Donnerstag, 10. Oktober 2013 -
Anreise
Endlich –
Abreisetag in Richtung Ägypten. – Geschlafen hatte ich kurz und unruhig. Um
05.15 aufgestanden, Dusche und Frühstück in aller Ruhe. Koffer und alles
Weitere standen auf dem Flur – griffbereit. Um 06.30 h kam mein Taxi – Bahnhof.
Bahnkarte hatte ich. Der Zubringerzug nach Braunschweig wartete schon am Gleis.
Außer mir stiegen viele Menschen ein, die – im Gegensatz zu mir – wohl fast
alle auf dem Weg zur Arbeit waren.
In
Braunschweig hatte ich Aufenthalt – es wurden 40 kühle Minuten Wartezeit. Ich
hatte mein Äußeres bereits auf „Wärme – Süden = + 25° C“ eingestellt. Naja, was
sind Eisbeine gegen Ägypten!? – Mein ICE rauschte pünktlich ein. Zwei Stunden
bis nach Leipzig-Flughafen. Ich war zuletzt im Herbst 2000 dort. Vieles hat
sich inzwischen geändert. Modern und großzügig und nicht so groß wie Hannover,
doch alles gut erreichbar. Da ich Sitzreservierung hatte, konnte ich am
Extraschalter sofort mein Gepäck abgeben. Nur mit Handtasche schlenderte ich
jetzt zum Aussichtspunkt, wo eine große Glashalle den Blick über die Autobahn
und die Ab-/Abfahrt zum Terminal freigibt. Mein Magen sendete SOS, ich hatte
etliche Stunden nix intus. Also setzte ich mich ins Bistro, und genoss ein
spätes Frühstück.
Der
Condor-Flug nach Hurghada war fast ausgebucht. Wie fast immer saß ich auf 3D,
also alles und den Eingang bzw. das Cockpit – und falls nötig – auch das Tö in
erreichbarer Nähe.
Da unsere
Maschine bereits aus Spanien kam und über französischem Luftraum sich die
Auswirkung des für diesen Tag geplanten Fluglotsenstreiks zeigte, starteten wir
mit 30 Minuten Verspätung. Unser Captain informierte uns einige Male über
Flugroute und Interessantes, was wir selbst bei 11.500 m Reisehöhe und
Stundengeschwindigkeit von über 870 km sehen konnten. Service und
Kabinenpersonal wie immer sehr nett. Meine Purserin, Chefin der Kabine, kannte
ich von früheren Flügen.
Mit 20
Minuten Verspätung landeten wir butterweich in Hurghada. Da ich Re-Entry-Visum
habe, stürmte ich gleich zur Passkontrolle. Kurz Pass hingehalten – Vergleich,
dass ich auch ich war und dann ab zu den Kofferbändern. Kurz danach kam die
Condor-Maschine aus Hannover, so dass wir auf dem Band gleich 2 x Koffer
hatten. Die Angestellten nahmen zuletzt die Koffer aus Leipzig vom Band und
stellten sie auf den Boden. So hätte ich noch lange aufs Band starren
können. Mein Koffer + Beautycase standen bereits auf dem Boden. Zum Glück
entdeckte ich beide fix. Dann raus zu meinem „Privatfahrer“. Diesmal holte mich
sogar der Boss selbst ab. Ziemlich schnell ging’s von der Airport Road ab in
Richtung Sekalla, wo ich gegen 18.30 h dann in der Wohnung ankam. Alles war wie
beim Verlassen vor 5 Wochen.
D r e i m a
l hatte ich zwischenzeitlich meine Flüge wegen der Reisewarnungen
stornieren müssen. Nun endlich nochmal 4 Wochen dem Herbst und dem Nieselwetter
in Deutschland entkommen!
Ziemlich fix
hatte ich meinen Koffer mit den vielen Mitbringseln entleert. – Danach eine
kalte Dusche genommen. Den Schalter für den Warmwasser-Boiler hatte ich noch
nicht entdeckt, rein in frische Klamotten, die nötigen Mitbringsel eingesackt
und ab ins „Hadaba Rouge“. Mein nettes Inhaber-Ehepaar wusste zwar ungefähr,
wann ich kam, doch trotzdem gab es eine herzliche Begrüßung. Als Erstes eine
Pina-Colada. Jaaaa, ich weiß, Alkohol ohne richtige Unterlage war nicht
optimal, doch ich freu(t)e mich so auf meinen Langzeiturlaub und die Menschen,
mit denen ich schon so viele Stunden gute und interessante Gespräche hatte.
Gleiches gab es auch an diesem 1. Abend hier in meinem 2. Zuhause in Hurghada.
– Bei Nachfrage wegen eines Abendessens empfahl mir die Chefin ein neues Gericht,
das noch NICHT auf der Karte stand. Sie nannte es „Chicken-Curry-Pie“. „Pie“
wohl auch deshalb, weil das Ganze auf dem Teller aussah wie eine Art runde
Schnecke aus lockerem Pizzateig, in der Mitte ein großer „Hubbel“ unter der
Teigdecke. DARIN entdeckte ich beim Essen köstlich gebratene Hähnchenstückchen,
etwas Gemüse mit einer Farce, die nach Oregano und Curry schmeckte. Also,
Renata – als Namensgeberin dieses Gerichtes, und Anas – als perfekter
Pizzateig-Bäcker, ein Kompliment. Es war großartig, und ich war ziemlich
gefüllt an diesem Abend…. – Meine mitgebrachten Dinge wurde ich schnell
an meine Bestellerin los, ein Danke von ihr eingeschlossen. – Gegen 23.30 h
dann Verabschiedung und husch-husch per Taxe in meine Behausung. – Schlaf diese
Nacht garantiert, es war ein langer Tag! - - -
Freitag, 11. Oktober 2013
Gut
geschlafen – mein Tatendrang kannte nun keine Grenzen – Sonne, angenehme
Temperatur, KEINE Klimaanlage im Schlafzimmer mehr, herrlich, dafür offene
Türen und das nächtliche Geschehen in meiner Straße ringsum…. Schon erreichte
mich ein Anruf meiner besten Freundin hier in HRG. Also Verabredung für 11.00
h. Sie stand dann vor einigen Haufen Erde mit dazugehörigen tiefen Löchern, die
direkt bei uns vor dem Haus ausgehoben hatte. Also stiefelte ich über diese
kleinen Maulwurfshügel und rein ins Auto… Einige kurze Stopps in der Apotheke
und im Supermarkt, um für mich Lebensmittel-Grundvorrat einzukaufen, dann die
Frage – WOHIN heute? In Facebook war ich auf das seit einigen Wochen neu
eröffnete „Das deutsche Restaurant“ im/am Sea Horse Hotel aufmerksam geworden.
Meine Freundin war bereits einige Male dort gewesen. So fuhren wir hin,
Parkplatz direkt vor dem Restaurant, und rein in den Biergarten.
Uns empfing
eine rustikale, gepflegte Atmosphäre, einschließlich der neuen Chefin Regina.
Wir machten uns bekannt – ich bin dankbar, Regina kennengelernt zu haben, eine
Thüringerin, die Herz und Mund am rechten Platz hat. Wir zwei hockten uns also
an einen der Tische. Nach unserem Begehr gefragt, schossen wir beide wie
aus der Pistole: „Etwas Kräftiges“ – So 2 x Chefsalat bestellt, der uns
schmeckte…. Anschließend verriet uns die Chefin, dass sie frischen
Pflaumenkuchen vom Blech habe. Naja, sozusagen als Dessert also nochmals
deutschen Filterkaffee satt (sehr gut, zu empfehlen!) und besagter Obstkuchen
mit frischer Sahne. Regina backt täglich neue Kuchensorten – heute/Sa, 12.10.,
wird es wohl Käsekuchen sein. Meine Freundin sagte mir (sie ist selbst eine
sehr gute Hotelköchin!), der Käsekuchen sei so leicht-locker „wie eine Feder“,
was zu beweisen wäre. DAS werde ich sicher selbst probieren.- So saßen
wir erzählend, rumschauend einige Stunden bei Regina, einfach nur schön.
Die Speisekarte ist zur Zeit übersichtlich, wird
jedoch nach Bedarf erweitert. Neben dem Chefsalat vom späten Mittag „ereilte“
uns beide beim Wiederkommen am Abend noch eine Soljanka, die leider-leider,
weil so guuuut, immer schnellstens ausverkauft war, und ein Schnitzel mit
Bratkartoffeln, die mir ebenfalls gut schmeckten. Reginas Gäste sind bunt
gemischt – Einheimische, Residenten und natürlich viele Touristen, die jetzt
zum Glück wieder kommen…. so wie ich auch. Abends lief ab 20.45 h das
Fußballspiel Deutschland-Irland. – Da meine Freundin ab heute wieder arbeitet,
wollten wir nicht zu lange bleiben. So sattelten wir gegen 21.00 h die Hühner
und ritten in die Erdbeeren, will sagen, sie brachte mich mit Sack und Pack
nach Hause. Eigentlich wollte ich noch schreiben, was ich jetzt tue – jedoch
war ich einfach zu vollgefuttert und entsprechend denkfaul. Also ab in die
Falle – gute Nacht, morgen ist auch noch ein Tag. - Ja - schon...
Samstag, 12.
Oktober 2013
2.
Urlaubstag schon zu Ende - - -
Habe letzte
Nacht sehr gut geschlafen. Bei offener Balkontür, wieder ohne
Klimaanlage, herrlich! – Gegen 09.00 h traf mich die Helle eines neuen sonnigen
Morgens. Uuuuujeeeeh! Zwar nicht direkt auf den Kopf, so doch im positiven
Sinne ins Gemüt. Also runter von meinem „Fakirbett“ und ab in Richtung
Küche. Automatisch Knopf am Wasserkocher eingeschaltet – die täglichen Medis
eingeworfen (Achtung: NUR die, die mir mein Doc als Langzeit-Medikation
verschrieb) – danach Katzenwäsche, damit ich eine Augenöffnung größer als
Reiskorngröße erreichte – ein Blick in den nun gefüllten Kühlschrank. Innerhalb
einiger Minuten ein komplettes Frühstück vorbereitet. – Schnell noch den
Balkontisch + Stuhl auf den schattigen Balkon, Kaffee aufgegossen, und schwupps
saß ich erstmalig seit Wohnungsnutzung auf dem Balkon. Über 1 ½ Stunden genoss
ich nun vom 2. Stock aus das quirlige Geschehen in „meinem“ Straßenkarée, sah
einige Doormen in Sonne und Schatten vor sich hindösen. Ein scharfer Blick nach
links ließ mich die immer noch vorhandenen Maulswurfshügel auf der sandigen
Straße vor unserer Eingangstür sehen. Da wird sich wohl in nächster Zeit auch
nix ändern, Inshallah!
Nachdem ich
mir meine liebevoll bereiteten Vollkorntoast reingeschoben hatte, dünkte es
mich, dass ich den Tisch wieder in einen passablen Zustand bringen sollte. Also
doch erst mal Aufräumen desselben – Kurzabwasch – Raffeln (Zähne) putzen und
fix wieder raus zu meinem derzeitigen Lieblingsbuch „Mein geteiltes Herz“ von
Claire Hake. Ständiges Vibrieren meines Mobiltelefons mahnte mich, doch zu
sehen, wer – was – warum von mir Urlauberin wollte. Naja, einige Einladungen –
Terminwünsche usw. = U R L A U B hieß es doch. Es allen recht zu
tun, ist einfach nicht möglich.
So setze ich
für heute Prioritäten:
1. Zu Cello in die
Caribbean Bar, da ich dort einen Freund treffen wollte, der zur Zeit sehr viel
Arbeit hat und sich die Stunde mit mir wirklich „abgeknapst“ hat. Dafür Danke!
2. Eventuell von
dort aus – falls Zeit blieb – in das neue Pub „Viking“ in der Metro Street,
ebenfalls Cellos „Baby“ = neueste kreative Realisation seiner Manager-
Vorstellungen.
3. Auf einen „Night Cup“ – wohin? Noch offen, vielleicht
auch gar nicht…
So fuhr ich
vor der mit meinem guten Freund vereinbarten Zeit – 17.00 h – zu Cello in die
Caribbean Bar. Ich schlich mich ein bisschen ran. Er saß an der Bar…. vor
seinem Netbook. Ziemlich spät sah er mich. Immer wieder ertappe ich mich, wie
sehr sich ein Mensch freuen kann. Herzliche Begrüßung, Bestellung gleich –
ja¸einen Eiscafe mit Vanille. Wacker-wacker, der mitgelieferte Vanillesirup –
lt. Cello selbst hergestellt – hatte es in sich. Süß – lecker, er kleckerte mir
fast die gesamte Sirupmenge in den Eiscafé. Vorzüglich, doch leider viel
kalorienreich, einmal – naja!
Mein netter
Mensch kam spät – zu spät, rief allerdings an und entschuldigte sich schon
vorher. Trotzdem verbrachten wir drei am Tisch eine gute Stunde mit netten
Gesprächen. Da er abends noch im Office Endarbeiten – vor Abreise in den Urlaub
– zu erledigen hatte, bat ich ihn, mich gegen 19.15 h ins „Viking“ zu bringen.
Dort sollte ich also probieren – und nachher – entscheiden, welche Pizza besser
sei, die dort oder den Pizzateig, über den ich 2 Tage zuvor im „Hadaba Rouge“
geschrieben hatte – Schwierig, schwierig. Zu meiner Freude fand ich Cellos
besten Freund dort als Manager vor. Auch wir zwei kannten uns schon eine
ganze Weile. Und die beiden besten Freunde sind für mich wie zwei große
Enkelsöhne, die ich nie hatte. Beide sind – gerade wegen ihrer Unterschiedlichkeit
– besonders ans Herz gewachsen. Ich bestellte also eine Salamipizza und meine –
ja, an diesem Abend – 1. Flasche Sakara. Die Pizza war gut – insbesondere der
Teig sehr dünn, also gut wie in Italien.
Zufällig war
auch ein Bekannter da, den ich schon einige Male gesehen und mich mit ihm ein-,
zweimal unterhalten hatte. So saß ich zwischen meinem Jung-Manager und meinem
Bekannten. Mal unterhielt ich mich mit dem einen, dann mit dem anderen. Nach
einiger Zeit – ich hatte gerade um die Rechnung gebeten – hielt ein Taxi direkt
vor uns. …. Weitere Kommentare hinterlasse ich hierzu nicht, da ich Urlaub
mache und mich nicht wie verfolgt fühlen möchte…
Also
wechselte ich die Lokation und landete einige Minuten später im „Hadaba Rouge“.
Mein nettes Inhaberpaar war da – Begrüßung wie immer herzlich. Kurze
Getränkebestellung – und so saß ich bis nach Mitternacht mit ihnen zusammen.
Und nun ist
es schon wieder ein neuer Tag - - - muss nochmals gegenlesen, und dann
geht dieser Text gleich in den Blogspot. Viel Spaß – oder
Langeweile, je nach Sichtweise!
Sonntag, 13. Oktober 2013 – der Tag
bis zum Abend, jetzt – 20.40 h…
Gut
geschlafen – heute sogar um 08.30 h aus der Falle gekippt – Frühstück auf dem
Balkon – lesen – Zähne putzen – bisschen Abwasch erledigen – eine KALTE Dusche
(brrrrrh, ich war bisher zu faul, meine deutsche Nachbarin zu fragen, WIE ich
den Elektroboiler in Gang setze…) – wieder mal XX Anfragen – „Wann kommst Du?W
– „Wo sehen wir uns?“ usw. usw. Mein armer FB-Messenger hielt mich bis mittags
in Trab. – Für 13.00 Uhr hatte ich dann eine feste Verabredung mit einer
Bekannten im deutschen Restaurant am Sea Horse Hotel. Ihr brachte ich ein
Tütchen „Polfett“ mit. Leute, fragt mich nicht, was das ist – doch: es ist ein
Batteriefett. Wenn z.B. ein Auto nicht anspringt, soll das wahre Wunder
vollbringen. Gesamtgewicht: stattliche ca. 1 0 Gramm!. Ich musste dann
auch in meiner Tasche suchen, bis ich dieses Winzlings-Mitbringsel endlich an
die Frau gebracht hatte. Bei der Wirtin Regina bestellten wir dann ein kleines
Gericht, wobei „klein“ bei mir nicht wörtlich zu nehmen. Mein „Strammer Max“
hatte so einiges an sich… Eine Flasche Wasser dazu, damit meine Innereien nicht
komplett ihren Geist aufgeben – bei dieser massiven Kalorienbombe!!
Sooooo viel
zu erzählen über das, was hier in den 5 Wochen meiner Abwesenheit so im
„Dörfchen Hurghada“ an Klatsch, Tratsch und anderem so gleichmäßig verbreitet
wurde. Huuuiiii, doch recht viel. Das Gute ist, ich vergesse kaum etwas – Gutes
und nicht so Gutes. Einiges bestätigte sich, anderes hakte ich unter
„Dummheit/Gerüchte" ab. Letztlich war mein Drang nach frischgebackenem
Kuchen und Filterkaffee doch stärker. Also Bestellung von 1x Käsekuchen ….
jahaaa, mit Sahne – und Kaffee. Ergebnis: man hätte mich zum Auto rollen können.
Irgendwann wurden mir von hinten kurz die Augen zugehalten: zwei Freundinnen
gesellten sich zu uns. Nun war wieder Sitzfleisch angesagt, das bis nach 16.30
h anhielt… Ich bestellte nochmals Wasser… damit die Waage nicht irgendwann
unter mir zusammenbricht. – Ortswechsel - - -
ABEND ---
Bei mehr als +20° C sitze ich – jetzt allein – in einer meiner inzwischen
mehrfach gewordenen Lieblingslokale in Dahar. Puhh, und heute habe ich erstmals
nach XX Tagen mal wieder was Thunfischiges bestellt + mein Lieblings-„Garlic-Bread“
und, ja, auch mal wieder ein Sakara-Bier.
Eigentlicher
Grund des Hierseins ist mein Lieblingskellner, dem ich regelmäßig für seine
Kinder die berühmt-berüchtigten Saft-Goldbärchen mitschleife, so auch heute.
Ich kenne ihn jetzt 2 ½ Jahre. Er hat wohl einen Narren an mir gefressen – den
Grund kenne ich nicht. Doch ein so lieber, ehrlicher und freundlicher Mensch
ist mir sehr selten in meinem Leben begegnet… Er weiß es, und wir beide
schätzen uns sehr. Weiter im Text … Wie der Abend zu Ende geht – weiß ich es?
ABEND: ---
Bei mehr als +20° C sitze ich – jetzt allein – in einer meiner inzwischen
mehrfach gewordenen Lieblingslokale in Dahar. Puhh, und heute habe ich erstmals
nach XX Tagen mal wieder was Thunfischiges bestellt + mein Lieblings-„Garlic-Bread“
und, ja, auch mal wieder ein Sakara-Bier.
Ich halte Euch auf
dem Laufenden. Ich mag diesen Geruch nach Benzin, Autoabgasen, Essensdüften
usw. – halt ganz anders als zuhause. Meine Heimatstadt hat ein „Bad“ vor
Harzburg. Alles sauber, für Kurgäste aufs Beste vorbereitet und darauf
eingestellt…
Rückfahrt in
mein Zuhause auf Zeit noch vor Mitternacht. ….und ab in die Waagerechte und
selig entschnarcht, ähem, entschlummert.
Montag, 14. Oktober 2013
Meine innere
Zeituhr scheuchte mich kurz nach Morgengrauen aus dem Bette. Upps, ein Blick
auf die Uhr sagte, nee, schon wieder 08.30 h. Also blieb ich gleich in der
Senkrechten, warf wie allmorgendlich den Wasserkocher an …. also das tägliche
Procedere. Ich wollte – eigentlich – vormittags mal gleich mit der Schreiberei
für heute beginnen, Pustekuchen. Kurz vor 11.00 h rief mich meine Freundin an,
sie hätte mich nötig…. oder so! Also Wässerung unter der mäßig-warmen Dusche…
bibber-fröstel! 13.00 Uhr sollte ich unten ums Eck sein. SIE und ich sind wohl
beide typisch deutsch… um 12.50 h wartete sie schon an besagter Hausecke, ich –
schwupps – rein ins Auto, und ab ging es über die Sheraton Road in Richtung
Dahar. Zuerst zu ihr nach Hause…. ein bissel Arbeit an ihrem Laptop Danach
Freizeit im deutschen Restaurant bei Regina am Sea Horse Hotel. Die
Soljanka-Suppe tat ihren Dienst nach Deftigem, und hinterher konnte ich leider
mal wieder NICHT meine Standfestigkeit beweisen (Leute! Es ist Urlaub!), und
wir zwei hatten schnell frischen Pflaumenkuchen mit Sahne und Kaffee vor uns
stehen. Irgendwann kamen dann ein, zwei Freundinnen meiner Freundin dazu. Und
schon wurden wieder viele Themen, die Hurghada mehr oder weniger betrafen,
durchgehechelt…. Wie gut, dass mein Gedächtnis – trotz meines fortgeschrittenen
Alters – noch eines der besseren ist.
Kurzfristig
wurde im Familienkreis meiner Freundin beschlossen, zum Fest nach Kairo zu
fahren – heute Nacht. Also bin ich bis Donnerstagabend mal ohne mein „bestes
Stück“ unterwegs. Sicher für beide Seiten nicht leicht, doch notwendig. Sie
brachte mich gegen 18.00 h fix zurück in Richtung meiner Wohnung. Kurzfristig
entschied ich mich, nochmals im „Hadaba Rouge“ vorbeizuschauen. Wie üblich fand
ich meine vertrauten, netten Gesichter vor. – Leider muss ich zugeben, dass
das, was ich bisher gefuttert hatte, wohl noch nicht genug war. Da ich gern
Salate esse, wurde es diesmal ein griechischer… mmhhh, war gut! Ich blieb unten
im Restaurant und fand eine sehr nette Gesprächspartnerin. Wir hatten sooo
zahlreiche Gesprächsansätze – von A wie Arbeit über D wie Deutschland bis zu
hin zu M wie Menschen. Und DAS zog sich dann hin, bis ich gefragt wurde, ob ich
denn zum Dessert gern frischen Apfelkuchen und einen Kaffee möchte. Höflich,
wie ich bin, konnte ich nicht ablehnen. Also rein damit! Tjaaaaa, Erfolg: meine
letzte Abendbestellung war ein Anis-Tee. Meine Innereien befanden sich gegen
22.00 h wohl in Schockstarre. Zuhause reichen diese Mengen als mehrtägige
Essensration aus. – Und die Gefahr, dass ich nach Urlaubsende nicht mehr in den
Flugzeugsitz passen würde, nahm bedrohlichen Realitätsfaktor an.
Um das zu
vermeiden, entzog ich mich diesem durch Rechnungszahlung und Abschied für
diesen Abend. Jetzt – um 23.30 h – sitze ich hier. Draußen findet noch das
pralle Abend-Alltagsleben meiner einheimischen Nachbarn statt. – Ich liebe
diese Geräuschkulisse. Manchmal knattert auch ein Motorrad oder Moped stinkend
vorbei, das merke ich hier im 2. Stock sogar bei offener Balkontür. Morgen früh
ist nix mit Ausschlafen. Um 09.45 h hechte ich in ein Taxi, um dann mit einer
anderen jungen Freundin zum Frühstück zu fahren. Doch davon mehr morgen. – In
diesem Sinne allen eine gute Nacht, einen guten Morgen oder was auch immer!
Dienstag,
15. Oktober 2013 - abends - ohne heutiges Nightlife!
Gern wäre
ich heute Morgen mal später meinem „Fakirbett“ entronnen - der
Telefonwecker jagte mich gnadenlos aus der Kiste. Also üblicher Einwurf
meiner Medis – mal wieder eine kalte Dusche, weil ich zu faul war, zu erfragen,
wo der Schalter usw. usw. für den Warmwasserboiler ist. Zwecklos – ich bin der
Urlaubsfaulheit anheim gefallen… Dann rein in die Taxe, ums Eck gefahren, und
pünktlich um kurz vor 10.00 h waren wir bei Regina zum „Brotzeit“-Frühstück
angemeldet. …. Sofort ging’s ans Eingemachte. Also: wer einmal ein Frühstück
der etwas anderen Art genießen möchte, gönnt sich diese „Brotzeit“. Ach ja, und
Kaffee satt. Und DAS nahmen wir gern und mit gutem Appetit wahr. So zog sich
unser „Kurzfrühstück“ n u r etwa 2,5 Stunden hin….!
Gegen Mittag
zogen wir beide dann endlich ab – jede in eine andere Richtung, ich ja schon in
Dahar, einfach noch um einige Ecken – General Hospital – gerade aus weiter, bis
hin zu meinem allerersten Lieblingslokal aus 2011. Heute war ich in Mission
unterwegs – d.h. ich hatte ein Päckchen aus Europa nach Ägypten zu überbringen,
sozusagen als „Postelline d´amour“…. Kurze Nachfrage – und schon war ich mein
Mitbringsel, was nicht von mir stammte, in die richtigen Hände weitergegeben.
DAS war das letzte Päckchen, das ich zu überbringen hatte. Nun waren alle
Sachen bei den Empfängern gelandet.
Wie üblich
meldete sich mein Inneres und wollte etwas zu arbeiten haben, also gab ich dem
nach – gern, muss ich zugeben! NEIN, nix Thunfischiges, diesmal Pasta.
Natürlich eine viel zu große Portion, also blieb die Hälfte da, wo sie nicht
hingehörte, auf dem Teller. – Später erneuter Wechsel innerhalb Dahars wieder
ins deutsche Restaurant zu Regina…. Nachdem mir diese morgens bereits erneut
vom frischen Pflaumenkuchen berichtet hatte.
Aus dem nachmittäglichen
Kaffeebesuch wurde – da sehr nette Gesprächspartnerinnen sich an meinen Tisch
setzten – ein langes Konfifchen, das sich abends zur allgemeinen
Abend-Futterzeit ausdehnte. Also innerer Kampf von mir: bleibe ich da zum
Abendmahl, oder ziehe ich vondannen? Erraten! Nach längerem schwerem innerem
Kampf entschloss ich – es war ja Urlaub, und Faulheit sollte gepflegt werden,
fürs Bleiben. Nachdem meine nette Schweizerin gegenüber von dem überbackenen
Schnitzel mit Ananas und Käse geschwärmt hatte, schloss ich mich ihrer
Bestellung an. Erneut hatten meine Geschmacksnerven Positives zu leisten – und
so fiel es bei den inzwischen angekommenen vielen neuen Gästen nicht auf, wie
lange und wie viel ich heute verputzt habe. Und NEIN, meine liebe Kärntner Freundin, ich kann nicht versprechen,
dass diese Fressattacken sich nicht während meiner Ferien wiederholen… Ich
werde mich bemühen, versprochen wird nix! – Der heutige Tag wird in meinen
Reisenotizen wohl als „Tag der Verderbnis“, was die Kalorienzufuhr angeht,
eingehen. Morgen gelobe ich Besserung, glaube ich – hoffe ich, nehme ich mir
vor…. oder so.
Jedenfalls
bin ich immerhin seit kurz vor 22.00 h zuhause – heute gibt es keine
Nachtsitzung. Ich lese meinen obigen Erguss nochmals quer und dann wird er halt
einkopiert.
Bis morgen – oh, dann ist schon eine Woche des süßen
Nixtuns vorbei.
Mittwoch, 16. Oktober 2013
Kann ein Tag
nicht direkt mittags beginnen? – Auch heute Morgen das übliche Spiel: Da ich
derzeit der Urlaubsfaulenzeritis anheimgefallen bin, hatte ich bisher nicht
nachgefragt bei meiner Nachbarin, wie ich den verd…….n Warmwasserboiler
endlich mal aktiviere…. Also hatte ich auch jetzt die Freude, eine halbwegs
kalte Dusche zu nehmen. Putzigerweise kommt aus dem KALTwasserhahn manchmal –
gegen Abend, wenn es genug Sonne gab, halbwegs lauwarmes Wasser. Leider war es
relativ früh, also keine Chance…. Meine Gänsepelle auf Haut und Haaren
entwickelte sich nach dieser Tortur entsprechend. Auch der dann in Gang gebrachte
Fön konnte mir das innere Frösteln nicht abnehmen.
So war ich
ganz froh, der Wohnung später den Rücken kehren zu können. Mit der Taxe in die
Sheraton Street, durchs „Bella Vista Hotel“ in die Caribbean Bar. Meine
Verabredung hatte noch Zeit. So konnte ich in Ruhe meine Mail lesen,
beantworten und in Facebook einige Kommentare hinterlassen. – Zur rechten Zeit
kam meine Gesprächspartnerin auf meinen Tisch zu. Wir kannten uns bisher aus
dem Internet. Von Anfang an herrschte zwischen uns beiden eine sehr gelöste und
vertraute Atmosphäre.
Und nun
hörte mein nettes Gegenüber mir eine Stunde lang zu. Selten habe ich eine so –
im wörtlichen Sinne – mir zugewandte Gesprächspartnerin erlebt. Aktives Zuhören
– das kenne ich, doch sie ist da mehr als eine Meisterin. Vielleicht liegt es
auch mit an ihrer Profession. Wie auch immer, sie zeigte mir so einiges auf,
„spiegelte“ sozusagen, was ich ihr erzählte. Danach hatte ich die Quintessenz
dessen, worüber ich berichtete, "zu schlucken“. Im ersten Augenblick keine
wahrlich angenehme Situation, doch NUR SO konnte ich ein mich belastendes Thema
BEENDEN !
Also, meine Liebe, Danke für die Zeit, die Du
mir trotz Deines engen Terminplans geschenkt gestellt hast.
Urlaub –
also durfte, jedoch musste ich nix machen…. Also entschloss ich mich, gleich
dort zum Mittagessen zu bleiben. Und später kam mein „Großer“ = Cello. Er
hockte sich gleich zu mir an den Tisch, und weitere gefühlte Stunden später
nach unserer Plauderei erinnerte mich die Uhr: Ich wollte zur Kaffeestunde bei
Regina im dt. Restaurant sein. Deshalb wieder rein ins Taxi und ab nach Dahar.
Nun ist es
schon 17.00 h, Kaffeezeit vorbei, und ich sitze und schreibe mal wieder, für
Euch, doch auch für mich. So habe ich immer eine Erinnerung daran, was ich so
erlebt habe.
Falls ich
später, vielleicht zuhause oder morgen, noch was Berichtenswertes habe, melde
ich mich.
Um mich herum ist zur Zeit nicht so
viel los. Es sind ja einige Festtage für die Einheimischen. Viele sind zur
Familie gefahren. Das geht so bis Donnerstag der Woche, anschließend ist
Wochenende. Vor nächstem Sonntag läuft vieles eben auf Sparflamme. – Touristen
sind zum Glück wieder da, doch viele Hotels sind immer noch geschlossen. Denke,
dass für die kleinen Händler und Lokale die Situation sich bisher nicht
merklich gebessert hat. Hoffen wir, dass es schnell besser wird….
Donnerstag, 17. Oktober 2013
Gestern
hatte ich mir vorgenommen, einen „Waschtag“ einzulegen. Also heute
Morgen einen „Augen-Blick“ gewagt – und schwupps, um 09.00 Uhr kollerte ich aus
meinem Bette. Da die Balkontür nachts offen steht, sah ich die Sonne und den
allzeit blauen Himmel. Was anderes sollte mich auch erwarten? – Doch, ein
bissel mehr Wind ist heute. Heute keine Termine, also in Ruhe auf dem Balkon
das Frühstück genossen, mein derzeitiges Lieblingsbuch „Mein geteiltes Herz“
von Claire Hake zu Ende gelesen…. Am Ende saß ich eben heulend da. Es war
einfach zu schön und hinreißend geschrieben. Nicht CLAIRE Hake schrieb diese
aufregende Lebensgeschichte zwischen Schweiz/Deutschland – Sumatra – Indien.
Nein, ihre in Kassel lebende Enkeltochter Nicoline nahm sich der
Lebenserinnerungen ihrer Großmutter an. Wenn Ihr ein Buch lesen möchtet, das
sehr interessant und faszettenreich über das Leben einer jungen Frau im laufenden
bis zum ausgehenden 20. Jahrhundert berichtet, dem sei dieser Titel von Herzen
empfohlen. Ich werde wohl noch eine Rezension einsetzen, so sehr berührte mich
dieses Buch.
Danach
wandte ich mich den halt profaneren Dingen…. meiner Wäsche – zu. Das war fix
erledigt. Der halbe Vormittag ist vorbei. Mal schauen, was der Tag so bringt.
Bis später dann… - Nun ist schon gaaanz früher Nachmittag. Kurz nach 11.00 h
klingelte ich bei meiner deutschen Nachbarin, um endlich zu erfragen, WO und
WIE ich diesen verd….n Warmwasserboiler zum Laufen bringe: Einfalt lässt
grüßen! Kurzantwort: An der Wand vor dem Badezimmer befindet sich ein
Hauptschalter, um „dat Dingens“ einzustellen. Wir lachten beide über meine
Unfähigkeit, mal früher zu fragen… Habe ihn gerade eingeschaltet.. mal schauen,
ob es später funktioniert.
Sie bat mich
zu sich in die Wohnung, hielten ein „Klein-Konfifchen“ zu zweit ab, tranken
Kaffee zusammen….. meine Dreingabe waren köstliche „Rochers“. Bei Nr. 2 hörte
ich auf…. Ich kenne mich. Austausch von Neuigkeiten, Klatsch aus dem Haus und
Weitergabe von Büchern, da ich diesen Urlaub mal wieder richtig zum Schmökern
nutzen möchte bzw. dies bereits tue.
Was sich nun
am Nachmittag ergibt – jetzt nach 18.00 h klar: Heute war Zuhause-Tag! Ich habe
in einem neuen Buch schon die ersten 150 Seiten, auf dem Balkon sitzend,
durchgeschmökert. Zwischendurch immer mal ein Blick ins Internet / Smartphone,
und dann versuchte ich mindestens 5-10 mal, diese langatmigen Notizen in meinen
Blog zu kopieren. Bei Googles läuft da heute gar nix – leider! Habe das in der
Facebook-Chronik gerade auch geschrieben. Tut mir leid, ich weiß nicht, woran
es liegt. Werde es weiter versuchen.
Jetzt mache
ich mich ….. habe es auf den Abend verschoben! – an meine Bügelei machen. Nicht
viel Lust, gerade im Urlaub, doch „Wat mutt, dat mutt!“
Habe in
einem Tag ein dickes Taschenbuch „weggeschwartet“: „Still missing“, ein psychologisch
perfekt geschriebener Thriller mit so viel Spannung, dass mir manchmal fast die
Luft weggeblieben ist. Zum Lesen mehr als empfehlenswert. – Das war’s für
heute.
Bis dann…
Freitag, 18. Oktober 2013 – späterer
Abend
Der Tag
begann gut – übers Wetter zu sprechen¸ das können wir vergessen. Da ich nun
endlich wusste, dass es einen einfachen Schalter gab, der über „Gänsepelle: ja
oder nein“ entschied, wurde dieser folgerichtig in die passende Position
gebracht – Frühstück mit längeren Lesepäuschen folgten nun.
Abends hatte
ich eine Verabredung mit einem jungen Paar ein, zwei Tage vorher getroffen, ein
„Ja“ kam per PN, so dass der Tag bis dahin frei blieb.
Am frühen
Nachmittag brachte mich ein Taxler mal wieder zu Regina nach Dahar. Vorher
hatte ich in Facebook ihre Info mit der Sommer-Zitronencreme-Torte gelesen und
dort schon – vorsichtshalber – ein Stück vorgeordert. Als ich kam, saßen nur
Männer ringsrum. Naja, im Swimming-Pool-Bereich des Sea Horse Hotels fand ich
Regina. Sie war ihre Runden schon geschwommen, und so hatte ich wenigstens ihre
Ansprache…. zusammen mit dem Tortenstück und einem Kaffee war für mich mein
Urlaubs-Nachmittags-Feeling voll wieder hergestellt. Später füllte sich der
Bier- bzw. hier Kaffeegarten, und ich denke mal, Regina wird ihre
Kuchenspezialitäten schnell an die Frau bzw. den Mann gebracht haben. – Der
Hotelkater, dem es wohl auch sichtlich im Restaurantbereich gefällt, sprang vom
1. Tag an bei mir auf die Bank, ließ sich wahlweise hinter meinem Rücken
nieder, hopste mir zeitweilig auf den Schoß oder verlangte anderweitig meine
Aufmerksamkeit. Und gleich, ob ich ihn mit „Tiger“ oder „Kater Carlo“ rief –
Ergebnis: er kam – und blieb. So schrieb ich meine ersten gestrigen Ergüsse –
die später ja irgendwo in den Weiten der Speicherorte im Netbook verschwanden –
meist einhändig, da der Herr Tiger-Kater Carlo rumschnurrte, um seine Streicheleinheiten
einzufordern. Zwischen Schreiben, Tortenfassen und Kaffeetrinken eine etwas
umständliche Prozedur. Letztlich dauerte halt alles ein bissel länger. – Später
gesellte sich noch eine nette Dame zu uns an den Tisch, die hinter mir allein gesessen
hatte. Vom ersten Augenblick war der Kontakt da, und wir sprachen einige
Stunden lange über alle möglichen Themen, vor allem auch über Medizin und
Orthopädie – weil sie selbst betroffen war.
Gegen Abend nahmen
wir gemeinsam ein Taxi. Wir hatten festgestellt, dass wir hier in Sekalla quasi
nur einen Steinwurf voneinander entfernt wohnten. Da ich in einer Kneipe an der
Sheraton Street ab 19.30 h meine Verabredung hatte, wartete ich. Leider kam ich
einige Minuten zu spät, schickte eine Notiz an die beiden. Leider keine
Reaktion. Also wartete ich noch knapp eine Stunde und fuhr dann nach Hause.
Den Abend über
chattete ich noch ein wenig. Später „ereilte“ mich dann die Bitte eines
Freundes, ein wichtiges Dokument gegenzulesen. Das zog sich letztlich bis nach
Mitternacht hin. S o war auch dieser
Abend dann fixer zu Ende, als ich dachte, da ich dann so an der Sache dran war,
dass die Zeit nur so verflog.
Und jetzt hoffe ich
inständig, dass ich nicht wieder tappisch, wie ich bin, auf irgendeinen dieser
zahlreichen Icons in Word2007 komme. Seit einiger Zeit benutze ich diese
aktuellere Version. Mit Word2003 kam ich besser zurecht. Nun ja, ein Tribut an
Aktuelles muss halt sein. Bis später – wünsche eine gute Nacht gehabt zu haben
und allen einen schönen Samstag!
Samstag, 19. Oktober – Nachmittag….
Bisher war
und ist es ein „Langweiler-Tag“, doch einer von der gewünschten Sorte. Spät
aufgestanden, Frühstück langsam vertrödelt – draußen auf dem Balkon ab und an
mal über die Brüstung geschaut, was unten an der Straßenecke so passiert,
manches Komische – meist jedoch nur der übliche Wahnsinn des ägyptischen
Alltags.
Am frühen
Nachmittag bemerkte ich, als ich meinen Kaffee „balkonierend“ genoss, dass es
anfing, ziemlich verbrannt zu riechen. Bei den engen Gassen hier, wo ab und zu
ein grau-grün-farbener Baum vergeblich versucht, Farbe zu bekennen… da ist
Feuer schon eine Gefahr…. Und was sehe ich: schräg gegenüber unserem Haus stehen
ein Vater und sein vielleicht 5-, 6jähriger Sohn zusammen und entfachen direkt
unter einem dieser farblosen Bäume am Gehsteig – direkt vor deren Haustür – mal
fix ein Feuerchen. WAS der Zweck war, entzog sich meiner Logik; denn nach
einigen Minuten entfernte sich der Herr Papa in Richtung Hausflur, und sein
Bürschlein suchte auf der Straße nach weiterem brennbarem Material….. das ja in
Hülle und Fülle ringsrum lag. Dieses für mich sinnlos Gezündel hatte für den
Knaben nach einer Weile wohl auch die Spannung verloren….. und er entschwand
ebenfalls. Habe eben rausgeschaut, zum Glück ist nur ein Häuflein Asche übrig
geblieben. Ich stelle mir das gerade plastisch bei mir zuhause vor der Haustür
vor…. Du meine Güte!
Bald werde
ich meine Aktivitäten anderswo verlegen – um 18.00 h treffe ich mich mit einer
Bekannten in einem meiner Lieblingsrestaurants. Sie war auch sehr oft vorher in
HRG, lebt seit einiger Zeit hier und wohnt – wie’s der Zufall will – ganz in
der Nähe meiner Wohnung. Passt also sehr gut.
Morgen geht
es dann endlich mal wieder mit meiner Freundin aus Dahar zum Frühstücken. Das
genießen wir besonders. Wir suchen uns immer ein Plätzchen aus, wo wir
ungestört sind. Ich habe wirklich festgestellt, Hurghada ist schlimmer als ein
Dorf. Jeder kennt jeden, jeder weiß alles über jeden, obwohl man/frau sich
persönlich vielleicht noch nie begegnet ist. – Da ist der
Klatsch-/Tratsch-Level selbst in meinem Heimartort mit etwa 20.000 Einwohnern
und vielen Gästen ein Kindergarten dagegen!!!
Nun ist auch
dieser Abend mit meiner Bekannten – inzwischen darf ich sie Freundin nennen –
vorbei. So viele Neuigkeiten, die ich heute durch sie und andere Bekannte dort
erfuhr, der Hammer! – Und zu allem Überfluss kam am späteren Abend noch eine
Gruppe von deutschen und österreichischen Residenten „eingeflogen“ – mit dem
von der Gruppe an das Eigentümer-Ehepaar gerichteten Wunsch, für ALLE im
Restaurant befindlichen Gäste, „Kaiserschmarrn“ zubereiten zu wollen. Dies
wurde dann in der Restaurantküche auch von einer Österreicherin erledigt. Und
so kamen wir – wie Maria zum Kind – jeweils zu einer Portion dieses
Parade-Desserts der Wiener Küche! – Dass zuvor von einem der Gäste eine Kamera
gezielt auf unseren Tisch gerichtet wurde, befand meine Freundin nicht für
angenehm – ihre Reaktion fiel dementsprechend aus. Kurz darauf bestätigte mir
der „Kameramann“, dass er „mein Foto gelöscht habe“…. Zu uns zwei Weibsen hatte
sich schon früh eine weitere Bekannte gesellt, die ich kannte, meine Freundin
nicht. So wurden wir drei an diesem Abend – da wir s e h r
viel zu klatschen hatten (der Anlass saß einige Meter weiter mit
entsprechender Entourage) zu einer richtigen Clique. Bis Mitternacht hielten
wir es aus. Der Omar-Khayyam-Rotwein ist meiner Freundin und mir gut bekommen.
DAS werden wir sicher nochmals machen.
Für Sonntag
stehen um 10.00 h und um 19.00 h nächste „Urlaubstermine“ an, auf die ich schon
sehr freue.
Allen, die
sich bis hierher durchgekämpft haben und zwischenzeitlich nicht eingeschlafen
sind – KOMPLIMENT – bis zur nächsten Lektüre.
Sonntag, 20. Oktober 2013 –
Tagesgedanken und so allerlei - - - - bis 17.15 h
Siehe oben –
heute war frühes Aufstehen angesagt – pünktlichst traf ich meine Freundin in
unserem Frühstückscafé an. Sie wartete – wir hatten uns seit letzter Woche – sie
war in Kairo – nicht gesehen. Meine energische „Wutze“, wie ich sie nenne (bzw.
nennen darf) hatte den jungen Mann mit der Bestellung für uns schnell am
Wickel. Innerhalb kürzester Zeit waren wir wieder „aktuell aufgestellt“. – Sie
hatte mittags einen Temin – ich FREIZEIT bis zum Abend - …. Und einen fast
leeren Kühlschrank. Also auf zu ihrem Supermarkt, wo ich mit ihr bereits zum
Einkaufen war. Günstiger als in der METRO, und ich unterstütze örtliche kleine
Händler. Dort bekam ich alles, was ich wollte – ab ins Auto und durch den
sonntäglichen – täglichen – Verkehrswahnsinn von Dahar zurück in Richtung
Wohnung.
Und hier
sitze ich nun, schaue mir z.Z. noch einiges durch die offene Balkontür an
–gleich geht es mit einem Buch bewaffnet wieder auf den Balkon. Ich genieße
diese Zeit so sehr. Vögel zwitschern – Mittagsruhe kennt man hier zwar nicht,
doch es ist inzwischen „mein Viertel“… - Weiteres dann später - - -
Nun ist es
wieder später…! Nachdem ich mich durch köstliches Vollkornbrot – ja, mit
frischem Gouda durchgefr……n hatte, sank ich vollgefuttert auf dem Balkonstuhl
darnieder und gönnte mir erstmal 100 Seiten Nora-Roberts-Text „Verlorene
Liebe“. Diesen Titel nahm ich aus dem Regal meiner Gastgeberin mit weiteren
interessanten Büchern, dies ist so spannend und anschaulich geschrieben: ein
weiterer Grund, täglich stundenlang auf dem Balkon dem Lesen zu frönen.
Jetzt „lese“
ich bei einigen Leser/innen: „Was, das nennt sie URLAUB am Roten Meer?“ –
Jaaaaa, in dieser Zeit ist es MEINE Art, Urlaub zu machen. Ich freue mich für
die braungebrannten oder verbrannten Touris, die zuhauf hier im Ort rumlaufen.
Jeder macht das, was er braucht – ich freue mich, meine kleinen
Alltäglichkeiten aufzuschreiben – mitzuteilen. Wer sie liest, tut dies –
deshalb in MEINEM Blog, wo ich weiß, dass ihn normalerweise diejenigen öffnen,
die ich kenne und mag.
Anderen
FB-Nutzern empfehle ich die zahlreichen deutsch- und englischsprachigen
HRG-Foren. Dort lese ich – zugegeben – immer weniger; ich nutze die PN-Funktion
als eine Art SMS-Mitteilung oder telefoniere, um PERSÖNLICHE Ansprachen zu
pflegen. Und – es werden mehr und mehr. Und da habe ich nix dagegen, im
Gegenteil: gerne!
Montag, 21. Oktober 2013
Meine
heutige Tageskondition lässt sich beschreiben mit - bescheiden. Deshalb zog ich
es vor, an diesem Tage nichts weiter zu unternehmen. Mein Aktionsradius ist
begrenzt zwischen Balkon, Netbook und . . .
Also, bis
morgen, liebe „Fan-Gemeinde“…
Dienstag, 22. Oktober 2013
Nachdem es
mich in den letzten 1,5 Tagen wieder mal „umgetrieben“ hatte – deshalb keine
Montags-Notizen! -, nahte der Dienstag. Ich wähnte mich nun wieder fähig, den
täglichen Notwendigkeiten entgegenzutreten – mit entsprechend gebührlichem
Abstand zu Nescafé und meiner geliebten Morgen-Jogurt-Bombe! Dafür mit
Ingwer-Tee, dem der Zimt sogar aus dem Teebeutel entwich!
Für den
Nachmittag wollte ich mir etwas Gutes antun, also hinein in ein Taxi – zur
frühen Kaffeezeit eine Verabredung mit einigen Freundinnen. Bevor ich mich an Kaffee wagte, noch einen Anis-Tee
gekippt, sozusagen zum „Vorglühen“, damit mein Magen wusste, es würde anderes
folgen – was ich dann auch tat. Von einem Tisch zum nächsten – die Zeit verging
wie im wörtlichen Flug. Am Spätnachmittag fix in ein Taxi hinein und zurück
nach Sekalla. Dort war ich um 17.00 mit einer Freundin verabredet. Es wurde
bei ihr ein wenig später – die
Mitteilung warum war griffig und einleuchtend. Also Schwamm drüber!
So hockten
wir zwei dann einträchtig am Tisch, beäugten unsere Mit-Gäste. Später kam eine
weitere Freundin hinzu. Irgendwann kam ich auf meine Frisur – bzw. mein
Aussehen auf meinem Personalausweis zu sprechen…. HEUREKA! Ich hatte meine
ID-Karte dabei, also rumgezeigt. Meine beiden kriegten sich fast nicht wieder
ein – gut: die biometrischen Vorgaben geben schon gesetzlich einen leicht
schwachmatigen Gesichtsausdruck fest – ich betrachte dieses Dingen nicht allzu
oft (ich weiß eigentlich, wie ich aussehe…) -, doch nachdem mir eine meiner
Freundinnen sagte, wenn sie nicht den Namen dazu wüsste, hätte sie mich NICHT
erkannt, wurde mir etwas eigenartig zumute. S o schlimm sah ich aus? Neee, meinten beide
einstimmig, meine neue Frisur und ich seien doch vorteilhafter. Hätte ich im
Juli 2010 bei den Passfoto-Aufnahmen meinem netten „Ablichter“ in meinem
Heimatort freundlicher in die Linse blicken sollen?? Leider schreiben die
Vorgaben der Bundesdruckerei diesen leicht dümmlichen Blick fast – nicht die
Mimik ändern, kein Lächeln usw. usw.
Weiters
diskutierten wir kurz über die ab 01.11. neue Anhebung der Einreise-Visagebühr,
immerhin = US-Dollar 25,00. – Upps, mein Jahresvisum läuft noch eine Weile,
doch das Re-Entry-Visum zur mehrfachen Einreise zeigt ab Anfang Januar 2014
„Ermüdungserscheinung“, kurz, es gilt dann nicht mehr. Also gleich noch Termin
zur erneuten Re-Entry-Beantragung v o
r dem 01. November 2013.
Es fielen
bei diesem Tischgespräch so viele Dinge an, über die sich eine
Langzeit-Urlauberin halt nicht so große Gedanken wie unsere Residenten macht.
Zum Ende der
Woche liegt noch eine „Praline“ in Form des Besuches eines Hotels vor, das
seine Tore für entsprechende Gäste-Klientel herzlich weit öffnet, jedoch für
Erdlinge wie mich jenseits vom Wege liegen. Meine Liebe¸ wir Damen freuen uns,
dass Du Dir die Zeit für eine Führung nimmst und dies so liebenswürdig heute
als Zusage an uns weitergeleitet hast. Dies ist etwas Besonderes – wird zwar
erwähnt -, doch findet hiermit das Informations-Aus statt. DANKE für Deine
Zeit!
Mir stehen
aufgrund der aktuellen Notizen, die ich schriftlich und persönlich bekam, noch
einige „Highlights“ ins Haus, ähem, in die Wohnung, bevor ich mich dann später
vom Acker mache.
Es ist jetzt
nach Mitternacht – also schon der nächste Tag. Mein Konzentrationsvermögen
gleicht jetzt dem einer Erbse oder eher dem eines Reiskorn (rein größenmöglich
gesehen). Deshalb beende ich meine urlaubsbedingten Schreibereien lieber für
heute.
Mittwoch, 23. Oktober 2013 – ja,
schon 00.50 h
Hier steht
im Smartphone-Kalender viel – nämlich die Zahl 23! Zum Glück bisher ohne
irgendwelche roten Häkchen für bestätigte Treffen mit Freundinnen oder sonstige
glanzvolle Ereignisse…
In diesem Sinne ein Nachtgebet:
Ich bin klein – mein Herz ist rein,
mein Hemd
ist schmutzig –
ist das nicht putzig!!?? A u
a a a
Quelle: „Von
anderen“ oder„Gemopst“ – unbekannt…
Also, das
Nachtgebet brauche ich jetzt – um 17.00 h – sicher nicht! Ich bezeichne einen
solchen Tag als „Mops-Tag“: ich mopse mich mit Dingen, die ich mache, so durch
den Tag. Auf jeden Fall bin ich heute nicht unterwegs – und bleibe zuhause.
Es blieb
dabei – Mittwoch = Zuhause-Lese-Balkon-Tag!
Donnerstag, 24.Oktober 2013
Morgens
hätte mich der Mobilfon-Wecker aus dem Schlaf reißen sollen – doch ich war früh
wach, also raus aus der Kiste. Es standen um 09.30 h ein Frühstück mit einer
Freundin an – danach war die Fahrt zum Visa-Amt geplant – und am Nachmittag
einer der Highlights meines bisherigen Urlaubs – der Besuch in einem Hotel, das
hier am Roten Meer wirklich ein Alleinstellungs-Merkmal hatte und hat!
Viel zu früh
taperte ich dann aus dem Haus – mein Taxelfahrer war einer von der schnellen
Sorte – trotz des ständigen Gebrauchs seines Mobiltelefons -!! So hockte ich
dann schon 30 Minuten vorher im Café – ein frischer Kaffee brachte mich auf den
Pfad des logischen Denkens… Endlich kam mein Frühstücks-Gegenüber. Wir hatten
uns nur ein, zwei Tage nicht gesehen….. der Gesprächsstoff ging uns beiden
Weibsen mal wieder nicht aus. – Danach rein in ein „angenehm warmes“ Auto, das
durch die Sonne wirklich innen für tropische Temperaturen sorgte. Bevor wir im
Visa-Amt ankamen, mussten wir doch noch ein ganzes Stücklein laufen – ran an
einen der Schalter – dann der dezente Hinweis (was mir natürlich klar war) -,
dass mein Re-Entry doch noch bis Anfang 2014 gültig sei. Ursprünglich wollte
ich es nur vorsorglich erneuern, da ich zur Zeit nicht weiß, wann ich wieder
einreisen werde.
Ach ja, als
Hinweis: der nette Beamte sagte uns, dass die Erneuerung des Re-Entry derzeit =
LE 62,00 beträgt. Ich hatte Anfang Juli für Jahresvisum + Re-Entry (6 Mon.) =
LE 140,00 bezahlt.
Also ließ
ich es so, wie es war. Vielleícht klappt es im Januar 2014 noch mit einer
Stippvisite in Ägypten…
Danach
Einkehr in einem Restaurant, wo frau auch bereits bekannt ist (nicht nur ich!),
und so war der Vormittag perfekt durchgeplant… - Hallo, ich habe Urlaub, ja,
und ich genieße ihn, ob Ihr es mir glaubt oder nicht. Meine Freundin musste
nach einiger Zeit in Richtung Arbeit entfleuchen… so hockte ich über die
Mittagszeit noch dort, saß im Freien, schaute auch aufs Meer und schlürfte
dabei meine Mittagssuppe.
Mein netter
Fahrer rief mich mehrfach, doch mein Mobiltelefon war in der Tasche – also
wurde es etwas später, doch das war halt mein Problem.
Auf dem Weg
in Richtung Süden nahmen wir kurz vor Magawish noch eine Freundin auf, und dann
ging es in Richtung Sahl Hasheesh. Vorher eine Abzweigung nach links, und über
eine längere Strecke nur schön bepflanzte Gegend, und dann ein Tor, an dem wir
anhalten mussten – kurz nach Begehr gefragt – unser Fahrer erklärte, wohin wir
wollten, und dann konnten wir weiterfahren. Die Fahrt ging weiter durch eine
sanft geschwungene, begrünte und bepflanzte Hügellandschaft – dann endlich
unser Ziel:
„ THE OBEROI „
Ein
wirkliches *****-Sterne-Suiten-Hotel.
Bereits bei
unserem Eintritt in die sehr privat wirkende Hotel-Suiten-Lobby waren wir
positiv überrascht von der Ruhe und Privatsphäre dieser Anlage. Einladende
Sitzgruppen, kleine „Informations-Inseln“ für die Gäste u.a.m. vermitteln einen
qualitativ hochwertigen Anspruch für die Hotelgäste.
Eine
gemeinsame Freundin arbeitet seit längerem als Executive Secretary für den
General Manager dieser wirklich einzigartig in die Landschaft eingebetteten
Hotelanlage. Der fast 1.000 m lange private Sandstrand mit weit auseinander
stehenden Liegen mit Sonnen- und jeweiligem Windschutz bietet die für diese
Gästeklientel nötige Privatsphäre. Eine professionelle Tauchstation mit einem
ins Meer hinaus gebauten Steg gibt die Möglichkeit, zu tauchen oder in dem vor
der geschwungenen Bucht liegenden Hausriff zu schnorcheln. Weitläufige,
hügelige Grünflächengebiete vergrößern optisch diese ausgedehnte
Hotel-Suiten-Anlage.
Ich kenne
aus Sri Lanka und anderen Ländern in Asien einige Hotels der Oberoi-Hotels.
Auch diese sind jeweils wundervoll an das jeweilige Land angepasst. – Was wir
dann dank unserer netten und überaus kompetenten Führerin durch die weitläufige
Anlage sahen, DAS war mehr als eindrucksvoll.
Angefangen
von der stilvollen Rezeptionshalle – mit getrenntem Cash-Bereich -, weiter über
die gesamten stilvollen Räumlichkeiten auf dieser Ebene bis zu dem sehr
geschmackvollen Hauptrestaurant und dem indischen Spezialitäten-Restaurant –
alles strahlte ein angenehm stilvolles, geschmackvolles Ambiente aus. – Auch
eine Bibliothek mit direktem Meerblick und allerlei Bücherangebot in vielen
Sprachen laden zum Lesen und Verweilen ein.
Ein
großzügiger Spa-Bereich mit Friseur vervollständigt das Angebot für die Gäste.
–
Auch eine
kleine Boutique mit ausgesuchtem Angebot an Silberschmuck, einer Auswahl an
T-Shirts und Blusen aus hochwertiger ägyptischer Baumwolle (bekannt bei Kennern
als DIE Baumwolle auf der Welt) sowie ausgewählte Schals aus Seide und Kaschmir
(Indien) bieten ein farbenfrohes Bild beim Eintritt in diesen kleinen
Einkaufstempel mit erlesenem Angebot. – Selbst an die kleinen Dinge für den
Urlaub wie Sonnenschutzmittel usw. ist gedacht.
Beim Bummel
durch die Anlage konnten wir auch eine „Royal
Suite“ ansehen. Sehr bequemes und stilvolles Interieur, angefangen von den
Möbeln bis hin zu wenigen, jedoch passenden Dekorationsstücken. Wohn-, Ess- und
Schlafbereiche sind hier getrennt; eine Küche mit allem Nötigen ist ebenfalls
vorhanden. Die Terrasse mit Sonnenliegen, ein Extra-Sitzbereich, erhöht gelegen
und umgeben von exotischen Blumen, ergänzt diese exklusive
Erholungsmöglichkeit. Auch ein privater Swimmingpool ist in dieser
Suiten-Kategorie vorhanden. –
Auch die
Standard – bzw. Superior-Suiten bieten ein großzügiges Platzangebot, teilweise
sogar mit Extra-Ankleidezimmer. Eine kleine private Terrasse mit
entsprechendem Mobiliar ist in allen Suiten-Kategorien im Angebot.
Vom Ansatz
her bietet das Hotel „The Oberoi“ einen Frühstücksservice an. Dies ist in allen
Kategorien bei der Übernachtung inklusive. Bei der oberen Kategorie können sich
die Gäste das Frühstück in ihre Suiten bringen lassen.
Es werden in
den Restaurants auch Mahlzeiten zu Mittag, am Abend bzw. Zimmerbestellungen im
24-Stunden-Service angeboten. Snacks und Getränke sind u. a. auch an der
Poolbar zu bekommen.
Zuletzt
saßen wir – und das war recht angenehm nach den vielen schönen Eindrücken, die
wir bisher erhalten hatten – noch eine Weile an der Poolbar, wiederum mit einem
unwiderstehlichen Blick auf die tief unter uns liegende Bucht – daneben die
wirklich riesigen Swimmingpools mit zwei integrierten Whirlpools. – Nach zwei
Stunden rief unsere Freundin nochmals ihr Job. – Wir blieben noch eine Weile am
Pool sitzen, genossen die Umgebung.
Gegen 17.00
Uhr nahm uns unsere Freundin mit zurück nach Hurghada.
Diesen
Nachmittag werden wir zwei sicher so schnell nicht vergessen.
Unserer
Freundin danken wir an dieser Stelle für die Zeit und Bereitschaft, uns diesen
verwunschen wirkenden Ort zu zeigen. Mich persönlich hat alles sehr
beeindruckt. Zugegebenermaßen kann ich mir das nicht leisten. Vielleicht habe
ich irgendwann mal die Gelegenheit und buche eine der Standard-Suiten¸ die eher
für uns erschwinglich sind….
-
- -
Abends, nachdem mich meine Freundin in Sekalla abgesetzt hatte, saß ich
dann im „Viking“ und wollte mir mein Abendessen – und schwupps, kamen zwei
meiner Freundinnen auf der Straße vorbei. Ein Hallo, und schon saßen beide
neben mir. Getränkebestellung – und dann wurde ich mein Nachmittagserlebnis
nahe Sahl Hasheesh los. Eine hatte abends noch Verpflichtungen, so ging sie
nach kurzer Zeit. Wir zwei anderen saßen noch bis kurz vor 20.00 h. Auch sie
hatte vom Tage her einiges zu berichten, so dass wir zwei Weibsen genug zu
schnattern hatten.
Dann ab nach Hause – und ausnahmsweise mal ein Fernsehabend, der mit der
nächtlichen Diskussion über die USA-Ausspähversuche durch die NSA bei „Maybritt
Illner“ im TV nach 23.15 Uhr sein Ende fand.
Uff, nach diesem „Termin-Marathon“ war ich wirklich platt und fiel auf mein
Fakirbett, das sich nun nach so vielen Nächten wirklich wie das meine zuhause
anfühlt.
In diesem Sinne eine gute Nacht und einen guten Morgen für alle!
Freitag, 25. Oktober 2013
Nach diesem „Termin-Urlaubs-Stress-Tag“…. nee, war toll! – war erst mal
Schnarchliesls Ausschlaftag erlebte Sache! Fiel nach 09.15 h aus dem Bett – die
Sonne lockte, ebenfalls wie immer, auf dem Balkon zu frühstücken, was ich dann
auch tat. Zusammen mit Buchlektüre eine tolle Kombination, wobei ich immer
aufpassen muss, dass mein Goudakäse oder Teile meiner Marmeladenschnitt nicht
den Weg in Buchseiten finden.
Am späteren
Vormittag „ereilte“ mich eine Nachricht einer Freundin, dass sie unbedingt
Kaffee und Kuchen am Nachmittag haben möchte. Also Info, o.k., ich hole sie ab.
Gesagt – getan – Wir wohnen nicht weit auseinander, so dass ein gegenseitiges
Aufsammeln per Taxe einfach ist. Danach in Richtung Dahar ins deutsche
Restaurant, zu Regina. - Nun denn, geplant war ein Kaffee-Nachmittag, und es
wurde mal wieder eine mehrstündige Sitzung, im wahrsten Sinne des Wortes. Nach
russischem Zupfkuchen + Kaffee + Wasser + Cola und anderem mehr reichte ein
Blick auf die Karte und zur Chefin, um für uns zwei einen „leichten“ griechischen
Salat zu bestellen. Also der fand seinen Weg. Irgendwie kam dann, da sich
inzwischen eine weitere Freundin vom benachbarten Swimmingpool des Sea Horse
Hotels zu uns gesellt hatte, die Sprache auf die „Schnitzel-Karte“ zu sprechen.
Also „mussten“ wir drei Weibsen ja diese auch noch in Variationen ordern… DAS
Vergnügen für die Restaurantchefin – und für uns das Verhängnis – Sooo viel in
sooo kurzer Zeit war keine geniale Idee, doch sowohl das Fleisch wie besonders
die hausgemachten Kroketten, am liebsten hätte ich mich in dieselben
reingesetzt, so gut waren und sind sie, da liebevoll jeweils von Regina
gerollt…
Auf diese
Weise blieben wir noch eine ganze Weile – ich zuletzt mit Anis-Tee! – auf
unseren Allerwertesten sitzen, bis sich der ganze Nachmittag…. etwas gesetzt
hatte mit dem, was wir da so in uns hineingefuttert hatten…
Später
zurück eigentlich nach Sekalla – uneigentlich dann noch auf einen Absacker ins
Hadaba Rouge. Herzliche Begrüßung durch das Besitzerpaar, einige bekannte
Gesichter¸ und schwupps saßen wir wieder. Oh meine Güte, bloß nicht
bewegen… in dieser körperlichen
Verfassung hilft mir am besten ein Ouzo, den ich ich Sprite ein wenig
verwässerte, damit mich die
Allolol-Welle nicht ganz so stark erwischte….
Auch hier
blieb es natürlich beim kurzen Hockenbleiben. Bis nach Mitternacht schnatterten
wir wieder ringsrum – schauten, wie sagt frau, Leute auf der Straße… und
endlich befanden wir zwei: Nun reicht’s für heute!
Wieder
gemeinsame Taxenrundfahrt, so dass ich gegen 00.30 h endlich da war, wo ich
hier in HRG hingehöre, in meine kleine, gemütliche Wohnung, wo mein Bettchen
erwartete und es rufen hörte „Komm-komm“ – was ich dann auch tat. - Bevor wir
uns beiden uns trennten…. Der nächste Kaffeetermin ist fest beschlossen:
Samstag, 26. Oktober 2013
von dem ich – sicher mit anderen Putzigkeiten des heutigen Tages -
berichten werde…
Naja, Putzigkeiten wohl weniger, der Vormittag ging fix vorbei – um 14.30 h
sammelte ich wie vereinbart meine beiden Begleiterinnen an der Madares Street
auf, um gemeinsam in Richtung Dahar zum deutschen Restaurant am Sea Horse Hotel
zu fahren. – Schon gestern hatte uns Regina, die Chefin, zugesagt, nochmals
ihren vermaledeit guten Pflaumenkuchen mit Streuseln zu backen. And so she
did!!! - Es, resp. er schmeckte suuuuper-gut – und danach sahen wir mit
Freude, dass nicht nur wir dieses Wohlschmeck-Gefühl hatten!
Leider erzählte uns dann die Chefin auch von selbstgemachten Käsespätzle,
die sich wohl ein Schwooob‘ unter den Gästen gewünscht hatte. Wir vernahmen dann
mit….. schon wiederkehrendem Appetit! -, dass Regina gern auf Bestellung
weitere Spätzle zubereiten wollte. So ließen wir uns breitschlagen, ähem
überzeugen, diese auch zu probieren. So gab es heute ein frühes Abendessen, das
einfach phänomenal war. Eine Riesenportion dieser Käsespätzle mit Salatteller,
von der ich sicher heute Nacht träumen werde…. wegen akuter
Wiederholungsgefahr. Eine Freundin hatte noch Termin, sie fuhr früher weg.
Wir zwei Weibsen verließen die – zu – gastliche Stätte und nahmen ein Taxi
in Richtung Sekalla. Der gute Taxler wurde von uns deutlichst über zwei
bekannte Haltepunkte informiert. Irgendwie fuhr er jedoch nicht den direkten
Weg, sondern, wie ich es zuhause sagen würde: Peine – Paris – Salzgitter oder
auch Dahar – Kairo – Sekalla. ENDLICH hielt er – an falscher Stelle – in der
Sheraton Street an. Meine Freundin entfleuchte – und ich wollte nur noch nach
Hause.
Tja, und da sitze ich nun und klapperte diesen Nonsens hier rein. Der Abend
wird wohl ereignislos bleiben – nämlich lesend und TV schauend. Euch einen
schönen Sonntag!
Sonntag, 27. Oktober 2013 – F a u l
e n z e r t a g
Da ich für morgen eine picke-packevollen Urlaubstag terminiert habe, war
und ist heute ein Lese-Mopsmich-Tag gewesen!
Deshalb fällt heute nix an Les- oder Berichtenswertem an, ich hoffe, dass
Ihr wie ich ein schönes Wochenende hattet, ob sonnig am Roten Meer oder auch
mit sicher mehr Wind in Deutschland…
In diesem Sinne einen guten Wochenstart für alle!
Montag, 28. Oktober 201
Ja, der Start am Morgen – relativ früh nach dem Faulenzertag – war gut.
Trotzdem hatte ich morgens viel Zeit, ich dümpelte so vor mich – die wichtigste
Frage Frauen ist ja sowieso „WAS ziehe ich heute an?“ – Irgendwann entschied
der Uhrzeiger, nicht ich, dass ich mir eine „Außenhülle“ überwerfen musste, um
pünktlich zum Frühstückstermin in Dahar zu sein. – Natürlich war ich viel zu
früh da, doch da mich Mohamed inzwischen kannte, genügte ein Blick – und ein
frischer Kaffee stand auf dem Tisch. Zur rechten Zeit traf meine Freundin ein –
ein Blick nach draußen: das Auto direkt vor dem Fenster, brav in die Sonne
gestellt, damit ich dann beim Wegfahren dann sozusagen „heiße Höschen“ anhabe.
Danke! – Naja, so schlimm wurde es nicht, die Klima-Anlage tat Ihr Bestes, und
für heute tat sie genug… Schnell Stop am Supermarkt – rein – raus – und weiter
auf Kurzbesuch zu Regina ins Restaurant. – Meine Freundin fuhr mich dann noch
in die Sheraton Road, wo ich einige Meter weiter im „EmotionsHair“ bei Lisa
Böhme endlich meinen Kopf – nee, nicht in den Sand, jedoch unter den Wasserhahn
stecken konnte. Schnipp-schnapp, sie hatte mir im Juli schon mal perfekt einen
Nachschnitt verpasst. Ich lasse außer meiner Friseurmeisterin zuhause NUR sie
an mein edelstes !! Körperteil, mein Köpfchen! Ich brauchte nix zu erklären,
sondern hielt nur hin – meinen Kopf! – Ergebnis: sehr gut!
Nun sitze ich nachmittags kurz zuhause, haue dieses Begebnis in die Tasten,
damit ich es nicht vergesse. - Später geht es zum inzwischen obgligaten
„Kaffee- und Kuchen-Fassen“ zu Regina ins deutsche Restaurant. Ich sah mittags
ein Blech mit feinstem Pflaumenstreusel- und Apfelkuchen. Oh, Himmel hilf, dass
ich mir nicht wieder den Magen verrenke, weil’s einfach ZU leckerlich schmeckt…
Ich weiß zur Zeit, wie ich in diesen letzten 9 Tagen „meine Termine
koordinieren“ soll, HALLO, ich habe Urlaub, trotzdem fällt es jetzt vielen ein,
dass ich er 3 Wochen! hier bin. Also bleibt nur: alles schriftlich festhalten…
im Terminer des Mobiltelefons… naja!
Um 16.30 Uhr folgte eine erneute Taxirunde in unser inzwischen zum
„Stammrestaurant“ erklärten Biergarten bei Regina. Wir drei Weibsen hockten uns
an einen Tisch, voller Erwartung – und richtig… Kaffee und frischer Kuchen
bahnten sich relativ mühelos den Weg in uns hinein…. Mit wohligem Entzücken
folgte die Sahne, die ja nicht fehlen durfte.
Die Zeit ging mit Erzählen und Rumschnattern über dies und das fix vorbei.
Am Abend fand das Treffen einer deutschsprachigen Hurghada-Forum-Gruppe
statt. Wir saßen weiter hinten und hatten alle(s) so gut im Blick. Es wurde
doch eine stattliche Zahl von Teilnehmern, von denen sich viele kannten. Jedoch
waren auch einige neue Gesichter dabei. An unserem und dem benachbarten Tisch
saßen meine Freundinnen, vertraut und lieb geworden während meines jetzigen
Urlaubs.
Mit dem Leiter der Forumsgruppe sprach ich kurz – wir hatten vom Sommer her
noch einige Missverständnisse zu klären. – Weitere Gespräche bei uns am Tisch
folgten. Wir nahmen das hausgemachte Abendessen dort ein.
Noch bevor dann zu fortgeschrittener Stunde der Forums-Leiter wohl von
Tisch zu Tisch gehen wollte, wurden von einem anderen Mit-Administrator Fotos
aufgenommen von den einzelnen Tischen. Ich muss wohl zu lange nach der Frage
gezögert haben, ob auch wir mit einem Bild einverstanden seien – und er zog von
hinnen und von dannen….. Also wurden WIR nicht aufgenommen. Zum Glück – oder?
Vor gut einer Woche wurde das bei anderer Gelegenheit versucht, und wir hatten
seinerzeit gebeten, NICHT ungefragt fotografiert zu werden. Schluss damit!
Apropos - Schluss – nu is Ende im Gelände, jedenfalls für heute.
Mein Alltags-Urlaubs-Getratsche geht heute zu Ende… HEUTE!
Euch allen eine gute Nacht und mal wieder: wer es bis hierher geschafft hat
– Kompliment, denn nur die Harten kommen in den Garten.
Dienstag, 29. Oktober 2013 – mein
Urlaub geht langsam ins Endstadium …
Heute habe ich bis zum Nachmittag wieder Faulzeit… die ich lesend auf dem
Balkon mit einem Krimi „Die Larve“ von Jo Nesbo verbringen werde. Habe jetzt
über eine Stunde in Facebook verbracht. PN auf PN folgten.
Mich berühren hier um mich herum sehr etliche Lebenssituationen unserer
Residenten. Da ich nun öfters längere Zeit in HRG war, ich mich also nicht mehr
als „100%-Touristin“ fühle, habe ich eine andere An- und Einsicht in die hier
laufenden Dinge. Die Alltäglichkeiten mit Geldproblemen, verursacht durch
häufigen Arbeitswechsel, Hotels oder Geschäfte, die zeitweilig wegen fehlender
Touristen, geschlossen waren oder noch sind, DAS alles geht nicht spurlos an
mich vorbei. Und auch Einzelschicksale, die ich hier und da zu hören bekomme,
zeigen, dass es meist gleiche Schwierigkeiten wie in Deutschland sind…. nur,
dass dort die soziale Grundsicherung eine andere ist. –
Durch diese Umstände steigende Dissonanzen zwischen bikulturellen Paaren,
meist finanzielle Dinge, geben sie
Einblick in das reale Leben der Menschen, die hier jetzt ihren
Lebensmittelpunkt haben. – Ich wurde auch darauf angesprochen, ob ich nicht
ganz nach HRG ziehen wollte. Nein, jedenfalls nicht in meiner jetzigen gesamten
Lebenssituation in Deutschland. Bin „Renteuse“, doch ich habe noch Dinge, die
erst komplett beendet bzw. abgewickelt sein müssten – bevor ich über einen
Umzug nachdenken könnte und würde.
Der Nachmittag begann mit erneuter Taxenfahrt in mein „Kuchen- und Futterparadies“
– zu Regina nach Dahar. Die Arie vom guten Kaffee und dem täglich wechselnden
Kuchenangebot erspare ich uns… es schmeckte der russische Zupfkuchen wieder zu
gut. Zwar waren heute einige Gäste zeitweise anwesend, die….. nein, ist gut…
Den überwiegenden Teil von Nachmittag und bis zum Abend verbrachten wir –
d.h. die Chefin, ein mir inzwischen sehr vertrautes Ehepaar und ein junges Paar
– zusammen. So viele lustige Geschichten wurden ausgetauscht, auch mal ernstere
Tagesprobleme in Angriff genommen – alles in allem: Ich wäre gern noch länger
geblieben. So begrenzte ein knuspriges Schnitzel und Reginas inzwischen
berüchtigt-gute Kroketten diesen Restaurantbesuch.
Danach – jahaaa, wieder rein in die Taxe und ab in die Caribbean Bar.
Claudia hatte ich informiert, dass ich einen jungen Freund erwartete, mit dem
wir in den letzten Monaten einige Male stundenlang zusammengehockt hatten. So
freute ich mich sehr, ihn auch nach zwei Wochen Abwesenheit wiederzusehen.
Leider hatte er ab 22.00 h noch einen Geschäftstermin, und so saß ich noch
einige Zeit allein am Tisch. Claudia, für die C. Bar verantwortlich, saß noch
mal bei mir, hatte jedoch natürlich auch an ihre anderen zahlreichen Gäste zu
denken.
Heute hatte ich keine Minute Langeweile – die Gespräche brachten mir viel.
Einige mögen denken: nee, das ist nie und nimmer Urlaub. DOCH, ist es, für
mich. Immerhin hocke ich mich noch nachts und schreibe die alltäglichen
Nichtigkeiten nieder.
Morgen ist ab Mittag ein Besuch bei Freunden und in einer Hunde-Aufnahmestation
vorgesehen. Eine Freundin von mir macht privat sehr viel für ausgesetzte¸
kranke Hunde und alles, was auf vier Beinen daher kommt…. und vermittelt dann
untersuchte, gesunde und gechipte Tiere hier in Ägypten bzw. bringt sie als
Flugpatin nach Deutschland. Darüber morgen dann wohl mehr. Also jetzt, gute
Nacht!
Mittwoch, 30. Oktober 2013
Der heutige Vormittag verging im Flug – um 11.30 h stieg ich vor dem Haus
in ein Taxi, diesmal nicht ahnend, dass ich mir einen
Michael-Schumacher-Verschnitt als Fahrer ausgesucht hatte. In gut 15 Minuten
brachte er mich von der Madares Street hier in Sekalla bis weit rein nach
Magawish. Auf der Airport Road zeigte die Tachonadel gefühlte 200 km an – es
waren real „nur“ um die 110 km. Holla, die Waldfee, wat ein Ritt!
So landete ich kurz vor 12.00 h bei meinen früheren Gastgebern, bei denen
ich zweimal privat wohnte – ich rief vor demHaus nur den Namen des Doorman –
„Ramadan“. Schwupps kam er aus seinem Kartonhaus vor der Apartment-Anlage –
herzliche Begrüßung und dann nix wie zu meinen Freunden. Die beiden saßen
gerade mit einer weiteren Bekannten beim Kaffee, den ich ebenfalls sogleich
erhielt.
Fast zwei Stunden erzählten wir alles, was so inzwischen bei ihnen und mir
passiert war. Ich trennte mich nur ungern von den drei – und durfte mir vorher
noch zwei großzügige Gäste-Wohnungen anschauen, die zügig ihrer Vollendung
entgegen gehen und mich sicher als Gast auch mal beherbergen werden.
Der Sohn
meiner Freundin „brachte mich um die Ecke“ – im wörtlichen Sinne – zu meiner
Hunde-Freundin. Auf der Straße begrüßte mich schon einer ihrer Hunde „Hachiko“
schwanzwedelnd und kündigte mich quasi an. Meine Hunde-Mama öffnete die Tür zu
ihrer wirklich imposant-großen Villa…. Und um mich herum wuselten nun weitere
Hunde, die nicht wussten, wohin mit ihrer Begrüßungsfreude für mich. Ich
erreichte danach das rettende Ufer in Form des riesigen Wohnzimmers…. und
entdeckte meine beiden ca. 8 Woche alten Welpen, die mir durch Facebook-Bilder
und ein Video meiner Hunde-Mutti bereits ans Herz gewachsen waren. So etwas
Putziges wie „Ben“ und „Etienne“ – Namenauswahl der künftigen Hunde-Eltern in
Deutschland – sah ich jahrelang nicht. Sie spielten miteinander und mit den
großen Hunden – purzelten wie verrückt über- und durcheinander – alberten mit
uns herum – knabberten an meinen Schnürsenkeln der Schuhe. So hübsche gesunde
Welpen sah ich selten. Ihre Übergangs-Mama erzieht sie jetzt bereits. Sie hören
auf Pfiff von ihr, wenn sie an Möbel oder Dinge, an denen sie nix zu suchen
haben. Beide kleinen Rüden-Welpen werden meist halbstündig in den sehr großen
Garten gesetzt, verrichten dort ihr Geschäft…. pieseln jedoch ab und an auf den
Marmorboden im Wohnbereich.
Das
„Abbremsen“ auf dem glatten Boden beim wilden Spiel endete meist, dass sie
Kabolz schlossen und mit dem dicken, runden Allerwertesten über den Boden
schlidderten. Ein Bild, das mich ständig zum Lachen brachte…
Meine
Gastgeberin hatte extra für mich eine Torte gebacken, so frisch und kühl und
köstlich, dass ich davon zwei Riesenstücke in mich „hineinarbeitete“. Hinterher
war ich so pappesatt, dass vorhin mein Abendessen aus 2 Tassen Ingwer-Tee
bestand.
Gegen 18.30
h wurde ich von Tochter und Freund im Auto mitgenommen und ganz in der Nähe
meines Apartments abgesetzt. Dieser lange Nachmittag war ganz besonders schön,
und ich danke hier meinen Gastgebern bzw. meiner Hunde-Mama-Gastgeberin von
Herzen für diese schönen Stunden.
So, jetzt
ist es 20.30 h in Hurghada – ich schließe für heute mein Netbook – es ist schon
recht heiß gelaufen.
Morgen ist
ein neuer Tag, und meine letzte Woche in HRG fängt an. Also, bis dann!
Donnerstag, 31. Oktober 2013 –
letzte Woche…
Nach dem
umtriebigen langen Nachmittag bei meiner Hunde-Mama-Freundin in Magawish
verordnete ich mir ein Ausschlafen – was gelang.
Nach dem
üblichen morgendlichen Procedere wieder in eine Taxe und ab in mein
Frühstücks-Café, wo ich inzwischen bekannt bin…, dass ich fast immer vor meiner
Freundin aus Dahar dort bin. Ausgiebiges Spätfrühstück mit Sonderration Klatsch
und Tratsch – wir hatten uns ein paar Tage nicht gesehen. Gegen Mittag kurze
Fahrt weiter ins dt. Restaurant – dort trafen wir einige Bekannte und Freunde.
Frage, was machen mit der freien Zeit?? Wir entschlossen uns zum
„Hocken-Bleiben“, wie schon vielmals vorher. Ich erwartete die Ankunft einer
Freundin – die nachmittags anrief, dass sie gut gelandet war und wir gleich
einen Treffpunkt für den Abend vereinbarten.
Sooo schnell
entfleuchte die Nachmittagszeit. Müßig zu schreiben, dass wiederum schnell der
frische Pflaumenkuchen und Zupfkuchen – kaum aus dem Ofen – bei uns auf dem
Tisch landete…
Nachdem ich
für meinen „Quasi-Enkelsohn“ mit Mutter in einem Laden noch zwei trendy
T-Shirts besorgt hatte, fuhr mich meine Freundin nach Hause. JA, NACH HAUSE, so
ist es inzwischen für mich nach den vielen Wochen, die ich hier insgesamt schon
gewohnt habe.
Mir ist
bewusst, dass ich einige meiner Bekannten bzw. Restaurants nicht gleichmäßig
besucht habe – bzw. besuchen konnte -. Überall zu sein, das geht einfach nicht.
Ich hörte so viele persönliche Dinge in den letzten Wochen – Gründe, sich
mitzufreuen, auch traurige Tatsachen zu hören, manches Entsetzen über
Geschehnisse um mich herum, naja, ich bin halt keine Residentin, habe jedoch
durch die langen Aufenthalte einfach mehr Einblick in die hier herrschenden
Strukturen und Abläufe…. Puuh, manchmal ganz schön anstrengend.
So, jetzt
husche ich nochmal unter die Dusche – bin ja abends verabredet, mal hören, was
es in Europa so Neues gibt…. - Melde mich später – oder morgen… Tschüs!
Nun ist es
nicht nur später, es ist schon 01.15 des nächsten Tages, doch dieser Abend wird
mir allemal im Gedächtnis bleiben. Um 20.00 h waren wir vor dem Hotel einer
meiner Lieblingsbars verabredet – eine junge Freundin, die ich seit langem über
das Internet kannte. Sie war wegen ihres Freundes für 3 Tage von Europa nach
Ägypten geflogen – junge Liebe, na was –
toll!
Wir
erkannten einander sofort, ihn kannte ich nur vom Sehen hier in Hurghada. Er
verabschiedete sich, und wir zwei gingen in Richtung Bar. Dort wurden wir von
der Managerin herzlich begrüßt. Ich
hatte ihr über meinen „Neuzugang“ erzählt. Zwei Stunden blieben uns dort
– dann holte ihr Freund sie. Klar, bei 3 Tagen Wiedersehen sicher genug Zeit,
die sie mir – direkt nach Landung – gewidmet hatte. Da abends Halloween und
2jähriges Bar-Bestehen gefeiert wurde, ging es hoch her. Später rief noch einer
meiner Freunde an und brachte seinen Freund mit. So blieben wir auch zum
gebotenen Programm und bekamen alle einen tollen Halloween-Drink und nach Mitternacht noch je ein großes Stück der
„Geburtstagstorte“ auf den Tisch. Auch die wurde in Windeseile von uns allen
weggeputzt. …. Gegen 00.30 h war Schluss der Feier mit Bassem, einen tollen
Lead-Sänger, der die gesamte Gästeschar mit seinem Gesang begeistert hatte. –
Von zwei Freunden hörte ich noch, dass an diesem Abend ein einmaliges
Kultur-Event in Sahl Hasheesh stattgefunden hatte, mit Angehörigen der Oper in
Kairo mit Ausschnitten aus Opern und einigen Tanzaufführungen. Die Meinungen
der beiden hörten sich äußerst begeistert an – dass hier am Roten Meer auch einmal „Mee(h)r-Kultur“ angeboten
wurde…Sooo, jetzt ist es knapp 01.25 h, mein Bett höre ich nach mir rufen, und
es ist
Freitag, 01. November 2013
Lange
geschlafen – Frühstück – Dusch- und Anzieh-Arie wie alltäglich. Danach am
frühen Nachmittag – da Verabredung mit Freundin – nach Dahar ins dt.
Restaurant. Was ich dort aß, naja, das lasse ich lieber aus – auf jeden Fall
viel zu viel.
Hatte noch
einen Treffpunkt dort mit meiner Freundin vereinbart, sie war wegen des kurzen
HRG-Trips (3 Tage) sicher mit ihren Bekannten anderweitig unterwegs. Abends
gegen 20.30 Uhr dann mit meiner „Fast-Nachbarin“-Freundin mit Taxe auf dem Weg
nach Hause – Frage: Noch auf einen Absacker in ein angesagtes Szene-Lokal? Ja, klar
– also unseren Taxler dorthin dirigiert. So ließen wir uns noch einen Cuba
Libre schmecken, schnaulten = quatschten noch a bissele über dies(en) und
jenes/jenen und trafen noch – als wir gerade zu Fuß aufbrachen – zwei
Freundinnen, die am Sonntag, 03.11., abends zu einem kleinen Event ins dt.
Restaurant kommen werden. Kurze endgültige Absprache – und dann wackelten wir
beide in Richtung Wohnung. Oben an der Straße ein „Gute Nacht“, sie links – ich
rechts… mit Taxe, da sich mein Weg über die Madares Street doch erheblich
länger hinzieht. – Alles in allem
nochmals ein schöner Tag, der mich – leider – jede Minute näher zum
Abflugtag bringt. Also für heute – gute Nacht!
Samstag, 02. November 2013 – wieder
ein Tag weniger…
Nachdem
heute bis zum Nachmittag nix geschehen ist – außer erledigter Wäsche, Lektüre
meines Jo-Nesbo-Krimis und dem üblichen Tages-Krimskram – kam mir die SMS
meiner Freundin, die morgen Mittag nach knapp 3 Tagen schon zurückfliegt,
gerade recht: wir sind für heute Abend auf einen Abschieds-Drink in einem nahe
gelegenen Restaurant, wo ich Stammgast bin, jedoch - uppss – etliche Tage nicht war, verabredet.
Ich hoffe sehr, dass sie und ihr Freund die kurze Zeit, die ihnen blieb und
bleibt, für sich gut genutzt haben. Sie hat hier auch europäische Freunde, und
so gab es sicher gestern und bis heute einen Besuchsmarathon für beide…. Naja,
sie sind jung und lieben sich!
Werde mich,
falls es Notierenswertes ergibt, später noch einmal melden….
Nun hatte
ich Gelegenheit, am frühen Abend mich von beiden zu verabschieden. Zwar kamen –
bevor sie eintrudelten – wieder einige der Menschen als Gäste, die ich sicher
NICHT als Freunde betrachte, doch WER
WANN und WO Gast ist oder – „sein Büro aufschlägt“ (Originalton) -, da
habe ich meinen Mund zu halten, denn auch bin nur ein Gast.
Wir hatten
doch viel zu bereden, die Zeit – wir hockten zwei Stunden beisammen – lief weg
wie nix. Da das junge Paar gern noch weiter in die Mamsha wollte, brachten sie
mich auf dem Weg dorthin nach Hause. Klar, der Abschied fiel mir besonders von
meiner jungen Freundin schwer, doch in Europa sind wir nicht so weit
auseinander. Ein Besuch ist da schon eher möglich – was ich hoffe, im Januar
2014 zu realisieren.
Zwischenstatus:
Die beiden hatten schon ihr Fisch-Abendessen intus – ich hingegen bestellte
natürlich wieder volles Maß – es schmeckte sehr gut, doch nach einem Tag zuvor
mit Herrn Pharaoh an meiner Seite hätte ich etwas weniger reinfahren sollen.
Der weitere Abend war mein Lieblings-Krimi „Bella Block“ im ZDF – danach noch später
Nachrichten, damit ich nicht gänzlich verblöde – und jetzt um 00.18 h – schon
Sonntag – strecke ich sämtliche Viere von mir.
Also, eine
angenehme Nacht und einen stressfreien, sonnigen Sonntag!
Sonntag, 03. November 2013 – schon
wieder ein Tag weniger…
Heute bin
ich relativ früh aus dem Bett gefallen – es ist zwar Sonntag, doch für die
Ägypter normaler Wochentag, und dann zieht allmorgendlich ein kleiner Wagen mit
Gepolter und lautem Singsang eines älteren Mannes hier durch unser Viertel.
Irgendwann schaute ich vom Balkon – es waren die obligaten Gasflaschen für die
Haushalte, die da lauthals angeboten wurden…
Jetzt sind
die letzten Tage angebrochen…. Für den
Abend war in Reginas deutschem Restaurant ein kleines „Song-Festival mit
Selena und Schwester, beide Nubierinnen, angekündigt. Am Nachmittag saß ich
schon mit zwei Freundinnen aus Dahar zur üblichen Kaffeestunde im Biergarten. -
Gegen Abend
füllte sich das Restaurant weiter mit Gästen, die erwartungsvoll auf den
Song-Abend warteten auf die Darbietung. Und das wurde es auch – stimmgewaltig
diese junge Frau – Sie sang live in mehreren Sprachen; ihre Schwester
begleitete sie teilweise mit Percussions – zwei großen Trommeln. Die gute
Stimmung, die Selena durch ihre Lieder erzeugte, sprang sogleich auf die Gäste
über. Ich selbst blieb bis knapp 22.00 h – später wurde mir erzählt, dass erst
gegen 01.30 Uhr Schluss war. Selbst einige Tanzpaare wagten, zu den tollen
R&B-Songs zu tanzen. Vielleicht Wiederholung? Jedenfalls war es eine sehr
gute Idee, sonntags am Abend die beiden
zu engagieren!
Montag, 04. November – Entspurt des
Urlaubs
Früh raus –
da mal gemeinsames Frühstück mit Freundin in Dahar. Diesmal wartete ich etwas
länger, mal wieder mein Ding, dass ich
mein Mobiltelefon nur auf Vibration gestellt hatte – und Anrufe wegen
ihrer Verspätung verpasste. Irgendwie hatte dieses Frühstück schon einen Hauch
des Abschieds…
Einerseits
war ich in diesen Herbsttagen gern dem Oktober in Deutschland entfleucht –
andererseits rieche ich schon von Hurghada aus die feucht-kühle November-Luft
zuhause. Für mich gehören die Jahreszeiten mit zu meinem Lebensrhythmus.
S o – ein
Ausflug in meine wetterliche Gefühlslage!
Nachmittags
fuhren meine Freundin, zwei ihrer Bekannten und ich in Richtung Magawish.
Nochmals war ich zu Gast in der „Villa Mama“ bei einer Hundemeute, die mich nun
kannte und alle auf mich zustürmten, als meine
Freundin die Tür öffnete. Auch meine drolligen zwei Welpen Ben und
Etienne, eine Woche älter (jetzt ca. 9 Wochen) und runder, kullerten auf mich
zu. Gebremst wurde und wird noch immer mit dem dicken Hinterteil. Es werden mal
zwei sehr große, kräftige sandfarbene Rüden werden. Schon jetzt stark und
–leider- unwiderstehlich! Die zwei Burschen folgen ihrer „Mama“ auf Schritt und
Tritt. Eine Freude, diese zwei Kerlchen so gesund und super-munter (manchmal zu
sehr!) zu sehen.
Nachmittags
brachte mich meine Freundin fast bis vor die Haustür – Danke!
Es ist
inzwischen 19.00 Uhr, ich las noch - auf dem Balkon natürlich – und genoss die
Zeit bis zur Dämmerung sehr.
Die letzten
zwei Tage werden eine Abschiedsrunde bei meinen Freunden werden…. Mal schauen,
ob mir dazu etwas Schriftliches einfällt. – Einen schönen Montagabend.
Dienstag, 05. November 2013
Heute wird
wohl eine kleine Abschiedsrunde bei Freunden und in Restaurants anstehen.
Gestern hörte ich von einer Freundin eine Horror-Story, der ich noch nachgehen
werde. Was da ablief…. und abläuft, ist schlimmer, als ich es je zuhause
erfahren habe. Der Vormittag ging schnell
vorüber….
Für 15.00
Uhr war mal wieder ‚ne Verabredung im dt. Restaurant bei Regina vereinbart.
Husch – ins Taxi. Inzwischen kenne ich die „Rallye-Strecke“ von der Madares
Street in Richtung Dahar aus dem Kopf. Auch die wichtigsten Wörter wie
„rechts“, „links“, „zurück“ und „geradaus“ sitzen inzwischen auf Arabisch. Meist versuchen die Taxler, mit mir
ein Gespräch zu führen, besser in Englisch, Arabisch, Russisch und Deutsch zu
radebrechen. Nee, das lasse ich besser mal. Die Taxenpreise kenne ich auch gut,
so dass ich am Ziel aussteige und freundlich den Geldschein dem Fahrer
hinhalte. Bisher bin in in diesen gesamt 10 Wochen Aufenthalt in HRG in diesem
Sommer nur einmal dumm angemacht worden, obwohl die Strecke wie bei vielen
anderen Fahrten zuvor gleich lang war. Naja, auch vorbei.
Ich war
früher da und setzte mich gleich zu meiner Freundin und deren zwei Begleitern,
einem deutsch-ägyptischen Ehepaar. Sie besprachen zu dritt die Möglichkeiten
von exklusiven Touren in die westliche Wüste, u.a. auch zu den Oasen Dakhla,
Kharga, Siwa usw. Vom Laptop her sah ich einige interessante Bilder und
Tourenvorschläge – alles in allem ein interessantes Gespräch, dem ich zuhören
konnte. – Natürlich plagte mich nachmittags mein Kuchenappetit, der mit
Pflaumenkuchen + Sahne gestillt wurde. Später folgten noch Käsespätzle mit
einem Salat. Pappesatt fuhr ich gegen Abend in Richtung Sekalla. – Nun wartete auf mich noch eine Verabredung,
die kurzfristig reinkam. Leider konnte ich mich heute nicht von meiner
Freundin, Leiterin der C. Bar im Bella Vista Hotel, verabschieden. Vielleicht
klappt’s noch morgen am letzten Tag.
Für heute
also Schluss.
Mittwoch, 06. November 2013 –
letzter voller Aufenthaltstag
Mal schauen,
was der letzte Tag so bringt. Mit den Gedanken bin ich jetzt sowohl in Hurghada
wie auch fast zuhause.
08.00 h –
raus aus der Kiste – Dusche – rein in die Klamotten und ab zum
„Henkers-Frühstück“ mit meiner Freundin. Deren Auto gab gestern den Geist, es
stank und qualmte – ab zur Werkstatt, sie und ihr Mann kennen natürlich hier
dienstbare Geister, die auch eine aufgerissene Ölwanne reparieren bzw. ersetzen
können. Der Mann meiner Freundin holte uns später noch vom dt. Restaurant ab.
Hier hatte ich mich noch fix verabschiedet und der Chefin einen kleinen
goldfarbenen Elefanten-Anstecker „vermacht“. Dieser hatte ihr schon vor Wochen
gefallen. Der „Minifant“ stammt aus SriLanka. Ich gab ihn gern ab, da ich weiß,
sie liebt Elefanten. Also hat sie mich zukünftig – hoffentlich oft – zwar nicht
an der Backe, doch „am Hals“… wenn auch im übertragenen Sinne.
Danach noch
eine „Abschiedsfahrt“ in Richtung Süden zum Arbeitsort meiner allerbesten
Freundin, ihr Mann mit v i e r Weibern im Auto. Wir nahmen noch zwei
Bekannte mit, die dort im Hotel zu tun hatten. Was für eine Hurra-Fuhre, e i
n Mann mit v i e r Weibern im Auto. Und es stank noch so
herrlich nach Öl…. und Benzin und nach Werkstatt… Durch die Schnatterei von uns
Weibsen merkten wir das jedoch nur anfangs, der weitergehend penetrante Geruch
geriet dadurch in den Hintergrund.
S o, ich
werde nachmittags noch einige private Notizen in Facebook an die Menschen
schreiben, die ich hier als Freunde und
Freundinnen erleben durfte.
Vielleicht
bin ich in 2014 auch mal wieder da. Jetzt geht es erst mal morgen in den
deutschen Herbst. Auch das kann schön sein, nur Sonne kann frau auch ab und an
die Sinne zu sehr aufheizen…
Donnerstag, 07. November 2013 –
12.30 h
Direkt nach
dem Eingang wird ein Blitzdienst für die 1. Sicherheitskontrolle angeboten. Da
ich diesmal keine Sitzplatzreservierung hatte, gönnte ich mir dieses
„Vergnügen“ für bare 10 Euro. Schwupps, war ich durch.
Da ich recht
früh am Flughafen eintraf – dank meines sicheren und guten Fahrers -, konnte
ich den Koffer fix aufgeben. Und mein gewünschter Sitzplatz 3C war frei. Nun
kann ich entspannt allem Weiteren entgegenblicken….
Nun sitze
ich hier am Flughafen im Restaurant, habe gerade mein Mittagessen gehabt und
tauche ein …. nicht in ein Sprachgewirr; denn neben, vor, hinter mir sitzen zu
90% Fluggäste aus osteuropäischen Ländern. Wenn ich den aktuellen Abflugplan
von Hurghada betrachte, dann sehe ich, dass etliche Flieger in Richtung
Nordosten starten… Moskau – Urfa – Kiew usw.; die Maschinen sind voll. Wir
fliegen von Gate 11.
Also werde
ich mich auch gleich aufmachen, um nicht womöglich doch auf der äußeren rechten
oder linken Tragfläche mitfliegen zu müssen.
Dass ich 2
Tage lang versuchte, einen Sitzplatz in den ersten 3 Reihen des Fliegers zu ergattern
– und das vergeblich -, war schließlich kein Problem. Ich landete auf 3C… die
Maschine war nicht ausgebucht, und so hatte ich 3 Sitze für mich, auch bei 1,60
m im Quadrat ausreichend Platz!
Irgendwie
hatte ich das Gefühl, den Chef (sprich: Purser) der Kabinencrew zu kennen, und
richtig, wir waren schon miteinander mehrfach zwischen Deutschland und HRG
sozusagen zusammen geflogen. So konnten wir zwischendurch viel miteinander
sprechen, ein echter Berliner, der mir bereits beim ersten Mal sehr sympathisch
war. So verlief der Flug im wahrsten Sinne wie im Fluge….
Die
Bahnfahrt am Abend war halt lang und langweilig, da ich die Kurzstrecke von
Leipzig via Halle nach Hause gebucht hatte.
Um kurz nach
22.00 Uhr holte mich meine nette Nachbarin am Bahnhof ab.
Und nun ist
schon der 08.11., und ich schreibe diese letzten Zeilen dieser Notizen in 2013.
Auf ein
Neues …. vielleicht im Frühjahr 2014.