Am Donnerstag, 29.11.2013, flogen meine Freundin und ich von
Hannover nach Hurghada.
Die Reiseplanungen hatten wir gemeinsam erledigt, ergänzt durch meine Erfahrungen vieler vorheriger Besuche in Ägypten. - Nach planmäßiger Landung in Hurghada wurden wir von unseren Gastgebern am Flughafen abgeholt und in unser Apartment in Magawish gebracht.
Die ersten 3 Tage genossen wir das morgendliche ausgedehnte Frühstück bei Anne, unserer Gastgeberin. Frische Brötchen aus einer deutschen Bäckerei waren der allmorgendliche Höhepunkt, verbunden mit zahlreichen Schmankerln, die bei uns beiden richtige Urlaubsgefühle aufkommen ließen. - So verbrachten wir also die ersten Tage des süßen Nichtstuns in aller Ruhe. - - - -
Sonntag, 02. Dezember 2012 – Hurghada:
Hallo, an alle einen herzlichen Gruß aus Hurghada zum 1.Advent aus Hurghada! Meine Freundin und ich sind gut gelandet. Unsere Gastgeber Anne + Georg sind so, wie wir es uns vorgestellt haben, nämlich das Beste, was wir finden konnten. Durch die FB-Gruppe HRG-Aktuell haben wir eine Bar gefunden, die mir von Andreas Diefenbachs "Weißwurst-Stammtisch Hurghada" bekannt war. HIER sitzen Doris und ich jetzt täglich... sie badet gerade im Roten Meer, und ich hocke hier in dieser von Cello Lauck betriebenen Bar "Caribbean Bar", ein Plätzchen, das sich frau/man bei Urlaub hier wirklich anschauen sollte... Wer einmal kommt, geht nicht mehr ... so schnell. Fazit: Gastfreundschaft - ein gerüttelt Maß an Hotel-Know-how - ein Chef von 27 Jahren, dem das Können und Wissen und die Verantwortung um seine junge Crew aus den Knopflöchern kommt - alles in allem - perfekt, doch nicht zu perfekt! Bis später, herzliche Grüße aus Hurghada.
Montag, 03. Dezember 2012 – Hurghada:
Istzeit - Montag, 03. Dez. 2012 - Hurghada Ortszeit 17.05 h:
Auch heute zog es meine Freundin und mich erneut von Magawish in Richtung
Norden bzw. ins Bella Vista Hotel - durch die Hotelanlage immer geradeaus und
dann halblinks... in Cellos "Caribbean Bar". Über Positives beim
Service und den Speisen schrieb ich bereits. Cello hatte eine neue Idee: heiße
Waffeln nach deutschem Rezept anzubieten. Also gesagt – getan – bestellt:
Vorgestern bestellten wir erstmals diese, wahlweise als „nackerte“ Waffeln in
Micky-Maus-Form, mit Zucker bzw. mit Schokolade und Bananenstücken. Wobei sich
die letzteren als wahre Kalorienbombe mit herrlichem Geschmack erwiesen.
Gestern waren es die „Nackerten“ mit einem ausgezeichneten Kaffee – und heute –
ich warte auf meine Freundin. Sie entschwand vor einer stunde, um noch a bissel
Shoppen zu gehen und lässt mich nun hier mit meinem erneuten Waffelwunsch
warten …. Hoffentlich ist sie bald zurück. So, das war’s für heute. – Es
dämmert in Hurghada, trotzdem sitze ich mal wieder ärmellos im Gelände zurück –
Euch daheim wünsche ich unser Wetter und meine gute Urlaubslaune.
Dienstag, 04. Dezember 2012 – Hurghada:
Dienstag, 04. Dezember 2012 - 16.55 h - Wir - meine Freundin
und ich - sind seit letztem Donnerstag in Hurghada in unserem
"Anne-und-Georg-Apartment" in Magawish. Bis auf die Hunde, die uns
allnächtlich in unterschiedlicher Lautstärke und Bell-Canto... beehren, das
auch den anderen Residenten zeitweilig die Ruhe raubt, fühlen wir uns nicht als
Gäste, sondern es ist unser Zuhause auf Zeit. - Wir nennen abends unsere Bitte bezüglich des Frühstücks, und
sicher steht zur gewünschten Uhrzeit ein Frühstück bereit, das keine Wünsche
offen lässt. Also, Anne, auf diesem Wege ein extradickes DANKE dafür! –
Tjaaaaa, und wo sitzen wir zwei noch etwas fahlweiß schimmernden Urlauberinnen
nun wieder – RICHTIG geraten! – Wie in den letzten 3 Tagen wieder in der C.C.B.
= CELLOS CARIBBEAN BAR …. unnötig zu sagen, dass dies – neben unserem schönen,
großen Apartment – so etwas wie ein 2. Heim auf Zeit geworden ist. Cellos
persönliche Art und seine unnachahmliche Art – die auch auf seine „Piraten“ =
Service-Herren positiv abfärbt. Über die fantastischen – „nackert“ – mit Zucker
– oder als hochkalorige Verführung mit Schokolade und Bananenstücken – brauch
ich keinen Kommentar mehr abzugeben. DAS beweisen wir zwei Mädel jeden
Nachmittag durch Bestellung derselben …. Ja, a uch weiterhin im Micky-Maus-Dekor gebacken. - - - Weitere
Empfehlungen für Snack und kleine „Hungervernichter“: „Spaghetti Napoli“ und
„Caprese-Salat“, empfohlen von meiner Freundin. Mein Tipp: „Thunfisch-Salat“ und „Thunfisch-Sandwich“. – So, Ihr Lieben,
die Obengenannten = Waffeln, warten darauf, ihrer Bestimmung zugeführt zu
werden. Bis morgen, C. + D.nnen abends unsere Bitten bezüglich des Frühstücks,
und sicher steht zur gewünschten Uhrzeit ein Frühstück bereit, dass keine
Wünsche offen lässt. Also, Anne, auf
Mittwoch, 05. Dezember 2012 – Hurghada:
Mittwoch, 05. Dezember – nachmittags, ja – die
„Vor-der-Micky-Maus-Waffel-Zeit“.... Heute führe ich mein Urlaubs-Tagebuch bei
Facebook fort. - Danke für die zahlreichen Einträge – sie zeigen, wie
vielfältig die Meinungen der Leser/innen sind. Tja, nicht nur die Einheimischen
und Residenten empfinden den heutigen Tag als „kalt“, auch uns als
„Zugereisten“ = Touristen rinnt so mancher kühle Schauer ... irgendwo irgenwie
runter – bei knapp 21° Außentemperatur und wärmeren Rote-Meer-Wärmegraden
darf’s denn gern auch ein Jäckchen überm T-Shirt sein. Und so haben wir beiden
es gemacht. So sitzen wir wohlverpackt und gut gelaunt wieder bei den „Piraten in
der Caribbean Bar“. Und einige unserer Piraten frieren und haben sich in ein
wärmendes Etwas gewickelt. - - - Gestern Abend bei der Heimfahrt per Taxi sahen
wir gegen 19.00 Uhr eine Ansammlung von Menschen; das wird wohl der bei FB
angekündigen Demo gewesen sein. Solange das friedlich verläuft – sehr gut.
Demos sind EIN Recht in der Demokratie. - - -
Vormittags beim „Ansitz“ auf dem großen Apartment-Balkon
sehen wir alle 2-3 Minuten einen Flieger voller urlaubshungriger Touris
einschweben. Je nach Grad, wie die Maschinen reinkommen, sehen wir, aus welcher
Ecke der Welt die Gäste kommen. Selbst die „Billigheimer“-Fluggesellschaft
easyjet.com kurvte vormittags über dem Haus. - - - Ein netter Mensch, dem wir
erzählten, dass wir nach Kairo wollten, war bereit, für uns Bus-Tickets zu
besorgen. Also werden wir morgen Nacht in Richtung Kairo abdüsen. Und er gab
uns noch einen tollen Tipp: Bucht pro Person 2 Sitze, dann habt ihr mehr Platz
– gerade bei Nachtfahrten kann sich das als sehr angenehm erweisen. Also gebe
ich diesen Rat gern weiter.. Wir bleiben dann 2 Tage dort. Meinen Reiseführer
kenne ich, da er meiner Großnichte und mir bereits im Januar 2011 – vor der
Arabellion – zwei Tage alles Sehenswerte gezeigt hat. Wir werden dann wieder über Nacht nach Hurghada
zurückkehren. Dann noch bis Montag hier blieben – und vorher evtl. am Sonntag
einer lieben Einladung Folge leisten, die ausgesprochen wurde. Danke – wir
melden uns nach Rückkehr am Sonntagmorgen. S o o o – für heute genug. Ich
denke, bald meldet sich unser Appetit wieder – tja, dann werden wieder zwei
nackerte MM-Waffeln dran glauben müssen. Bis morgen – oder später . . .
irgendwo irgendwie runter... bei knapp 21° Außentemperatur und wärmeren
Rote-Meer-Wärmegraden darf's denn gern auch ein Jäckchen überm T-Shirt sein.
Und so haben wir beiden es gemacht. So sitzen wir wohlverpackt und gut gelaunt
wieder bei den „Piraten in der Caribbean Bar“. Und einige unserer Piraten
frieren und haben sich in ein wärmendes Etwas gewickelt. - - - Gestern Abend
bei der Heimfahrt per Taxi sahen wir gegen 19.00 h eine Ansammlung Menschen;
das wird wohl der Beginn der bei FB angekündigten Demo gewesen sein. Solange
dies friedlich verläuft – sehr gut. Demos sind EIN Recht in der Demokratie. - -
-
Donnerstag, 06. Dezember 2012 – Hurghada:
HALLO - wieder ist ein Tag unseres 11-Tage-Urlaubs
vorbei – Donnerstag, 06.Dezember. In Deutschland wird „Nikolaustag“
begangen.Hier weniger.... bis auf den Überraschungsdrink, den meine Freundin
zum heutigen Nikolausi uns beiden spendiert hat. Also dafür: Danke! J A – auch
heute führte uns unser Weg wieder in die Caribbean Bar. Nach einem kleinen
Mittagessen sitzen wir hier – meine Freundin lesend, ich dies hier insNetbook
hackend. – Und N e i n : Wegen der
Cello-Waffeln schreibe ich hier nix mehr, damit ich nicht auf der Pinnwand
lande:
Gesucht wegen „Waffe(l)n-Missbrauch“ ….
Unsere Bustickets für Kairo – Abfahrt heute um Mitternacht –
haben wir bereits. Unsere Taschen stehen gepackt unterm Tisch – voller
Erwartung auf diesen 2-Tage- Trip. Solche Kurzreisen dorthin habe ich mehrfach
unternommen, für meine Freundin ist es das erste Mal. Danke auch für die
Reisewarnungen – wir haben heute Vormittag noch Nachrichten gehört – bzw. die
aktualisierten Hinweise des dt. Botschafters, M. Bock, hier bei FB gelesen.
Sowohl Bushaltestelle wie auch unser Apartment liegen weit von den genannten
Problem-Stadtvierteln entfernt. Wegen Auswahl der anzuschauenden
Sehenswürdigkeiten weiß unser Reiseleiter am besten Bescheid. Er ist in Kairo
geboren und ist sehr verantwortungsbewusst. Sonst hätte ich im Januar 2011 nicht meine pubertierende
Großnichte mitgenommen. Morgen Abend wollen wir uns dann mit einem jungen
Freund im Café „El Fishawy“ treffen. Wir haben uns bisher privat über FB bzw.
ein deutsches Ägypten-Forum geschrieben. „Regenpfeifer“ spricht und schreibt
ausgezeichnet Deutsch, Englisch und weitere Sprachen. Solchen einen Enkelsohn
hätte ich mir immer gewünscht … Naja, so habe ich mir einiges an
Erziehungsarbeit gespart und freue mich sehr auf ein persönliches Kennenlernen.
Heute bin ich früher mit meinem ges(t)ammelten Werken fertig – lese es gleich
noch mal durch. – Vielleicht gibt es morgen oder übermorgen gar nichts Neues zu
berichten.
Heute bin ich früher mit meinen ges(t)ammelten Werken fertig
– lese es gleich nochmal durch. - Vielleicht gibt es morgen oder übermorgen
oder gar nicht Neues zu berichten. - In diesem Sinne: Wer bis hierher mit dem
Lesen geschafft hat, erhält 100 Punkte
Urlaubs-Ortswechsel -
Donnerstagabend, 06.12., bis Freitagabend, 07.12.2012 - - - -
Hurghada – Kairo:
Viele in diesem Forum sprachen (gutgemeinte) Warnungen aus
oder machten auch klare Ansagen, die gegen einen Bustrip von Hurghada nach
Kairo in diesen Tagen – besonders zum Wochenende waren. Wie beschrieben, lasen wir
die Reisehinweise unseres Botschafters gründlich. Da wir unsere Bustickets
hatten, entschlossen wir uns - nach einem Anruf bei unserem Reiseführer in
Kairo -, zu fahren. Außer den üblichen abendlichen Menschenansammlungen am
Tahrir bzw. vor dem Präsidentenpalast gäbe es keine zusätzlichen Probleme.
Wir blieben nachmittags wie üblich bei Cello – wechselten am
Abend in meine Lieblingskneipe in Dahar – und damit nahe an der
Go-Bus-Haltestelle. 23.30 h Aufbruch – rein ins Taxi, mit einem Fahrer (Nr.
wissen wir!) am Steuer, der, so
schien's, nicht nur nix wusste und das auch noch recht viel. Wir gaben ihm eine
klare Info, wohin wir wollten – s.oben. Ein guter Freund hatte uns nochmals
gesagt, nahe des Soukhs bzw. in der Nähe des Green-Market-Supermarktes, am
Triton Empire vorbei. Ja-ja, war seine Bemerkung, ... wir wiederholten unseren
Zielwunsch mehrfach, natürlich in Englisch und nannten o.a.
Orientierungshilfen. Nee, der Gute fuhr uns über den HRG Sports Club hinaus. Es
war 10 Min. vor Busabfahrt – und wir hatten keine Ahnung, w i e wir diese verflixte Haltestelle vor Abfahrt
erreichen sollten. Idee meiner Freundin: Ruf einen gemeinsamen Freund an, der
mit diesem Büro nach Kairo wollte.
Dieser verklickerte
dann mühsam seinen Fahrer, dass der mit unserem Unglücksfahrer klären sollte,
wie wir zum Bus kommen. Zum Glück – 6 Min. vor Abfahrt stiegen wir drei ein.
Wir hatten jeder 2 Plätze für uns – schön und angenehm bei einer Nachtfahrt von
fast 500 km.
Nach einer 50-Min.-Pause auf halber Strecke waren wir 06.00 h am Freitagmorgen in Nasr City-Kairo. Unser Reiseführer hatte aus meiner Mail gelesen – Ankunft ca. 06.30 h,
so telefonierten wir mit ihm. Er holte uns um 07.00 h ab und
brachte uns in sein Apartment in El Obour City, einer neuen Siedlung im Südosten
von Kairo. Diese wurde vor ca. 30 Jahren begonnen, mit aller Infrastruktur und
hat inzwischen ca. 40.000 Einwohner.
Auf diesem Wege machte er für uns Umwege – 1. direkt zum
Präsidentenpalast von Mursi: ein Panzerspähwagen mit einigen jungen Palastgarden
oben drauf sowie wenige Polizisten, die in der Nähe standen, sonst NIX.
Natürlich eine Absperrung vor dem Palast, jedoch keine Panzersperren oder
Panzer oder militärischer Massenauftrieb. -
Weiterhin ging es durch die Stadt in Richtung Tahrir –
vorbei am Ägyptischen Museum, auch hier normaler Sonntagsverkehr der Kairener.
Lediglich direkt am Zugang zum Platz sahen wir rot-weiße Absperrgitter und eine
Art Ordner, damit niemand gefährdet wurde. Polizisten einige wenige, Militär
für uns nicht erkennbar im Rund des Tahrir.
Wir fuhren weiter in Richtung Giza, weil meine Freundin die
Pyramiden sehen wollte. Auch hier direkt vor dem Kartenschalter ein großer
Auflauf ---- allerdings von Touristen, die Eintrittskarten kaufen wollten bzw.
von den jungen Leuten dort angesprochen wurden, eine Kutschenfahrt oder einen
Kamelritt zu buchen. Da ich dies hinreichend kenne, „deponierte“ mich unser
Reiseführer bei einem der leitenden Supervisor, der für das gesamte
Eintritts-Procedere zuständig ist. So saß ich im Schatten, hörte Musik und
langweilte mich in keinster Weise, bis meine beiden von ihrer Ausflugstour von
den Pyramiden zurückkamen. - Wiederum: keine Polizei, entweder waren diese in
den neu erschlossenen Gräbern verschütt
gegangen, oder: sie waren einfach nicht da!
Danach fuhren wir zu dem Stadttor Bab-El-Futouh und gingen
durch das Islamische Viertel mit den alten Moscheen und Minaretten, eine davon
genau 1.000 Jahre alt, wunderschön mit Steinornamenten und Schriftzügen in
Arabisch. - Zum zweiten Male hatte ich, meine Freundin erstmalig, die
Gelegenheit, eine perfekte Fischmahlzeit in einem kleinen örtlichen Restaurant
einzunehmen – ein absoluter Geheimtip –, wir genossen ein lokales Essen mit
Tahina, frischem Salat, eine Art Rucola-Blätter mit Zitronensaft, einen Dip,
dessen Namen ich nicht mehr weiß, u n
d für uns drei je einen so großartigen
Fisch namens „Baramunda“ mit Naturreis. Der Fisch ist sehr zart, hat jedoch
große Seiten- und Mittelgräte(n). Schält man diese gekonnt heraus, genießt
man/frau diesen Edelfisch noch mehr.
Anschließend, nach einem echten ägyptischen Kaffee aus
kleinen Tassen, nach Kardamom duftend und mit viiiiel Zucker, schlenderten wir
drei weiter durch das Gewusel im Khan-el-Khalili-Bazar. Wir gingen durch immer
enger werdende Gassen, bis wir endlich zu unserem Treffen mit einem jungen
Rechtsanwalt aus Kairo, den ich über Facebook kennenlernte, um 17.00 h im
„El-Fishawy-Café“ eintrafen. Diese jahrzehntelang bekannte Institution kann ich
nur empfehlen: wir bestellten Limonensaft mit viel Zucker, köstlich nach unserem mehr als opulenten Fischessen. Dies
verteilte die schätzungsweise 5.000 Kalorien ein wenig im Magen – angenehm. Wir
blieben fast 2 Stunden mit Ahmed, unserem neuen Bekannten, dort. Es ist eine
absolut wuselige Atmosphäre in diesem Café – man sitzt teilweise direkt im Gang
des Bazars. Dufteindrücke wechseln sich mit mehr oder weniger aufdringlichen
Verkäufern sämtlicher Souvenirarten ab. Trotzdem genossen wir diese Zeit. - An
dieser Stelle nochmals ein Danke an Ahmed, der meiner Freundin und mir zwei
farbenprächtige Papyrusdrucke als Geschenk übergab!
Nach diesen Erlebnissen waren wir alle froh, nach dem
Abschied von Ahmed, der sehr herzlich ausfiel, ins Apartment zurückzukehren.
Kurz Katzenwäsche, meine Freundin hat sich hingelegt, und ich sitze hier mit
dicken Augen, weil ich letzte Nacht nicht geschlafen habe und ich nun einfach
kaputt und müde bin. Also verschiebe ich die Einstellung dieser
Urlaubsinformationen auf später. Schlaft alle gut – mit dem Hinweis von uns: W i r
haben keinerlei Einschränkungen gesehen, gespürt oder gefährliche
Situationen mitgemacht – außer den stets vorhandenen verrückten
Verkehrssituationen...
Fazit: Gäste, die gern Kairo besuchen möchten, können dies
jederzeit tun, die Presse zeigt Bilder, die manchmal zwischen Realität und
Vorstellung nicht so recht unterscheiden. Und – TV, Printmedien bzw. Radio
wollen Aktuelles berichten. Das ist wichtig – doch nur Reports am Abend oder
nachts zu drehen, wenn die Dramatik im Dunkeln steigt.... nun ja. Tagsüber
können die meisten Demonstranten dies meist nicht tun, da auch sie ….arbeiten.
Kairo – 2 Tag: Samstag, 08. Dezember 2012
Kleine Morgenwäsche – kurzes Frühstück – Zusammenpacken
unserer Sachen – um 10.00 Uhr Abholung
durch unseren Reiseführer. Erneute eine fast 1stündige Fahrt durch das
morgendliche Verkehrsgewusel von Kairo – quer vom Südosten/El Obour in Richtung
City.
Auch heute nochmal Vorbeifahrt am Regierungspalast, heute
noch weniger Militär oder Polizei und kein einziges Militär- oder Polizeifahrzeug,
dies ca. um 11.00 h morgens.... - - -
Heliopolis, und weiter ins Koptische Viertel. Ich sitze nun
direkt hinter dem Eingang in diesem Stadtviertel in einem kleinen Café „Family
Restaurant“, zwar hat es kein Internet, doch es sitzt sich hier hübsch –
drinnen wie draußen – und die Bedienung ist persönlich und freundlich. Der
ägyptische Kaffee mit Kardamom und Zucker war ebenso gut wie der gestrige im
„Resturant Fish“ (Achtung: original so gesehen über der Tür). Nach Rückkehr der
beiden tauschenwir uns aus. - Objektiv gesehen, MANN kennt die Preise,
Endrechnung nicht zu günstig – die nette Umgebung macht's wett..........
Danach wieder Fahrt von Old Cairo, an der Zitadelle auf
Mokkatam vorbei, runter in die Stadt zur Sultan-Hassan-Moschee (gebaut Mitte
des 14. J.) und der daneben stehenden Moschee (ich meine: Al-Rafiq-Moschee).
Hier liegen der letzte ägyptische König Faruk und der Shah von Persien
begraben. Anwar El Sadat hatte nach dem Tod des Shahs für eine würdige
Bestattung 1980/81 gesorgt und vorher zu Lebzeiten Asyl für die Shah-Familie
gewährt. - Achtung: diese Info stammen aus meinem Fundus und entstammen nicht
dem Internet!
In der
Sultan-Hassan-Moschee sahen wir wunderschöne Mosaik-Intarsien auf dem
Boden, an den Wänden und in den Kuppeln. Hier sind aus früheren Zeiten ein
Krankenhaus bzw. eine „Madrassa“ = Koranschule zu finden.
Nach dieser erneuten Bildungsballung meldeten sich unsere
körperlichen Bedürfnisse.... nee, nicht die, sondern DIE eines knurrenden
Magens. Also rein ins Auto und direkt nach CC = Cairo City. Dort folgten wir unserem Reiseführer durch
viele Straßen mit Geschäften und kleinen Restaurants. In einem typischen
kleinen Restaurant, in dem fast nur Einheimische saßen, bestellten wir Gegrilltes
und mehr. Abschluss später für mich wieder ein „Ahwa wua sucr“ = ägyptischer
Kaffee mit Zucker + Kardamom, köstlich!
Später Nachmittag, und auch heute – Samstag – Rush-hour mit
Benzinschwaden vom Feinsten durch das geöffnete Autofenster, zurück zur
Haltestelle von Go-Bus. Hier sitzen wir
beiden Damen nun und harren der Abfahrt zurück in unser Zuhause auf Zeit
bei Anne + Georg, unseren Gastgebern. Es ist jetzt 19.10 Uhr, und etwa 21.00
Uhr überbrücken wir die Zeit in einem ägyptischen Café. Hier ist wirklich alles
einheimisch, das heißt, kein WLAN, keine Speisekarte in Arabisch +
Englisch..... und auch keine Bedienung, die nur ansatzweise Englisch versteht,
geschweige denn spricht! Trotzdem verstehen wir uns alle – im TV laufen gerade
wieder Berichte vom Tahrir, wie allabendlich, dramatisch wirkend durch die
abendliche Beleuchtung, u.a. auch aufgenommen von der Qasr-El-Nil-Brücke, die
direkt zum Tahrir führt.
So, jetzt beende ich erst mal mein Sammelsurium an
Urlaubs-Erinnerungen. Falls noch etwas hinzukommt, hat der/die Leser/in, der/die
sich bis hierher durchgelesen haben.... ja, wieder 100 Punkte!
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