Sonntag, 15. Dezember 2013

Ägypten - Reisenotizen vom 14.03. - 25.03.2013

Freitag, 15. März 2013 – 2. Tag - Hurghada

Ich hatte ja versprochen, wie im Dezember 2012, wieder einige meiner Urlaubs-Gedankenblasen an meine Chronik zu tackern. Bin zwar erst 1,5 Tage hier. Doch scheinen mich die kleinen netten Alltäglichkeiten und besondere Menschen anzuziehen.

Als Nachtrag zum 14.03. - Flug von Hannover nach Hurghada - : Da ich wie üblich mit Condor geflogen bin, machte mir das nächtliche Warten in Hannover auf dem Flughafen nicht viel aus. Online-Check-in ist praktisch, und wenn man bis etwa 8 – 2 Stunden vor Abflug warten kann, bekommt man sogar einen der meist begehrten Sitze in den ersten 3 Reihen (die sonst für Condor-Premium-Economy-Fluggäste reserviert sind. So landete ich auf meinem geliebten Platz 2 D/Gang. Neben mir saßen mittig ein Papa (Amerikaner) und seine knuddelige 4j. Tochter, ein Musterbeispiel an Mal-Leidenschaft und Geduld für ebendiese Tätigkeit. Hinter ihr saßen der 5j. Bruder und die dazugehörige Mama. Wir kamen schnell ins Gespräch. Papa wollte gern sein amerikanisches Magazin lesen, was Tochter durch aktive und vielfache Fragen nach neuen Vorlagen zum Ausmalen erfolgreich verhinderte. - Sohnemann hinter ihm quengelte Mama an, dass Schwester doch bei Papa und am Fenster säße.... obwohl ebenjener Sohn selbst einen Fensterplatz hatte. Fazit: Tochter mit Papa sehr zufrieden, wg. ständiger Aufmerksamkeit und Frust auf Seiten des Filius. Nu jaaa – die ersten 1,5 Stunden vergingen so bis zum Frühstück an Bord. Da es wohl Sachen gab, den Kindern schmeckte, war erst mal Ruhe.... Später ging o.a. Leier von vorne los, allerdings jetzt satt und nicht mehr so drängend und fordernd.
Als dann im Bordprogramm noch „Ice Age 4“ begann, war Ruhe im Karton.

Lt. Bord-Bildschirm flogen wir diesmal eine extrem kurze – andere – Route, sehr östlich und kamen nicht wie sonst über Alexandria, sondern östlich von Ismailia fast am nordöstlichen Sinai – Golf von Eilat/Aqaba aufs Festland...
Da ich nun schon Dutzende Male diese Strecke mitgeflogen bin und ich meinem amerikanischen Papa die erbetenen Infos über die andere Streckenführung geben wollte, sprachen mich danach einige „Anrainer“ aus den Reihen vor, hinter und neben mir an. Also kam ich dieser Bitte nach, und s o wurde die Restflugzeit, jedenfalls für mich, recht interessant.
Irgendwo muss wohl so eine Art „Erklär-Bär“ in mir sitzen... Landung war wie Start zuvor butterweich.... und, oh Wunder, es wurde NICHT geklatscht. Welche Wohltat, auf Linienflügen habe ich es noch nicht erlebt, dass geklatscht wurde. Gut so.

Ausstieg schnell, da in Reihe 2 – ein ganz persönliches Auf Wiedersehen für meine nette Kabinenchefin, mit der ich bereits mehrfach geflogen bin, welch Zufall. Rein in den Bus – schubs-drängel, dann die große übliche Busschleife vom Flug-Außenfeld zur Ankunftshalle, fix ausgestiegen und zielgerichtet auf den Visa-Schalter zu, vorher schon Eurobetrag und ausgefüllte Einreisekarte in Pass eingelegt. - Oha – dachte ich, wo bist Du denn? Schlangen an Schlangen von Touristen – babylonisches Sprachgewirr, mitnichten! 95 % osteuropäische Sprachen, mehrheitlich einwandfrei Russisch. 6 Maschinen in HRG innerhalb von 15 Min. gelandet, davon 4 aus Russland bzw. der Ukraine. Das hatte ich an den abgestellten Fliegern auf dem Außenfeld schon entdeckt... Nun stand/en wir/ich brav in der Visa-Schlange, gefühlte Stunden, reale 15 Minuten. Dann ging es fix, Geld gezählt, Visa eingeklebt, abgestempelt. Weg war ich in Richtung Passkontrolle... dachte ich. Diesmal ein wahrer Herdenauflauf. Wieder gefühlte 5.000 Menschen – es waren sicher maximal 1.500... Auch die reichten mir, als Einzelgäste und als Masse!

Wieder schoben wir uns im Schneckentempo voran, - von den 10 Kontrollpunkten war höchstens die Hälfte besetzt. Inneres Seufzerlein, was soll es – nach 20 Minuten, gefühlten 2 Stunden, durch.... und im Trab in Richtung Kofferbänder. Nächste Freude: auf einem Gepäckband, das übrigens still stand (später erfuhr ich: defekt!) lagen Koffer an Koffer, Tasche an Tasche, Golf- und Sportgepäck in trautem Beisammensein.
Und zwischen der Schlange, die ja das Band zeigt, standen Hunderte von Gepäckstücken, grauslich. Ach ja, d r e i Flüge auf der Hinweistafel auf e i n e m Kofferband: Hannover – Nürnberg – und Kiew. Toll.... also ging ich auf Kofferfang! Effektiv und effizient – so ging ich mein Problem an... zuerst umkreiste ich die gesamte Kofferschlange auf dem Gepäckband. Kein Erfolg! Dann zog ich engere Kreise innerhalb des Gepäckbandes. Und schon hatte ich Erfolg. So schnell bin ich noch nie gewesen. Koffer geschnappt – in Richtung Ausgang getrabt – diesmal sogar kein Pass-Vorzeigen am Ausgang. Und dann – endlich standen meine Gastgeber und eine Bekannte direkt rechts draußen. Meine Erleichterung war groß... und die Freude noch mehr. - Rüber zum Autoparkplatz... Koffer und anderes in den Kofferraum. Und dann fuhren wir in Richtung Magawish. Nun war ich fast zuhause. Aller Stress, alle Warterei – vergessen. Urlaub – ich komme!

So, das ist's für heute – morgen sicher mehr. Ihr wisst doch, ich mache hier Urlaub. Ach ja, ich habe heute in meiner Morgen-Mittag-Nachmittag- und Abend-Lieblings-Bar eine junge Dame kennengelernt. Manchmal machen selbst mehr als 40 Jahre Altersunterschied nichts aus. Wir fanden vom 1. Moment an eine ganz besondere Gesprächsebene. Nach 3 Stunden intensiver Gespräche kam es mir vor, ich würde sie bereits jahrelang kennen.

S o – ja, nun ist für heute Schluss,wirklich!


 

Rest-Freitag, 15.03. bis Samstag, 16. März 2013 – 3. Tag - Hurghada

Für heute war eigentlich mit Freunden ein Strandtag in Sharm El Naga geplant - w a r geplant.. der derzeitige starke Wind macht/e dieses Vorhaben zunichte.


Nachschlag zu gestern Abend: Nach meiner netten, anregenden Gesprächsrunde mit der jungen Dame, die ich in der Caribbean Bar kennengelernt habe, ging's für mich weiter nach Dahar in meine 2. Lieblingsbar – ins „Shahrazad“. Mein Lieblingskellner fiel fast aus den Schuhen, als er mich so unvermittelt sah – er hatte mit mir erst im Sommer gerechnet. Manchmal läuft es anders. Nach herzlicher Begrüßung meine übliche 1. Bestellung: ein Wasser und Thunfisch-Salat mit Fritten. Zuhause kommen mir diese Dickmacher NIE auf den Tisch -doch „Wat mutt, dat mutt“ - auf Deutsch: „Was muss, dass muss“... Kurz danach sandte ich einem Freund eine SMS... fixe Rückmeldung .. „Ui. Wo bisse?“ - Also Rückmeldung, wo ich war. So wartete ich und wartete... Fortsetzung... und wartete. Endergebnis: Es ging uns wie den Königskindern, die zueinander nicht finden konnten/wollten. - Später, gegen 21.45 h, ging's Licht aus, nicht nur im „Shahrazad“, sondern wohl in Hurghada flächendeckend. Mein Bildschirm spendete genug Helligkeit, dass ich mir mein Sakkara-Bier noch zu Gemüte führen konnte. Ich dachte, dass die lichtlose Zeit fix vorüberginge – Pustekuchen. Also rief ich meinen nicht erschienenen Freund an – Mitteilung, es würde wohl nix mehr, denn auch er saß 50 m weiter in seinem Apartment im Dustern, wie Zehntausende andere hier auch! Inzwischen hatten die Kellner Kerzen auf die Tische gestellt... wildromantisch. Selbst auf der Damentoilette kümmerte im Seifenfach eine einsame Kerze vor sich hin... Dann raus im Dustern auf die Straße – eine kleine Taschenlampe hatte ich dabei, also eine Taxe herbeigeholt! Geklappt. Durch ein völlig erdunkeltes Dahar fuhren wir in Richtung Magawish. Selbst auf der Airport Road zappenduster. Am Rande immer wieder stehengebliebene Autos – kein Benzin oder? Zwischendurch mal einige Lichter – sonst Dunkelheit. Mittendrin ein Aufheulen einer anfliegenden Maschine – und durchgestartet. Vielleicht reichte die Helligkeit zum sicheren Landen nicht aus... So fuhren wir beim Gate 1 langsam rein und dann immer geradeaus. Irgendwann entdeckte ich die „Sommerresidenz“ unseres Doorman, d. h. eine kleine Hütte vor dem Haus. - DAS war für mich die Rettung. Sonst wären der Taxifahrer und ich wahrscheinlich bis zum Hellwerden hier herumgeirrt. Ich rief kurz den Namen unseres Haushüters, und schon kam er angelaufen und nahm mich in Empfang. Puuuh, war doch froh, gut zu Hause angekommen zu sein. Aus dem Haus leuchtete mir meine Gastgeberin entgegen. Kurz späte Begrüßung und ab in mein Zimmer. Na dann, es wurde eine unruhige Nacht... der starke Wind zog durch alle Wohnungen, Fenster und Türen. Etwa 00.50 h wurde ich wach, als der Kühlschrank ansprang – Aha, also wieder Elektrizität nach 3 Stunden – Wer weiß wohl, WER da auf der Stromleitung gesessen hat?? - So jetzt am späten Vormittag habe ich dies fix runtergeschrieben. Mal schauen, was der Tag noch so bringt, gelle?

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Nun, es hat gedauert ... heute Morgen schrieb ich die nächste Folge... meiner Werke... - leider wollte der Internet-Stick nicht so, wie ich es eigentlich wollte. Doch zum Glück!!! hatte ich alles in einem Dokument gespeichert. Also sitze ich jetzt in Dahar in meiner Lieblingskneipe... und kopiere Euch gern mein Neu-Gestammel an meine Chronik - in diesem Sinne: Weiteres folgt! Als Vorschau - die Reise nach Kairo hat sich erübrigt.... mein Patensohn hatte Sehnsucht nach Me(e)hr... er kam heute früh per Bus hier an, hat inzwischen eine Unterkunft und ich kann nun endlich stundenlang mit ihm schwätzen.... eine meiner Lieblingsbeschäftigungen:

Samstag, 16. März 2013 – 3. Tag – Hurghada

Kurzes Statement zu diesem völlig verwindeten Tag – nicht viel los. Es war ja überall in Hurghada recht windig, besser stürmisch zugegangen, und so schlief ich erstmal morgens aus, nachdem mich eine „Stechmücke“ nachts – trotz elekrischem Fliegen- und Moskitofänger – um den Schlaf gebracht hatte. Frühstück erledigt, ein bisschen in Facebook gelesen bzw. den vorherigen Bericht verfasst. So schlängelte sich ein kühler Urlaubs-Samstag durch die Stunden. - M o r g e n – also Sonntag – war bei meinem Gastgebern im kleinen Kreis ein exklusiver „WW-ST“ = Weißwurst-Stammtisch in Magawish angesagt. Und dazu dann morgen im nächsten Teil meiner Ges(t)ammelten Werke.... Windige, kühle Nacht!

Sonntag, 17. März 2013 – 4. Tag – Hurghada

Sonntag = der Tag des Herrn, hier im Sinne: der Tag des Herrn Andreas, seines Zeichens „der Herr der WW = Weißwürschte“. Also wurde – trotz des noch immer heftigen Windes – von meiner Gastgeberin die überdachte Terrasse vom Staube des Tages befreit. Der Tisch wurde mit blauweißer Fahne in „WW-Stammtisch-Hurghada“ = Bayern umgewidmet, und selbst über dem TV-Bildschirm prangte die weißblaue Bayern-Fahne.


Wir waren diesmal – im Gegensatz zu den bisherigen „WW-Stammtischen“ und dem nächsten am 12. April in der Caribbean Bar bei Cello – eine kleine Gruppe von 8 netten Menschen: Andreas, der Herr der WW, unser Gastgeberpaar, 3 Hausgäste (einer davon = ich...) sowie zwei „Südländerinnen“ aus München bzw. aus der Ecke Salzburg. - Unser „Münchner Kindl“ steuerte einige echte Bierkrüge bei.. so wurde das Gesamt-Tischbild noch urig-bayerischer! - Selbst an zünftige Brez'n und echten bayrischen süßen Senf war gedacht worden. Hernach widmeten wir uns – zusätzlich versorgt mit ebenfalls köstlichen thüringischen Bratwürsten aus Schleiz (gestiftet von unserem Gästepaar) – gänzlich dem Genuss der o.a. Köstlichkeiten. Auch einige Flaschen Bier wurden in die urigen Krüge gegeben und genossen. So saßen wir bis gegen 14.30 h zusammen.... und ließen den lieben Gott einen Bayern sein. - An dieser Stelle nochmals ein dickes DANKESCHÖN an meine Gastgeber und Andreas, die ja enger Zusammenarbeit dies möglich gemacht haben. Alles in allem, ein runder Sonntag in kleiner Runde, die uns allen sicher sehr viel Freude und Urlaubsspaß bereitet hat.

Andreas nahm mich nachmittags dann wieder in Richtung Hotelzone mit, wo ich - fast schon wie üblich - am Bella Vista Hotel ausstieg und – dank meiner Mitgliederkarte – direkt wieder zur Caribbean Bar durchstiefelte... Cello war diesmal da – baumlang und quicklebendig wie immer – Begrüßung – da saß auch bereits eine Facebook-Freundin, die ich von meinem letzten HRG-Besuch persönlich kannte. Ab 16.00 h war dann erstmal „Klatsch und Tratsch nach Art des Hauses“ angesagt, Zwischendurch noch kurzer Weggang, um bei Etisalat und Vodafone Mobiltelefone und Internetstick mit Futter zu versorgen... Natürlich auch wieder Ansprache von allen Seiten. Wir zwei waren so ins Gespräch vertieft, dass wir gar keine Zeit hatten, den mehr oder weniger launigen Sprüchen der Ladenverkäufer zu folgen..... also hatten wir unsere Ruhe. Tipp also: stur geradeaus gehen, gleich, ob allein oder in trauter Gemeinsamkeit. So habe ich weder Anmache noch unnütze Zeitverschwendung meiner Urlaubszeit!

Später kam meine junge Dame, die ich zwei Tage vorher in der Bar kennengelernt und als so angenehm frisch und intelligent empfunden hatte, mit dazu. Die Zeit verging mit Erzählungen über die Jugendzeit meiner fast gleichaltrigen FB-Bekanntschaft und mich, was für eine 22-Jährige naturgemäß … mehr als v i e r z i g Jahre zurückliegt. Trotzdem – Kompliment -, sie war eine aufmerksame und nachfragend-interessierte junge Dame!

Zwischendurch erreichten mich auf dem Mobiltelefon ein, zwei Anrufe und SMS meines Patensohnes aus Kairo, der mir in Englisch und Deutsch kurz mitteilte, er hätte eine verrückte Idee – und er brauche etwas frische Luft.... - wie es wäre, wenn er mal mit dem Bus nach HRG käme. Er sei noch nie am Meer gewesen... Ich simste wörtlich zurück „A good idea. Just do it“. Hätte ich geahnt, dass ich mit diesen 6 Worten eine Initialzündung bei ihm entfache? 2 Stunden hatte ich das Ergebnis auf dem Display, dass er um Mitternacht mit Upper Egypt von Kairo ans Rote Meer fahren würde. = Punkt! Ich rief ihn zurück... er hat/te noch kein Hotel, ich hatte s o schnell nicht mit ihm gerechnet, und: ICH wollte eigentlich nach Kairo fahren, um ihn zu besuchen. Nun nahm er mir so die 1.000 km Bus-Hin- und Rückfahrt ab. Auch Punkt! In dieser Nacht schlief ich schlecht, immer ein halbes Ohr am Handy, ob etwas schief geht oder so. Doch nein,
als ich heute – Montag, 18.03. - um 08.30 h aus dem Bett fiel, war nix auf dem Handy-Display.

So – wieder ein Tagesbericht... es windet noch immer auch hier auf der überdachten Terrasse. Das Frühstück bei meiner Gastgeberin.... einschl. zweier köstlch dünn gebackener Eierkuchen – war mehr als gut, und so kann ich frisch gestärkt diese Zeilen an Euch Interessierte meines Reisetagebuches weitergeben....

 

Schon wieder ein Tag vorbei - also der nächste "Bericht".... Danke für Eure vielen privaten privaten Nachrichten. Ich habe brav geantwortet... jawoll! Und nun findet Ihr unten die nächsten Ergüsse meiner Erlebnisse, wenn man/frau es so nennen will... Wiederum viel Spaß beim Lesen in m!
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Montag, 18. März 2013 – 5. Tag – Hurghada

So, da bin ich wieder – zwar ist schon Dienstag, 19.03., vormittags -, doch ich schreibe ja retro, quasi nach dem jeweiligen Geschehen.

Tja, gestern nach einem – wiederum z u - opulenten Frühstück bei meiner Gastgeberin fuhr ich mittags mit in Richtung Hotelzone, Sherry Road. Dort stieg ich stadtmittig dann fix in eine Taxe – 10 Min. bis Dahar =  LE 10,00. Bisher hat sich keinen Taxifahrer darüber beschwert... Nun ja! - In Dahar angekommen, stieg ich direkt vor „meiner“ Stammkneipe aus und fragte einen Kellner, ob er einen großen, jungen Mann mit Brille gesehen hätte... Die richtige Antwort in Englisch kam allerdings nicht vom Gefragten, sondern von einem der Gäste! Ja, vor 10 Minuten sei dieser junge Mann in Richtung zum gegenüberliegenden Hotel gegangen. Aha, gut für mich, denn just diese Herberge hatte ich Ahmed nachts noch SMS genannt, wo er sich nach einer preisgünstigen Unterkunft erkundigen könne. Also ich rübergespurtet – ähem, neee, gegangen.... ich war noch viel zu voll vom tollen Frühstück! - und bevof ich die Rezeption erreichte, hörte ich von einem Balkon links im 2 Stock: „Hallo,“ Ja, mein Patensohn! Plumps, war ich froh, dass er sich zurechtgefunden hatte. Da ich dort auch mehrfach gewohnt habe, ging ich zur Rezeption, grüßte, fragte nach dem Hoteldirektor, einem guten Freund, und setzte mich in die Lobby. Einige Minuten später kam endlich mein Patensohn. Wie immer war die Freude groß... wir hatten und haben uns sooo viel zu erzählen, Familie, sein verantwortungsvoller Job in Kairo, den täglichen Kleinkram von ihm und mir – Neues aus seiner Familie und aus meiner Sippe. Die erste Unterhaltungsrunde im Hotel währte über 2 Stunden. Danach wechselten wir in mein Restaurant gegenüber... und weiter ging's mit Gesprächen in Deutsch oder in Englisch. … Und wie schon seit Jahren jetzt üblich... meine Bestellung für Thunfisch-Salat bzw. Thunfisch-Sandwich. Sowohl hier wie auch in der Caribbean Bar fallen die Bestellungen für DIESE Snacks IMMER besonders groß und reichhaltig aus. Irgendwann wird mich dann der Taxenfahrer auf dem Weg nach Hause als Thunfisch-Rolle aus dem Auto kegeln – gewiss!!! Oder ich werde vielleicht als fetter Thunfisch wieder geboren. Wer weiß??

Gegen Abend – und bereits wieder aufkeimenden Appetit auf was Thunfischiges... - fuhren wir zu Cello in die Caribbean Bar. Er war auch da, Begrüßung – Bekanntmachen der beiden fast gleichaltrigen jungen Männer - Platzsuche... Bestellung, was wohl? - JAAA, Thunfisch-Salat mit Pommes frittes. Für Ahmed sind diese 3 Tage hier am Ort der erste Urlaub, den er allein ohne Familie verbringt. Und so macht es mir natürlich Freude, ihm mal ein bisschen auch die heitere Seite des Lebens zu zeigen. Er ist ein ernsthafter junger Mensch, der, wie er selbst meint, nicht „easy-going“ ist. Seine Arbeit hält ihn in Kairo täglich auf Trab. Nach dem Studium hatte er das Glück, eine verantwortungsvolle Position in Kairo zu bekommen. Sein Fleiß ist sprichwörtlich. - Wieder vergingen Stunden intensiver Gespräche. Doch ich merkte natürlich, dass er die Nacht zuvor (fast 7 Std. Busfahrt mit Pause von Kairo) nicht richtig geschlafen hat. So haben wir dann gegen 21.45 h „die Hühner gesattelt und sind in die Erdbeeren gefahren...“, will heißen, wir brachen auf. Jeder nahm ein Taxi in seine Heimatrichtung.... und so war dieser erste Tag in Hurghada für ihn und mich schön zu Ende gegangen.

Es ist jetzt Dienstagvormittag, 11.00 Uhr. Habe das nur fix niedergeschrieben, damit ich nicht die Hälfte vergesse. Also, bis bald, liebe Leser/innen . . . 2. Versuch - Langsam nähert sich mein Urlaub dem Ende - heute also nachstehend meine Erlebnisse vom Donnerstag, 21. März - gern zum Lesen gedacht . . .


Donnerstag, 21. März 2013 – 8. Tag, Hurghada

Es wird mal wieder Zeit.... mein „Faul-Tag“ am gestrigen Mittwoch ist vorbei. Vormittags Frühstück bei meiner Anne..... und wieder durfte ich „Vorkosterin“ für die mittägliche Essens-Liefertour spielen. Oh, der Frühstückstisch war für mich viel zu reichlich gedeckt. „Leider, leider“ - lach – kam ich ums Probieren dieses köstlichen gefüllten Bratens + Soße nicht drumrum – sei's drum! Ich bin sowieso für meine Größe proportional gerechnet mindestens 1 Meter zu klein.... ich kann damit leben. Auch der von mir so geliebte Gurkensalat à la Anne mit weiteren Salatsorten krönten mein Frühstück. Also rollte ich nach einem ausgiebigen Frühstück in mein Zimmer. Zeit bis zur Fahrt mittags zu Cello in die Caribbean Bar war genug. Also konnte ich in Ruhe an meiner äußeren Vervollkommnung arbeiten... Erfolg, nun ja, befriedigend.

Also sitze ich jetzt am frühen Nachmittag in „meiner“ Bar... und schreibe. Bei der Bestellung lachte mich einer meiner Lieblingskellner, Mido, an.... wie üblich Thunfischsalat mit extra Pommes frites. - Später kam noch eine Facebook-Freundin, ja, meine Namensvetterin, die mich Ostern 2012 so fix von Berlin nach Hause gebracht hatte (s. Bericht vom 20.03.). - Der Bar-Chef, Cello, fragte mich, ob wir/ich heute Abend zum Quiz-Abend bleibe/n. Würden wir sehen, der Tag war lang. … und ich wartete auf mein Essen.

Ach ja, ich wollte für die hier in HRG neu hinzugekommenen Residenten – Langzeiturlauber oder Urlauber einige Tipps bezüglich Restaurants, Kneipen oder Bars zusmmentragen. Kann natürlich nur meine Meinung weitergeben:

Caribbean Bar“ - im Bella Vista Hotel – Nähe ROMA Hotel, im Zentrum -
war sicher ein Geheimtipp – jetzt nicht mehr, nachdem u.a. der „Weißwurst-Stammtisch“ jährlich mehrfach hier veranstaltet werden – nächster Termin für Interessierte: 12. April 2013, Anmeldung über die Seite der Caribbean Bar oder über die in Facebook niedergelegte Seite zum Weißwurst-Stammtisch. - Wöchentlich wechselnde Veranstaltungen, so z. B. „BBQ yourself“ am
Samstagabend. Hier können sich Gäste ihr eigenes Fleisch mitbringen. Super-Idee, die stark gefragt ist und gut angenommen wird. Auch Quiz-Abende werden zukünftig stattfinden sowie Live-Music-Abende.. - Ach ja: eine Vielzahl kleiner Gerichte – Sandwiches, Salate sowie Pizzen und Pasta-Gerichte. Sämtliche gängigen Alkoholika, sogar z.B. BOLS Vanilla Likör ist auf Bestellung zu erhalten.... WLAN ist bei Nachfrage mit Passwort für Gäste kostenlos, stabile und schnelle Verbindung ins Internet.
Preise sind im mittleren Bereich angesiedelt, ein besonderes Ambiente, eine Bar, direkt ins Meer gebaut. T: Bitte vorn am Eingang sagen, dass Ihr in die Caribbean Bar möchtet, da die Security dort ziemlich genau ist.... dann immer geradeaus durch die Anlage, hinten links ist die Bar von Cello...

Kafichio“ in der Senzo Mall ­ links vom Eingang in die Mall - sehr gute warme und kalte (Eis-)Kaffee-Spezialitäten, auch hochwertige Schokoladen - mittelpreisige Angebote, sicher kein „Billigheimer“. Draußen kann man/frau sehr hübsch sitzen.

„Shaharzad“ - im Hause des Geisum Village Hotels, HRG-Dahar -
Einheimische aus dem Viertel rund um die Hotels Sand Beach, Geisum Village und El Arosa besuchen diese urige Kneipe – mit kleinem bis mittlerem Speiseangebot – gern. Viele europäische Residenten sind täglich dort zu finden, ebenso wie Gäste, die an diesem Straßen-Pub vorbeikommen. Bier (Stella und Sakkara) ist im Angebot. - Die Preise sind sehr angemessen und liegen niedriger als im „Kafichio“ z.B. - Ach ja ­ WLAN kostenlos – also offen für die Gäste zugänglich. Meist stabile Internet-Verbindung, ab und zu abends mal „Wackler“... rührt wohl daher, dass sich die Einheimischen im WLAN-Bereich gern später abends Filme, Videos u.a. runterladen...

Meine Freundin kam ín die Bar. Sie kannte sie nicht – es gefiel ihr auch. Wir haben uns einige Monate nicht gesehen, so gab es viel zu erzählen. Essen und Trinken schmeckte, so dass die Zeit schnell verging. Am Nachmittag wechselten wir die Lokalität und fuhren nach Dahar ins „Shahrazad“. Meine Freundin kannte sich von vielen Aufenthalten sehr gut aus, war jedoch dort noch nicht. Andere Umgebung.... ein bisschen lauter, da es an der Straße gelegen ist, doch sehr schön zum „Leute-Gucken“... Wieder rief ich einen Freund an, der in der Nähe wohnt.... noch Arbeit, sagte er, käme halt später. Nach knapp 3 Stunden sandte ich SMS, dass meine Freundin und ich nun weg seien. Punkt. - Später in der Caribbean Bar zurück – Cello wartete schon auf uns, teilte er mich, da meine Freundin in ihr Apartment zurück wollte, mit zwei Männern als ein Team zum 1. Quiz-Abend in der Bar ein. Beginn verspätete sich, doch letztlich war Cello ein guter Quizmaster, der die Gäste-Teams – Engländer, Deutsche, Schweden und andere – gekonnt durch die Fragenrunden leitete. Ein Engländer – jedenfalls sprach er Englisch – war der überragende Sieger in diesem Spaß-Quiz. Es hat sehr viele lustige Szenen gegeben. Und deshalb, Cello: „Play it again“, würde Humphrey Bogart sagen. Alles in allem, ein schöner Abschluss des Abends... Und wer da mal mitmachen möchte, einfach mal bei Cello nachfragen, wann er diesen Quiz-Abend wiederholt. Voller neuer Eindrücke.... und mit mehr als vollem Magen, brachte mich ein Taxifahrer – wie immer – schnell in mein Quartier.

 

Heute ist nun mein vor-vorletzter Tag in Hurghada - Freitag, 22. März. Gestern war's ja ziemlich windig, und sehr trübe durch den aufgewirbelten Sand in der Wüste und im Stadtgebiet... Kann nur besser werden. - Nachstehend mein aktueller Bericht:
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Freitag, 22. März 2013 – 9. Tag, Hurghada

Wieder war ein Tag zu Ende gegangen. Morgens nach dem Frühstück wusste ich – urlaubsbedingt – noch nicht so recht, was ich an diesem Tag machen würde.... Es ergab sich einfach so. Mittags fuhr ich mit meinen Gastgebern wieder in Richtung „Stadt“ und stieg in der Nähe des „Garden Café“ aus. In der Nähe wohnt/e eine Freundin von mir. Sie ist bei Facebook, und so hatten wir uns im letzten Jahr persönlich kennengelernt – und guten Kontakt zueinander gefunden. So platzierte ich mich denn gemütlich auf ihrer Terrasse, liebenswürdigst! umsorgt von deutschem Filterkaffee, Wasser und einigen sehr guten Dattelkeksen, groß und leider mal wieder viiiiel zu kalorienlastig. Na denne... hinein, unten im Magen ist's finster, und es sieht keiner! So plauderten wir uns fast 4 Stunden lang durch die Zeit, durch alles, was so bei ihr und mir in der Zwischenzeit passiert war... viele Dinge, die uns auf der Seele lagen, konnten wir durchsprechen. Rundum, es war eine sehr schöne Zeit bis zum Spätnachmittag.

Danach dachte ich: fahre ich mit dem Taxi nun links oder rechts rum – d. h. In Richtung Magawish oder in Richtung Dahar? Naja, ich entschloss mich für Dahar – und nach einer schnellen Taxifahrt landete ich wieder im „Shahrazad“. Dort begrüßte mich mein 2. Lieblingskellner. Wir kennen uns jetzt fast zwei Jahre, und ich freue mich immer wieder über sein strahlendes Gesicht, wenn ich dort aufkreuze. Meine Bestellungen sind fast immer die gleichen..... und neee, diesmal KEIN Thunfisch, sondern mein geliebtes Knoblauch-Brot, was nicht auf der Speisekarte zu finden ist, jedoch seit vielen Monaten mit mein Favorit ist..... dieser Tipp stammte von einem guten Freund, der dort in der Nähe seit einigen Jahren lebt und dies.... wohl bis vor kurzem – auch als Stammkneipe hatte. Nun nicht mehr, naja, es wird Gründe geben...

SMS und Email gingen also von meinem Netbook, das ich hier im Urlaub für meine Ergüsse wirklich wieder malträtiere..., an eben diesen Freund. Leider mal – wieder – ohne Erfolg. Tja, so ist das manchmal mit der Freundschaft. Ich bedaure, dass ich hier nun absolut nix, aber auch gar nix von ihm hörte. Schwamm drüber, irgendwie trifft's frau schon, wenn sie nicht weiß, aus welchen Gründen kein Kontakt erfolgt – obwohl in den Vortagen mehrfach telefonisch bejaht wurde.

So saß ich also im Gelände rum und sinnierte. Gegen 20.45 h hatte ich ausreichend sinniert und beschloss, dem durch meine Rückfahrt in mein Quartier ein Ende zu bereiten. Gesagt – getan. Und so endete dieser Freitag halt mit deutschem Fernsehprogramm und einer anschließenden halbweg gut durchschlafenen Nacht, nachdem ich mich mit „OFF“ ausreichend eingesprüht und jegliches fliegendes Mistzeug bei mir keine Chance mehr hatte. - S o - - - das war der vor-vorletzte Urlaubstag. Noch ein- bis zweimal werde ich noch mein Erlebtes oder nicht Erlebtes zum Besten geben. Tschüs, für heute.

 Die letzten Tage blieb ich meist bei meinen Gastgebern. Sie brachten mich am 25.03. zum Flughafen in Hurghada.

 Rückflug und Fahrt mit Bahn nach Hause verliefen ohne besondere Vorkommnisse.

Dieser Urlaub war wirklich ein kurzer Entschluss gewesen – wieder ein Mosaiksteinchen mehr für meine „Ägypten-Erfahrungen“ mit Land….. und Leuten!

 

 

 

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