern, doch mit meinen Statements werde ich zukünftig noch vorsichtiger und rarer umgehen. ZUHÖREN heißt also meine Devise – viel und viele Meinungen erfahren und mir mein eigenes Urteil bilden. Und nur noch Informationen aus 1. Hand von direkt Beteiligten! – So genug der Gesprächsphilosophie. Es war ein schöner letzter Urlaubstag – morgen ist noch mal absoluter Ruhetag mit Lesen, Chatten im I-net (so weit  möglich!) und schließlich Packen angesagt. Also – gute Nacht ringsrum!
 
Montag, 05. Mai 2014 – Abflugtag – nee, „Abflugnacht“
Durch die Infos des Auswärtigen Amtes und auch in HRG-Foren wusste ich ja, dass heute zwischen 17.00 h und 20.00 h der Flugh. HRG komplett für Abflüge und Ankünfte gesperrt sein wird. Condor informierte mich frühzeitig, dass mein Abflug sich von 18.20 h heute Abend auf folgende Nacht – Di, 06.05. – um 00.40 h verschiebt. Also habe ich noch mehr Zeit zum Lesen, Chatten und Packen. Es ist jetzt kurz nach 12.00 h – meine erste Internet-Runde habe ich hinter mir. Mich zwickt’s im Magen. Also werde ich mal in den Kühlschrank tauchen und schauen, was die „Resteküche“ noch hergibt… ´s wird schon reichen.
Wenn ich Lust und Laune habe, schreibe ich noch was – wenn nicht, gibt’s Kurz-Endbericht von zuhause aus. Also, bis bald hier oder anderswo!
Diesen Resttag verbrachte ich halt lesend – TV-sehend, essend, alles in Erwartung des Abholungstermins um 22.00 h durch meine Freundin. Um 21.50 h schleppte ich also den Monsterkoffer, Beauty-Case, Handtasche + Jacke aus dem 2. Stock nach unten – gerade unten – „durchgebraten“ durch die noch abendliche Schwüle -, hörte ich einen Wagen vor der offenen Haustür bremsen – mein „guter Geist“ war gekommen. So hatten wir Zeit und Ruhe, in Richtung Airport Road durchzustarten. Es gab doch noch einiges zu beschnattern. So ging auch diese „letzte Fahrt“ schnell vorbei. Fix LE 5,00 Gebühr am Schalter zum Flughafen reingereicht, Ticket erhalten – und dann nur noch 1, 2 Minuten – Koffer + Co. rausgehievt, kurzer Abschied – und dann stand  ich allein vor der Abflughalle. Also in Richtung Eingang – relativ wenige Fluggäste waren nun unterwegs. Später wurden es mehr, da allein Condor nach Mitternacht 4 Maschinen nach D. abfertigen sollte. Am Schalter bekam ich – ein netter Augenaufschlag von mir – einen meiner Lieblingsplätze – 2 C. Ausreisekarte ausgefüllt – durch die Pass- und nochmals Sicherheitskontrolle (ich musste nicht mal – wie in Leipzig -) mein Netbook aus dem Handgepäck auspacken… und dann stand hinter mir eine nette Dame etwa in meinem Alter – Carmen…. Wir zwei verbrachten die Zeit bis zum Einsteigen nach 00.15 h. Selten habe ich eine soooo umtriebige und eloquente Frau kennengelernt – ehem. Staatsanwältin aus der Nähe von Potsdam. Ein Berliner Dialektik-Einschlag war nicht überhörbar. Heimatgefühle für mich – meine Eltern waren beide aus Berlin gebürtig. – Der Flug verlief ohne Probleme – nur hörte ich vermehrt Klagen über das seit 01.05.2014 neue „Bordmenü“ = stilles oder Bizzel-Wasser – der übliche Instant-Kaffee oder Tee und wahlweise „Laugenbrötchen mit Salami“ oder „Schwarzbrot mit Käse“, wobei ich mich für die Käse-Variante entschloss. War o.k., nix Besonderes, bei AirBerlin ist es auch nicht besser. Säfte, Alkoholika und andere warme Speisen nur nach Vorbestellung an Bord gegen Barkasse! – Um 05.20 h – 15 Min. früher – Landung in Leipzig. Passkontrolle und Gepäckerhalt gingen zügig voran. Ca. 05.35 h lief ich die gefühlten Kilometer von der Ankunft bis zum Eingang, wo es mit Lift runter auf die Bahn-Ebene ging. Nun schaute ich, w o  und w a n n  ich in Richtung Heimat fahren konnte – entweder Kurzweg über Halle/Saale  um 07.35 h oder um 06.54 Lang-Version über Magdeburg und Braunschweig, jedoch mit ICE. Ich entschied mich für den ICE, halt teurer, doch schneller. Gegen 09.00 h war  ich in Braunschweig, gleich Anschluss weiter. Naja, bis ca. 8 km vor meine Heimatstadt, wieder Um- oder Ausstieg. Ich wählte den „Ausstieg“ – hatte vorher Taxi angefragt und OK erhalten. So stand gegen 09.50 h vor dem Bahnhof ein Taxi für mich bereit. Nicht viel teurer, als wenn ich das Taxi hier am Wohnort nur vom Bhf. bis zu meiner Wohnung genommen hätte. Ich wollte NUR NOCH nach Hause ….
Punkt 10.00 Uhr stand das Taxi mit mir vor der Haustür. ZUHAUSE – Sonne, warm – KEIN Gewitter, KEIN Sturzregen wie einen Tag später in Hurghada – und alles in sattem Mai-Grün – einfach nur schön fürs Auge und für die Seele.

S o – das war’s mal wieder, diesmal ohne besondere Highlights, jedoch in alles in allem wirkliche Erholung – was will ich mehr!

Bis zum nächsten HRG-Urlaub irgendwann in diesem Jahr!

Vielen Dank fürs Lesen – wer es bis hierher durchgehalten hat, gehört wirklich zu meinen Lesern…